Wer bin ich?

 
Ich bin Autorin.
Ich bin Bloggerin.
Ich bin ein Mensch.

 
Ich bin vieles.
Und das alles in einer Person.

 
Ich vereine – wie jeder Mensch – unglaublich viele Facetten in mir.
Und dabei gibt es Dinge, die mir wichtig sind. Die einen extrem hohen Stellenwert in meinem Leben haben.
Und andere, die nicht ganz so wichtig, deswegen aber nicht irrelevant sind.

 
Einer der größten Aspekte in meinem Leben ist dabei wohl Gerechtigkeit.
In den letzten Wochen und Monaten habe ich an so vielen Stellen ein Ohnmachtsgefühl durchlebt. Immer wieder stieß ich auf Ungerechtigkeiten und ich frage mich noch immer, warum das eigentlich passiert. Früher habe ich mich auch gefragt, warum ich das so wichtig finde und andere anscheinend nicht, doch diesen Punkt habe ich hinter mir gelassen. Die einfache Antwort darauf lautet: Weil ich ich bin. Die komplizierte suche ich noch, weiß aber, dass ich sie im Augenblick nicht finden kann. Den Ansatz, wo ich suchen werde, habe ich bereits herausgearbeitet, aber bis ich dort beginnen kann, wird es noch dauern. Und dann geht es eher darum, mich auf diese Weise wieder ein Stück mehr kennenzulernen.

 
Eine weitere Facette ist wohl Genauigkeit.
Das liegt vielleicht daran, dass ich Dinge entweder ganz oder gar nicht mache. Ich mag keine halbherzigen Ansätze, denn sie verlaufen sich meist im Sande. Das erste Mal ist mir das vor mehr als fünf Jahren bewusst geworden und ich mag diesen Teil an mir. Ja, ich sage ganz offen, dass ich etwas an mir mag. Vielleicht können mich andere auch mögen, wenn ich mich nicht mag, aber ich finde es einfach schöner, sich selbst zu mögen. Und das beginnt am besten in ganz kleinen Schritten.
Wenn ich etwas tue, bin ich dabei. Bei Aufgaben, die ich von außen bekomme, nicht immer mit ganzem Herzen, aber durchaus mit dem mir möglichen Einsatz.
Wenn ich selbst Dinge initiiere, dann auch mit vollem Herzen. Und immer als gutes Vorbild. Vor allem, wenn andere involviert sind. Ich habe durchaus einen hohen Anspruch an andere, aber keinen höheren als an mich selbst. Was wiederum nicht bedeutet, dass ich von anderen immer exakt dieselbe Leistung erwarte, aber ich erwarte eben denselben Einsatz. Ganz oder gar nicht. Und dementsprechend muss ich auch vorangehen. Wie kann ich denn sonst so eine Erwartungshaltung aufbauen, wenn ich sie nicht selbst erfülle? Und wie kann ich überhaupt ein ruhiges Gewissen haben, wenn andere, die mit mir gemeinsam an etwas werkeln, sich Mühe geben und ich nicht? Das funktioniert für mich nicht, denn ich würde sie hängen lassen. Bin ich nicht in der Lage zu leisten (jede Situation kann sich schließlich verändern), spreche ich das auch aus.

 
Da ist noch ein Aspekt: Kommunikation.
Kein Spekulieren, sondern miteinander reden.
Ich behaupte nicht, dass mir das immer gelingt. Ich glaube, das ist nur zu einem Teil möglich, denn wir alle leben nun einmal in unserem Kopf und nicht in dem der anderen. Wir können nur ein Stück weit über unseren Tellerrand blicken und versuchen, aus Sicht anderer zu denken. Mehr ist nicht möglich, denn jeder von uns ist so individuell, dass nie alle Eventualitäten einbezogen werden können.
Aber gerade deswegen versuche ich, zu reden, wenn ich Unklarheiten feststelle. Denn meine Erfahrung besagt, abzuwarten, bis sich etwas von selbst erledigt, funktioniert nur in den seltensten Fällen. Meist bleibt ein großes Chaos übrig.
Allerdings höre ich prompt damit auf, wenn ich nur auf taube Ohren stoße.

 
Denn ich verschwende keine Energie.
Wenn ich das Gefühl habe, nicht ans Ziel gelangen zu können, dann ziehe ich mich zurück. Oder fange eben gar nicht erst an, das kommt auf die Ausgangssituation an und stellt ein bisschen eine Verbindung zum Ganz-oder-gar-nicht dar. In diesem Fall wäre es das Gar-nicht, wenn ich schon absehen kann, dass ich es nicht schaffen kann. Vielleicht kann ich das später aufgreifen (ich möchte beispielsweise irgendwann mal Schwedisch lernen, doch derzeit reicht Japanisch, eine zweite Sprache nebenbei wird mir zu viel).

 
Es gibt noch eine Menge mehr, das mich zu dem Menschen macht, der ich bin. Ein Mensch, der sicher nicht einfach ist. Aber von einfach war ja auch nie die Rede. Was ist außerdem schon einfach?
Einfach hat nichts mit komplex zu tun. Und Menschen sind immer komplex.

 
Welche Dinge sind euch im Leben wichtig?
Was mögt ihr überhaupt nicht?
Was schätzt ihr besonders an euch?

 
Bis denne ☆

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