Wie ich derzeit meine Projekte plotte

Ich bin Plotter. Nicht nur ein bisschen, sondern ganz ausführlich, was einen langen Prozess bedeutet.
Und meine Beobachtung zeigt mir, dass jeder da ein bisschen anders vorgeht.

 
Über lange Zeit habe ich ausprobiert, Empfehlungen ausgetestet und scheine derzeit einen Weg gefunden zu haben, mit dem ich gut zurecht komme. Ich sage bewusst derzeit, denn ich habe keine Ahnung, ob sich das nicht mal wieder ändern wird.
Für die Darstellung werde ich mein voriges Projekt „Notenrufen“ heranziehen, denn mit meinem jetzigen bin ich noch nicht weit fortgeschritten. Bisher ähneln sich die Abläufe allerdings, aber wer weiß, was noch kommt.

 
Ausgelöst wurde „Notenrufen“ durch ein einziges Bild, das ich vor meinem inneren Auge gesehen habe. Dieses ließ ich auf mich wirken, es kamen ein paar weitere Bilder hinzu und Ideen entstanden. Ich sammele diese so lange, bis es genügend sind, um darauf basierend nach der 7-Punkte-Struktur von Dan Wells[1] einen groben Rahmen der Geschichte abzustecken.

 
Diese Punkte baue ich im Anschluss aus. Im Fall von „Notenrufen“ habe ich dafür einerseits in einem Dokument für jeden Strukturpunkt eine neue Seite angelegt und andererseits alle zwischenzeitlich hinzugekommenen Ideen hinzugefügt. Nur wenig davon steht zu diesem Zeitpunkt fest, alles kann im Lauf des Plottens wieder umgeworfen werden.
Da ich in „Notenrufen“ drei Perspektivfiguren habe, von denen eine die Protagonistin ist, musste ich auch darauf beim Plotten achten. Ich habe bereits sehr frühzeitig festgelegt, welche Teile der Geschichte aus wessen Perspektive erzählt werden. Außerdem habe ich in meiner Strukturübersicht für jede der drei Perspektivfiguren 7-Punkte-Strukturen angelegt und noch einen zusätzlichen Nebenplot eingefügt.
Erschwerend kam hinzu, dass die drei Figuren zu Beginn nicht gemeinsam agieren, sich nicht einmal kennen. Um die Übersicht nicht zu verlieren, habe ich noch ein Dokument angelegt, in dem ich die zeitliche Abfolge für jeden von ihnen im Auge behalten konnte, bis sie aufeinander treffen. Dafür dient das Plotten bei mir nämlich: Logik. Diese muss bei mir stimmen, damit ich mich später entspannt ans Schreiben setzen kann. Mir fehlt es nicht, dort nicht mehr wirklich Neues zu entdecken (Kleinigkeiten gibt es auch weiterhin). Das lebe ich beim Plotten aus.

 
Nachdem ich also zum einen das Dokument hatte, in dem die Aufteilung nach Strukturpunkten vorlag, baute ich zusätzlich vor allem auf die dreispaltige Übersicht zum zeitlichen Ablauf. Beide habe ich parallel gefüllt, je nachdem wo in der Geschichte ich Details hinzugefügt habe. Daran arbeite ich auch sehr willkürlich, das folgt meist nicht der chronologischen Reihenfolge. Es hängt eher damit zusammen, wie viel ich wieder über meine Figuren dazugelernt habe und sich dadurch Details ergeben. Mit jedem weiteren wächst die Geschichte und auch mein Dokument, dem ich irgendwann die Strukturpunkte entziehen konnte, weil sie für die Übersicht nicht mehr nötig waren.

 
Insgesamt hatte ich zu diesem Zeitpunkt also vier Dokumente angelegt: die groben Ideen, die zeitliche Übersicht und das endgültige Plotdokument (das aus der Aufsplittung in die einzelnen Strukturpunkte entstanden ist) in Word und die Strukturtabelle in Excel, in der die verschiedenen Plotstränge hinterlegt waren.

 
Ganz abschließend habe ich mich noch für eine Szenenübersicht entschieden, die es bei mir zuvor nie gegeben hatte. Sie sollte mir helfen, zu schauen, wo ich in meinem doch sehr großen Plotdokument (es umfasst ungefähr 27.500 Wörter) Situationen habe, die zu träge oder auch zu rasant sind. Dafür habe ich mit dem Scene-Sequel-Modell gearbeitet. Hierbei hat mir vor allem auch gefallen, dass sich in jeder Szene Konflikte anbahnen, mal größere, mal kleinere, damit die Geschichte niemals langweilig wird.

 
Im Großen und Ganzen ist es das eigentlich, wobei natürlich noch viele Feinheiten mit reinspielen. Wie stehen die Figuren zueinander, was treibt sie an etc. Also eben auch vieles, das zur Charakterentwicklung gehört, das bei mir parallel und in Abhängigkeit mit der Handlungsentwicklung entsteht.

 
Wie plottet ihr?

 
Bis denne ☆

 
[1] Ich verlinke absichtlich das englischsprachige Video (dem vier weitere folgen), weil ich die Struktur erst damit so richtig verstanden habe.

Leserückblick Januar und Februar 2018

Es ist März und deswegen gibt es heute einen Rückblick auf die von mir gelesenen Bücher. Da der Blog im vergangenen Monat noch nicht existierte, nehme ich den Januar mit hinein, was ohnehin Sinn macht, da ich im Februar nicht viel gelesen habe.

Im Allgemeinen liege ich bislang bei gerade einmal vier Büchern, wovon ich drei im Januar gelesen habe. Und bei allen handelt es sich um eine Reihe, nämlich die ersten vier Bände von Harry Potter.

Für mich sind die Bücher neu, denn auch wenn es sie schon wirklich lange gibt, bisher habe ich sie nie gelesen. Auch die Filme habe ich erst einmal gesehen.
Warum?

Als ich von der Reihe das erste Mal gehört habe, waren bereits ein paar Bücher draußen und der Hype voll im Gange. Und das war so viel Werbung, egal wo ich war, da war Harry Potter, dass ich sehr schnell nichts davon hören oder sehen wollte. Und genau so hatte sich die Reihe dann auch in meinem Kopf festgesetzt. Und deswegen habe ich sehr lange einen großen Bogen um sie gemacht.

Zu den Filmen bin ich dann 2015 gekommen, einfach weil sie immer wieder zum Verdeutlichen des Schreibhandwerks genutzt werden. Und jetzt bin ich bei den Büchern.

Großartig etwas dazu sagen, möchte ich noch nicht, das mache ich, wenn ich die Reihe beendet habe.
Wenn ich mich mal wieder regelmäßig zum Lesen hinsetzen würde, könnte ich auch recht schnell vorwärts kommen, aber daran hapert es derzeit am meisten. An der Geschichte liegt es jedenfalls nicht, dass ich eher auf der Stelle trete.

Abgesehen davon, dass ich auch schon seit gut einem Monat die aktuelle Ausgabe der „Federwelt“ hier zu liegen habe und diese auch auf mich wartet, ist damit klar, was als nächstes Buch bei mir ansteht, es soll natürlich mit Harry Potter weitergehen.
Mal sehen, inwiefern ich darüber etwas im nächsten Monat erzählen kann.

Bis denne ☆

Leipziger Buchmesse 2018

Die Buchmesse rückt immer näher.
Also starte ich meinen Blog genau damit.

Ich reise in aller Gemütlichkeit am Donnerstag Mittag in Leipzig an und erklimme dann auch sofort die heiligen Hallen, denn für mich steht noch an diesem Tag der erste Termin auf dem Plan. Ich habe so einiges in letzter Zeit gesammelt, ein paar Events überschneiden sich noch, aber es wird sich schon finden. Bislang sind das für mich überwiegend Ideen, was ich sehen oder machen möchte. Fest entscheiden werde ich das eher sehr kurzfristig.

Donnerstag, 15.03.2018
16:00 – 16:30 Halle 5, Stand D302, Handwerk Selfpublishing 01: Was dem Lektorat auffällt (Florian Tietgen, Hans Peter Roentgen)
17:00 – 18:00 Halle 2, Stand H410/J400, SERAPH 2018 – Der Literaturpreis für Phantastik auf der Leipziger Buchmesse

Freitag, 16.03.2018
12:45 – 13:30 Halle 2, Stand J401, Signierstunde (Marie Graßhoff, Alexander Kopainski)
15:00 – 15:30 Halle 2, Stand J309, Signierstunde (Marie Graßhoff)
16:00 – 16:30 Halle 5, Stand D302, Handwerk Selfpublishing 02: Show, don’t tell – das Kino im Kopf (Isabell Schmitt-Egner, Hans Peter Roentgen)
17:00 – 17:30 Halle 5, Stand D302, Autorenwelt-Ring (Alice Högner, Wilhelm Uschtrin, Jasmin Zipperling, Anke Gasch)

Samstag, 17.03.2018
11:00 – 11:30 Halle 2, Stand J303, Lesung + Meet and Greet (Stella Delaney)
11:45 – 12:15 BoD-Stand, Meet & Greet: Sachbuch und Ratgeber (Karina Both-Peckham, Sissi Kandziora, Axel Schwab)
13:00 Schreibmeer-Treffen
13:00 – 13:30 Halle 2, Stand H410/J400, Lesung (Liza Grimm)
14:00 Schreibnacht-Treffen
16:00 – 16:30 Halle 2, Stand H410/J400, Das Nornennetz – starke Frauen in der Phantastik (Nora Bendzko, Laura Kier, Nike Leonhard, Katherina Ushachov, Stella Delaney)
16:00 – 16:30 Halle 5, Stand D302, Handwerk Selfpublishing 03: Der Pitch – ein Satz als Lockvogel (Andrea Weil, Hans Peter Roentgen)

Sonntag, 18.03.2018
10:00 Halle 2, Stand J303, Lesung (Katherina Ushachov)
10:30 – 11:15 Halle 5, Stand E
14:00 – 15:00 Rotes Sofa/Glashalle, Podiumsdiskussion mephisto97 (Marie Graßhoff)

Das sieht sehr viel aus (bislang hatte ich das in kurzen Notizen auf einem kleinen Zettel). Aber ich weiß auch, dass ich nicht alles davon mitnehmen werde. Aber so habe ich schon mal eine Übersicht. Mich interessieren durchaus die Veranstaltungen, in denen es um das Schreibhandwerk geht, doch am Wichtigsten ist es Menschen zu treffen.

Wir sehen uns hoffentlich.

Bis denne ☆

Huhu

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog.

Ich bin Mel und poste gerade meinen ersten Beitrag auf diesem Blog.
Wer mehr über mich wissen möchte, findet einen Anfang hier und den Rest Stück für Stück in den zukünftigen Beiträgen. Oder ihr fragt einfach, manchmal antworte ich auch.

Momentan plane ich immer freitags einen Post einzustellen, mal schauen, ob es dabei bleibt.

Bis denne ☆

Eure Mel