Leserückblick April

 
Nach dem doch sehr spärlichen Lesekonsum im März, ging es im April wieder bergauf.

 
Den Anfang hat die erste „Federwelt“-Ausgabe dieses Jahres gemacht, die ich ja im März begonnen hatte.

 
Danach ging es mit „Harry Potter und der Orden des Phönix“ weiter, das den Großteil des Monats ausgefüllt hat.

 
Es folgte die nächste „Federwelt“, die Ende März bei mir eingetroffen war und abschließend habe ich am letzten Tag mit „Harry Potter und der Halbblutprinz“ begonnen.

 
Insgesamt habe ich an sechzehn Tagen des Monats gelesen, weswegen ich eigentlich sehr zufrieden mit der Ausbeute bin. Das waren fast 1.200 Seiten. Und da ich kein Vielleser bin, ist das durchaus gut.

 
Jetzt kann ich nur hoffen, dass das in Zukunft so weitergeht, dann beende ich die Harry-Potter-Reihe auch endlich mal. Ich kann es ja irgendwie überhaupt nicht erwarten, immerhin lese ich die Bücher zum ersten Mal und sie sind für mich dadurch auf eine ganz eigene Weise aufregend. Die Filme zu kennen, zählt nicht, denn ich habe festgestellt, dass mir so Einiges nicht bekannt vorkommt. Ob das nun daran liegt, dass das in den Filmen anders umgesetzt ist oder ich mich einfach nur nicht erinnere, weiß ich nicht. Aber deswegen steht auch ein Rewatch an, wenn denn die Bücher ausgelesen sind.

 
Was habt ihr im April gelesen?

 
Bis denne ☆

Meine gelesenen Schreibratgeber

Wer schreibt und veröffentlicht, sollte sein Handwerk beherrschen, so lautet wohl eine gängige Aussage.
Dem stimme ich absolut zu.
Doch wie erlernt man das Handwerk?
Meiner Ansicht nach, indem man sich mit der Theorie befasst, die man wiederum in die Praxis umsetzt. Dabei ist natürlich nicht jedes einzelne Werkzeug für jeden geeignet. Aber um für sich feststellen zu können, was zu einem passt, muss man es überhaupt erst einmal kennenlernen.

 
Manche beherrschen die Theorie einfach durch Lesen. Aber meiner Ansicht nach sind das die Wenigsten. Und ich denke, das ist es, was man als Talent bezeichnen kann. Die einen tragen das Handwerk quasi einfach in sich, andere müssen es sich Stück für Stück aneignen. Üben müssen sie alle, denn Talent allein verhilft nicht zu guten Büchern.

 
Um mir das Handwerk anzueignen – denn ich betrachte mich nicht als einen derjenigen, die großzügig mit Talent gesegnet sind -, habe ich zuerst online gelesen, bin aber darüber auch zu Schreibratgebern in gedruckter Form gekommen. Auch heute noch nutze ich das alles: Schreibforen, Blogs/Webseiten, Podcasts und natürlich den Austausch mit anderen Autoren auf Social-Media-Plattformen.

 
Im Laufe der Zeit haben sich bei mir ein paar wenige Bücher angesammelt, die ihr oben auf dem Bild sehen könnt. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass die oberen beiden sogar noch verpackt sind. Ich habe es einfach noch nicht geschafft, sie zu lesen, abgesehen von den Auszügen, die sich regelmäßig in der „Federwelt“ finden, wobei ich diese auch erst seit einem Jahr abonniert habe. Auch diese Zeitschrift könnte man dazu zählen, wobei es da um weit mehr als nur das Schreibhandwerk geht.

 
Die ersten beiden Ratgeber, die in meinem Regal standen, waren „Drei Seiten für ein Exposé“ und „Vier Seiten für ein Halleluja“ von Hans Peter Roentgen. Im ersten Anlauf 2014 bin ich damit überhaupt nicht warm geworden. Im Nachhinein glaube ich, dass ich damals einfach noch nicht weit genug dafür war. Als ich sie im letzten Jahr in die Hand genommen habe, konnte ich sie zügig lesen und habe das sehr gern gemacht. Noch immer finde ich beide sehr empfehlenswert. Anhand von Beispieltexten werden verschiedene Handwerkskniffe besprochen und am Ende jedes Themas gibt es eine Aufgabe, die man machen kann. Einmal eben allgemein auf das Romanschreiben bezogen, einmal hinsichtlich des Exposés, auch mit kleinen Ausflügen zum Thema Pitch und Klappentext.

 
Auf dem Stapel liegt noch ein weiteres Buch von Hans Peter Roentgen, „Spannung – Der Unterleib der Literatur“. Es ist nach demselben Prinzip gestaltet. Anders als die ersten beiden Bücher ist dieses im Selbstverlag erschienen und ich vermute hier einige Auffälligkeiten in der Gestaltung. Querverweise zum Anhang sind farblich anders gestaltet, selbst wenn sie eine Überschrift darstellen, was ich sehr ungünstig finde. Der Buchsatz stimmt an manchen Stellen nicht, denn mitten auf der Seite endet der Text, das Kapitel jedoch nicht. Das tut dem Inhalt aber erstmal keinen Abbruch.
An diesem Punkt hat mich eher gestört, dass vieles, das ich bereits aus den anderen beiden Büchern kannte, erneut aufgegriffen wurde und ich mich gefragt habe, wozu das erneut in einem Buch erwähnt werden musste. Das Buch hätte eindeutig dünner sein können. Inwiefern das etwas an dem Preis geändert hätte, habe ich nie nachgeprüft. Dennoch hatte ich mir mehr versprochen, einfach aufgrund des Umfangs. Aus diesem Grund wird vermutlich auch kein weiteres Buch des Autors mehr bei mir einziehen, was nicht bedeutet, dass ich seine Schreibtipps nicht mag, ganz im Gegenteil.

 
Die anderen von mir gelesenen Bücher sind englischsprachig, denn da ist das Angebot weit größer.

 
„How not to write a novel“ von Sandra Newman und Howard Mittelmark war nicht mein Fall. Ich denke, es liegt dabei ein bisschen an der Sprachbarriere. In jedem Abschnitt werden Beispiele herangezogen, es gibt ebenfalls einen Textausschnitt, der zeigt, wie man es nicht machen sollte. Leider gab es immer wieder Vokabeln, die mir nicht vertraut sind (obwohl ich bereits zuvor Romane auf englisch gelesen habe und mich daran nicht störe), weswegen ich teils den Witz nicht verstanden habe. Wer da bewanderter ist als ich, sollte das Buch dennoch gern mal austesten, ich habe bereits auch begeisterte Stimmen dazu gehört. Andere waren danach verunsichert, weil in dem Buch so viele Möglichkeiten aufgeführt sind, die man nicht machen sollte, dass sie sich fragen, wie sie überhaupt noch schreiben sollen. An diesem Punkt kann ich nur sagen, nehmt das Ganze nicht zu ernst. Es geht vor allem darum, sich bewusst zu sein, was man als Autor tut und vielleicht auch gezielt „Fehler“ zu machen. Dann werden sie zum Stilmittel. Aber auch hier muss man eben erst einmal wissen, was sogenannte Schreibregeln sind, um sie dann sinnvoll brechen zu können.

 
Die beiden Thesauri von Angela Ackerman und Becca Puglisi habe ich nur teils gelesen. „The emotional thesaurus“ habe ich eigentlich nur durchgeblättert, „The negative trait thesaurus“ enthielt mehr interessante Aspekte, die ich lesen konnte. Der erste besteht eigentlich nur aus Aufzählungen von Emotionen.
Der zweite enthält eine Liste negativer Charaktereigenschaften, verdichtet sie aber im Anschluss auch noch, was ich als interessanten Aspekt betrachtet und deswegen auch gelesen habe.
Ansonsten eignen sich diese Bücher eher dafür, um sie zur Hand zu nehmen, wenn man seine Charaktere entwickelt und schauen möchte, was im Rahmen der Figuren zur abwechslungsreichen Gestaltung funktionieren kann, ohne dass es erzwungen wirkt. Sich einfach nur hier oder da eine Eigenschaft herauszupicken, ist damit allerdings nicht gemeint.

 
Abschließend kommt hier mein absoluter Favorit „Writing for emotional impact“ von Karl Iglesias. Ein Buch, das sich eigentlich an Drehbuchautoren wendet, doch von dem auch Romanautoren sehr profitieren können.
Anhand von Filmbeispielen wird aufgezeigt, wie wichtig die Emotionen der Charaktere sind, um den Leser (im Buch ist damit die Produktion gemeint, bei der der Autor sein Drehbuch einreicht, aber beim Roman ist das erst der Verlag und später – oder beim Selbstverlag auch gleich – der Leser) in den Bann der Geschichte zu ziehen.
Wer sich an englischsprachige Bücher herantraut (auch hier fiel mir das Lesen nicht total leicht, ich habe ebenfalls nicht alle Filmbeispiele verstanden, aber da es zu jedem Abschnitt mehrere gab, war zumindest immer eines aufgeführt, anhand dessen ich die jeweilige Technik verstanden habe), sollte sich unbedingt dieses Buch anschauen.

 
Mehr Ratgeber in Buchform habe ich bislang nicht gelesen (nein, das stimmt nicht ganz, da kommt gleich noch eine Ergänzung) und im Augenblick habe ich auch keine weiteren Anschaffungen geplant. Die beiden Bücher von Diana Hillebrand möchte ich aber natürlich noch lesen, sonst hätte ich sie mir nicht gekauft. Die Auszüge aus der „Federwelt“ sind jedenfalls vielversprechend. Dennoch kann ich die Bücher bislang nicht einschätzen und nenne deswegen als Empfehlung auf dem deutschsprachigen Markt eindeutig Hans Peter Roentgen, zumindest die beiden im Verlag erschienen Bücher (inhaltlich war ja auch „Spannung“ gut, für mich war es nur zu viel Wiederholung, wer also lieber damit einsteigen möchte, ist ebenfalls gut bedient).

 
Und wer sich fragt, warum ich Stephen Kings „Das Leben und das Schreiben“ nicht aufgeführt habe, dann liegt es daran, dass ich sein Buch nur geliehen hatte und nicht sehr warm damit geworden bin.
Ich bin kein Leser von King-Büchern, was in erster Linie am Genre liegt. Dennoch war ich vor ein paar Jahren neugierig auf das Buch. Es ist ja kein reiner Ratgeber, was ich schade finde, denn die Auszüge aus gerade seiner Kindheit waren mir teils viel zu detailliert und ich dachte nur, das will ich nicht wissen (too much information).
Sein Werdegang war interessant und der Vergleich mit einem Handwerkkoffer gefiel mir. Soweit erschien mir das Buch eine ganze Weile gut, bis King sich selbst widersprach (er sagte vorher, dass es egal sei, ob man Plotter oder Pantser ist). Er schreibt im Buch, dass nur bei denjenigen, die ohne zu planen ein Buch schreiben, eine organische Geschichte entstehen könne. Alles andere würde immer konstruiert klingen. Und an dem Punkt hatte das alles seinen Reiz und seine Glaubwürdigkeit verloren.
Ich sage nicht, dass er keine guten Bücher schreibt (ich kann das nicht beurteilen, auch wenn ich sehr konträre Aussagen gehört habe). Aber diese Einseitigkeit hat mir seinen Ratgeber absolut nicht sympathisch gemacht. Ich halte mich deswegen einfach an andere, jeder muss seine Favoriten für sich finden.

 
Habt ihr denn schon Ratgeber gelesen?
Welche waren es und wie haben sie euch gefallen?

 
Bis denne ☆

Mein Camp-NaNo-April-Fortschritt

Seit mittlerweile fast drei Wochen läuft das Camp NaNo für diesen April und so langsam erreiche ich mein durchschnittliches Soll.

 
In den ersten Tagen des Monats habe ich gar nichts gemacht, dann war ich ein bisschen dabei, nur um danach eine weitere Woche nichts in meinen Count einzutragen.
Das liegt daran, dass ich viel zu tun hatte und es mir dementsprechend schwer fiel, mich überhaupt ranzusetzen. Kein Wunder, nachdem ich im März auch schon nicht sehr viel gemacht hatte.

 
Immerhin bin ich jetzt seit ein paar Tagen wieder dabei. Und ich habe ja extra ein ziemlich niedriges Ziel gewählt. Wenn ich so weitermache wie jetzt, werde ich das auf jeden Fall übertreffen, aber ob dem wirklich so sein wird, weiß ich nicht. Und so wie ich das vom letzten Camp in Erinnerung habe, kann das Ziel auf der offiziellen Seite nur noch bis morgen geändert werden.
Normalerweise bin ich zum jetzigen Zeitpunkt schon weiter gewesen und habe dann auch das Ziel angepasst. Dieses Mal werde ich wohl davon absehen. Ob ich noch wirklich über mein Ziel hinaus schieße oder nicht, ich habe keine Ahnung.

 

Warum ist mir das eigentlich alles so egal?

Das ist es eigentlich nicht mal, es hat aber vermutlich den Anschein.
Aber ich habe gemerkt, dass ich mich mit dem täglichen Zwang etwas zu tun, derzeit zu sehr unter Druck setze, was irgendwann darin resultiert, dass ich tage- oder wochenlang gar nichts mache. Ich arbeite deswegen eher daran, mich soweit stabiler zu fühlen, um darauf aufbauend auch wieder täglich an meinen Projekten zu arbeiten. Wenn das läuft, kommt der Rest von ganz allein. Und ich kann es eigentlich gar nicht erwarten, dass es wieder so ist.

 

Und was war sonst so los?

Zum einen war da der Artikel fürs Schreibmeer, der morgen von mir erscheinen wird. Der hat es nämlich auch gerade auf den letzten Drücker ins Lektorat geschafft und selbst mit der Überarbeitung war ich dann spät dran.
Hinzu kamen ein Arzttermin durch die halbe Stadt und ein anschließendes Treffen mit der lieben Mika.
Außerdem ein Tierarzttag, da es mal wieder Narkose zur Zahnsteinentfernung hieß (es gab nie Probleme damit, bis die Nieren nicht mehr ganz okay waren und seitdem kein stückiges Futter mehr geht, es muss alles ganz fein sein und dadurch fehlt das „Zähneputzen“). An diesen Tagen habe ich keine Ruhe, selbst wenn ich gar nicht die ganze Zeit beim Tierarzt sitze.
Abschließend dann auch noch das Kirschblütenfest in den Berliner „Gärten der Welt“ und die wunderschönen japanischen Kirschbäume, von denen das obige Foto auch stammt. ♥ Es war ein wundervoll warmer Tag mit einer lieben Freundin und schönen Eindrücken, obwohl es ziemlich voll war, was nicht so meins ist.

 
Das alles hat ausgereicht, um mich eine ganze Woche auszubremsen, doch zumindest teilweise war es das auch einfach wert (der Tierarztbesuch ja eher nicht, auch wenn er unglaublich wichtig war, denn unbehandelt, belastet das die Nieren noch viel mehr, nur falls sich jemand fragt, warum ich bei der Krankheit eine Narkose riskiere, leider ist das absolut nötig).
Jetzt wird es hoffentlich wieder etwas ruhiger.

 
Wie kommt ihr voran, sofern ihr denn teilnehmt?
Und wenn nicht am Camp, wie läuft es sonst mit euren Projekten?

 
Bis denne ☆

Erste Buchkäufe 2018

Als ich diesen Blog geplant habe, habe ich auch an regelmäßige Posts zu Bücherkäufen gedacht. Doch ich muss feststellen, dass ich bislang nicht einmal monatliche Käufe auflisten könnte. Deswegen lege ich mit diesem Beitrag erst einmal den Fokus auf die Bücher, die ich seit Jahresbeginn gekauft habe.

 
Es sind nämlich gerade einmal zwei Bücher.
Das liegt daran, dass ich im letzten Jahr für meine Verhältnisse sehr viele Bücher gekauft habe. Eigentlich waren es nur 41, doch für mich ist das sehr viel an gekauften Büchern in einem Jahr. Hinzu kamen auch noch geschenkte Bücher und ich bin kein Vielleser. Aus diesem Grund wollte ich den Kaufkonsum für dieses Jahr zurückhalten und erstmal lesen, was noch im Regal steht. Es gibt einzelne Bücher, die ich trotzdem kaufen werde, sobald sie erschienen sind, aber im Großen und Ganzen möchte ich mich auf meinen SuB konzentrieren.

 
Trotzdem sind zumindest die beiden Bücher auf dem Bild neu.
Liza Grimms „Die Götter von Asgard“ habe ich mir noch kurz vor der LBM gekauft, als es hier im Thalia auslag, und mir dann auch auf der Messe signieren lassen.
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl ist erst ganz frisch bei mir eingezogen, das würde also in einen April-Rückblick fallen und ich hätte jetzt nur ein Buch posten können.

 
Bislang sind beide Bücher noch nicht gelesen, auch wenn die Götter schon seit ungefähr einem Monat bei mir wohnen, ich bin mit Harry Potter noch immer nicht fertig und die Reihe hat weiterhin Vorrang. Wobei mir das gerade für das Sachbuch nicht ganz so leicht fällt. Aber ich schaffe es so selten, Bücher parallel zu lesen.

 
Eigentlich hätte ich gern mehr Bücher präsentiert, gleichzeitig freue ich mich, dass ich es bislang wirklich geschafft habe, mich an mein Vorhaben zu halten.

 
Wie geht ihr damit um? Kauft ihr häufig Bücher und vergrößert euren SuB oder baut ihr ihn auch erst einmal ab?

 
Bis denne ☆

Leserückblick März und #redmylips

Ich fasse in diesem Beitrag zwei Themen zusammen, denn mein Leserückblick ist so verschwindend gering, dass sich ein Beitrag dafür allein nicht lohnt. Außerdem finde ich das andere Thema wichtig und da es sich auf den April bezieht, will ich nicht später darüber schreiben.

 

Leserückblick

Ich habe im März fast gar nicht gelesen. Vor der Messe lief bei mir auf vielen Ebenen sehr wenig und danach kamen Dinge auf mich zu, mit denen ich nicht gerechnet habe. Dennoch habe ich dann zumindest auf die letzten Tage endlich mal die erste „Federwelt“-Ausgabe dieses Jahres in die Hand genommen (nachmittags angefangen, abends die nächste aus dem Briefkasten gefischt). Und genau das war es auch schon, wobei ich sie nicht mal im März beendet habe, sondern erst am 01.04.

 
 
Und damit habe ich gerade mal ein paar wenige Wörter getippt, aber das war es tatsächlich schon zum eigentlich für heute angedachten Beitrag.
Deswegen wechsele ich jetzt das Thema.

 
 

#redmylips

Habt ihr davon schon mal gehört?

 
Ich bin im Januar oder Februar auf Twitter über diese Kampagne gestolpert und fand sie sofort interessant. Auf Red My Lips könnt ihr alles dazu lesen.
Worum es geht, zitiere ich einfach mal.

 

We run a month-long global lipstick-wearing campaign every April (Sexual Assault Awareness Month) where supporters from around the world join together to speak out against rape myths and victim-blaming, demonstrate solidarity and support for ALL survivors, and raise awareness and funds.

 
Im Grunde gibt es dazu nichts weiter zu sagen, aber mir ist es wichtig, das Thema hier zu erwähnen. Je stärker es sich verbreitet, je stärker sich die Absicht hinter dieser Kampagne verbreitet, desto besser ist es.

 
Zusätzlich möchte ich auf einen anderen Blogbeitrag verweisen, der sich dem Thema auf sehr persönliche Weise widmet. Schaut bitte unbedingt bei Mareike vorbei: Rape Culture won’t get me down – #redmylips.

 
Seid ihr bei #redmylips auch dabei?
Und was habt ihr im März gelesen? Was lest ihr im Moment?

 
Bis denne ☆

Rückblick LBM 2018

Ich war 2017 zum ersten Mal auf der LBM. Es war nur ein Tagesausflug, aber geflutet von all den Eindrücken war ich froh, nicht mehr geplant zu haben. Doch für mich stand ebenfalls fest, 2018 wird mein Aufenthalt länger.
 
 
 
Donnerstag, 15.03.2018
Die Anreise war in aller Gemütlichkeit geplant, auch wenn ich zumindest zu Haus nichts davon gespürt habe. Trotz aller Planung war ich unglaublich knapp dran und musste hoffen, dass die Berliner S-Bahn ausnahmsweise mal ohne Polizei- oder Notarzteinsatz, ohne Weichenstörung und was da sonst noch so jeden Tag wenigstens einmal auftritt, durchfahren würde, damit ich meine Bahn nach Leipzig pünktlich erwischen würde. Was glücklicherweise klappte.

 
Vom Hauptbahnhof ging es gleich weiter zur Messe, mit vollem Gepäck hinauf ins Pressezentrum und dann endlich in die Hallen.
Da ich 2017 die Mangahalle ausfallen lassen habe und am Donnerstag noch genügend Ruhe ist, bin ich als erstes dort gewesen, die Stände entlang geschlendert, bevor ich mich zu Vickie und Sophie aus dem Wortkompass zum Vortrag von Tanja Steinlechner zum Thema „Haben Sie das wirklich erlebt? Zwischen Authentizität und literarischer Verwertung“ in Halle 5 aufgemacht habe. Auch hier hat sich meine Erfahrung aus dem letzten Jahr bezahlt gemacht, ich wusste noch immer, dass die Stände sehr systematisch aufgereiht sind und konnte mich schnell und gut orientieren.
Im Anschluss saßen wir noch in der Blogger-Lounge zusammen, bis sich unsere Wege wieder trennten und ich mich in Halle 2 begab. Ich schlenderte ein bisschen durch die Gegend, doch es blieb nicht mehr allzu viel Zeit bis zur Verleihung des Phantastikpreises Seraph, weswegen ich mich an der Fantasy Leseinsel aufhielt, um vielleicht einen Platz mit guter Sicht zu erwischen. Der ging mir flöten, denn ich entdeckte meine liebe Chefin aus dem Schreibmeer, Tinka, und sah mich mit ihr neben der Leseinsel. Diese begann sich zu füllen, wir unterhielten uns, die wundervolle Hannah von Monstermotivation kam hinzu, die ich zum ersten Mal treffen konnte. Ich begrüßte kurz Julia Lange, die im letzten Jahr den Seraph für das beste Debüt gewonnen hatte und überließ sie dann ihrer Pflicht der diesjährigen Laudatio in dieser Kategorie. Während ich noch mit Tinka und Hannah zusammenstand, kam Jennie Jäger aka Liza Grimm hinzu, begrüßte die beiden ihr vertrauten und schaute mich an. Ich kenne Jennie seit Jahren vom Mitlesen, habe gelegentlich Tweets von ihr kommentiert, aber das bedeutet nicht, dass sie mich kennt. Das sagte ich auch, während sie meinen Presseausweis anschaute, sagte „Doch, ich kenne dich“ und mich einmal umarmte. Das ist einer der Momente, die mir am meisten von dieser Messe in Erinnerung bleiben werden, die wundervolle Herzlichkeit, die mir ständig aufs Neue widerfahren ist. ♥

 
Die Verleihung war wie im Jahr zuvor unglaublich emotional und das, obwohl ich dieses Mal niemanden der Nominierten wirklich kannte. Einige Namen waren mir geläufig, doch das war etwas anderes als bei Julia im letzten Jahr, die ich seit Jahren aus Schreibforen kenne. Doch gerade die Freude der anderen, vor allem bei Janna Ruth, spiegelte sich in mir, weswegen die Verleihung für mich auch dieses Jahr ganz wundervoll war.

Julia Lange während der Laudatio

 
Damit endete der erste Messetag gewissermaßen schon, wobei es noch eine Weile dauerte, bis ich mein Gepäck abgeholt und weitere Menschen getroffen hatte. Darunter Valarauco, die ebenfalls eine liebe Schreibmeerkollegin ist (und nicht die letzte, die ich an diesem Wochenende treffen durfte), sowie Juliana von Writer’s Soul. Gemeinsam mit ihnen und einer großen Gruppe hieß es auf die Tram warten, in die wir reinkommen konnten. Kurz hinter dem Hauptbahnhof trennten sich dann unsere Wege, auch wenn ich gern zum Essen hätte mitgehen können. Ohne mein Gepäck hätte ich das vielleicht auch gemacht, aber ich wollte endlich ohne Koffer und zusätzlichen Rucksack unterwegs sein. Außerdem habe ich bei einer Bekannten gewohnt, die auf mich gewartet hat. Beim nächsten Mal ist das aber ziemlich sicher eine Option für mich.
Im Nachhinein betrachtet, war es auch gut so, denn ich entwickelte kräftige Kopfschmerzen. Vermutlich hatte ich einfach zu wenig gegessen und getrunken, aber das habe ich während des Tages nicht gemerkt.
In dem Zusammenhang denkt bitte immer daran, das nie aus den Augen zu verlieren. Trinkt viel Wasser oder Tee und esst regelmäßig. Jasmin „Zippi“ Zipperling hat dazu einen sehr guten Thread auf Twitter nach der Messe gepostet, den ich völlig unterschreibe. Auch ich merkte an meinem zweiten Messetag, dass mein mitgenommenes Essen nicht reichen würde und habe mir zusätzlich noch etwas gekauft. Obwohl ich mich diesbezüglich eigentlich sehr gut kenne. Auf einer Messe reicht die übliche Menge nicht aus.
 
 
 
Freitag, 16.03.2018
Ich wurde an diesem Morgen mit dem Auto abgeholt, was mir eine Anreise durch den Schnee ersparte. Beim Erreichen des Parkplatzes taten mir die Mitarbeiter, die die Autos auf die Parkplätze wiesen unglaublich leid, da Leipzig in beständigem Schnee-Regen-Gemisch versank. Der Anfang von ApokaLeipzig.
Wir erreichten pünktlich die Messe und trafen uns mit magico, den ich ebenfalls aus dem Wortkompass kenne, und begegneten an der Garderobe Sophie, mit der wir uns einen Austausch zum Thema „Das Exposé – Mit diesen Lektoren-Tipps hinterlässt du den perfekten Eindruck beim Verlag (mit Kathinka Nohl von Topkrimi)“ am Neobooks-Stand anschauten, wobei das Verstehen teilweise sehr schwer durch den gegenüberliegenden Amazon Publishing-Stand war. Viele Erkenntnisse habe ich daraus nicht mitgenommen, das meiste war mir schon bekannt. Kurz überrascht hat mich nur die Aussage, dass Reihen sehr gern gesehen sind, doch dann wurde mir klar, dass es sich dabei um rein E-Book-Veröffentlichungen geht, mit denen ich mich noch nicht so sehr auseinandergesetzt habe.
Danach wechselten wir zu zweit in Halle 2, machten die erste Sitzpause des Tages (auch das ist unglaublich wichtig, wenn man mehrere Messetage plant, Pausen, die den Körper ausruhen lassen) und schauten uns ein wenig die Stände an. Erneut begegneten wir magico, fanden uns zu einem kurzen Plausch am Stand vom Verlag Torsten Low ein, bevor es für mich Zeit für den Wechsel zum Drachenmond Verlag wurde. Die Signierstunde mit Marie Graßhoff und Alexander Kopainski stand an. Endlich sollte meine Printausgabe von „Kernstaub“ signiert werden, damit auch das letzte meiner Bücher von Marie nicht so leer ist. Außerdem habe ich endlich die Möglichkeit gehabt, die wunderschönen Karten, die es zu „Kernstaub“ und „Weltasche“ gibt, bei mir einziehen zu lassen. Wer mich ein bisschen kennt, weiß, wie sehr ich die Bücher liebe, obwohl Maries Stil so fern meiner eigentlichen Lesegewohnheiten ist. Ich verbinde unglaublich viel mit dieser Reihe und deswegen war die Signierstunde von vornherein eines meiner Highlights.

 
Danach war ich zum ersten Mal am Stand des Nornennetzes, traf auf die erste zweier weiterer Schreibmeerkolleginnen, nämlich Katherina Ushachov, der kurz darauf die liebe Stella Delaney folgte, die ich bereits auf der Buch Berlin im letzten Jahr persönlich kennenlernen durfte. Sie sah mich, rannte auf mich zu und umarmte mich mit dieser Herzlichkeit, die mich schon im November sprachlos gemacht hat. Schon wieder ein Messe-Highlight. ♥ Dass sich kurz darauf dann auch noch Mika M. Krüger hinzugesellte, versetzte dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen.

 
Dennoch zogen wir weiter, es folgte Halle 3, auch weil ich noch einmal auf Julia Lange treffen wollte, da ihr „Irrlichtfeuer“ noch immer ohne Signierung in meinem Regal steht, doch leider konnte ich sie am Stand von Droemer Knaur nicht finden. Dafür war Jennie Jäger da. Für sie stand ihre erste Lesung und Signierstunde am nächsten Tag an, doch ich wusste, dass ich nicht dabei sein könnte und habe sie deswegen bereits vorher um eine Signierung in „Die Götter von Asgard“ gebeten, die sie mit einem breiten und sehr stolzen Lächeln erfüllte.
Anschließend brachte ich dieses Buch wie auch „Kernstaub“ zur Garderobe, denn ein bisschen weniger Gepäck fühlte sich sehr angenehm an („Kernstaub“ wiegt allein zwischen 1.200 und 1.300 g). Da ich ohnehin immer die Garderobe beim Pressezentrum genutzt habe, machten wir uns auf zur Mangahalle, da meine Begleitung diese unbedingt auch sehen wollte. Im Vergleich zum Vortag hatte die Halle sich bereits gut gefüllt, aber es war eben doch erst Freitag und immer noch nicht zu voll.
Wir legten erneut eine Sitzpause ein, bevor wir zurück in Halle 2 kehrten. Hier gönnte ich mir eine Portion Pommes (und bei den Messepreisen muss man wirklich von „gönnen“ sprechen), die ich frisch in der Hand hielt, als ich Marie Graßhoff ein weiteres Mal sah, dieses Mal aber nicht zum Signieren auf einem Stuhl sitzend. Was im letzten Jahr nicht mehr geklappt hatte, holte ich dieses Jahr nach, ein Foto mit ihr. Im Punktelook waren wir uns an dem Tag wohl einig (auch wenn meine erst auf den zweiten Blick wirklich auffallen).

Mit Marie Graßhoff
Foto: meine Begleitung, die nicht namentlich genannt werden möchte

 
Mittlerweile war es bereits Nachmittag, wir wechselten erneut zu Halle 5 (ich habe meist über Halle 3 zwischen 2 und 5 gewechselt). Der Vortrag zum Thema „Handwerk Selfpublishing 02: Show, don’t tell – das Kino im Kopf“ mit Hans Peter Roentgen und Isabell Schmitt-Egner stand auf dem Plan. Hier haben wir ganz schön gesucht, was an der Fixierung auf Standnummern lag. Tatsächlich war dieser aber die große Fläche (die auch eine Bezeichnung trug, die ich aber nicht mehr weiß und mir auch nicht notiert hatte), ringsum lagen an zwei Seiten viele ganz kleine Stände, so dass nach D300 als nächste Nummer D320 zu erkennen war. Wir wollten aber zu D302. Wie gesagt, überwiegend ist das sehr klar ersichtlich und wenn man weiß, wie die Fläche heißt, dann ist es auch tatsächlich weiterhin sehr einfach.
Die Sitzplätze waren bereits besetzt, aber ein Barhocker stand an der Seite noch zur Verfügung, den wir abwechselnd nutzten, während wir den Ausführungen lauschten. Vor allem die Informationen, die Isabell Schmitt-Egner aus der Filmbranche einbrachte, waren für mich interessant (ich habe bereits einige von Hans Peter Roentgens Bücher gelesen und seine Aussagen waren mir daher überwiegend geläufig) und ich werde versuchen, sie in meine Projekte einfließen zu lassen. Im Anschluss konnten Fragen gestellt werden, was meine Begleitung wie einige andere Zuhörer in Anspruch nahmen.

 
Bis zur nächsten Veranstaltung am selben Ort verblieb uns noch ein bisschen Zeit, in der wir uns bereits setzten. Ich muss sagen, ich wusste im Vorfeld gar nicht so richtig, worum es gehen würde, aber mir waren einige Namen bekannt. Ein Gefühl sagte mir, ich solle dabei sein, also war ich es (im Ernst, anders ist die Entscheidung dafür nicht zustande gekommen, aber das zählte zu meinen Plänen bereits im Vorfeld).
Und ich bin so froh, dass ich dort war. Nicht nur, dass sich so einige der Leute vom Vortag auch wieder einfanden (Hannah, Valarauco, Juliana und auch so einige aus der Gruppe auf der Heimreise), allein die Emotionen, die es gab, haben diese Veranstaltung für mich besonders gemacht. Als Abonnent der „Federwelt“ ist mir natürlich auch die Autorenwelt ein Begriff, wenn ich mich bislang auch nicht zu intensiv damit befasst hatte. Dass sich die Autorenwelt für die Verleihung eines Rings zur Ehrung (und An-sich-Kettung xD) einer Mitarbeiterin entschieden hatte, habe ich aber erst so richtig während der Reden erfahren. Entsprechend viel Lob gab es und natürlich kochten die Emotionen hoch. Nicht nur bei Jasmin „Zippi“ Zipperling, auch bei mir. Ich kannte Zippi nur von Retweets (jetzt folge ich ihr auch), ich kanne Ally durch die Online Autorenmesse im letzten Jahr, aber keine von ihnen persönlich. Dennoch gingen mir die Worte so nah und ich musste mit den Tränen kämpfen. ♥

 
Danach ging es noch ein bisschen zusammen mit Hannah durch die Gänge bis sich unsere Wege trennten. Draußen bedeutete der Wintereinbruch erst einmal das Auto leerzufegen, bevor es zurück zu meiner Unterkunft ging.
 
 
 
Samstag, 17.03.2018
Für diesen Morgen hatte ich bereits extra viel Zeit eingeplant. Mein erster Termin, der ebenfalls sehr fest für mich war, lag bei 11:00 Uhr, doch ich plante eine Ankunft zu 10:00 Uhr. Glücklicherweise.
Ich kannte die vollen S-Bahnen vom Messebeginn am Donnerstag im letzten Jahr (die ich dieses Jahr bis dahin gut hatte umgehen können). Und ich hatte eine ungefähre Vorstellung wie eine Tramfahrt aussehen würde. Da die S-Bahn vom Hauptbahnhof nur zwei Stationen braucht, die Strecke mit der Tram aber bei 20 Minuten Fahrzeit liegt, wollte ich in die S-Bahn wechseln. Nur kurzzeitig Sardine spielen, nannte ich es. Nun ja, ApokaLeipzig machte mir da einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Als ich den Bahnsteig erreichte, erweckten die Anzeigen bei mir den Eindruck, dass sich alles etwas verzögern könnte (da stand was von unregelmäßig, hallo, in Berlin bedeutet das eben etwas mehr Wartezeit, aber keinen Totalausfall). Nur Augenblicke später erkannte ich, dass etwas gehörig nicht stimmte und fragte den Mitarbeiter (hallo Überwindung Menschen anzusprechen, danke, dass du mich an diesem Tag nicht im Stich gelassen hast), der mich zur Tram hoch schickte. Oben angekommen war natürlich alles mit Menschen überfüllt (immerhin gab es keinen Stau die Treppe runter). Ich verbrachte gefühlte Ewigkeiten umgeben von Körpern (was bei kleinen Menschen nicht wirklich angenehm ist, die endlose Aussicht auf Schultern ist sehr erdrückend), wahrscheinlich waren es aber nur eine viertel bis halbe Stunde. Zumindest ergatterte ich den letzten Platz an der vorderen Tür der vierten Bahn. Das war sehr schnell, wenn ich mir so andere Schilderungen anschaue. Wie wir unterwegs noch drei weitere Leute untergebracht haben, ist mir noch immer schleierhaft. Der größte Horror in dem Augenblick waren für mich meine kalten Füße, bei denen ich nicht wusste, ob sie wirklich nur kalt waren oder meine Schuhe dem Schnee nicht standgehalten hatten.

 
Gegen 10:30 Uhr konnte ich endlich meine Sachen an der Garderobe abgeben und schlug sofort den Weg zu Halle 2 ein. Stella wirkte unruhig auf mich. Kein Wunder bei bevorstehender Lesung und dem ganzen Verkehrschaos. Sie erzählte mir auch, dass Mika es wahrscheinlich nicht schaffen würde, was mir für sie unglaublich leid tat. Im Endeffekt kam es doch anders. Die Hilfsbereitschaft mancher Menschen scheint grenzenlos zu sein, denn Mika, die aus Halle anreiste, wurde von einer Frau im Auto mitgenommen, als der Bahnverkehr um Leipzig komplett zum Erliegen kam und schaffte es ganz knapp vor Beginn der Lesung zum Stand.
Die Lesung gefiel mir unglaublich gut, dasselbe gilt für die gewählten Geschichten aus „Staub & Regenbogensplitter“, das ich jedem ans Herz legen kann. Ich bin überhaupt kein Kurzgeschichtenleser, aber dieses Buch habe ich innerhalb eines Tages gelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte.

Stella Delanay

Eigentlich wollte ich als nächstes zur Signierstunde am BoD-Stand mit Sissi, doch Tinka war noch da, wir unterhielten uns gut und der Hallenwechsel geht an Messesamstagen auch nicht so schnell. Gedanklich verabschiedete ich mich von einem Treffen mit Sissi und als sich Tinka auf den Weg zum AuthorWing-Treffen machte (noch etwas, womit ich mich auseinandersetzen möchte), wendete ich mich wieder einmal dem Droemer Knaur-Stand zu. Noch immer keine Julia (ich verrate es auch schon, das hat nicht mehr geklappt), dafür gerade ein Sebastian Fitzek bei seiner Signierstunde, von dem ich einfach mal im Vorbeigehen ein Foto mitnahm. 12:19 Uhr (ja, ich nehme Zeiten oft sehr exakt wahr, oder aber ich sehe sie, und weiß sie fünf Sekunden später nicht mehr). Die Signierstunde bei Sissi kam in meine Gedanken zurück und gleichzeitig der Gedanke, dass ja noch zehn Minuten Zeit seien. Das stimmte nicht, denn diese war auf eine halbe Stunde Dauer angesetzt gewesen. Dennoch ging ich etwas zügiger als zuvor, um in Halle 5 zu gelangen (in bestimmten Bereichen navigierte ich mittlerweile komplett problemlos).
Sissi stand noch da und unterhielt sich mit einer Besucherin der Signierstunde, anschließend folgte ein Foto. Doch ansonsten war es leer. Ohne nachzudenken (das war gut, sonst hätte ich mich nur wieder selbst blockiert und die Überwindung vom Morgen noch einmal suchen müssen, aber ob da noch Reserven übrig gewesen wären?) trat ich auf Sissi zu und fragte sie, ob ich zu spät sei oder sie ihr Buch noch signieren würde. Ihr Blick war entschuldigend und mein Herz wollte schon in meine Hose rutschen, doch sie sagte nur, dass sie keine Bücher mehr hätten. Da hatte ich ja vorgesorgt und zog es aus meinem kleinen Rucksack, was sie sehr erfreute. Wir unterhielten uns einen Moment, sie fragte mich danach, wie mir das Buch gefiel, wozu ich ehrlich sagen konnte, dass ich „Nur was ich mag“ sehr gut finde. Ich habe es letztes Jahr verschenkt, dabei zum ersten Mal hineinschnuppern können und mir letztlich selbst schenken lassen. An der Umsetzung hapert es allerdings noch ein bisschen. Ich erwähnte ebenfalls ihre YouTube-Videos, die sie zu diesem Thema, aber auch zu anderen macht und die ich seit ungefähr einem Dreivierteljahr regelmäßig schaue. Sissi war unglaublich herzlich, sie stellte selbst Fragen, als sie meinen Presseausweis sah, antwortete auf meine und nahm sich die Zeit für ein Foto und eine ganz feste Umarmung zum Abschluss. An sie denke ich immer wieder in den Momenten zurück, in denen mir weniger schöne Dinge durch den Kopf gehen, denn diese wenigen Augenblicke haben mir sehr viel gegeben und ich bin endlos dankbar dafür.
Ja, es war gut, dass ich den Termin nicht komplett gestrichen hatte.

mit Sissi
Foto: ich weiß es nicht, wenn du dich an die Situation erinnerst, melde dich bei mir

 
Auf meinem Weg zur Blogger-Lounge kam ich am Stand der Autorenwelt vorbei und musste unbedingt die aktuelle Ausgabe des „Selfpublisher“ mitnehmen, nachdem Tinka am Vortag auf Facebook? Twitter? geschrieben hatte, dass das Schreibmeer erwähnt ist. Es ist nur ein Link, dennoch ist es eine Erwähnung. ♥ Das wiederum erinnerte mich daran, dass ich noch beim „Neuland 2.0“ für die Autorenwelt abstimmen wollte, was ich auch prompt in die Tat umsetzte. Zu einem Sieg reichte es leider nicht, aber das Ergebnis war wohl dennoch gut (exakte Zahlen kenne ich leider nicht, ich komme derzeit mit nichts hinterher).
In der Blogger-Lounge gönnte ich mir ein paar Minuten für mich (und Social Media), aß etwas (es war ja gerade mal kurz nach 12:30 Uhr) und wurde prompt von meinen Schreibmeerkollegen angesprochen als es Richtung 13:00 Uhr ging, wo unser Treffen angesetzt war (und ich deswegen Jennies Lesung verpasste, die zeitgleich stattfand). Neu in der Runde war für mich Sabi, die anderen hatte ich bereits zuvor getroffen. Leider waren wir nur sechs Vertreter des Schreibmeers, aber immerhin waren dies die ersten Gesichter, die ich persönlich kennenlernen oder wiedertreffen durfte, weitere folgen hoffentlich in Zukunft. Wir unterhielten uns und nach gefühlten zehn Minuten war schon wieder Zeit fürs Aufbrechen, doch immerhin reichte es noch für ein Foto.

Sabi, Stella, Valarauco (hinten), Katherina, Tinka (hinten) und ich
Foto: Dahlia von Dohlenburg

 
Gemeinsam mit Tinka und Katherina ging es auf zum Schreibnacht-Treffen in Halle 2 (ich sage ja, es ging immer zwischen den beiden Hallen hin und her). So viele Menschen, die ich nicht kannte und mich völlig unsicher darin fühlte. Zugleich war es wundervoll und ich begegnete bereits einigen, die ich am Abend wiedersehen würde.
Auch hier gab es zwischendurch ein Foto all derjenigen, die zu dem Zeitpunkt anwesend waren, leider dezimiert, da es einige Dank ApokaLeipzig gar nicht zur Messe geschafft hatten, was mir so leid für sie tat.

Danach gönnte ich mir eine weitere Pause, irgendwo am Rand auf dem Boden sitzend und essend, bevor ich zu 16:00 Uhr zurück an der Fantasy Leseinsel war, um der Talkrunde des Nornennetzes zuzuhören, bei dem es um „Starke Frauen in der Phantastik“ ging. Leider waren die 30 Minuten viel zu wenig Zeit, denn ich glaube Stella, Katherina, Nike Leonhard und Nora Bendzko hätten noch viel mehr zum Thema zu sagen gehabt. Eine unglaublich gute Talkrunde, die hier zum Nachhören zu finden ist.

Katherina Ushachov, Stella Delaney, Nike Leonhard und Nora Bendzko

 
Ich blieb dort sitzen, denn ich war mit Hannah zu einer Lesung verabredet, die allerdings ausfiel (man sollte an so einem apokalyptischen Tag öfter mal die aktualisierten Pläne anschauen). Trotzdem spürten wir Müdigkeit in uns aufwallen.
Bereits am vorigen Abend auf dem Heimweg hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, entgegen aller Pläne den Sonntag auf der Messe ausfallen zu lassen. Ich hätte erneut mein Gepäck mitnehmen müssen, dieses Mal allerdings durch den Schnee mit zweieinhalb Messetagen und der Anreise in den Knochen. Dieser Gedanke hatte sich im Laufe des Samstags gefestigt und bin deswegen zurück zum Stand des Nornennetzes, um mich zu verabschieden, dabei ist noch das Foto mit Stella entstanden. Es ist so schade, dass sie sehr weit weg wohnt, doch ich hoffe, dass es klappt, dass sie im November zur Buch Berlin wieder dabei ist.

mit Stella Delaney
Foto: Anne Zandt

 
Nach der Messe ging es zusammen mit Hannah und einer weiteren Julia zur Tram, wo das Gedränge weit größer war als zwei Tage zuvor. Auch wenn wir am Donnerstag bereits beobachtet hatten, dass manche am Endpunkt der Tram bereits einstiegen, um am eigentlich Punkt schon in der Bahn zu sitzen, haben wir uns brav in die große Menge gestellt. Als dann eine bereits sehr gefüllte Tram einfuhr, waren wir natürlich nicht begeistert. Immerhin erwischten wir nach in etwa einer Viertelstunde eine Tram und konnten in die Stadt fahren. Unser Weg führte uns zum Schreibnacht-Treffen nach der Messe in der L’Osteria, in der das Wort Reservierung anscheinend nicht viel wiegt. Unser Tisch war jedenfalls noch nicht frei. Es reichte auch vom Platz her nicht uns alle an einem Tisch unterzubringen, ein paar wenige saßen abseits, was ich von der Organisation her sehr schade für sie fand. Zusammen mit all diesen Menschen aus dem Schreibnacht-Forum verbrachte ich noch ein paar sehr schöne Stunden, Namen, die ich schon mal gelesen hatte, bekamen Gesichter, andere kenne ich noch immer nicht, aber es war einfach nur schön.
 
 
 
Sonntag 18.03.2018
Den Sonntag verbrachte ich bei meiner Bekannten, da meine Rückreise erst am frühen Abend anstand. Vorsorglich waren wir bereits um 16:00 Uhr am Hauptbahnhof (es war sehr angenehm, einen Teil der Wartezeit nicht allein verbringen zu müssen), mir war nur kalt (obwohl ich sehr warm angezogen war) und natürlich hatte die Bahn Verspätung. Im ersten Augenblick fühlte sich das sehr enttäuschend an (ich rede nicht von den 20 Minuten, die schon seit Verlassen in Frankfurt angezeigt waren), gleichzeitig war ich froh, dass der Verkehr überhaupt wieder aufgenommen war. Trotzdem war die Aussicht auf insgesamt 50 Minuten Verspätung nicht angenehm, einfach weil mir nur noch kalt war und ich nach Haus wollte.
Um 18:20 Uhr verließ ich den Bahnhof in Leipzig und war immerhin gegen 19:30 Uhr bereits in Berlin, inklusive des Heimwegs wurde es 20:20 Uhr. Also nur knapp eine Stunde später als ursprünglich geplant. Wenn ich daran denke, wie es anderen ergangen ist, dann bin ich selbst über diese nur geringe Abweichung sehr dankbar.
 
 
 
Mein Fazit zu der Messe:
Es ist unglaublich toll so viele liebe Menschen zu treffen, kennenzulernen und zu erleben. Ich vermisse das so unendlich und denke oft an die Zeit zurück (es sind noch keine zwei Wochen vergangen, aber mir kommt das ewig vor). ♥
Trotz des Wetterchaos‘ bereue ich nicht, dabei gewesen zu sein (zumal die Auswirkungen auf mich ja eher gering waren), doch ich weiß auch, gerade hinsichtlich des Sonntags, dass ich die Abreise nächstes Mal direkt auf einen gesonderten Tag legen werde. Dann kann ich gemütlich mittags zurückfahren und selbst wenn es Verspätungen gibt, bin ich früher zurück als dieses Mal (ich hatte nämlich zu Haus noch so einiges zu erledigen und kam nicht vor 23:00 Uhr zum Sitzen, dass Windows 10 mich währenddessen mit einem erzwungenen Update überrascht hat, schickte meine Laune mal über den Keller hinaus bis in die tiefste Hölle, ich habe die Updates deaktiviert und diese Einstellung gab es einige Tage vor der Messe auch noch, nach dem Update war das anders und diesen Eingriff in meine Entscheidungen mag ich überhaupt nicht, aber egal, ich will das Thema hier nicht vertiefen).
Eine gute Planung wirkt Wunder, das habe ich gemerkt. Ich wusste, was ich mitnehmen möchte, ich hatte mir Termine im Vorfeld notiert und alles Wichtige davon mitgenommen. Ich wusste, dass nicht alle zum Tragen kommen würden (einige überschnitten sich) und doch habe ich nichts verpasst und auch nicht zu viel gemacht. Und verglichen mit meiner eigentlichen Persönlichkeit habe ich richtig wenig geplant, sondern sehr viel auf mich zukommen lassen (Applaus an mich selbst).
Geleinlegesohlen sind hervorragend. Ich weiß natürlich nicht, wie ich die Messe ohne empfunden hätte, aber ich habe sie vorsorglich gekauft und auch nur flache Schuhe getragen. Probleme hatte ich keine.

 
Und damit endet mein Messebericht.
Ich hoffe, nächstes Jahr wieder dabei sein zu können. 2019 liegt die Messe ein Wochenende später, es wird also hoffentlich wärmer sein (und anders als in 2017 wird dort auch nicht die Zeitumstellung liegen, es gibt also keine kurze Nacht von Samstag auf Sonntag). Bis dahin, ich hoffe, wir sehen uns alle wieder.

 
Bis denne ☆

Camp NaNo April 2018

Nur noch neun Tage bis das erste Camp NaNo des Jahres beginnt.
Wie jedes Jahr öffnet die offizielle Seite ihre Pforten und lädt uns Autoren auf den riesigen Campingplatz mit all seinen Hütten ein. Egal ob diejenigen, die Wörter schreiben, um ein neues Manuskript zu Papier zu bringen oder aber eines zu vollenden, oder solche, die in der Plot- oder Überarbeitungsphase stecken, wir alle sind willkommen. Was ja der große Unterschied zum NaNoWriMo im November ist. Es gibt kein festes Wortziel und wir können eben auch Zeiten, Seiten oder sogar Zeilen zählen.

 
Ich bin in den letzten Jahren vor allem in den Camps vertreten, eben weil ich dort das Ziel frei wählen kann und nicht die Vorgabe von 50.000 Wörtern habe. Ich setze zwar immer Wörter an, egal, was ich mache (ich plotte derzeit ja nur) und rechne meine Zeiten dann um, einfach, weil ich es gewöhnt bin.
In all den Jahren wurde ich immer wieder gefragt, wie ich umrechne, deswegen erkläre ich hier mein System.

 
Ich kenne meine durchschnittliche Wörterzahl, die ich pro Stunde tippe. Sie schwankt natürlich nach oben und unten, weswegen es auch keine glatte Zahl ist, zumal sie sich gut durch 60 teilen lässt, so dass ich keine Kommazahlen erhalte, egal, wie viele Minuten ich arbeite. Bei mir sind es 2.340 Wörter. Diese nutze ich als Grundlage. Plotte ich nun eine halbe Stunde, trage ich mir dafür 1.170 Wörter ein. Plotten ist bei mir wie schreiben, ich arbeite konzentriert. Es gibt kein Ablenken zwischendurch, deswegen funktioniert diese Methode für mich. Ob sie etwas für andere ist, das muss natürlich jeder selbst ausprobieren.

 
Gefühlt war der November gerade erst und obwohl ich weiß, dass der April bevorsteht, überrascht es mich doch, dass schon wieder ein Schreibmonat vor der Tür steht. Zugleich bin ich gespannt, wie er werden wird. Meine Hütte auf der offiziellen Seite ist noch recht leer, auch da muss sich noch zeigen, wie viele wir werden und ob wir das Hüttenziel erreichen können oder nicht.

 
Ich starte übrigens ganz klein, mit der Mindestzahl auf der offiziellen Seite, nämlich mit 10.000 Wörtern. Das klingt bei meinem Stundenschnitt arg untertrieben, aber ich weiß, wie wenig ich im Februar und März gemacht habe, weswegen ich ganz bewusst tief ansetze. Bis zum 20.04. oder so (ganz exakt weiß ich das gerade nicht) kann man sein Ziel noch ändern und wenn ich merke, es läuft gut, setze ich es auch hoch.

 
Wer ist denn noch beim Camp dabei?

 
Bis denne☆

Wie ich derzeit meine Projekte plotte

Ich bin Plotter. Nicht nur ein bisschen, sondern ganz ausführlich, was einen langen Prozess bedeutet.
Und meine Beobachtung zeigt mir, dass jeder da ein bisschen anders vorgeht.

 
Über lange Zeit habe ich ausprobiert, Empfehlungen ausgetestet und scheine derzeit einen Weg gefunden zu haben, mit dem ich gut zurecht komme. Ich sage bewusst derzeit, denn ich habe keine Ahnung, ob sich das nicht mal wieder ändern wird.
Für die Darstellung werde ich mein voriges Projekt „Notenrufen“ heranziehen, denn mit meinem jetzigen bin ich noch nicht weit fortgeschritten. Bisher ähneln sich die Abläufe allerdings, aber wer weiß, was noch kommt.

 
Ausgelöst wurde „Notenrufen“ durch ein einziges Bild, das ich vor meinem inneren Auge gesehen habe. Dieses ließ ich auf mich wirken, es kamen ein paar weitere Bilder hinzu und Ideen entstanden. Ich sammele diese so lange, bis es genügend sind, um darauf basierend nach der 7-Punkte-Struktur von Dan Wells[1] einen groben Rahmen der Geschichte abzustecken.

 
Diese Punkte baue ich im Anschluss aus. Im Fall von „Notenrufen“ habe ich dafür einerseits in einem Dokument für jeden Strukturpunkt eine neue Seite angelegt und andererseits alle zwischenzeitlich hinzugekommenen Ideen hinzugefügt. Nur wenig davon steht zu diesem Zeitpunkt fest, alles kann im Lauf des Plottens wieder umgeworfen werden.
Da ich in „Notenrufen“ drei Perspektivfiguren habe, von denen eine die Protagonistin ist, musste ich auch darauf beim Plotten achten. Ich habe bereits sehr frühzeitig festgelegt, welche Teile der Geschichte aus wessen Perspektive erzählt werden. Außerdem habe ich in meiner Strukturübersicht für jede der drei Perspektivfiguren 7-Punkte-Strukturen angelegt und noch einen zusätzlichen Nebenplot eingefügt.
Erschwerend kam hinzu, dass die drei Figuren zu Beginn nicht gemeinsam agieren, sich nicht einmal kennen. Um die Übersicht nicht zu verlieren, habe ich noch ein Dokument angelegt, in dem ich die zeitliche Abfolge für jeden von ihnen im Auge behalten konnte, bis sie aufeinander treffen. Dafür dient das Plotten bei mir nämlich: Logik. Diese muss bei mir stimmen, damit ich mich später entspannt ans Schreiben setzen kann. Mir fehlt es nicht, dort nicht mehr wirklich Neues zu entdecken (Kleinigkeiten gibt es auch weiterhin). Das lebe ich beim Plotten aus.

 
Nachdem ich also zum einen das Dokument hatte, in dem die Aufteilung nach Strukturpunkten vorlag, baute ich zusätzlich vor allem auf die dreispaltige Übersicht zum zeitlichen Ablauf. Beide habe ich parallel gefüllt, je nachdem wo in der Geschichte ich Details hinzugefügt habe. Daran arbeite ich auch sehr willkürlich, das folgt meist nicht der chronologischen Reihenfolge. Es hängt eher damit zusammen, wie viel ich wieder über meine Figuren dazugelernt habe und sich dadurch Details ergeben. Mit jedem weiteren wächst die Geschichte und auch mein Dokument, dem ich irgendwann die Strukturpunkte entziehen konnte, weil sie für die Übersicht nicht mehr nötig waren.

 
Insgesamt hatte ich zu diesem Zeitpunkt also vier Dokumente angelegt: die groben Ideen, die zeitliche Übersicht und das endgültige Plotdokument (das aus der Aufsplittung in die einzelnen Strukturpunkte entstanden ist) in Word und die Strukturtabelle in Excel, in der die verschiedenen Plotstränge hinterlegt waren.

 
Ganz abschließend habe ich mich noch für eine Szenenübersicht entschieden, die es bei mir zuvor nie gegeben hatte. Sie sollte mir helfen, zu schauen, wo ich in meinem doch sehr großen Plotdokument (es umfasst ungefähr 27.500 Wörter) Situationen habe, die zu träge oder auch zu rasant sind. Dafür habe ich mit dem Scene-Sequel-Modell gearbeitet. Hierbei hat mir vor allem auch gefallen, dass sich in jeder Szene Konflikte anbahnen, mal größere, mal kleinere, damit die Geschichte niemals langweilig wird.

 
Im Großen und Ganzen ist es das eigentlich, wobei natürlich noch viele Feinheiten mit reinspielen. Wie stehen die Figuren zueinander, was treibt sie an etc. Also eben auch vieles, das zur Charakterentwicklung gehört, das bei mir parallel und in Abhängigkeit mit der Handlungsentwicklung entsteht.

 
Wie plottet ihr?

 
Bis denne ☆

 
[1] Ich verlinke absichtlich das englischsprachige Video (dem vier weitere folgen), weil ich die Struktur erst damit so richtig verstanden habe.

Leserückblick Januar und Februar 2018

Es ist März und deswegen gibt es heute einen Rückblick auf die von mir gelesenen Bücher. Da der Blog im vergangenen Monat noch nicht existierte, nehme ich den Januar mit hinein, was ohnehin Sinn macht, da ich im Februar nicht viel gelesen habe.

Im Allgemeinen liege ich bislang bei gerade einmal vier Büchern, wovon ich drei im Januar gelesen habe. Und bei allen handelt es sich um eine Reihe, nämlich die ersten vier Bände von Harry Potter.

Für mich sind die Bücher neu, denn auch wenn es sie schon wirklich lange gibt, bisher habe ich sie nie gelesen. Auch die Filme habe ich erst einmal gesehen.
Warum?

Als ich von der Reihe das erste Mal gehört habe, waren bereits ein paar Bücher draußen und der Hype voll im Gange. Und das war so viel Werbung, egal wo ich war, da war Harry Potter, dass ich sehr schnell nichts davon hören oder sehen wollte. Und genau so hatte sich die Reihe dann auch in meinem Kopf festgesetzt. Und deswegen habe ich sehr lange einen großen Bogen um sie gemacht.

Zu den Filmen bin ich dann 2015 gekommen, einfach weil sie immer wieder zum Verdeutlichen des Schreibhandwerks genutzt werden. Und jetzt bin ich bei den Büchern.

Großartig etwas dazu sagen, möchte ich noch nicht, das mache ich, wenn ich die Reihe beendet habe.
Wenn ich mich mal wieder regelmäßig zum Lesen hinsetzen würde, könnte ich auch recht schnell vorwärts kommen, aber daran hapert es derzeit am meisten. An der Geschichte liegt es jedenfalls nicht, dass ich eher auf der Stelle trete.

Abgesehen davon, dass ich auch schon seit gut einem Monat die aktuelle Ausgabe der „Federwelt“ hier zu liegen habe und diese auch auf mich wartet, ist damit klar, was als nächstes Buch bei mir ansteht, es soll natürlich mit Harry Potter weitergehen.
Mal sehen, inwiefern ich darüber etwas im nächsten Monat erzählen kann.

Bis denne ☆

Leipziger Buchmesse 2018

Die Buchmesse rückt immer näher.
Also starte ich meinen Blog genau damit.

Ich reise in aller Gemütlichkeit am Donnerstag Mittag in Leipzig an und erklimme dann auch sofort die heiligen Hallen, denn für mich steht noch an diesem Tag der erste Termin auf dem Plan. Ich habe so einiges in letzter Zeit gesammelt, ein paar Events überschneiden sich noch, aber es wird sich schon finden. Bislang sind das für mich überwiegend Ideen, was ich sehen oder machen möchte. Fest entscheiden werde ich das eher sehr kurzfristig.

Donnerstag, 15.03.2018
16:00 – 16:30 Halle 5, Stand D302, Handwerk Selfpublishing 01: Was dem Lektorat auffällt (Florian Tietgen, Hans Peter Roentgen)
17:00 – 18:00 Halle 2, Stand H410/J400, SERAPH 2018 – Der Literaturpreis für Phantastik auf der Leipziger Buchmesse

Freitag, 16.03.2018
12:45 – 13:30 Halle 2, Stand J401, Signierstunde (Marie Graßhoff, Alexander Kopainski)
15:00 – 15:30 Halle 2, Stand J309, Signierstunde (Marie Graßhoff)
16:00 – 16:30 Halle 5, Stand D302, Handwerk Selfpublishing 02: Show, don’t tell – das Kino im Kopf (Isabell Schmitt-Egner, Hans Peter Roentgen)
17:00 – 17:30 Halle 5, Stand D302, Autorenwelt-Ring (Alice Högner, Wilhelm Uschtrin, Jasmin Zipperling, Anke Gasch)

Samstag, 17.03.2018
11:00 – 11:30 Halle 2, Stand J303, Lesung + Meet and Greet (Stella Delaney)
11:45 – 12:15 BoD-Stand, Meet & Greet: Sachbuch und Ratgeber (Karina Both-Peckham, Sissi Kandziora, Axel Schwab)
13:00 Schreibmeer-Treffen
13:00 – 13:30 Halle 2, Stand H410/J400, Lesung (Liza Grimm)
14:00 Schreibnacht-Treffen
16:00 – 16:30 Halle 2, Stand H410/J400, Das Nornennetz – starke Frauen in der Phantastik (Nora Bendzko, Laura Kier, Nike Leonhard, Katherina Ushachov, Stella Delaney)
16:00 – 16:30 Halle 5, Stand D302, Handwerk Selfpublishing 03: Der Pitch – ein Satz als Lockvogel (Andrea Weil, Hans Peter Roentgen)

Sonntag, 18.03.2018
10:00 Halle 2, Stand J303, Lesung (Katherina Ushachov)
10:30 – 11:15 Halle 5, Stand E
14:00 – 15:00 Rotes Sofa/Glashalle, Podiumsdiskussion mephisto97 (Marie Graßhoff)

Das sieht sehr viel aus (bislang hatte ich das in kurzen Notizen auf einem kleinen Zettel). Aber ich weiß auch, dass ich nicht alles davon mitnehmen werde. Aber so habe ich schon mal eine Übersicht. Mich interessieren durchaus die Veranstaltungen, in denen es um das Schreibhandwerk geht, doch am Wichtigsten ist es Menschen zu treffen.

Wir sehen uns hoffentlich.

Bis denne ☆