ZeilentanzChallenge Teil 3

 
Heute zeige ich euch meine Antworten auf die letzten zehn Fragen der ZeilentanzChallenge von Caytoh Nezach. Die anderen Fragen findet ihr hier: Teil 1, Teil 2.

 
21: Was macht deine Geschichte besonders?
Ich empfinde die Frage insofern als schwierig, dass „besonders“ für jeden etwas anderes ist.
Für mich ist die Geschichte besonders, weil sie so unerwartet in mir erwacht ist, aus einem unglaublichen Lesegefühl heraus. Und weil sie Musik beinhaltet.

 
22: Was fällt dir an diesem Projekt leicht und was schwer?
Im Rahmen des Plottens ist es mir leicht gefallen, Mina zu entwickeln. Schwer fand ich dagegen Sams Handlungsstrang ausreichend einfließen zu lassen.

 
23: Nenne einen Gegenstand, der typisch für deinen Protagonisten ist!
CDs und Schallplatten.

 
24: Welche Lieder passen gut zu deinem Projekt? Hast du eine Playlist?
Ich arbeite nicht mit Playlists. Wenn ich beim Arbeiten Musik höre, dann die, die ich gerade allgemein hören möchte oder sich in der Playlist befindet, die aber vom Projekt unabhängig ist.
In Verbindung mit „Notenrufen“ steht allerdings Christina Perris „A Thousand Years“, das ich gehört und mich unzählige Bilder überfallen haben, die in die Geschichte hinein wollten.

 
25: Dein wievielter Roman ist das? Zeig uns deine fertigen Werke!
Vollständig fertige Werke habe ich nicht. Einige meiner früheren Werke liegen nach wie vor in ihrer Rohfassung und werden Übungsprojekte bleiben. Davon existieren zwei oder drei Rohfassungen, eines der Projekte habe ich zwei Mal komplett geschrieben. Außerdem gibt es zwei fertige Plots, einer davon ist „Notenrufen“.

 
26: Schreibe einen Brief an deinen Protagonisten!
Das ist absolut nicht meins.

 
27: Was darf beim Schreiben nicht fehlen?
Der PC, die dazugehörige Tastatur (ich liebe sie) und mein Schreibtisch.
Wobei selbst das zu vernachlässigen ist, aber das ist meine ideale Schreibumgebung. Ich kann auch per Hand mit der Kladde auf dem Arm im Stehen in der Bahn schreiben. Oder irgendwo mit Tablet und Bluetooth-Tastatur sitzend.
Eine gewisse Ruhe brauche ich. Aber ich kann mittels Kopfhörer und Musik auch meine Umgebung ausblenden. Wenn ich zu Haus bin, brauche ich aber keine Musik, um schreiben zu können.

 
28: Poste einen kleinen Ausschnitt aus deiner letzten Schreibsession!
Ich habe an dem Projekt noch nicht geschrieben.

 
29: Spielen bestimmte Pflanzen in deiner Geschichte eine Rolle? Wenn ja, welche?
Nein. Nicht hinsichtlich der Handlung.

 
30: Stand und Ausblick – Wie weit bist du gerade und wann planst du fertig zu werden?
Dafür gibt es keinen festen Zeitplan. Ich möchte erst noch wenigstens einen anderen Plot erstellen, bevor ich mich dem Schreiben von „Notenrufen“ widme.

Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 2

 
Heute geht es mit der ZeilentanzChallenge von Caytoh Nezach weiter. Teil 1 könnt ihr hier finden.

 
11: Zeig uns deinen Arbeitsplatz!
Den kennt ihr eigentlich auch schon. Aber hier ist er noch mal.

 
12: Wie kam dir die Grundidee zu deiner Geschichte?
Ich weiß es nicht. Ich hatte plötzlich ein paar Bilder meiner Protagonistin vor Augen und wusste, das muss eine Geschichte werden. Und dann hat sich das irgendwie ergeben (so fühlt es sich jetzt jedenfalls an).

 
13: Was würde sich dein Protagonist typischerweise in einem Restaurant bestellen?
Das ist natürlich vom Restaurant abhängig (griechisch, asiatisch usw.), aber insgesamt eher die einfachen Gerichte.

 
14: Was magst du an deinem Protagonisten?
Ich mag ihre Liebe zu Büchern und Musik, und dass sie Ungerechtigkeiten nicht leiden kann.

 
15: Method Acting – Wie würde der Arbeitsbereich deines Protagonisten aussehen, wenn er seine eigene Geschichte schreiben würde?
Mina hat sich dafür eine Ecke in ihrem Wohnzimmer eingerichtet, mit unzähligen Kissen, auf denen sie gemütlich sitzt. Dazu hat sie Lichterketten aufgehängt, welche mit Glühlampendesign und kleinere, die sie hauptsächlich als Beleuchtungsquelle nutzt. Sie schreibt natürlich nicht an ihrer eigenen Geschichte, aber sie zieht sich dort gern mit einer Tasse Tee zurück, um abzuschalten und zu schreiben.

 
16: In welcher Jahreszeit spielt deine Geschichte hauptsächlich?
Im Sommer.

 
17: Wie sieht die Welt deiner Geschichte aus?
Wie die unsere.

 
18: Welche Farbe würdest du deiner Geschichte zuordnen?
Gar keine, weil ich da keine Verbindung sehe. Bei mir wären es Töne und sie wären überwiegend dunkel und hinterließen ein schwermütiges Gefühl, unterbrochen von ein paar fröhlichen, hüpfenden Klängen.

 
19: Poste deinen Lieblingsausschnitt!
Da ich noch nichts geschrieben habe, gibt es ihn nicht.

 
20: Kommen Tiere in deiner Geschichte vor? Wenn ja, welche?
Es werden ziemlich sicher welche atmosphärisch Erwähnung finden, doch darüber hinaus, sind sie nicht geplant.

 
Könnt ihr diese Fragen für euer Projekt beantworten (wenn ihr nicht ohnehin an der Challenge teilgenommen habt)?
Welches ist eure liebste Frage?
Und welche fandet ihr am schwersten zu beantworten?

 
Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 1

 
Und da komme ich auch schon mit der nächsten Reihe.

 
Die ZeilentanzChallenge wurde von Caytoh Nezach ins Leben gerufen, doch für mich war schnell klar, dass ich nicht täglich dazu in den Sozialen Medien posten würde. Es gibt so einige Fragen, auf die ich keine Antworten geben kann oder nicht weiß, was ich schreiben könnte. Deswegen habe ich Caytohs Idee ein bisschen abgewandelt und mich entschieden, die Challenge auf meinen Blog zu verlagern. In drei Beiträgen werde ich jeweils zehn Fragen mehr oder weniger beantworten. Damit gehen die fehlenden Antworten ein bisschen unter.
Der Vollständigkeit halber verwende ich die etwas ausführlicheren Fragen, die nicht in die Grafik gepasst haben, sondern auf Facebook zu finden sind.

 
01. Welchem Genre ist dein aktuelles Projekt zuzuordnen?
„Notenrufen“ fällt unter Contemporary Fantasy. Und eigentlich ist es gar nicht mein aktuelles Projekt. Aber zu „Mondgeborene“ hätte ich noch viel weniger Antworten.
Ich werde oft gefragt, ob das so etwas wie Urban Fantasy ist. Und irgendwie stimmt das. Urban Fantasy trägt schon im Namen, dass die Geschichte im städtischen Raum spielt. Contemporary, also zeitgenössisch, ist ansonsten ähnlich angesiedelt, aber geht eben über den städtischen Raum hinaus. Und da meine Figuren in „Notenrufen“ ihre Reise in Berlin beginnen, dann jedoch weiterziehen, möchte ich mich nicht auf Urban Fantasy festlegen, sondern fühle mich mit dem weitgefassteren Begriff der Contemporary Fantasy wohler.

 
02. Stell uns deinen Protagonisten vor!
Mina ist Anfang 20 und mag ihr Einzelgängerdasein. Sie verdient ihren Lebensunterhalt in einem kleinen Musikgeschäft und finanziert sich damit eine kleine Wohnung. Sie liebt Musik und Bücher, sie denkt sich auch Geschichten aus, allerdings ohne Veröffentlichungsambitionen. Und sie meidet Friedhöfe. Und Krankenhäuser. Denn dort fühlt sie sich immer sehr erdrückt. Was nicht am Tod ihrer Mutter liegt und doch genau zu der Zeit begonnen hat. Vertrauen in andere Menschen hat Mina vor allem verloren, seit sie einmal erwähnt hatte, dass sie sich in manchen Umgebungen erdrückt fühlt, als würde sie etwas spüren und die anderen sich über sie lustig gemacht haben. Dabei hat sie nur die Wahrheit erzählt und ist sich derer gar nicht wirklich bewusst.

 
03. Seit wann arbeitest du an deinem Projekt?
Ich habe damit im November 2016 begonnen und bis vor ungefähr einem Jahr daran geplottet. Seitdem liegt das Projekt, denn ich habe für mich festgelegt, dass ich erst wenigstens einen weiteren fertigen Plot haben möchte, bevor ich wieder ins Schreiben einsteige. Dieser musste allerdings schon so oft pausieren (derzeit liege ich schon wieder bei eineinhalb Monaten), dass sich alles extrem in die Länge zieht.

 
04. Suche einen Ort, der das Flair deiner Geschichte widerspiegelt und mache dort ein Selfie!
Damit wird es schwierig, weil ich dafür weit aus der Stadt raus und erst einmal entsprechende Orte suchen müsste. Also kein Selfie, kein Ort.

 
05. Hat dein Protagonist eine Macke?
Hat die nicht jeder?
Ich denke, Minas Abstand zu Menschen fällt durchaus darunter.

 
06. Zeig uns dein Notizbuch.
Eigentlich kennt ihr es schon, wenn ihr hier regelmäßig vorbeischaut. In diesem habe ich Ideen festgehalten, wenn ich sie überhaupt auf Papier aufgeschrieben habe.

 
07. Schnipselzeit – Poste einen kleinen Ausschnitt aus dem Anfang!
Da ich bislang nichts am Projekt geschrieben habe, kann ich keinen Schnipsel liefern. Stattdessen habe ich meinen Behelfspitch ausgegraben (ich musste ihn wirklich erstmal suchen):
„Mit der Melodie des Todes im Ohr macht Mina sich in Begleitung weiterer Mitstreiter auf den Weg, ihm zu begegnen und den gefallenen Engel Shimu am wahllosen Morden zu hindern, wobei sie ihre Abneigung gegen die Gesellschaft anderer überwinden muss.“

 
08. Was magst du an deinem Antagonisten?
Er mag Menschen nicht. Für ihn stellen sie eine Gefahr für die Erde und andere Lebewesen dar und er will sie beschützen.

 
09. Wenn du eine Verfilmung besetzten müsstest, wer würde deinen Protagonisten spielen?
Eine kurzhaarige Emma Watson.

 
10. Wie stellst du dir das Cover für dein Projekt vor?
Gar nicht.
Mein Ziel ist eine Verlagsveröffentlichung und bis dahin bleiben Cover-Ideen einfach außen vor. Ich habe für so etwas ohnehin kein Händchen (es zu lernen, würde mir die Zeit an anderer Stelle rauben) und bei einem Verlag wüsste ich ohnehin nicht, ob meine Vorstellung mit deren Erfahrung und Idee übereinstimmte.

 
Kanntet ihr die Challenge schon?
Wenn ja, nehmt ihr auch teil?
Wie leicht fallen euch die Antworten?

 
Bis denne ☆

Autorenleben, Schreibtagebuch und Camp NaNo Juli

 
Während ich über den Anfang für diesen Beitrag nachdenke, wird mir bewusst, dass heute bereits fast die Hälfte des Monats vorüber ist.
Hat das Camp nicht gerade erst begonnen?
Und war ich Ende Juni nicht – wie jedes Jahr – noch überrascht, dass es schon wieder soweit ist, wo doch das April-Camp gerade hinter mir lag?

 
Ja, das ist wirklich jedes Jahr dasselbe. Denn während im Mai noch die Nachwehen ausklingen, geht es schon in den Juni über und die Vorbereitungen starten.
Naja, bei anderen. Bei mir nicht.

 
Mein Juni war eher sehr unspektakulär. Zumindest hinsichtlich meines eigentlichen Schreibprojektes. Und das, wo ich so für Routinen zu haben bin.
Für mich entschuldigt sich das auch nur, weil ich stattdessen durchaus trotzdem produktiv war.
Neben der emotionalen Berg-und-Talfahrt, die ich mitgemacht habe (ich bin noch nicht sicher, ob sie hinter mir liegt oder ich mich nur an sie gewöhnt habe), gibt es neue Aufgaben in meinem Leben, die mir sehr viel Spaß machen, alte habe ich wiederentdeckt und fühle mich um Jahre zurückversetzt – zu den schönen Seiten von damals. Und da war noch ein anderes Projekt, das aber noch ein ganzes Weilchen keine weitere Erwähnung finden wird. Aber das hatte immerhin mit dem Schreiben zu tun.

 
Der Juli zeugt bislang auch noch nicht von viel Routine, aber ich arbeite daran.
Für die Zeiten, in denen ich immer mal wieder mehrere Tage eine Pause mache, habe ich jetzt mit einem Schreibtagebuch begonnen.
Das kenne ich einerseits als Zeit- und Wortzahltracker, aber diese betreibe ich seit Jahren und bleibe erstmal dabei (ich tracke noch einiges mehr über meine Projekte hinaus, alles in einer Liste, die ich dafür extra umstellen müsste). Für mich geht es eher darum, dass ich schneller weiß, wo ich in meinem Projekt ansetze.
Wenn ich mein Grundgerüst haben, plane ich nicht linear, sondern dort, wo ich Ideen habe oder Informationen brauche. Das bedeutet, dass ich mich eine Weile mit der Handlung beschäftigte, danach aber eher meine Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit einer Figur richte usw. Und in letzter Zeit ist mir öfter aufgefallen, dass ich nach den Pausen nicht mehr weiß, was ich als letztes gemacht habe und wo ich deswegen am besten einsteige. Damit verliere ich einfach Zeit, die ich effektiv besser nutzen könnte und hier kommt das Schreibtagebuch ins Spiel.

 
Mittlerweile haben in den meisten Bundesländern die Sommerferien begonnen, der Verkauf von Materialien für das nächste Schuljahr ist in vollem Gange. Ich habe mich kurzfristig mit linierten Heften eingedeckt (da sind ja noch weitere Projekte und so dick sind diese Heftchen nun auch nicht, aber vielleicht brauche ich nicht immer so viel, dass es gleich einen Block rechtfertigt – so in etwa sah das in meinem Kopf aus) und notiere, was ich jeweils an welchem Tag gemacht habe. Das sind bisher nur einzelne Stichpunkte, aber sie geben mir eine grobe Orientierung.

 
Zusätzlich geht es in diesem Monat nicht nur um ein Projekt, das mich begleitet, sondern um zwei.
Dafür weiche ich mal wieder auf meine Dreifelderwirtschaft aus. Ich plotte an meinem eigentlichen Projekt (und derzeit geht es tatsächlich überwiegend um den Plot und nicht die Figuren, wobei auch diese sich entwickeln und mir mehr von sich zeigen dürfen) und versuche mich an der Überarbeitung einzelner Szenen eines anderen Projektes als Vorbereitung für zusätzliche Unterstützung. Überarbeitung ist etwas, das ich bislang einfach gar nicht gut kann und ich hoffe durch Hilfe dazuzulernen. Natürlich möchte ich keine völlig rohen Szenen dafür nutzen, aber ich neige sehr schnell zu Betriebsblindheit. Ich weiß, meine Texte sind längst nicht gut, aber ich weiß auch nicht, wie ich vorgehen soll. Deswegen habe ich mir Hilfe gesucht und bin sehr gespannt, wie viel sich meine Texte verbessern werden.

 
Seid ihr beim Camp diesen Monat dabei?
Schreibt/arbeitet ihr täglich an euren Projekten?
Welcher Arbeitsschritt liegt euch am meisten/am wenigsten?

 
Bis denne ☆

Wie ich derzeit meine Projekte plotte

Ich bin Plotter. Nicht nur ein bisschen, sondern ganz ausführlich, was einen langen Prozess bedeutet.
Und meine Beobachtung zeigt mir, dass jeder da ein bisschen anders vorgeht.

 
Über lange Zeit habe ich ausprobiert, Empfehlungen ausgetestet und scheine derzeit einen Weg gefunden zu haben, mit dem ich gut zurecht komme. Ich sage bewusst derzeit, denn ich habe keine Ahnung, ob sich das nicht mal wieder ändern wird.
Für die Darstellung werde ich mein voriges Projekt „Notenrufen“ heranziehen, denn mit meinem jetzigen bin ich noch nicht weit fortgeschritten. Bisher ähneln sich die Abläufe allerdings, aber wer weiß, was noch kommt.

 
Ausgelöst wurde „Notenrufen“ durch ein einziges Bild, das ich vor meinem inneren Auge gesehen habe. Dieses ließ ich auf mich wirken, es kamen ein paar weitere Bilder hinzu und Ideen entstanden. Ich sammele diese so lange, bis es genügend sind, um darauf basierend nach der 7-Punkte-Struktur von Dan Wells[1] einen groben Rahmen der Geschichte abzustecken.

 
Diese Punkte baue ich im Anschluss aus. Im Fall von „Notenrufen“ habe ich dafür einerseits in einem Dokument für jeden Strukturpunkt eine neue Seite angelegt und andererseits alle zwischenzeitlich hinzugekommenen Ideen hinzugefügt. Nur wenig davon steht zu diesem Zeitpunkt fest, alles kann im Lauf des Plottens wieder umgeworfen werden.
Da ich in „Notenrufen“ drei Perspektivfiguren habe, von denen eine die Protagonistin ist, musste ich auch darauf beim Plotten achten. Ich habe bereits sehr frühzeitig festgelegt, welche Teile der Geschichte aus wessen Perspektive erzählt werden. Außerdem habe ich in meiner Strukturübersicht für jede der drei Perspektivfiguren 7-Punkte-Strukturen angelegt und noch einen zusätzlichen Nebenplot eingefügt.
Erschwerend kam hinzu, dass die drei Figuren zu Beginn nicht gemeinsam agieren, sich nicht einmal kennen. Um die Übersicht nicht zu verlieren, habe ich noch ein Dokument angelegt, in dem ich die zeitliche Abfolge für jeden von ihnen im Auge behalten konnte, bis sie aufeinander treffen. Dafür dient das Plotten bei mir nämlich: Logik. Diese muss bei mir stimmen, damit ich mich später entspannt ans Schreiben setzen kann. Mir fehlt es nicht, dort nicht mehr wirklich Neues zu entdecken (Kleinigkeiten gibt es auch weiterhin). Das lebe ich beim Plotten aus.

 
Nachdem ich also zum einen das Dokument hatte, in dem die Aufteilung nach Strukturpunkten vorlag, baute ich zusätzlich vor allem auf die dreispaltige Übersicht zum zeitlichen Ablauf. Beide habe ich parallel gefüllt, je nachdem wo in der Geschichte ich Details hinzugefügt habe. Daran arbeite ich auch sehr willkürlich, das folgt meist nicht der chronologischen Reihenfolge. Es hängt eher damit zusammen, wie viel ich wieder über meine Figuren dazugelernt habe und sich dadurch Details ergeben. Mit jedem weiteren wächst die Geschichte und auch mein Dokument, dem ich irgendwann die Strukturpunkte entziehen konnte, weil sie für die Übersicht nicht mehr nötig waren.

 
Insgesamt hatte ich zu diesem Zeitpunkt also vier Dokumente angelegt: die groben Ideen, die zeitliche Übersicht und das endgültige Plotdokument (das aus der Aufsplittung in die einzelnen Strukturpunkte entstanden ist) in Word und die Strukturtabelle in Excel, in der die verschiedenen Plotstränge hinterlegt waren.

 
Ganz abschließend habe ich mich noch für eine Szenenübersicht entschieden, die es bei mir zuvor nie gegeben hatte. Sie sollte mir helfen, zu schauen, wo ich in meinem doch sehr großen Plotdokument (es umfasst ungefähr 27.500 Wörter) Situationen habe, die zu träge oder auch zu rasant sind. Dafür habe ich mit dem Scene-Sequel-Modell gearbeitet. Hierbei hat mir vor allem auch gefallen, dass sich in jeder Szene Konflikte anbahnen, mal größere, mal kleinere, damit die Geschichte niemals langweilig wird.

 
Im Großen und Ganzen ist es das eigentlich, wobei natürlich noch viele Feinheiten mit reinspielen. Wie stehen die Figuren zueinander, was treibt sie an etc. Also eben auch vieles, das zur Charakterentwicklung gehört, das bei mir parallel und in Abhängigkeit mit der Handlungsentwicklung entsteht.

 
Wie plottet ihr?

 
Bis denne ☆

 
[1] Ich verlinke absichtlich das englischsprachige Video (dem vier weitere folgen), weil ich die Struktur erst damit so richtig verstanden habe.