Fragen an mich

 
Ich habe vor ein paar Wochen auf Twitter und FB mal einen Versuch gestartet. Und zwar habe ich euch gebeten, mir Fragen zu stellen.
Allerdings habe ich es bewusst als Versuch bezeichnet, weil ich nicht mit vielen Reaktionen gerechnet habe. Immerhin bin ich selbst absolut unkreativ, wenn es darum geht, anderen Fragen zu stellen.
Die Ausbeute war auch gering, die ersten Fragen hier sind die, die ihr gestellt habt. Für alles weitere habe ich aus verschiedenen Fragen, die ich über die Jahre gesehen und gesammelt habe, rausgesucht.

 
Mein Ziel war gewesen, euch das zu beantworten, was euch interessiert. Aber ich wollte die gestellten Fragen auch nicht einfach sein lassen, sonst hätte ich das hier fallen lassen. Deswegen habe ich für den Rest selbst Fragen zusammengesucht und hoffe, dass euch die Antworten nicht langweilen. ^^

 
Und bevor ich anfange: Danke an diejenigen, die mir Fragen gestellt haben. ♥

 
01. Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du und was würdest du tun?
Ich denke über diese Frage nach, seit ich sie gesehen habe und das sind mittlerweile dreieinhalb Wochen.
Nach wie vor habe ich keine eindeutige Antwort.
Einerseits habe ich eine große Nähe zu Katzentieren und wäre es eines davon, dann wohl ein Gepard, mein Lieblingstier.
Gleichzeitig mag ich die Vorstellung vom Fliegen, was jegliche Vogeltiere in den Fokus rückt.
Was ich tun würde? Da ich Tiere nicht gern vermenschliche wohl das, was für sie typisch ist. Leben. Jagen. Fressen. Schlafen. Überleben. Sofern möglich.

 
02. Schreibst Du aktuell an einem Projekt und wenn ja, worum geht es da grob?
Nicht im herkömmlichen Sinn.
Ja, es gibt da ein Projekt, an dem ich arbeite, aber das ist sehr alt und ich mache das nur für mich.
Ich bin momentan an einem Punkt, an dem ich nach Lösungen für Probleme beim Schreiben suchen muss und gleichzeitig davon ausgelaugt bin und deswegen alles erstmal ruhen lasse und viel weiter zurückgehe und einfach nur „nach Haus komme“. Das stimmt nicht ganz, weil ich meine anderen Projekte auch sehr liebe, aber dieses hier habe ich jahrelang nicht angeschaut und daher rührt dieses Gefühl.

 
03. Wenn dein Leben ein Buch wäre, was wäre der erste Satz?
Einfach ist für andere.

 
04. Welche Vorurteile haben andere Menschen häufig, wenn sie dich das erste Mal sehen bzw. das erste Mal mit dir reden?
Ich weiß es nicht sicher. Aber ich denke, die meisten halten mich für desinteressiert, distanziert und eventuell auch überheblich.
Zum einen bin ich anfangs oft recht ruhig. Und ich beherrsche Smalltalk nicht. Wenn man mir also einen recht durchschnittlichen Satz gibt, weiß ich meist nicht, wie ich ihn aufgreifen soll. Ich bin da auch nicht schlagfertig. Also schweige ich bisweilen sogar nur. Und daher kann ein desinteressierter Eindruck schnell entstehen. Obwohl ich eigentlich nur überfordert bin. Und die meisten meiner Interessen decken sich nicht mit denen anderer und genau dort befinden sich die Aufhänger, über die man mit mir ins Gespräch kommt.

 
05. Was ist für dich das Wichtigste im Leben? Das können Familie, Freunde, Werte, aber auch materielle Güter sein.
Musik. Nichts kann mich so schützen, verletzen, halten und fallen lassen, aufmuntern und traurig machen, ruhig werden oder aufgebracht sein lassen wie Musik es tut. Sie kann alles mit mir machen, egal in welche Richtung. Sie ist mein Leben. Sie ist meine Grundnahrung (neben der, die physisch nötig ist). Ohne sie könnte ich nicht leben.
Das Schreiben folgt etwas danach. Es ist so wichtig geworden (gar nicht mal das reine Schreiben an sich, sondern meine Geschichten und die Projektarbeit an sich). Ich hätte nie gedacht, dass ich mal jemand sein würde, der es braucht, Geschichten aufzuschreiben, der sich ständig damit befasst, um besser zu werden, der sich kräftig kritisieren lässt, um daraus etwas zu lernen.
Internet und PC. Ich gebe ganz offen zu, dass ich beides brauche. Ich verbringe den Großteil meines Tages dort. Ich lebe vor meinem PC, wenn ich zu Haus bin. Ich kommuniziere zu großen Teilen mit anderen Menschen (ich habe bei Weitem nicht nur in Deutschland lebende Kontakte), ich lerne darüber sehr viel, ich verfolge meine Musikszene (die aus Japan kommt), alles. Was am PC nicht über das Internet läuft (Musik hören, der reine Schreibprozess), kommt dann noch dazu.

 
06. Welches ist dein favorisiertes Instrument?
Drums.
Zumindest sind sie es, worauf ich oft den Fokus lege. Nicht allein, aber doch verstärkt.
Ich mag vor allem den basslastigen Sound, also Bassdrum (ja, vor allem, wenns mehr als eine ist) und Toms.

 
07. Schläfst du mit deinen Jalousien oben oder runter?
Bei mir sind es Gardinen, aber sie sind komplett dicht zugezogen und festgesteckt. Da sie nicht blickdickt sind, habe ich sogar zwei übereinander hängen. Ich bin sehr lichtempfindlich (weswegen ich bei Tageslicht immer mit Sonnenbrille zu sehen bin, auch in Räumen, in die Tageslicht dringt), weswegen ich das brauche.

 
08. Was ist die größte Sache, die du nicht abkannst?
Lügen/Unehrlichkeit. Ignoranz. Ungerechtigkeit.

 
09. Zählst du manchmal deine Schritte beim Gehen?
Kommt durchaus vor, vor allem bei Treppenstufen. Ist eine tolle Möglichkeit, um das Zählen in anderen Sprachen zu üben. xDD

 
10. Was ist dein allerliebster Film?
Mad Love – Volle Leidenschaft (mit Drew Barrymore und Chris O’Donnell)
Völlig unterschätzt, eigentlich komplett untergegangen, aber ich liebe ihn.

 
11. Welche Filme kannst du immer wieder schauen und liebst sie trotzdem?
Siehe vorige Frage.
Außerdem Romeo & Julia sowie Moulin Rouge, beide von Baz Luhrmann.

 
12. Wer war die letzte Person, die du geküsst hast / die dich geküsst hat?
Meine Ex-Freundin. Was dann gute zehn Jahre zurückliegt.

 
13. Findest du Weihnachten stressig?
Stressig? Ich weiß es nicht.
Ich kann Weihnachten nicht leiden.
Für mich ist es mit plötzlichem „Friede, Freude, Eierkuchen“ ab dem 24. verbunden, das nach dem 26. wieder endet. Denn es ist ja in der Zeit Weihnachten. Den Rest des Jahres kann man streiten, aber doch bitte nicht in dieser Zeit.
Also ja, irgendwie ist es dadurch stressig, gleichzeitig bin ich mittlerweile an dem Punkt, an dem ich denke, macht was ihr wollt, wenn ihr mich nervt, bai.

 
14. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Schwarz!
Gefolgt von violett.
Und smaragdgrün.

 
15. Welches Parfüm benutzt du?
Je nachdem, wozu ich Lust habe.
Im Alltag ohnehin meist nur ein Deo, wenn mir aber nach Parfüm ist, ist es meist Tomo von Annayake (und wers kennt, weiß, dass das in der Herrenabteilung steht). Sehr selten ist es Laura von Laura Biagiotti.
Ich mag keine sehr süßen Düfte. Und auch keine sonderlich blumigen.
Wenn es in die typisch weibliche Richtung gehen soll, sollten die Düfte noch immer irgendwie frisch/fruchtig riechen, damit sie mir gefallen. Wenn ich nicht eben eh Herrendüfte bevorzuge.

 
16. Welches war dein liebstes Schulfach?
Musik!
Es gab nichts besseres auf der Schule.
War sogar einer meiner beiden Leistungskurse in den Abijahren.

 
17. Auf wie vielen Konzerten bist du schon gewesen?
Wenn ich nur die Konzerte japanischer Bands zähle, sind es 47.
Die anderen sind 46.
Wobei ich Events, auf denen mehrere Bands gespielt haben, für jede Band einzeln zähle, außer bei manchen Vorbands, abhängig davon, ob ich die Band vorher kannte und sie mich interessiert hat oder nicht (ich habe beispielsweise 2007 vor Dir en grey eine Band gesehen, deren Name mir schon wieder nicht einfällt, obwohl ich ihn erst vorhin gesehen habe, wenn ich mich nicht mal mehr an den Namen erinnere, kann ich auch das Zählen lassen; Silverchair waren dagegen Vorband von Bush, aber für mich der wichtigere Grund, dorthin zu gehen, obwohl ich Bush auch sehr mochte, also zähle ich auch beide).

 
18. Wen hast du am häufigsten live gesehen?
Das habe ich gerade nur von den japanischen Bands zur Hand, weil sie die letzten über zehn Jahre fast vollständig allein darstellen.
ガゼット (Gazette) (6 x)
ムック (MUCC) (4 x)
D’espairsRay (4 x)
Dir en grey (4 x)
Plastic Tree (4 x)

 
19. Schläfst du bei laufendem Fernseher?
Nein, aber bei laufendem Radio. Ganz leise, aber ich brauche etwas, absolute Stille geht für mich nicht. Wenn am frühen Morgen der Straßenverkehr einsetzt, verstehe ich das Radio nicht mal mehr, aber bis dahin und am Sonntag brauche ich das.

 
20. Schreibst du Tagebuch?
Ja.
Einerseits habe ich einen Blog, der nicht öffentlich einsehbar ist, der seit zwölfeinhalb Jahren mein Tagebuch ist.
Zusätzlich habe ich als Kind mit einem klassischen Tagebuch angefangen, teils mit einem Eintrag im Jahr. Bis zum letzten Jahr habe ich dort an die fünfzehn Jahre nicht geschrieben. Ich schreibe nicht gern per Hand und ich denke, das hat sich dadurch irgendwann verloren. Mittlerweile schreibe ich seit einem Jahr überwiegend täglich kurz etwas rein und wenn es nur ein einzelnes Wort ist. Wenn es mal eine ganze Seite wird, ist es schon sehr viel.

 
Und das wars dann erstmal.

 
Mögt ihr solche Fragebögen?
Oder findet ihr das überflüssig?
Findet ihr sie gemischt besser oder lieber nur auf ein Thema bezogen?

 
Bis denne ☆

Katzenliebe

 
Der Titel und das Bild verraten schon ein bisschen, worum es heute geht.
Denn bislang habe ich zwar über das Autorendasein geschrieben, über Bücher und über Japan bzw. zumindest über japanische Bands. Aber über Katzen habe ich noch gar nicht geredet (mal abgesehen von dem Buch im letzten Leserückblick, das ich kurz erwähnt habe).

 
Ich mag Katzen und ich war wohl schon immer ein Katzenmensch. Aber meine Liebe gilt diesem wunderschönen Mädchen auf den Fotos. Ich habe durch sie so viel gelernt und so viel verändert.

 
Mittlerweile wohnt Shiyuu seit einigen Jahren bei mir. Verliebt habe ich mich damals in ein Foto von ihr, große runde Augen und ein melancholischer oder trauriger Blick (okay, heute denke ich, sie war von der Kamera genervt ^^), mehr hat es nicht gebraucht.
Hätte ich damals gewusst, dass man Katzen nicht einzeln halten soll (ich kannte die klassische Einstellung bezüglich Einzelgänger und auch in meinem Elternhaus hatte es über zehn Jahre eine Katze gegeben), dann wäre sie vermutlich nie bei mir eingezogen und deswegen ist sie auch bis heute allein. Meine Möglichkeiten lassen eine zweite Katze nicht zu, weswegen ich auch schon jetzt weiß, dass ich nicht zu den Menschen gehöre, die ihr ganzes Leben Katzen haben werden. Ich sage nicht, dass es nie wieder sein wird, aber nur unter besseren Bedingungen dafür und dann definitiv nur noch mindestens zu zweit. Das ist eine der vielen Lektionen, die ich durch sie gelernt habe.
 
 

Am Tag des Einzugs.

 
Die zweite war, mit Krankheiten umzugehen. Man sieht es Shiyuu nicht an, doch sie ist mehrfach chronisch krank. Es begann mit einer Herzerkrankung, die eine chronische Nierenerkrankung nach sich zog. Und zusätzlich liegt da auch noch eine Epilepsieform vor, die zwar ohne Bewusstseinsverlust einhergeht (sich aber jederzeit in diese bekannte Form wandeln kann), aber dafür täglich mit Anfällen auftritt, da sie stressindiziert ist. Das klingt alles sehr dramatisch, ist es aber nicht. Die zwei wirklichen schlimmen Momente waren die Diagnosen für Herz und Nieren, da hat es mir jedes Mal den Boden unter den Füßen weggerissen, aber wir leben seit vielen Jahren damit.
Dennoch hat dieser ganze Berg für mich zu der Entscheidung geführt, Shiyuu kein neues Zuhause zu suchen. Denn ich habe auch darüber sehr lange nachgedacht, um ihr ein Leben unter Artgenossen zu ermöglichen. Gerade die Epilepsie hat mich aber davon abgebracht, weil Shiyuu auf mich fixiert ist, nur diese Wohnung kennt und sich alles für sie ändern würde: Revier, Menschen, zusätzliche Katzen. Und dieses Risiko gehe ich nicht ein, erst recht nicht unter der Maßgabe der anderen beiden Erkrankungen.

 
Ansonsten habe ich durch Shiyuu die Kommunikation mit Katzen gelernt, die ich sicher nicht perfekt beherrsche und als Mensch ohnehin nur eingeschränkt nutzen kann. Aber wir führen hier regelmäßíg „Staring Contests“ durch, in denen ich ihr immer wieder vermittele, dass ich das Alpha-Tier bin, egal wie viel Willen in ihr steckt. Sie darf auch so genug. Zumindest hat sie wenig Respekt vor Tischen, wenn sie meinen Schreibtisch meist auch verschont. Und an anderen stört es mich nicht, da ich nur noch den Sofatisch habe und an diesem nicht esse.

 
Ich habe meine Wohnung immer wieder für sie umgestaltet (der Untergrund auf dem nächsten Foto zeigt das auch ganz wenig), anfangs viele hohe Flächen, die Wände entlang, mittlerweile habe ich das ein bisschen eingeschränkt, weil sie auch gar nicht mehr so viel oben liegt, außerdem haben sich mit der Nierenerkrankung ein paar unangenehme Begleiterscheinungen ergeben, weswegen ich auch nicht mehr so viele Stellen in der Höhe bieten möchte. Ein paar lasse ich ihr trotzdem, weil sie sie einfach braucht.
 
 

Einfach mal zwischendurch am Fenster.

 
Das größte Thema, mit dem ich mich auseinandergesetzt habe, ist die Fütterung. Shiyuu hat recht früh begonnen, Dosenfutter zu verweigern und Trockenfutter habe ich als Nahrung abgelehnt. Also musste ich mich mit der Rohfütterung auseinandersetzen, was ich bis heute interessant finde. Deswegen habe ich ja auch das Buch im letzten Leserückblick drin gehabt. Mittlerweile sind wir zwar seit einem halben Jahr wieder bei Dose (was vorrangig an dem Tennisarm liegt, mit dem ich zu tun habe), aber was das Barfen betrifft, bin ich weiterhin theoretisch involviert, schon allein, weil ich Moderator in einem Forum zu der Thematik bin. Ich habe zwar keine Ahnung von Naturwissenschaften außer Mathe (Zahlen ♥), aber auch wenn Barfen ein komplexes Thema ist, kann das jeder lernen, der sich die Zeit dafür nehmen will. Die braucht es allerdings.

 
Hätte man mich vor Shiyuus Einzug gefragt, ob ich mich mal mit irgendwas davon beschäftigen will, ich hätte denjenigen vermutlich fragend angesehen, weil ich nicht mal gewusst habe, dass es Barfen gibt. Und dass Katzen solche Krankheiten bekommen, auch nicht. Aber was solls, ich habe mich dafür entschieden, die Verantwortung für sie zu übernehmen und dazu gehört für mich eben auch all das.

 
Und ich möchte auf keinen Fall auf meine Zaubermaus verzichten. ♥

 
Habt ihr Haustiere?
Wenn ja, welche?
Oder bleibt ihr lieber für euch?

 
Bis denne ☆