Social Media und Likes

 
Likes sind wichtig.
Kommentare noch viel mehr.
Beides ist Interaktion und üblich in den sozialen Medien.

 
Gerade Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram leben von Likes.
Die Schaltfläche einmal kurz anzuklicken, ist ruckzuck erledigt, der Ersteller hat Aufmerksamkeit bekommen und ich ihm gezeigt, dass ich seinen Beitrag bemerkt habe.
Alles darüber hinaus variiert.

 
Manchmal sitze ich hier und frage mich, wie tiefgehend über diesen Klick überhaupt nachgedacht wird (und ich nehme mich da sicher nicht immer aus).
Was bedeutet es denn überhaupt zu liken?
Ist es nur ein Zeichen von „ich habe gelesen“? Ist es eine Zustimmung zum angesprochenen Thema? Ist es eine Zustimmung zu allen Themen, sobald mehrere angesprochen werden? Und kann man als Leser überhaupt wirklich zustimmen?

 
Gerade die letzte Frage treibt mich seit langem immer mal wieder zum Nachdenken.
Kann ich als Leser überhaupt wirklich zustimmen? Weiß ich denn überhaupt, was im Kopf der Erstellers vorgegangen ist? Ich sehe ja nur eine Aussage oder Frage, aber ich weiß nicht, was diese ausgelöst hat (außer es steht im Text, aber das ist oft nicht der Fall).

 
Früher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Bis zu einer Situation, die ich mitverfolgt habe und dann in den sozialen Medien einen Beitrag vorgefunden habe. So wie er dort stand und ohne Hintergrundwissen hätte ich ihn sofort geliket. Da ich aber durchaus mehr dazu kannte, habe ich das Ganze differenzierter betrachtet. Was nicht bedeutet, dass ich damit automatisch vorbehaltlos die Gegenposition einer Meinung einnehmen würde. Aber diese Situation hat bei mir ausgelöst, dass ich weit weniger like. Denn oftmals frage ich mich sofort, ob denn jetzt tatsächlich das gemeint ist, was ich darin lese? Oder ob ich dem Ersteller eine Bestätigung für etwas gebe, das ich gar nicht auf exakt dieselbe Weise vertrete wie er?

 
Vielleicht sind diese Gedanken übertrieben, aber ich glaube, gerade in unserem schnelllebigen Alltag ist es wichtig, auch mal eine Pause einzulegen und sich die Zeit zu nehmen zu überlegen, anstatt schnell zu liken und weiterzuscrollen.
Oder alternativ zu kommentieren und nachzufragen, was der Ersteller eigentlich genauer damit meint, was ihn zu dieser Aussage bewegt hat.

 
Wie schnell klickt ihr auf Like?
Liket ihr nur Beiträge, denen ihr wirklich zustimmt oder einfach auch als „zur Kenntnis genommen“?
Wo unterscheidet ihr bei einem Beitrag mit mehreren Themen, von denen ihr nicht allen zustimmt, ob ihr liket oder nicht?

 
Bis denne ☆

Ein Jahr bloggen

 
Diesen Beitrag zu schreiben, überhaupt damit zu beginnen, fühlt sich irgendwie surreal an.
Es ist nicht so, dass ich daran gezweifelt habe, diesen Blog ein Jahr durchzuhalten. Hätte ich je Zweifel daran gehabt, hätte ich ihn nicht gestartet. Ich habe davor eine ganze Weile überlegt, ob ich so etwas kann, ob ich Ideen für Beiträge habe und so weiter, denn ich mag keine unüberlegten Schnellschüsse, die im Nichts versanden.

 
Trotzdem ist dieses eine Jahr so rasant vergangen und ich kann kaum glauben, dass es schon soweit ist.
Dabei ist der eigentliche Geburtstag sogar schon vor zwei Wochen gewesen. Wie immer galt der erste Freitag des Monats dem Leserückblick und das fiel exakt mit dem 1. März zusammen. Und da habe ich auch noch gar nicht darüber nachgedacht, überhaupt an diesen Geburtstag zu erinnern (fällt auf, dass ich es nicht so mit Geburtstagen habe?), aber irgendwie hat mich der Gedanke in den letzten Tagen nicht in Ruhe gelassen.

 
Was kann ich über dieses eine Jahr sagen?

 
Es war sehr interessant und ich habe nicht vor, hier wieder dicht zu machen.
Mein Blog ist sehr ruhig, aber das überrascht mich nicht. Mir fehlt die Zeit, selbst viele Blogs zu lesen und kommentieren, also woher sollen wiederum viele Kommentare auf meinem Blog kommen? Diese Erwartung habe ich nicht.
Genauso wie ich nicht weiß, wie oft der Blog überhaupt aufgerufen wird. Denn ich nutze keinerlei Plugin, um genau das nachzuvollziehen. Mir ist es im Grunde ziemlich egal (und das, obwohl ich Statistiken liebe und ich denke, ohne die DSGVO hätte ich auch was aus reiner Neugierde am Laufen, aber so wichtig ist dieses Wissen nicht, um zusätzliche Daten zu sammeln). Es ist zwar schön zu wissen, dass so und so viele Menschen meinen Blog aufrufen, aber das sagt nichts darüber aus, ob sie die Beiträge lesen, ob diese ihnen gefallen oder oder oder. Das tut nur die Interaktion und die sehe ich anhand von Kommentaren. Ich freue mich über jeden von ihnen. Dennoch blogge ich nicht deswegen und mache aus diesem Grund auch weiter, egal, ob ich welche erhalte oder nicht. Denn ich tue das hier, weil ich es einfach mag zu bloggen.

 
Ich finde es spannend zu sehen, wie sich mein Blog bereits seit Beginn ein bisschen verändert hat. Anfangs habe ich fast gar nicht über die Musik gesprochen, mittlerweile habe ich ein Format gestartet, bei dem ich monatlich über eine Band rede (ich weiß, bislang gibt es dazu nur über eine etwas, aber ich habe damit so richtig ja auch erst letzten Monat begonnen). Die Autorenbeiträge bleiben natürlich erhalten, aber anfangs ging es überwiegend um Bücher und das Schreiben und mittlerweile hat sich das ein wenig verändert, was einfach mehr Facetten von mir zeigt.

 
Wie schon vor einem Jahr weiß ich nicht, wohin das noch alles führen wird. Diese Reise bleibt für mich selbst immer wieder aufregend.

 
Abschließend bleibt mir noch zu sagen: Danke an jeden von euch, der mir ein paar Worte dalässt, aber ebenfalls an jeden, der hier nur vorbeischaut.

 
Habt ihr euren ersten Blog-Geburtstag gefeiert?
Wenn ja, wie?
Oder steht er euch erst noch bevor?

 
Bis denne ☆

Wenn mich das Chaos lähmt

 
Kennt ihr das?
Die Hände stecken gerade im Abwaschwasser (alternativ in der Blumenerde/dem Knet- oder Brotteig oder ihr steht unter der Dusche). „Ich muss Mehl nachkaufen.“ (Oder was auch immer euch fehlt.) Aufschreiben könnt ihr gerade nicht. Im gefühlt selben Moment überlegt ihr, was ihr eurer Freundin nächste Woche nun eigentlich als Geschenk bereitet. Und ihr müsst ja euren Freund noch zurückrufen, bloß nicht vergessen. Welches Thema soll als nächstes auf den Blog? Und welches Buch soll das nächste werden, sobald ihr das aktuelle doch mal beendet habt, obwohl ihr derzeit eigentlich gar nicht wirklich dazu greift. Nicht, weil es nicht gut ist, sondern einfach, weil … ja, weil eigentlich warum? Oh, und dann war da ja auch noch die Schreibroutine, die ihr endlich mal in Angriff nehmen wolltet. Wo lässt sie sich denn nun am besten eingliedern?

 
Mein Leben sieht ständig so aus. Ununterbrochen.
Früher war ich in der Lage, das alles zu differenzieren. Ich brauchte mir nichts aufzuschreiben und habe trotzdem so gut wie nichts vergessen. Wenn das doch mal vorgekommen ist, dann ist es mir wieder eingefallen, bevor es zu spät war.
Heute komme ich dank des Wassers (nein, Blumenerde ist es bei mir ganz sicher nicht) gar nicht erst bis zum Aufschreiben. Und wenn ich doch die Möglichkeit hätte, ist selbst der Gedanke schon weg, bevor ich einen Stift oder das Smartphone in der Hand halte. Eigentlich bräuchte ich eine permanente Aufzeichnung meiner Gedanken.

 
Stattdessen überfluten mich diese Gedanken unkontrolliert und ich tue exakt eines: Nichts. Ich sitze da, verfalle in eine Starre und kriege nichts auf die Reihe.
Okay, es reicht für die üblichen Notwendigkeiten. Katze versorgen, Katze bespaßen, Wohnung soweit okay halten, einkaufen. So die wirklich unumgänglichen Dinge. Und ein paar selbst auferlegte Verpflichtungen. Ohne diese läge der Blog hier vermutlich bereits brach. Sie sorgen für ein bisschen Regelmäßigkeit. Das ist gut. Und ich will das gar nicht für alle anderen Dinge. Aber ein bisschen mehr Struktur in meinem Kopf wäre toll. Übersicht im Chaos.

 
Nichts gegen Chaos, ich bin selbst chaotisch.
Glaubt ihr nicht?
Ja, ich weiß, ich liebe Struktur, aber glaubt mir, ich trage beides in mir. Ich brauche beides. Nur Ordnung und Struktur funktioniert für mich genauso wenig wie nur Chaos.
Aber genau in letzterem hänge ich irgendwie fest, eben vor allem im Kopf. Da, wo es keine Wiederholungen gibt (wie oft habe ich tolle Formulierungen im Kopf für Blogbeiträge, für Artikel, für SoMe-Posts, aber sobald ich mich hinsetzen kann, ist alles weg, manchmal selbst, wenn ich sofort beim Denken loslegen will, sobald ein Stift oder die Tastatur ins Spiel kommt, ist Ruhe).

 
Und dann sitze ich wieder da. Und aktualisiere mal ein paar Seiten. Immerhin lenkt das von dem riesigen Wirrwarr ab, weil ich mich auf das Gelesene fokussiere. Das ist wie eine andere Art Ruhe. Allerdings drängt sie den Rest nur in den Hintergrund. Ein Teil fällt ganz weg (das merke ich spätestens, wenn ein Zeitlimit verbunden war „ach ja, backen, oh, ich habe kein Mehl mehr“), anderes drängt sich mir irgendwann von selbst wieder auf, bevorzugt natürlich dann, wenn es gerade wieder nicht passt.

 
Wie geht ihr damit um?
Oder seid ihr vor solchen Attacken sicher?
Verratet ihr mir euer Geheimrezept?

 
Bis denne ☆

Statusupdate

 
Ich sage immer, dass ich Schreibblockaden nicht kenne. Nicht so, wie die meisten sie definieren. Ich kann eigentlich immer an meinen Projekten arbeiten, mal zügiger, mal langsamer, vor allem, je regelmäßiger ich dabei bin.
Doch da gibt es diese zwei Ausnahmen.
Fehlt mir der Plot oder ist er lückenhaft, kommt das absoluter Leere gleich. Bis ich die Szene, die ich schreiben will, in meinem Kopf nicht einigermaßen visualisiert habe (was gar nicht so wirklich viel mit Bildern zu tun hat) und weiß, was passiert, bin ich wirklich blockiert. Dem kann ich aber mit Plotten entgehen.
Schlimmer ist es, wenn mein Kopf so voll ist, dass er keinen Raum für Kreativität lässt.

 
Und genau das passiert mir in den letzten Wochen und Monaten.
Hierfür gibt es nur ein Mittel und das heißt Aussitzen (jedenfalls bei mir). Ich muss die Dinge klären oder loswerden, die meinen Kopf überfluten und erst dann bin ich überhaupt wieder für Projekte und Ideen zugänglich.

 
Die Phase zieht sich mittlerweile ganz schön und ich mag sie nicht. Da ich aber genug über mich selbst weiß und trotz dessen auch versucht habe, mich mit meinen Projekten zu befassen, um vielleicht Ideen auszulösen, lasse ich das derzeit alles ruhen.
Auf dieser Ebene gibt es also gar nichts weiter zu erzählen.

 
 

Buch Berlin

Letztes Wochenende war ich auf der kleinen Berliner Buchmesse. Eventuell erzähle ich dazu noch ein bisschen mehr, doch wenn, dann wird das erst in vier Wochen etwas, bis dahin ist der Dezember schon durchgeplant. Im Augenblick habe ich noch gar keine Fotos von den wenigen Schätzen, die ich mitgenommen habe, gemacht. Und vor Ort habe ich auch nicht ein einziges geschossen. Jetzt einen Beitrag zur Messe zu schreiben, hätte keinen Zweck, deswegen erwähne ich einfach nur kurz am Rand, dass ich dort war.
Faszinierend ist dabei immer wieder, wie sehr mich dieser eine kleine Tag erschöpft. In der Stadt, in der ich wohne, also ohne große Anreise. Leipzig habe ich dagegen viel entspannter weggesteckt und dort war ich an drei Tagen auf der Messe, einen nur zur Hälfte (denn da bin ich vormittags erst losgefahren), zwei komplett. Und dazu gab es ja den apokalyptischen Wintereinbruch.

 
 

Neue Beitragsidee

Vielleicht, ganz vielleicht, wird es im nächsten Jahr monatlich Beiträge zu einer der bislang gering vertretenen Seiten von mir geben, zum Thema Musik. Die Idee ist noch ganz neu und ich muss sie erstmal ein bisschen reifen lassen und durchplanen. Aber eigentlich wäre das eben etwas, das ganz indirekt auch mit dem Schreiben zu tun hat. Da ich jedoch keine Playlists nutze, wie so viele andere Autoren, trifft das nur ganz am Rande zu.

 
 
Viel mehr kann ich derzeit gar nicht berichten. Es ist für meinen Geschmack viel zu kalt, aber da es für mich erst ab 25 Grad so richtig angenehm wird, ist das ganz normal. Dass es mittlerweile mehr Stunden dunkel als hell ist, macht es auch nicht so richtig besser, obwohl es bedeutet, dass ich auch mal ohne Sonnenbrille rausgehen kann. Ob das nun so wirklich positiver ist? Das ist wohl Ansichtssache.
Ich hoffe ja, dass der Winter sich nicht zu ewig zieht, wobei wir nicht unbedingt schon im April wieder Hochsommer haben müssen (meine wärme- und sommerliebende Seite wäre davon begeistert, aber ich denke ja auch noch ein bisschen an die Natur).

 
Bis denne ☆

Wer bin ich?

 
Ich bin Autorin.
Ich bin Bloggerin.
Ich bin ein Mensch.

 
Ich bin vieles.
Und das alles in einer Person.

 
Ich vereine – wie jeder Mensch – unglaublich viele Facetten in mir.
Und dabei gibt es Dinge, die mir wichtig sind. Die einen extrem hohen Stellenwert in meinem Leben haben.
Und andere, die nicht ganz so wichtig, deswegen aber nicht irrelevant sind.

 
Einer der größten Aspekte in meinem Leben ist dabei wohl Gerechtigkeit.
In den letzten Wochen und Monaten habe ich an so vielen Stellen ein Ohnmachtsgefühl durchlebt. Immer wieder stieß ich auf Ungerechtigkeiten und ich frage mich noch immer, warum das eigentlich passiert. Früher habe ich mich auch gefragt, warum ich das so wichtig finde und andere anscheinend nicht, doch diesen Punkt habe ich hinter mir gelassen. Die einfache Antwort darauf lautet: Weil ich ich bin. Die komplizierte suche ich noch, weiß aber, dass ich sie im Augenblick nicht finden kann. Den Ansatz, wo ich suchen werde, habe ich bereits herausgearbeitet, aber bis ich dort beginnen kann, wird es noch dauern. Und dann geht es eher darum, mich auf diese Weise wieder ein Stück mehr kennenzulernen.

 
Eine weitere Facette ist wohl Genauigkeit.
Das liegt vielleicht daran, dass ich Dinge entweder ganz oder gar nicht mache. Ich mag keine halbherzigen Ansätze, denn sie verlaufen sich meist im Sande. Das erste Mal ist mir das vor mehr als fünf Jahren bewusst geworden und ich mag diesen Teil an mir. Ja, ich sage ganz offen, dass ich etwas an mir mag. Vielleicht können mich andere auch mögen, wenn ich mich nicht mag, aber ich finde es einfach schöner, sich selbst zu mögen. Und das beginnt am besten in ganz kleinen Schritten.
Wenn ich etwas tue, bin ich dabei. Bei Aufgaben, die ich von außen bekomme, nicht immer mit ganzem Herzen, aber durchaus mit dem mir möglichen Einsatz.
Wenn ich selbst Dinge initiiere, dann auch mit vollem Herzen. Und immer als gutes Vorbild. Vor allem, wenn andere involviert sind. Ich habe durchaus einen hohen Anspruch an andere, aber keinen höheren als an mich selbst. Was wiederum nicht bedeutet, dass ich von anderen immer exakt dieselbe Leistung erwarte, aber ich erwarte eben denselben Einsatz. Ganz oder gar nicht. Und dementsprechend muss ich auch vorangehen. Wie kann ich denn sonst so eine Erwartungshaltung aufbauen, wenn ich sie nicht selbst erfülle? Und wie kann ich überhaupt ein ruhiges Gewissen haben, wenn andere, die mit mir gemeinsam an etwas werkeln, sich Mühe geben und ich nicht? Das funktioniert für mich nicht, denn ich würde sie hängen lassen. Bin ich nicht in der Lage zu leisten (jede Situation kann sich schließlich verändern), spreche ich das auch aus.

 
Da ist noch ein Aspekt: Kommunikation.
Kein Spekulieren, sondern miteinander reden.
Ich behaupte nicht, dass mir das immer gelingt. Ich glaube, das ist nur zu einem Teil möglich, denn wir alle leben nun einmal in unserem Kopf und nicht in dem der anderen. Wir können nur ein Stück weit über unseren Tellerrand blicken und versuchen, aus Sicht anderer zu denken. Mehr ist nicht möglich, denn jeder von uns ist so individuell, dass nie alle Eventualitäten einbezogen werden können.
Aber gerade deswegen versuche ich, zu reden, wenn ich Unklarheiten feststelle. Denn meine Erfahrung besagt, abzuwarten, bis sich etwas von selbst erledigt, funktioniert nur in den seltensten Fällen. Meist bleibt ein großes Chaos übrig.
Allerdings höre ich prompt damit auf, wenn ich nur auf taube Ohren stoße.

 
Denn ich verschwende keine Energie.
Wenn ich das Gefühl habe, nicht ans Ziel gelangen zu können, dann ziehe ich mich zurück. Oder fange eben gar nicht erst an, das kommt auf die Ausgangssituation an und stellt ein bisschen eine Verbindung zum Ganz-oder-gar-nicht dar. In diesem Fall wäre es das Gar-nicht, wenn ich schon absehen kann, dass ich es nicht schaffen kann. Vielleicht kann ich das später aufgreifen (ich möchte beispielsweise irgendwann mal Schwedisch lernen, doch derzeit reicht Japanisch, eine zweite Sprache nebenbei wird mir zu viel).

 
Es gibt noch eine Menge mehr, das mich zu dem Menschen macht, der ich bin. Ein Mensch, der sicher nicht einfach ist. Aber von einfach war ja auch nie die Rede. Was ist außerdem schon einfach?
Einfach hat nichts mit komplex zu tun. Und Menschen sind immer komplex.

 
Welche Dinge sind euch im Leben wichtig?
Was mögt ihr überhaupt nicht?
Was schätzt ihr besonders an euch?

 
Bis denne ☆

Autorenname, Klappentext und Erwartungen

 
Ich möchte vorweg sagen, dass ich mit diesem Beitrag niemanden kritisieren möchte, weder die Autorin noch die Leser. Und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch stellvertretend für viele andere steht, es ist nur einfach gerade mein Beispiel. Ich war überrascht und habe mir Fragen gestellt, die ich hier teilen möchte.

 
Nachdem ich „Nachtblumen“ von Carina Bartsch beendet hatte, habe ich auf Amazon in die Rezensionen geschaut. Das mache ich manchmal und war einfach neugierig auf die Meinung anderer Leser.
Dabei aber so viele negative Kritiken zu finden, die sich einfach nur auf einem unerwarteten Inhalt aufbauten, hat mich überrascht.

 
Die Autorin hat im Vorfeld zwei weitere Bücher veröffentlicht, die anscheinend aufeinander aufbauen. Ich kenne sie nicht, habe aber den Eindruck, dass es sich dabei um eine lockere Liebesgeschichte handelt.
„Nachtblumen“ wartet nicht so direkt mit dem Thema auf. Und dies scheinen die enttäuschten Leser nicht erwartet zu haben.

 
Als ich das gelesen habe, eben auch mehrfach, war mein erster Gedanke, ob diejenigen den Klappentext nicht gelesen hätten. Dieser war für mich der Grund, das Buch zu kaufen (während mich die ersten beiden Bücher nicht ansprechen). Und für mich war daraus auch sofort erkennbar, dass es sich hierbei zumindest nicht um ein seichtes Buch handelt. Eine Protagonistin, die am liebsten unter dem Bett schläft, eine weitere Figur, die die Kälte liebt, für mich hinterließ das gleich ein Gefühl von schwerwiegenden Problemen.

 
Doch zugleich wurde mir eben bewusst, dass die Leser die vorigen Bücher sehr gemocht hatten. In Erwartung des nächsten Buches, das sich mit einer ähnlichen Thematik befasst, das genauso toll wird, saßen sie vermutlich da und haben auf den Erscheinungstermin gewartet. Und wurden eben doch mit etwas anderem konfrontiert.

 
Und das hat mich zu dem Gedanken geführt, ob Autoren tatsächlich mit jedem Abweichen von einem Genre sofort zu einem Pseudonym greifen sollten. Was nach sich ziehen kann, dass die bisherige Fangemeinde fehlt, die für den Verkaufsstart nicht nebensächlich ist.

 
Mir persönlich ist es egal, ob ein Autor schon in verschiedenen anderen Genres geschrieben hat. Ich lese für jedes Buch den Klappentext, vielleicht auch die Leseprobe, um zu entscheiden, ob mich die Geschichte interessieren könnte. Aber das muss nicht für jeden anderen Leser gelten.

 
Wie macht man es als Autor dann aber richtig? Trotzdem bei dem einen Namen bleiben und höchstens bei sehr großem Abweichen auf ein Pseudonym ausweichen?
Die Kritik ignorieren und stattdessen weitermachen, denn der Klappentext zeigt durchaus, dass sich dieses Buch vom vorigen unterscheidet?

 
Wie geht ihr mit Büchern um?
Lest ihr jeden Klappentext und entscheidet je nach Buch?
Oder lest ihr jedes Buch von bestimmten Autoren, egal worum es darin geht?

 
Bis denne ☆

Sommer, Sonne und Autoren

 
Es ist Sommer.
Das hat mittlerweile sicher jeder mitbekommen.

 
Für mich ist das die tollste Zeit des Jahres. Es ist warm, die Sonne scheint und damit erhöht sich bei mir alles ins Positivere.
Und während fast jeder der Hitze langsam überdrüssig ist, beschwere ich mich nicht. Das heißt nicht, dass sie für mich nicht anstrengend ist, aber ich weigere mich zu jammern, weil endlich Sommer ist.

 
Ich tue das in jeder anderen Jahreszeit. Ich mag keine Kälte und friere schnell. Ich brauche endlos viel Kleidung, gerade im Winter, Ewigkeiten, um mich an- und wieder auszuziehen.
Geht es im Sommer über die 25 Grad hinaus, vor allem ab 28 Grad, ist für mich die Welt in Ordnung.

 
Letztes Jahr sah es überwiegend so aus, dass es am ersten Tag wärmer wurde, die Luft aber noch zu kalt war (für mich). Der nächste Tag war toll, am darauffolgenden wurde es bereits wieder kalt (gern mit einsetzendem Regen ab dem Nachmittag). Immer hoch und runter. Kaum mal eine konstante warme Strecke am Stück.

 
Deswegen bezeichne ich dieses Jahr als Sommer, der endlich stattfindet. Weil das für mich letztes Jahr nichts mit Sommer zu tun hatte.

 
Mir ist trotzdem bewusst, dass es viel zu trocken ist. Dass es mittlerweile sehr lange heiß ist. Und dass es Menschen gibt, die darunter leiden. Wie ich im Winter. Oder generell bei ständig grauem Wetter. Bei tiefem Luftdruck oder allgemein bei Schwankungen. Bei schwülem Wetter.

 
Allerdings bleibe ich von gewissen Auswirkungen auch nicht verschont und dies wirkt sich wiederum auch auf meine Produktivität aus.
Ich wohne recht ungeschützt. Von Sonnenaufgang bis 13:00/14:00 Uhr habe ich die Sonne komplett auf meiner Wohnung zu stehen, deren Fenster nur zu einer Seite gehen.
Seit Tagen habe ich hier beim Aufstehen 32, manchmal sogar fast 33 Grad drin. Und an Tagen mit 37 Grad draußen kann ich vor 20:00/21:00 Uhr das Fenster nicht öffnen und sitze in der warmen Wohnung.

 
Dennoch bleibe ich dabei, dass ich darüber nicht schimpfe.
Denn es ist Sommer.

 
Nur bin ich eben auch wirklich träge, arbeite an Projekten höchstens das Nötige, wenn überhaupt. Auch wenn ich eine recht hohe Konzentration habe und gerade in der Anfangsphase, in der ich bereits viele Aussagen über einen Mangel daran bei anderen Autoren gelesen habe, hat mich dieser Zustand irgendwann auch erreicht.
Genau so sieht es derzeit bei mir also aus. Ich mache recht wenig, vor allem nur das, was zwingend gemacht werden muss und sitze so viel es geht still rum.
Ich sehe jetzt schon, dass meine Statistiken für diesen Monat nicht sehr hoch sein werden (die vom Juli habe ich mir noch gar nicht angeschaut, auch die könnten vielleicht etwas davon betroffen sein).

 
Wer von euch mag das Wetter trotz der Einschränkungen?
Oder wer mag zumindest den Sommer an sich?
Wie verbringt ihr ihn?

 
Bis denne ☆

Das Phänomen „man“

 
Vor Jahren bin ich in einem Gespräch darauf hingewiesen worden, dass ich die ganze Zeit meine Meinung wiedergebe, doch dabei ununterbrochen verallgemeinern würde.
Seitdem geht mir diese Aussage nicht mehr aus dem Kopf. Und ich bin empfindlicher dafür geworden, dasselbe bei anderen Menschen wahrzunehmen.
Gerade in letzter Zeit häuft sich das, egal ob im privaten Umfeld oder online.

 
Die Aussagen auf dem Bild sind Vertreter dessen, was ich tagtäglich erlebe. Und dabei geht es immer um die Meinung des Sprechers. Sie trifft sicher auch auf andere Menschen zu, das will ich nicht absprechen. Dennoch eben nicht zwingend auf andere. Und woher kann ich wissen, was ein anderer Mensch denkt?

 
Seit man mir meine Redeweise unter die Nase gehalten hat, fällt es mir oft auch auf, wenn ich solche Formulierungen beginne und ich versuche sie zu vermeiden. Das gelingt mir sicher nicht immer.
Gleichzeitig mag ich es überhaupt nicht, wenn vermehrt in dieser Verallgemeinerungsform mir gegenüber gesprochen wird. Ich möchte noch immer meine eigene Meinung haben. Wenn ständig nur von „man“ statt von „ich“ gesprochen wird, trifft das meiner Meinung nach einfach nicht zu.

 
Um mal ein oder zwei Beispiele aufzugreifen, wer sagt, dass man morgens produktiver ist, wenn man früher aufsteht? Wissenschaftler? Nachdem mittlerweile (meines Wissens) erwiesen ist, dass es nicht nur Lärchen, sondern eben auch Eulen gibt? Jeder Mensch ist anders. Und ich bin ganz sicher nicht produktiv, wenn ich morgens früher aufstehe. Im Gegenteil. Ich habe Probleme morgens aktiv zu sein, vor allem körperlich. Ich kann dann teils schon am PC sitzen und etwas tun, aber wenn ich zu früh aufstehe, funktioniert auch das nicht. Weswegen bei mir auch der Tipp lieber etwas früher aufzustehen, um noch zu schreiben, nicht funktionieren würde. Ich bin eher der Mensch, der zum Tagesende noch ein Konzentrationshoch bekommen kann. Das ist okay. Und ich erwarte nicht, dass andere das können. Aber ich mag eben nicht über einen Kamm mit denen geschoren werden, die perfekt am frühen Morgen arbeiten können.

 
Ein weiteres Beispiel ist eigentlich ähnlich, denn auch hier geht es um die menschliche Individualität. „Wenn man spät abends nichts mehr isst, schläft man besser.“ Nun ja, wenn ich mich daran halte, gehe ich mit Hunger ins Bett und stehe mit Hunger wieder auf. Das ist alles ärztlich durchgetestet. Weil ich eine tolle Ärztin hatte, die nicht locker gelassen hat, bis sie Ursachen kannte. Mein Blutzuckerspiegel steigt nicht so hoch, wie es normalerweise der Fall sein sollte. Zu Beginn ja (der Testzeitraum betrug zwei Stunden), denn nach der ersten Stunde war alles im Normalbereich. Nach der zweiten Stunde hätte der Wert höher liegen sollen, doch er war unverändert und fällt entsprechend früher ab. Was bedeutet, ich muss häufiger essen. Das mache ich mittlerweile seit, ich glaube, 2004. Entsprechend kleine Portionen kann ich mittlerweile auch nur noch essen. Wie dem auch sei, ich kann nicht um 18:00 Uhr essen und um 22:00 oder 23:00 Uhr schlafen gehen (mal abgesehen davon, dass das nicht meine Zeiten sind, das dient nur zur Verdeutlichung).
Darüber hinaus ist jeder Körper anders. Was für die einen gut funktioniert (beispielsweise LowCarb) kann für den anderen nicht der passende Weg sein. Gerade bei der Ernährung sind Verallgemeinerungen sehr schwierig.

 
Wie seht ihr das, ist euch das auch schon aufgefallen?
Ertappt ihr euch selbst dabei zu verallgemeinern?
Wie geht ihr damit um? Bei anderen? Aber auch bei euch?

 
Bis denne ☆