Leserückblick Oktober

 
Im Oktober habe ich wieder ein bisschen mehr gelesen als im September, wenn auch erst das Monatsende es rausgerissen hat.

 
Zu Beginn stand ja erstmal auf dem Plan „Ewigkeitsgefüge“ zu beenden, das ich im September begonnen hatte.
Danach folgte die obligatorische „Federwelt“, die ich dieses Mal in nur zwei Tagen verschlungen habe. Das ist für mich nicht üblich, drei Tage treffen eher zu, manchmal brauche ich sogar noch länger.

 
Nicht auf dem Bild zu sehen, da ich keinen Flyer oder ähnliches habe, ist die Leseprobe zu Julia Langes „Blutgesang“. Der Roman erscheint im nächsten Jahr und schon seit einiger Zeit kann man den Anfang der Geschichte online einsehen. Das waren natürlich nur ein paar Seiten, aber durchaus ein nettes Stück der Geschichte, die selbstverständlich auf meiner Wunschliste gelandet ist (das war durchaus zu erwarten, nachdem mir „Irrlichtfeuer“ und die dazugehörige Kurzgeschichte „Irrlichtkinder“ so gut gefallen hatten).

 
Als letztes habe ich Ende des Monats, nach einer längeren Lesepause, noch mit „Same Love“ von Nadine Roth begonnen.
Dieses Buch stand letztes Jahr auf meiner langen Wunschliste zu meinem Geburtstag, die nur aus Büchern bestand. Ursprünglich hatte ich warten wollen, bis der zweite Teil erschienen ist, doch da sich das noch etwas verzögert, habe ich jetzt doch zu dem Buch gegriffen, dann aber nur ungefähr die Hälfte geschafft.

 
Alles in allem war das auch kein überragender Lesemonat, für mich dennoch ausreichend.

 
Welche Bücher habt ihr im Oktober gelesen?
Welches war euer Highlight?
Konntet ihr euren SuB etwas abbauen oder habt ihr ihn gleichzeitig wieder gut gefüllt?

 
Bis denne ☆

Bücher, die mich glücklich machen – Teil 5

 
Ich kann kaum glauben, dass ich hiermit diese wunderschöne Reihe bereits beenden soll.
Im Juni habe ich euch das erste Mal auf die Reise zu Büchern, die mir viel bedeuten, mitgenommen. Und heute zeige ich euch die letzten beiden Bücher, die zu einer Reihe gehören.

 
Ich habe von „Kernstaub“ schon vor einigen Jahren das erste Mal in Social Media gehört, doch richtig darauf aufmerksam wurde ich erst, als das Buch unter dem Dach des Drachenmond Verlags 2016 neu aufgelegt wurde. Ich habe es als E-Book gekauft und im Sommer gelesen. Und ich war gefangen. Gefangen in einer so unglaublich komplexen Welt, in der eine Frage die nächste jagte, doch ich nie Zweifel an der Realität dieser Welt hatte.

 
Marie Graßhoff schafft es mit einer ganz besonderen Sprache, diese Geschichte zu erzählen, die jedes Mal, wenn ich glaubte, endlich den Durchblick zu haben, doch wieder neue Facetten mit sich brachte und alles über den Haufen warf.
Ich mag eigentlich keine ausschweifenden Beschreibungen, bei denen ich den Faden verliere, worum es überhaupt geht. Doch in diese Geschichte passt die Sprache perfekt. Auch wenn es immer wieder vorkam, dass ich ungeduldig war, so lag es nicht an der Sprache, sondern an meiner Neugierde, aufzudecken, wie alles zusammenhängt. Und das hat Marie in „Weltasche“ noch mal auf die Spitze getrieben. Mit dem Wissen, dass noch weitere vier Bücher folgen, frage ich mich einerseits, wie sie das toppen will und bin andererseits überzeugt, dass sie es tun wird. Ich versuche also, mich auf alles einzustellen und bin sicher, dass ich nicht im Ansatz erahnen kann, was noch kommen wird.

 
Eine Genreeinordnung ist für diese Geschichte geradlinig gar nicht möglich. Denn sie bietet dystopische Elemente, in einem Science-Fiction-Setting, kombiniert mit Fantasy-Einflüssen.
Die Figuren sind weder schwarz noch weiß. Sie haben alle ihre dunklen Seiten, ihre Aufgaben und ihre eigenen Bedürfnisse. Sie sind lebendig und bunt. In einer tristen, grauen Welt.

 
Worum es geht, kann ich nicht zusammenfassen, nicht, ohne auch nur ein bisschen zu spoilern und das will ich nicht.
Diese Geschichte ist keine leichte Kost, die sich gemütlich an einem Nachmittag weglesen lässt. Weder im Umfang der Bücher („Kernstaub“ hat 980, „Weltasche“ hat 756 Seiten) noch in der Tiefe der Geschichte. Sie ist eindeutig philosophisch angehaucht und wirft Fragen auf, die mich immer wieder einholen. Ich habe auch „Weltasche“ im Herbst 2016 gelesen (ebenfalls als E-Book) und denke bis heute an die Geschichte zurück.

 
Ich weiß, dass Marie derzeit am nächsten Teil arbeitet, der ebenfalls „Weltasche“ heißen wird. Gefolgt von drei Bänden mit dem Titel „Nebelecho“. Wenn das nächste Buch rauskommt, werde ich die ersten beiden erneut lesen, doch bis dahin zwinge ich meine Konzentration auf andere Bücher (obwohl ich so gern in dieses Universum zurückkehren möchte).

 
Marie hat 2016 zusätzlich eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, das Ziel gut erreicht und ein paar aufregende Tage für die Produktion eines Trailers verbracht. Ziel ist es, mit diesem Trailer eine Produktionsfirma zur Umsetzung der Geschichte als Serie zu finden. Den Trailer könnt ihr euch hier ansehen. Die Szenen entstammen nur „Kernstaub“ und ihr Zusammenhang ist nicht so gut zu sehen, wenn man die Geschichte nicht bereits kennt, ich liebe ihn dennoch und sitze jedes Mal mit Gänsehaut hier (die EneC-Szene ♥). Eben weil ich die Geschichte kenne.

 
Darüber hinaus ist diese Geschichte – dieses Universum – für mich besonders.
Ich habe beide Bücher mit kleiner Unterbrechung gelesen (als ich „Kernstaub“ beendet hatte, war „Weltasche“ noch nicht veröffentlicht, kam aber eine Woche später raus). Und die ganze Zeit verspürte ich so etwas wie ein Ziehen in mir. Das Gefühl, ebenfalls etwas zu kreieren, das für mich besonders ist. Das ist eigentlich jede Geschichte, aber hier fühlte es sich anders an. Es war ein Drang, dem ich nachgeben musste. Und während ich die letzten beiden Tage an „Weltasche“ las, war da dieses neue Projekt in mir, das alles andere aus meinem Kopf verdrängte. Mittlerweile wartet es nur noch darauf, geschrieben zu werden.
Ich glaube, dieser Teil trägt zu der Besonderheit des „Kernstaub“-Universums für mich bei, allerdings war ich gefesselt und gefangen, noch bevor sich meine eigene Idee aufbaute. Sie ist für mich das i-Tüpfelchen.

 
Seit ich diese beiden Wälzer gelesen habe, kann ich keine Taschenuhren und keine Quallen sehen, ohne an „Kernstaub“ zu denken.

 
Übrigens sind mittlerweile auch beide Printausgaben bei mir eingezogen.
Eigentlich hatte ich „Kernstaub“ ursprünglich meinem Papa geschenkt, der keinen E-Book-Reader besitzt. Doch ihm ist das Buch zu schwer und deswegen durfte es in mein Regal einziehen (und dieses Jahr mit nach Leipzig zur Messe, um von Marie signiert zu werden). „Weltasche“ habe ich letztes Jahr beim Verlag bestellt und obwohl das knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung war, konnte ich sogar ein signiertes Exemplar erhalten.
Doch das ist längst nicht alles.
Die Innengestaltung der Bücher ist wunderschön. Zeichnungen von Elementen, die in der Geschichte vorkommen, zieren jede Buchdoppelseite.
Das Konzept der Bücher ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Sei es die Titelgebung der einzelnen Bände, aber auch die Kapiteltitel und -anfänge, die aufmerksamen Lesern am Ende eine kleine Weisheit mitgeben.
In dieser großen Geschichte steckt so unglaublich viel Herzblut, so endlose Detailarbeit, die mich immer wieder bis aufs Tiefste berühren.

 
Kennt ihr die Geschichte?
Wie oft habt ihr sie schon gelesen?
Was gefällt euch besonders gut?

 
Bis denne ☆

Leserückblick September

 
Das Bild zeigt es schon, ich habe gerade einmal zwei Bücher im September in der Hand gehalten.

 
„Der Circle“ von Dave Eggers war für mich faszinierend und abstoßend zugleich. Ich kann mich jetzt schon nicht mehr an den Schreibstil erinnern, aber die Geschichte war so realitätsnah, das ist erschreckend. Jetzt muss ich mir nur noch den Film dazu anschauen, der letztes Jahr in die Kinos kam.

 
Im Anschluss habe ich mit „Ewigkeitsgefüge“ von Laura Labas begonnen, habe aber im September nur wenige Seiten geschafft. Deswegen kann ich über das Buch bislang auch noch gar nichts sagen.
Ich bin letztes Jahr darauf aufmerksam geworden und fand den Klappentext sehr interessant. Es steht auch schon seit gut einem Jahr in meinem Regal, es wurde also Zeit, es endlich in die Hand zu nehmen.

 
Welche Bücher habt ihr im September gelesen?
Wie haben sie euch gefallen?
Hattet ihr Highlights oder Flops dabei?

 
Bis denne ☆

Bücher, die mich glücklich machen – Teil 4

 
Heute kommt auch schon der vorletzte Teil dieser Reihe.

 
Ähnlich wie beim letzten Mal begleiten mich diese Bücher schon seit meiner Kindheit. Ursprünglich in ihrer Verfilmung (wobei die in den 80ern produzierten Filme nur die ersten beiden Bücher wiedergeben, das dritte Buch wurde erst später ebenfalls verfilmt, dazu sage ich weiter unten noch etwas), doch von ihr konnte ich nie loslassen und deswegen habe ich irgendwann in meiner Jugend auch die Bücher gelesen.

 
Leider musste ich dabei feststellen, dass es in den Filmen viele Abweichungen gibt, vor allem, je weiter die Geschichte voranschreitet. Hinsichtlich der üblichen Umstände der damaligen Zeit, sind die Umsetzungen in den Filmen teils wirklich nicht sehr logisch und ich finde es schade, dass das gemacht wurde (ich weiß, dass es Unterschiede gibt und dass so manche Anpassung für die Verfilmung sinnvoller ist, aber inhaltlich betrachtet, sehe ich das hierbei nicht so).

 
Ich denke, auch diese Geschichte würde mich heutzutage nicht mehr so wirklich ansprechen. Wobei es hier eher der Fall wäre als bei „Vom Winde verweht“. Es gibt weit weniger Ausschweifungen in den Beschreibungen, dadurch viel weniger trockene Stellen.

 
Für mich steckt hier eindeutig ein bisschen Nostalgie mit drin, aber ich mag eben auch einfach den behandelten Zeitraum (das habe ich beim letzten Mal ja schon erwähnt). Diese Geschichte beginnt zwar weit früher als „Vom Winde verweht“, denn es geht schon 1842 los (glaube ich), während der Amerikanische Bürgerkrieg 1861 ausbrach. Außerdem mag ich die Figuren, selbst wenn ich natürlich immer die Darsteller vor Augen habe, wie ich sie aus der Verfilmung kenne.

 
Was die Verfilmung betrifft, so hat mich am meisten beim ersten Lesen irritiert, dass gleich zu Beginn im Film eine Figur zwei aus dem Buch zusammenfasst. Dass es plötzlich eine weitere gab, die ich nicht einordnen konnte, fiel mir eine ganze Weile schwer. Ebenso hat diese Figur mich irritiert, als sie dann in den nachträglich produzierten Filmen auftauchte, da diese sich wieder stärker am 3. Band orientieren. Dazu war es ebenfalls nötig eine der Hauptfiguren vom Beginn der Geschichte erst einmal zu eliminieren, da sie im 2. Band den Krieg gar nicht überlebt hat (das ist eine der drastischen Abweichungen, die aber immerhin nicht unlogisch war).

 
Zwecks Spoilergefahr mag ich jetzt nicht auf die für mich nicht nachvollziehbaren Änderungen eingehen.
Sie halten mich ohnehin nicht davon ab, alle paar Jahre die DVDs anzuschauen (wobei ich davon wieder nur die erste Verfilmung besitze, weil es zu dem Zeitpunkt, als ich sie gekauft habe, nur diese gab und mittlerweile ist nur die gesamte Box erhältlich, aber nicht die letzten Teile einzeln). Dasselbe gilt selbstverständlich für das Lesen der Bücher. Mit ihnen geht es mir ähnlich wie mit „Vom Winde verweht“, ich habe sie mindestens fünf Mal gelesen und kann damit auch nicht aufhören.

 
Kennt ihr die Bücher?
Oder zumindest die Filme?
Was gefällt euch besser und warum?

 
Bis denne ☆

Leserückblick August

 
Auf dem Foto sieht es wieder nach viel Gelesenem aus, tatsächlich war es im August aber doch ein ganzes Stück weniger als im Juli.

 
Da ich im Juli mit „Nachtblumen“ von Carina Bartsch nicht fertig geworden bin, fing ich den Monat damit auch an. Ich hatte das Buch bereits noch in einem anderen Beitrag erwähnt, aber eben ohne meine Meinung einfließen zu lassen, um die es dabei auch nicht ging. Mein Fazit ist, dass sich das Buch gut lesen lässt, ich die negativeren Reaktionen auf Amazon kaum nachvollziehen kann (weil sie einfach nur eine enttäuschte Erwartungshaltung im Vergleich zu vorigen Büchern widerspiegeln), auch wenn ich selbst nicht sonderlich begeistert war (wobei es kein mieses Buch ist). Der zu Beginn suggerierte Fokus hinsichtlich der psychischen Krankheiten verliert sich zugunsten der Liebesgeschichte immer mehr und wie ein begleiteter Heilungsprozess tatsächlich aussehen kann, wird nur angerissen und dann immer mehr aus den Augen verloren. Für mich hinterließ das den Eindruck, dass Liebe alle Wunden heilen kann und das ist meiner Erfahrung nach absoluter Schwachsinn. Sie kann unterstützen, sie kann ein großer Antrieb zu Beginn sein. Aber um wirklich zu heilen, reicht sie nicht dauerhaft aus, sie überdeckt nur zeitweise.

 
Die obligatorische Federwelt folgte danach, eine Ausgabe, deren Themen sehr passend für mich waren (lustigerweise habe ich sie gelesen, als ich auch den Beitrag zum Notizbuch geschrieben habe, das war perfektes Timing).

 
Danach folgten „Die Götter von Asgard“ von Liza Grimm und „Der Circle“ von Dave Eggers, wobei ich bei letzterem erst gut die Hälfte gelesen habe. Ich hoffe, ich kann bald weiterlesen (gerade ist es zeitlich echt schwierig und wenn ich erstmal anfange, lege ich das Buch so schnell nicht wieder aus der Hand), denn es fesselt mich und ist zugleich ziemlich abstoßend, weil es viel zu realitätsnah ist, finde ich. Wie oft ich schon den Kopf geschüttelt oder mein Smartphone abgedeckt habe, wenn ich die im Buch verwendeten Techniken quasi bildlich vor Augen hatte …

 
Insgesamt bin ich damit auf 682 gelesene Seiten gekommen.

 
Wie lief euer Lesemonat August?
Kennt ihr eines oder mehrere der Bücher?
Wenn ja, wie haben sie euch gefallen?

 
Bis denne ☆

Bücher, die mich glücklich machen – Teil 3

 
Heute geht es endlich wieder in dieser Reihe weiter.
Und wie ihr sehen könnt, habe ich nicht nur ein Buch im Gepäck.
Vorsorglich weise ich mal auf mögliche Spoiler hin. Ich gehe zwar nicht zu tief ins Detail, aber auch oberflächliche Äußerungen können Spoiler sein. Wer diesbezüglich empfindlich ist, sollte diesen Beitrag nicht lesen.

 
Diese Ausgabe von „Vom Winde verweht“ von Margaret Mitchell ist schon einige Jährchen alt. Sie stammt aus dem Jahr 1989, wobei das Buch, das diesen drei Bänden zugrunde liegt (und eigentlich auch nur eines ist), bereits einen Copyright-Vermerk von 1936 trägt. Es ist damit auch das älteste Werk, das es unter meine Favoriten geschafft hat.

 
Schon als Kind habe ich ein Faible für den Zeitraum um den Amerikanischen Bürgerkrieg entwickelt, vermutlich ganz banal bei den Kleidern der damaligen Zeit angefangen. Ich bin zwar geschichtlich bis heute keine Leuchte auf dem Gebiet (es ist Geschichte und ich hatte nie Lehrer, die dieses Fach spannend verkauft haben), interessiere mich dennoch entfernt für den Zeitraum.

 
„Vom Winde verweht“ zu lesen, ist nicht leicht. Und lernte ich dieses Buch erst heute kennen, ich läse es nicht. Auktorialer Infodump ohne Ende, seitenlange Umgebungsbeschreibungen, also alles, was ich überhaupt nicht mag. Ich habe auch damals lange gebraucht und den ersten, vielleicht sogar den zweiten Versuch abgebrochen. Den Film kannte ich zu diesem Zeitpunkt und er war vermutlich auch ausschlaggebend, dass ich es irgendwann geschafft habe, das Buch komplett zu lesen. Das alles war in meiner Jugend, in welchem Alter genau, das weiß ich nicht mehr.

 
Bis heute habe ich das Buch mindestens fünf Mal gelesen, wahrscheinlich sogar noch etwas häufiger (das sieht man auch, die Bücher sind sehr abgegriffen). Ich kann die langen Passagen mittlerweile quasi überlesen, ohne dass sie mich stören. Ich muss in diesem Buch nichts Neues entdecken (und tue es manchmal trotzdem noch), ich mag es einfach. Nein, ich liebe es.

 
Ich liebe die Protagonistin, auch wenn sie ein wahres Biest sein kann und oft genug ist. Berechnend, verlogen und sehr egoistisch.
Aber sie setzt sich ebenfalls durch, geht ihren Weg, in einer Zeit, in der Frauen unauffällig zu sein haben. Sie müssen riesige Haushalte führen und den Herrn des Hauses dennoch verwöhnen und glauben lassen, dies sei sein Verdienst, ohne dass nach außen zu erkennen ist, dass sie überhaupt einen Finger krümmen. Sie müssen während des Krieges alles genauso erhalten und unverändert großzügig allen gegenüber sein wie zuvor, trotz eingeschränkter Möglichkeiten.
Im Anschluss, als eine der Besiegten ist Scarlett so getrieben davon nie wieder arm zu sein. Es ist einfach eine Nachwirkung ihrer Erfahrungen aus dem Krieg. Und deswegen arbeitet sie. Als Frau. Und sie lässt sich vom Gerede um sie herum nicht beeindrucken, sie geht ihren Weg. Auch weiterhin nicht immer ehrlich, aber sie ist durch Angst getrieben. Und diese Seite an ihr liebe ich. Sie lässt sich nicht von ihrer Umwelt in ihrem Weg beirren. Sie glaubt nicht an ein „das kannst du nicht“ oder „das darfst du nicht“. Sie macht einfach.

 
Dass sie moralisch trotzdem keine gute Figur ist, macht sie vielleicht auch gerade interessant. Sie ist eben nicht die perfekte Frau, die man selbst sein möchte, nicht das Abziehbild, mit dem sich möglichst viele andere Frauen identifizieren möchten. Sie ist eine graue Figur, weder schwarz noch weiß. Sie tut so viele Dinge, die verwerflich sind, aber sie hat eine Vergangenheit, die sie geprägt hat.

 
Nur ihre Liebe zu Ashley Wilkes ist wohl wirklich verwerflich.

 
Und hier kommt irgendwie der Bogen zum zweiten Buch ins Spiel.
Gleichzeitig auch das, was im Original immer durchschimmert und doch nie völlig an die Oberfläche treibt, vor allem nicht für Scarlett selbst, nämlich Rhett Butler.

 
Das zweite Buch, das erst viel viel später geschrieben wurde (1991), ist eine nahtlose Fortsetzung. Es gibt auch hierzu eine Filmreihe, die ich ebenfalls vor dem Buch kannte und gern mochte. Mein Interesse hat sich aber nach Lesen des Buches etwas verflüchtigt. Inhaltlich entfernt sich die vierteilige Filmreihe etwas vom Buch. Das ist erstmal nicht unbedingt falsch und gewisse Grundzüge bleiben auch erhalten. Aber vor allem Scarletts Naivität, die sie bezüglich der Männer und ihres Verführungsgeschicks an den Tag legt, verliert sich in den Filmen sehr frühzeitig. Sie ist plötzlich gereift und dies verändert ihr ganzes Wesen. Die Konflikte, die aus diesem Charakterzug entstanden sind, können nicht mehr greifen und genau das schwächt die Filmreihe.
Das Buch hält daran fest und das macht es interessanter. Scarlett reift durchaus, denn sie wird älter, aber sie verliert diese Naivität nie ganz und lange Zeit sogar nur sehr gering.

 
Deswegen liebe ich auch diesen Teil der Geschichte. Ich finde es toll, dass es hier kein Ende nach dem Original gab und das Buch, das einfach nur „Scarlett“ als Titel trägt von Alexandra Ripley gut fortgeführt wurde.

 
Dazu eine kurze Bemerkung. Es gibt noch ein Buch namens „Rhett“ von Donald McCaig, das 2007 erschienen ist, das die Geschichte aus Rhett Butlers Sicht beleuchtet. Ich habe auch dieses gelesen und war sehr enttäuscht. Vor allem hinsichtlich der meisten Ereignisse nach dem Ende von „Vom Winde verweht“. Es werden Inhalte thematisiert, die auch in „Scarlett“ erwähnt werden, vor allem Details zu seiner Familie, und sie weichen von den Darstellungen in „Scarlett“ ab. Natürlich kann niemand wissen, wie Margaret Mitchell die Geschichte fortgeführt hätte. Aber für mich als Leser, der eben die Fortsetzung aus Scarletts Sicht bereits kannte, waren diese Details einfach falsch und damit das Lesevergnügen hinfällig. Das meiste davon weiß ich auch nicht mehr detailliert, nur diese eine Szene bezüglich Rhetts Schwester ist als fehlerhaft in meiner Erinnerung gespeichert. Sehr schade, denn ich hatte mich durchaus auf seine Sicht gefreut.

 
Ich bin sicher, dass ich „Vom Winde verweht“ und „Scarlett“ noch so einige Male lesen werde. Scarlett selbst wird für mich immer eine meiner liebsten Protagonistinnen bleiben, selbst wenn sie viele Seiten hat, die ich nicht gutheiße.

 
Kennt ihr das Original?
Und vielleicht auch eine oder sogar beide Fortsetzungen?
Wie hat euch die Geschichte gefallen?

 
Bis denne ☆

Autorenname, Klappentext und Erwartungen

 
Ich möchte vorweg sagen, dass ich mit diesem Beitrag niemanden kritisieren möchte, weder die Autorin noch die Leser. Und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch stellvertretend für viele andere steht, es ist nur einfach gerade mein Beispiel. Ich war überrascht und habe mir Fragen gestellt, die ich hier teilen möchte.

 
Nachdem ich „Nachtblumen“ von Carina Bartsch beendet hatte, habe ich auf Amazon in die Rezensionen geschaut. Das mache ich manchmal und war einfach neugierig auf die Meinung anderer Leser.
Dabei aber so viele negative Kritiken zu finden, die sich einfach nur auf einem unerwarteten Inhalt aufbauten, hat mich überrascht.

 
Die Autorin hat im Vorfeld zwei weitere Bücher veröffentlicht, die anscheinend aufeinander aufbauen. Ich kenne sie nicht, habe aber den Eindruck, dass es sich dabei um eine lockere Liebesgeschichte handelt.
„Nachtblumen“ wartet nicht so direkt mit dem Thema auf. Und dies scheinen die enttäuschten Leser nicht erwartet zu haben.

 
Als ich das gelesen habe, eben auch mehrfach, war mein erster Gedanke, ob diejenigen den Klappentext nicht gelesen hätten. Dieser war für mich der Grund, das Buch zu kaufen (während mich die ersten beiden Bücher nicht ansprechen). Und für mich war daraus auch sofort erkennbar, dass es sich hierbei zumindest nicht um ein seichtes Buch handelt. Eine Protagonistin, die am liebsten unter dem Bett schläft, eine weitere Figur, die die Kälte liebt, für mich hinterließ das gleich ein Gefühl von schwerwiegenden Problemen.

 
Doch zugleich wurde mir eben bewusst, dass die Leser die vorigen Bücher sehr gemocht hatten. In Erwartung des nächsten Buches, das sich mit einer ähnlichen Thematik befasst, das genauso toll wird, saßen sie vermutlich da und haben auf den Erscheinungstermin gewartet. Und wurden eben doch mit etwas anderem konfrontiert.

 
Und das hat mich zu dem Gedanken geführt, ob Autoren tatsächlich mit jedem Abweichen von einem Genre sofort zu einem Pseudonym greifen sollten. Was nach sich ziehen kann, dass die bisherige Fangemeinde fehlt, die für den Verkaufsstart nicht nebensächlich ist.

 
Mir persönlich ist es egal, ob ein Autor schon in verschiedenen anderen Genres geschrieben hat. Ich lese für jedes Buch den Klappentext, vielleicht auch die Leseprobe, um zu entscheiden, ob mich die Geschichte interessieren könnte. Aber das muss nicht für jeden anderen Leser gelten.

 
Wie macht man es als Autor dann aber richtig? Trotzdem bei dem einen Namen bleiben und höchstens bei sehr großem Abweichen auf ein Pseudonym ausweichen?
Die Kritik ignorieren und stattdessen weitermachen, denn der Klappentext zeigt durchaus, dass sich dieses Buch vom vorigen unterscheidet?

 
Wie geht ihr mit Büchern um?
Lest ihr jeden Klappentext und entscheidet je nach Buch?
Oder lest ihr jedes Buch von bestimmten Autoren, egal worum es darin geht?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Juli

 
Nachdem der Juni gerade einmal ein Buch beinhaltete, habe ich im Juli wieder ein bisschen mehr gelesen. Nicht sehr viel, aber mehr.

 
Den Anfang hat natürlich „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo gemacht, das ich endlich beendet habe. Im Grunde habe ich mich auch nur jeden Tag hingesetzt, damit ich das Buch endlich zur Seite legen kann, ohne es abzubrechen.
Ja, ich bin auch bis zum Ende nicht davon zu überzeugen gewesen. Was sehr schade ist.
Die Idee selbst ist gut, auch wenn es sehr lange gedauert hat, bis die Geschichte in Fahrt gekommen ist. Die Figuren waren sehr gut ausgearbeitet und greifbar und ich mochte sie durchaus gern. Ebenso liebe ich das Magiesystem der Grischa. Es gab für mich ein paar kleine Stirnrunzler für plötzliche Technikkenntnisse, die überraschend daherkamen (ein Panzer und diesen gleich bedienen, während vorher nur von Pferden die Rede ist, chemische Begebenheiten, während auch sonst die Andeutungen in der Richtung fehlten, das hatte etwas von modernen Einschlägen in einer Welt, die sonst keinerlei Eindruck davon vermittelt hat), aber diese hätten für mich dem Buch nicht geschadet.
Das große Problem ist für mich der Stil. Zu Beginn fiel das nicht auf. Doch irgendwann kamen ständig Rückblenden. Natürlich ist es wichtig die Vergangenheit einfließen zu lassen, wenn sie für die Geschichte wichtig ist. Aber es wird nicht umsonst von zu vielen Rückblenden abgeraten. Und sie dann sinnvoll zu platzieren. In dieser Geschichte tauchen sie ständig auf, unterbrechen jedes Mal die Spannung und haben dadurch für mich alles kaputt gemacht.
Mich interessiert inhaltlich, wie es weitergeht, gerade bei dem Ende. Aber ich werde nicht weiterlesen, denn ich erwarte dieselben Probleme und habe keine Lust darauf. Dann lasse ich mir das lieber erzählen oder lese ausführliche Rezensionen dazu. Damit kenne ich den Inhalt auch, muss mir aber das, wofür ich das Buch gern zur Seite gelegt hätte, nicht mehr antun.
Ich hatte mehrfach gelesen, dass es nach der Hälfte besser wird, aber so habe ich das nicht empfunden. Bis kurz vor Schluss blieb es störend und deswegen bin ich so froh, dass dieses Buch hinter mir liegt. Leider, denn ich hatte mich wirklich darauf gefreut.

 
Als nächstes stand die Federwelt auf der Liste, die Anfang Juni rauskam, gefolgt von „Was uns bleibt ist jetzt“ von Meg Wolitzer. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und dieses Buch habe ich in nur drei Tagen gelesen.
Die ersten beiden waren wundervoll, ich war komplett darin versunken und wollte immer nur wissen, wie es weitergeht. Leider hat das Ende sehr viel kaputt gemacht, ansonsten hätte dieses Buch ein Highlight werden können. Die Hintergründe der Protagonistin waren völlig konstruiert. Dass ihr Umfeld der Sache nicht vorher auf die Schliche gekommen ist und sich überhaupt die Geschichte so aufbauen ließ, war für mich im Nachhinein völlig unglaubwürdig. Erneut ist das leider schade, auch wenn mir zumindest das Lesen weit mehr Spaß gemacht hat.

 
Abschließend habe ich „Nachtblumen“ von Carina Bartsch begonnen, bin aber erst bei zwei Dritteln, weswegen dieses Buch im nächsten Monat noch einmal auftauchen wird.

 
Insgesamt bin ich damit auf über 1.000 Seiten gekommen, die eben trotz allem ein eindeutiger Fortschritt zum Vormonat sind. Oben habe ich noch gesagt, es war nicht viel mehr, was daran liegt, dass ich trotzdem nur auf 15 Tage komme, an denen ich gelesen habe. Daher hat sich das gar nicht nach so vielen Seiten angefühlt, die Zahl überrascht mich jetzt selbst.

 
Wie viel habt ihr im Juli gelesen?
Hattet ihr Highlights oder Flops dabei?
Was wollt ihr im August lesen?

 
Bis denne ☆

Bücher, die mich glücklich machen – Teil 2

 
Heute geht es mit der Reihe weiter, die ich in diesem Beitrag vorgestellt habe.

 
Wie unschwer zu erkennen ist, hat es die Harry-Potter-Reihe geschafft, einen der fünf Plätze in meinem Herzen zu erobern. Dabei habe ich gerade einmal vor fast sieben Monaten damit begonnen, sie das erste Mal zu lesen.

 
Ich bin weiterhin der Ansicht, dass die Bücher viele Klischees bedienen, dass es diverse Übertreibungen gibt usw., dennoch mag ich das Universum so sehr, dieses Gefühl, jeden Moment selbst Teil dessen zu sein und das ist in diesem Fall ausschlaggebend.

 
Wenn ich ehrlich bin, mag ich die Ausgaben optisch nicht einmal sonderlich. Mir sind die Zeichnungen zu kantig. Aber beim Kauf war es egal. Taschenbücher haben mir ohnehin gereicht, das mussten nicht unbedingt Hardcover sein. Und es kommt ja auf den Inhalt an. Was ich durchaus an der Gestaltung mag, ist der Bezug zum Inhalt des jeweiligen Buches. Und ich will ja meine Nase hineinstecken, nicht beim Cover hängenbleiben.

 
Ich bin gespannt, wann ich den ersten Re-Read starten werde. Irgendwie fühlt es sich an, als sei es ewig her, dass ich die Bücher gelesen habe. Dabei sind gerade einmal ungefähr zwei Monate vergangen.
Ich denke, auch das zeigt, dass mir die Reihe sehr wichtig ist. Und deswegen ist sie hier auch vertreten.

 
Zählt Harry Potter auch zu euren Lieblingsbüchern?
Wie oft habt ihr die Bücher bereits gelesen?
Habt ihr überhaupt Kinderbücher unter euren Lieblingen?

 
Bis denne ☆

Mein Tracking

 
Statistiken sind für mich unablässig.
Ich liebe sie einfach, denn aus ihnen kann ich viel ablesen.
Wie viel Wörter kann ich in einer Minute/einer Stunde schreiben?
Wie viel Zeit habe ich in der letzten Woche/dem letzten Monat/dem letzten Jahr in meine Projekte investiert?
Wie viele Bücher/Seiten habe ich gelesen?
Wie viel Zeit ist in die Arbeit für das Schreibmeer geflossen?
Und so weiter, und so fort.

 
Die liebe Yvonne von Seitenglück hat mich mit ihrer Lese-Organisation auf die Idee zum heutigen Beitrag gebracht.

 
Ich beobachte mich mittlerweile im fünften Jahr und ändere immer mal wieder etwas.
Doch seit mindestens zwei Jahren notiere ich monatlich auf einem ganz schlichten Blatt Papier (hier vorzugsweise kariert) die Zahlen und übertrage danach in meine Tabelle. Auch diese habe ich selbst erstellt, für mich und meine Bedürfnisse.

 
Doch was tracke ich denn nun eigentlich?
 

Handschriftlich im Alltag

Derzeit liege ich bei vier Spalten, die ähnlich aussehen wie auf dem obigen Bild, es ist noch ein zusätzliche Spalte für ein weiteres Projekt hinzugekommen. Dort notiere ich während der Plotphasen auch nur die Zeit, die ich täglich gearbeitet habe. Wortzahlen sind für mich in dem Stadium nebensächlich. Schreibe ich, dann notiere ich neben der Zeit auch die Wortzahl. Ich finde beides in Kombination sehr wichtig, um ausrechnen zu können, wie hoch meine durchschnittliche Wortzahl liegt. Dies kann später wiederum helfen abzuschätzen, wie lange ich für eine Rohfassung brauche.

 
Außerdem notiere ich mein Leseverhalten, also wie lange habe ich am Tag gelesen und mittlerweile auch noch die Seitenzahl, die aber eher ein Gimmick für mich ist und für die Statistik selbst keine Rolle spielt.

 
Die letzte Spalte umfasst alles Weitere, das ich interessant finde, unter anderem eben das Schreibmeer und die Zeit für den Blog hier, aber beispielsweise auch die japanische Sprache, gerade während der VHS-Semester. Dort schreibe ich die gesamte Zeit hin und in Klammern kurz, wie lange ich wofür gebraucht habe. Ganz rechts addiere ich einmal die Gesamtzeit des Tages.

 

Der Überblick am PC

Die Tabelle in Excel, die ich mir 2014 angelegt habe, hat sich seitdem auch ein bisschen verändert, eben vor allem, seit das Schreibmeer hinzugekommen ist (vorher gab es kein „Sonstiges“).

 
Es gibt eine Jahresübersicht, in der die Ergebnisse der einzelnen Monate zusammenlaufen.


 
Pro Monat gibt es ebenfalls Spalten für die einzelnen Projekte (allein deswegen muss ich manchmal im Laufe des Jahres noch mal erweitern, wenn der Platz nicht mehr reicht), eine für das Lesen und eben auch eine für das Sonstige. Dort notiere ich per Kommentar dann die tägliche Untergliederung. Für die Gesamtstatistik ist mir die Einzelaufschlüsselung nämlich egal, immerhin ging es ursprünglich in der Tabelle um meine Schreibprojekte. Ich kann durch die Kommentare nachvollziehen, was ich wann wie lange gemacht habe, aber ich möchte dafür die Tabelle nicht endlos erweitern und ständig neue Spalten hinzufügen, die dann manchmal nur einen Eintrag im Monat haben.

 
Für mich fühlt sich mein Tracking deswegen realtiv gering an (und ich denke noch über einen Daily-Kalender nach, also einen mit einer Seite für einen Tag, um ganz auf den Zettel zu verzichten, aber das wird es dann erst ab dem nächsten Jahr geben; Kalender mit weniger Platz reichen mir nicht aus, so viel habe ich schon festgestellt). Ich glaube aber, dass es eher an dem geringen Aufwand liegt, den ich habe.
Zumal ich darüber hinaus durchaus noch mehr festhalte.

 

Detaillerteres Leseverhalten

Es gibt eine Liste der Bücher, die ich lese, die eben über das zeitliche Verhalten hinaus geht.
Auch hier führe ich handschriftlich und übertrage zusätzlich in eine Excel-Datei. Letzteres tue ich aber erst seit Ende letzten Jahres, bis dahin habe ich das tatsächlich nur auf Papier geführt.
Hierbei geht es für mich um die Anzahl der Bücher. Um die verschiedenen Genres. Darum, welche Art Bücher es waren (Romane, Sachbücher etc.). Natürlich auch um die gelesenen Seiten und ebenfalls erneut um die Lesezeiten. Ich erstelle für mich im folgenden Jahr immer eine Statistik, in der ich unglaublich viel aus Neugierde aufschlüsseln kann. Nicht nur die üblichen Werte, wie eben die Anzahl der Bücher. Interessant werden zusätzlich vor allem die anderen Aspekte.
Welches war der lesestärkste/-schwächste Monat? Das splitte ich wiederum nach Anzahl der Bücher, wie auch Seiten, wie auch Zeiten. Denn je nach Buch kann das alles stark schwanken.
An wie vielen Tagen des Jahres habe ich gelesen/nicht gelesen?
Wie viel Zeit lese ich durchschnittlich pro Tag (auch hier differenziere ich wieder, zwischen „durchschnittlich an jedem Tag“ und „durchschnittlich an der Anzahl der tatsächlich gelesenen Tage“)?
Also ganz ganz viel. Das ist alles überhaupt nicht nötig, aber wie ich zu Beginn sagte, ich liebe Statistiken. Und mit nur wenigen Notizen pro Tag (für die Werte, die sich ableiten lassen, ist das eigentlich gar nicht viel, was ich regelmäßig aufschreibe), kann ich diese ganzen Spielchern ausnutzen. Nichts davon hat Relevanz, denn ich nutze das nicht, um im nächsten Jahr mehr zu lesen. Ich lese zum Spaß und setze mich dafür nicht unter Druck.

 

Bücherkäufe

Abschließend notiere ich noch mein Kaufverhalten (diese Liste ist für dieses Jahr bislang sehr kurz). Hinzu kommen auch noch geschenkte Bücher.
Daran kann ich ein bisschen im Blick behalten, wie viel Geld ich im Jahr für Bücher ausgegeben habe und eben auch generell, was neu bei mir eingezogen ist.

 

Der SuB

Neuerdings gibt es auch noch eine SuB-Liste, diese allerdings nur digital. Ich habe den Büchern zusätzlich Wertungen von 1 – 9 gegeben, um leichter in dem Berg entscheiden zu können, was ich lesen mag. Die Bücher stehen bei mir unsortiert im Regal, da wo sie irgendwann mal gelandet sind und nicht abseits der restlichen Bücher. Mir fehlt der Überblick, ich mag aber auch die SuB-Bücher nicht absondern (weil ich teils begonnene Reihen habe, die ich dafür trennen müsste). Anhand der Liste (die ich eigentlich für den Beitrag im Mai erstellt hatte) sehe ich besser, welche Bücher noch zur Auswahl stehen und auch, wie wichtig mir welche von ihnen sind.

 
Wie verfolgt ihr euer Projekt- und/oder Leseverhalten?
Habt ihr überhaupt schon mal komplexere Statistiken ausprobiert (ich finde meine nicht komplex, aber andere anscheinend schon)?
Betreibt ihr das täglich, wöchentlich oder monatlich?

 
Bis denne ☆