Leserückblick Oktober

 
In den letzten Jahren habe ich zum Jahresende immer vermehrt gelesen, obwohl ich nicht der Mensch bin, der sich in Decken kuschelt, sobald es kalt wird.
Dieses Jahr ist es anders.

 
Und auch wenn das Bild drei Bücher zeigt, trügt der Schein.
 
 

 
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ habe ich am Beginn des Monats zu Ende gelesen, das war also nicht mehr viel.

 
Anschließend habe ich zu „Sind Sie hochsensibel?“ von Elaine N. Aron gegriffen, das ich schon seit einiger Zeit lesen wollte. Ich bin letztes Jahr auf die Thematik aufmerksam geworden und wollte unbedingt mehr dazu wissen.
Doch insgesamt habe ich nur einen Teil des Buches gelesen und es erstmal zur Seite gelegt. Anders als erwartet, wühlt es mich weit mehr auf als das vorige Buch. Irgendwann möchte ich unbedingt noch wissen, was auf den restlichen Seiten steht, aber im Augenblick ist das keine gute Idee.

 
Und dann ist da noch „Sieben Raben“ von Mika M. Krüger, das ich aber erst am letzten Tag des Monats begonnen habe. Dementsprechend bringt es auch nicht so viele Seiten in die Lesestatistik des Monats. Aber immerhin habe ich überhaupt erstmal wieder gelesen, denn im Großen und Ganzen gab es ein paar Tage zu Anfang des Monats und dann eben ganz am Ende. Mehr nicht.
Ob sich das in den nächsten beiden Monaten ändern wird, ich weiß es nicht, lasse mich aber überraschen.

 
Welche Bücher habt ihr gelesen?
Greift ihr des Öfteren zu Sachbüchern?
Oder entschwindet ihr lieber in Romanwelten?

 
Bis denne ☆

Leserückblick September

 
Für den September kann ich tatsächlich mal sagen, dass ich gelesen habe. Und zwar mehr als nur gefühlte drei Seiten. ^^

 
Insgesamt komme ich auf 758 gelesene Seiten. Das heißt, das könnten zwei, vielleicht sogar drei Bücher sein.
Tatsächlich habe ich allerdings nur „Weltasche“ von Marie Graßhoff beendet (wobei ich ja nicht sehr weit gewesen war) und „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl wieder zur Hand genommen habe.
Das zweite Buch hatte ich bereits im letzten Jahr begonnen, dann aber zur Seite gelegt, weil ich mich damit damals erstmal nicht weiter auseinander setzen konnte.

 
Zu „Weltasche“ brauche ich ja nichts mehr zu sagen. Das gesamte Kernstaub-Universum hat mich in den letzten sechs Monaten begleitet, ich habe immer wieder davon gesprochen.
Die Reihe ist nicht so einfach zu lesen, aber ich liebe die Bücher.
Aber ich habe festgestellt (und ich glaube, das war bei „Kernstaub“ auch schon so), dass ich viele Details vergessen hatte, langweilig war es definitiv nicht. Dafür ist die Reihe aber auch zu komplex. Es verbergen sich zu viele Ebenen in dieser Geschichte, in jeder Figur, in jeder Welt, einfach in allem.

 
Bei dem anderen Buch fehlten mir am Monatsende noch 75 Seiten ich bin sehr zwiegespalten. Da ich keine Rezensionen schreibe, möchte ich hier gar nicht ausführlicher werden. Ich glaube, dass es für jeden sinnvoll wäre, sich das Buch einmal anzuschauen, hauptsächlich, um ein bisschen auf sich selbst zu schauen. Aber die Szenarien, die dort dargestellt werden, funktionieren aus meiner Sicht oftmals nicht besonders im Alltag, außerdem sind sie mir zu eingschränkt, zu eindimensional und daher in eher weniger Fällen wirklich umsetzbar. Aber einfach nur, um sich selbst besser kennenzulernen, sich selbst besser einschätzen zu können und vielleicht auch mal ein bisschen anders zu agieren, ist es eindeutig gut, das Buch in die Hand zu nehmen.
Außerdem habe ich mich schon dabei ertappt, wie ich für eine meiner Figuren darüber nachgedacht habe, wann denn Schatten- und Sonnenkind zutage treten. Also auch für Autoren kann es helfen. ^^

 
Das wars dann auch schon wieder.

 
Wie war euer Lesemonat?
Habt ihr euch mit dem aufkommenden Herbstwetter schon ein paar lange Lesetage gönnen können?
Oder seid ihr jedem letzten Rest Wärme nachgejagt, bevor es in die dunkle Jahreszeit geht?

 
Bis denne ☆

Warum Triggerwarnungen wichtig sind

 
Triggerwarnungen sind Zensur.
Das ist die Aussage schlechthin, die von Gegnern erfolgt.

 
Dabei ist das überhaupt nicht der Fall.

 
Denn niemand verbietet Autoren, über etwas zu schreiben. Und Triggerwarnungen tun das auch nicht. Sie helfen aufgrund ihres Vorhandenseins lediglich Menschen, sich zu entscheiden, ob sie sich bestimmten Themen in Geschichten aussetzen möchten oder nicht. Gehen diese Inhalte sicher aus dem Klappentext hervor, ist die Angabe von Triggerwarnungen nicht zwingend nötig, kann aber unterstütztend eingesetzt werden.

 

Wozu brauchen manche Menschen denn überhaupt Triggerwarnungen?

Menschen sind unterschiedlich. Das ist die wichtigste gedankliche Grundvoraussetzung, wie ich finde. Denn nur weil di_er eine gut und sicher im Leben steht, entweder keine negativen Erfahrungen machen musste oder aber sehr gut mit ihnen umgehen kann, bedeutet das nicht, dass das auf di_en andere_n zutrifft. Und um rücksichtsvoll miteinander umzugehen, sollte hier immer gelten, dass diejenigen, denen es gut geht, auf die anderen Menschen aufpassen sollten. Was in diesem Fall nichts anderes bedeutet, als Betroffenen die Möglichkeit zu geben, im Vorfeld zu sortieren, ob sie sich dem/n behandelten Thema/en gewachsen fühlen oder nicht. Das tut niemandem weh, kann aber Betroffenen helfen, nicht getriggert zu werden.

 

Welche Trigger gibt es?

Unzählige.
Im Grunde kann alles ein Trigger sein.
„Aber dann kann ich doch gar keine Triggerwarnung drauf setzen.“

 
Doch, denn:

 

Vor welchen Triggern sollte gewarnt werden?

Auch hierfür gibt es keine pauschale Antwort.
Aber es gibt eine Liste auf Alpakawolken mit den gängigsten Triggern.
Natürlich gibt es endlose weitere, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Aber ich verstehe eben auch, dass es schwierig wird, je weniger Menschen von denselben Triggern betroffen sind, je alltäglicher die Trigger sind (und jetzt kommt mir bitte keiner mit „Tod“ ist alltäglich, ja, natürlich sterben täglich Menschen, aber das ist kein Grund dafür).
Weitere Themen können immer auch gelistet werden, diese Liste dient nur zur Orientierung über die bekanntesten und häufigsten Trigger.
Und es ist natürlich auch ein bisschen vom Genre abhängig, welche Triggerwarnungen sinnvoll sind. In Krimis ist das Thema Tod sicher nicht so überraschend wie in einem Liebesroman.

 

Wo sollten Triggerwarnungen in Bücher positioniert sein?

Manche Autor_innen setzen sie vorn ins Buch, damit sie nicht übersehen werden können.
Andere platzieren vorn nur einen Hinweis, wo im Buch (für gewöhnlich hinten) die Triggerwarnungen stehen. Damit können diejenigen, die keinerlei Triggerwarnungen brauchen und lesen wollen völlig unbedarft in die Geschichte einsteigen, diejenigen, die sich absichern wollen, finden die Triggerwarnungen dann an der entsprechenden Stelle.

 

Aber wird die Geschichte damit dann nicht gespoilert?

Nein, denn Triggerwarnungen sind allgemein. Wenn ihr euch die verlinkte Liste anschaut, seht ihr, dass dort lediglich Themen stehen, keine expliziten Darstellungen. Wie das jeweilige Thema umgesetzt ist, wird also überhaupt nicht verraten. Wenn der Plottwist daraus besteht, dass die schockierende Wirkung nur aufgrund der Unvorhersehbarkeit eines solchen Themas besteht, dann sollte der schreibende Mensch vielleicht noch an seinen handwerklichen Fähigkeiten feilen, damit die Geschichte auch noch spannend ist, obwohl das Thema erwähnt wird.

 
Ich denke übrigens, dass das nicht nur für Bücher gilt, sondern für den allgemeinen Umgang miteinander. Wenn ihr etwas in den sozialen Medien postet, verseht doch bitte eure Posts mit Triggerwarnungen bzw. gewöhnt es euch an. Ich weiß, dass das manchmal noch etwas überflüssig erscheinen kann, so geht es mir zumindest auf Twitter, dennoch finde ich die Entwicklung wichtig.

 

Warum ich das auf Twitter teilweise überflüssig finde?

Ich weiß ja nicht, wie das bei euch so ist.
Aber wenn gepostete Bilder mit Triggerwarnungen (bzw. Content Notes) versehen sind, bringen sie mir gar nichts. Bevor mein Hirn den Inhalt des Textes erfasst hat, hat es das Bild schon gesehen. Hierfür fehlt bei Twitter meiner Ansicht nach eine Spoilerfunktion, die man für jeden einzelnen Beitrag aktivieren kann, um eben die Bilder in den Spoiler zu packen.
Vielleicht ist das bei anderen Menschen anders, für mich gilt aber genau das.
Dennoch ist das eine Sache, die in Zukunft angepasst werden könnte (ich erinnere mich an Zeiten vor ungefähr fünf Jahren, als Twitter alle Bilder erstmal versteckt hatte und man sie anklicken musste, die generelle technische Möglichkeit für das Verstecken ist also gegeben, die selektive Option müsste aber natürlich angeboten werden). Und ja, ich weiß, jeder kann einstellen, dass sensible Inhalte nicht angezeigt werden. Aber ums mal sehr klar zu sagen, diese Funktion ist absolut lächerlich. Da werden simple Portraitbilder von Menschen versteckt, auf denen absolut nichts sensibles gezeigt wird. Und es fehlt immer noch die Option der Person, die postet, zu entscheiden, das Bild sicher zu verstecken, sondern jede betroffene Person muss hoffen, dass der maschinelle Filter von Twitter jegliche mit für diese Person behafteten Triggern auch wirklich aussortiert und damit versteckt. Und nein, soweit sind die Algorithmen einfach nicht, sie sind nun mal keine Menschen.
Dass Twitter technisch da noch hinterherhinkt, macht aber den grundsätzlichen Sinn von Triggerwarnungen auf Twitter nicht überflüssig. Nur die momentane Umsetzung ist schwierig.

 
Also ja, es braucht unbedingt Triggerwarnungen. Aber sie zensieren nicht, denn sie verbieten keinen Inhalt. Sie helfen nur für den sensiblen Umgang. Um Menschen zu schützen. Und das sollte es jedem Menschen wert sein, ob es nun um die eigenen Geschichten geht, bei der die Leserschaft nicht getriggert wird oder um Freunde und Follower.

 
Nutzt ihr Triggerwarnungen schon?
Seid ihr selbst von Triggern betroffen?
Wenn ihr schon Bücher veröffentlicht habt, wo positioniert ihr die Triggerwarnungen?

 
Bis denne ☆

Leserückblick August

 
Ich frage mich ja eigentlich immer noch jeden Monat, wo die Zeit schon wieder geblieben ist. War der Leserückblick nicht gerade erst dran gewesen?
Anscheinend nicht.

 
Tatsache ist, ich habe derzeit nicht ausreichend Lust zum Lesen. Auch wenn das Bild das erstmal nicht vermuten lässt.
Aber ich habe „Weltasche“ nicht beendet und auch die „Federwelt“ nicht wirklich gelesen, sondern nur den ersten Artikel, der ein Interview mit Victoria Linnea ist. Es geht dabei um „Kulturelle Vielfalt in Büchern“ und behandelt das Thema Sensitivity Reading. Insgesamt habe ich meine Nase weit weniger in das Buch gesteckt als das im Juli der Fall war (also nicht dieses Buch, sondern dessen Vorgänger, aber es geht um das Prinzip dahinter).

 
Und ich betone noch einmal, dass ich die Geschichte nach wie vor liebe, das merke ich auch jedes Mal. Ich beschäftige mich derzeit nur allgemein noch lieber mit anderen Dingen als Büchern, das ist alles. Und zugleich vermisse ich sie irgendwie. Ja, genau solche Widersprüchlichkeiten sind ich.

 
Ich könnte jetzt noch ein altes Projekt von mir anführen, das ich im Juli schon einmal gelesen hatte und im August noch mal dort gelandet bin, aber da ich diese Sachen nie zu meinen Leserückblicken zähle, fällt es zumindest in meiner Statistik dafür raus.

 
Wie sieht euer Rückblick aus?
Hattet ihr Urlaub und richtig viel gelesen?
Oder steckt ihr auch in einer Leseflaute?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Juli

 
Und da ist der nächste Monat rum.
Immerhin habe ich es endlich geschafft, „Kernstaub“ zu beenden und mit „Weltasche“ zu beginnen.

 
Der Juli war ehrlich gesagt … interessant.

 
Ich hatte vorgehabt, vielleicht das Camp zu nutzen, ohne wirklich daran teilzunehmen, mehr in einen Workflow zu kommen, den ich seit langem nicht habe. Und irgendwie habe ich das auch getan, aber es hat so gar nichts mit mit meinen Projekten zu tun gehabt. Und mit dem Lesen auch nicht.
Letzteres bedeutet, ich habe mit „Weltasche“ gerade so begonnen, einfach, weil ich wieder sehr wenig gelesen habe (aber wenn … hach ja, ich liebe diese Geschichte und das Universum einfach, aber ich kann auch von denen, die ich liebe, sehr schnell Abstand nehmen). Es waren insgesamt nur sieben Tage, an denen ich gelesen habe. Ich habe vier Monate gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Vier Monate mit insgesamt zweiundzwanzig Tagen, an denen ich gelesen habe. Damit erscheint das Ganze für mich dann auch wieder gar nicht so abwegig. Immerhin umfasst das Buch in der Printversion 974 Seiten und es ist eindeutig kein Buch, dass sich mal schnell weglesen lässt. Meine erneute Erkenntnis: Ich liebe A’en einfach total. Schon damals und noch immer. Und wenn ich jetzt noch mehr sagte, würde ich spoilern, also lasse ich das.

 
Momentan gehe ich davon aus, dass der August nicht unbedingt besser wird, aber wer weiß, wie sich alles entwickelt. Bislang ist der Leseanteil in diesem Jahr allgemein sehr gering, aber irgendwie ist mir das egal. Ich lese gern, aber ich kann nicht alles gleichzeitig machen und ich mag auch nicht alles nur gehetzt aneinanderreihen, um viel zu schaffen. Das habe ich in der Vergangenheit schon ausprobiert und im Augenblick ist es nicht das, was ich möchte oder brauche. Immerhin ist „Weltasche“ etwas kürzer als „Kernstaub“. Und je nachdem, wie viel Zeit ich mir doch fürs Lesen nehmen kann (und ich formuliere es bewusst so, denn auch wenn die Entscheidung, was ich tue, bei mir liegt, so hat es eher damit zu tun, wohin es mich derzeit einfach zieht und das sind eben nicht Bücher), werde ich vielleicht viel schneller durch sein. Oder noch langsamer. Wer weiß das schon?

 
Habt ihr den Sommermonat zum Lesen nutzen können?
Wie viele Bücher habt ihr gelesen?
Welches war euer Highlight/Flop?

 
Bis denne ☆

Bücherkäufe 2018 bis heute

 
Es sind fast eineinhalb Jahre vergangen, seit ich über Bücherkäufe geschrieben habe, also dachte ich, es wird mal wieder Zeit dafür.
Selbst wenn es nicht so viel zu erzählen gibt, ganz ohne Bücher zu kaufen, bin dann auch ich nicht ausgekommen.

 
Da es nur ein E-Book gibt, das eingezogen ist, habe ich es sogar mit ins Bild genommen, das steht also nicht stellvertretend für mehrere.
Ein paar der Bücher hatte ich beim Jahresrückblick 2018 auch schon mal kurz gezeigt, ebenso diese, die ich bereits gelesen habe. Aber ob sie nun neu eingezogen waren oder nicht, war daraus nicht erkennbar.

 
Ich habe also in den letzten siebzehn Monaten sehr wenig neue Bücher gekauft, was nach wie vor an meinem vorhandenen SuB liegt. Und daran, dass ich vor allem dieses Jahr nicht viel lese, was den SuB nicht verkleinert.

 
Warum schreibe ich das hier dann überhaupt?
Weil es eben Teil meines Blogs ist. Nachdem ich 2017 für meine Verhältnisse sehr viele Bücher gekauft habe, dachte ich auch, dass ich regelmäßige Updates mit neuen Büchern liefern würde. Und dann bin ich auf die Idee gekommen, doch erstmal den SuB abzubauen. Da stand aber der erste Beitrag zum Thema schon und ganz im Nirvana mag ich es nicht versinken lassen. Bevor also noch mehr Zeit vergeht, gibt es jetzt eben das.

 
Was ich hier nicht einbaue, sind die Bücher, die ich geschenkt bekommen habe (auch diese finden sich im Jahresrückblick, dieses Jahr ist noch keines auf diesem Weg in mein Regal gewandert), weil ich sie eben nicht selbst gekauft habe. Kindle Unlimited nutze ich bislang nicht, Bibliotheken ebenfalls nicht.

 
Im Grunde finde ich es sogar gut, dass ich hier nur sehr wenig zeigen kann, weil es mir vor Augen führt, dass ich mein auferlegtes Kaufverbot durchhalte. Es ist nicht strikt und gerade Bücher wie „Blutgesang“ sind davon ohnehin ausgenommen. Ich wusste seit langem, dass Julia Lange an einem neuen Buch arbeitet und ebenfalls, dass es bei mir einziehen wird, komme was wolle. Dasselbe gilt für Ella Simons neuen Roman „Bis wir wieder fliegen“. Er ist auch schon draußen, aber da ich noch immer nicht ganz mit „Kernstaub“ durch bin und im Anschluss auch direkt „Weltasche“ dranhängen werde, schiebe ich den Kauf einfach noch. Und wer weiß, vielleicht wird er dann irgendwann auch noch ein Geschenk, mal sehen. Ich hatte durchaus schon mit dem Kauf geliebäugelt, aber ich wusste, er würde wie „Uhrwerk der Unsterblichen“ im Regal stehen, ohne dass ich ihn demnächst lese. Das war bei „Uhrwerk der Unsterblichen“ übrigens nicht geplant, das hat sich einfach nur ergeben.

 
Tatsächlich habe ich auch keine ellenlange Wunschliste wie ich sie so oft bei anderen sehe, wenn es durchaus noch ein paar Bücher gibt, die ich unbedingt lesen möchte. Aber ich bin mittlerweile einfach der Meinung, es reicht, wenn ich sie kaufe, wenn ich dazu komme und nicht schon jetzt.
Deswegen ist es auch gut möglich, dass der nächste Beitrag zu dem Thema wieder recht lange auf sich warten lässt.

 
Kauft ihr auch nur selten Bücher?
Oder könnt ihr nicht an ihnen vorbei gehen, ohne wenigstens eines mitzunehmen?
Habt ihr schon mal ein Kaufverbot ausprobiert?

 
Bis denne ☆

Lesetyp – Bücher oder Hörbücher?

 
Ob Bücher oder Hörbücher, sie beide liefern Geschichten.

 
Dennoch liegen für mich Welten zwischen ihnen.

 
Wenn ich selbst lese, das Buch oder den E-Book-Reader in der Hand halte, dann tauche ich ab. Ich sehe die Wörter, die einen Sinn ergeben, die mir die Geschichte erzählen.
Wenn ich höre, drifte ich weg. Nicht selten ist es eine Szenerie, die beschrieben wurde oder dieser gerade stattfindende Handlungsaspekt und mein Kopf fängt an von dort weiterzudenken. Das endet nicht unbedingt in einer eigenen Geschichte, es können auch Erinnerungen dadurch ausgelöst werden und zu denen driftet meine Aufmerksamkeit dann.

 
Das ist der Grund, weshalb ich keine Hörbücher höre.

 
Und mir ist dabei aufgefallen, dass es mir schon immer schwer gefallen ist, nur zu hören.

 
„Schon immer“ ist dabei zumindest insofern zutreffend, wie ich mich erinnern kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir vorgelesen wurde, aber ich bin sehr sicher, dass es erwähnt wurde, also gehe ich davon aus, dass es das in meiner frühen Kindheit gab. Später nicht mehr. Ich habe selbst angefangen zu lesen, kaum, dass ich das Alphabet beherrscht habe. Ich weiß noch – und deswegen habe ich mich für dieses Bild entschieden -, dass ich „Brüderchen Vierbein“ gelesen habe, ohne die Silbe „ei“ zu kennen, „ie“ muss mir aber schon bekannt gewesen sein. Denn ich habe das E und I in „ei“ als einzelne Buchstaben gelesen und meine Eltern gefragt, was das bedeutet.

 
Einige Jahre später, wenn gelegentlich die Lehrer meinten, wir sollen nicht den Text im Buch selbst lesen, sondern es wird vorgelesen (oder auch im Deutschunterricht, wenn mit verteilten Rollen „Romeo und Julia“ gelesen wurde), habe ich den Großteil des Inhalts nicht erfasst. Was für mich ganz schlimm war in Fächern wie Geschichte oder Geografie, in beiden war ich nicht gut und musste mich schon sehr konzentrieren, wenn ich allein gelesen habe, wenn dann nur vorgelesen wurde, war es noch schwerer. Schon da zeigt sich dasselbe Problem, das ich heute damit habe.

 
Ich bin deswegen auch nicht sehr für Podcasts zu begeistern, vor allem, wenn sie rein auditiv sind (Die SchreibDilettanten haben ja so angefangen, sind aber vor Jahren auf ein Videoformat umgestiegen und damit fällt es mir leichter).

 
Also greife ich nur zu Büchern (damit meine ich übrigens, wenn ich es nicht explizit anders erwähne, immer beides – Print und E-Book, es sind beides Bücher, nicht nur Prints sind „echte Bücher“ und E-Books – ja, was sind diese dann eigentlich? „unechte Bücher“?). Es dauert vielleicht länger, sie zu lesen, aber ich verstehe wenigstens, worum es geht (was nicht bedeutet, dass das für andere gilt).

 
Ein weiterer Grund ist, dass ich versuche, immer weniger Dinge parallel zu machen. Okay, ich nutze Musik, um mich zur Hausarbeit zu motivieren (ich hasse das endlos und damit ists einfacher zu ertragen). Und ich brauche sie teils als Geräuschkulisse (Nebenwirkung beim Großstadtmenschen?). Aber Musik ist für mich anders zu gewichten. Sie kann für mich als reine Kulisse funktionieren oder ich lasse mich darauf ein und höre bewusst hin. Dann mache ich aber auch nichts anderes. Aber eine Geschichte nur nebenbei? Das funktioniert für mich höchstens, wenn ich sie schon sehr gut kenne, aber dafür müsste ich sie dann trotzdem wenigstens einmal gelesen haben. Ansonsten muss meine Aufmerksamkeit sich wieder auf zu viele Dinge fokussieren.
Ich versuche in dieser Hinsicht seit einiger Zeit zu entschleunigen. Multitasking ist spannend und herrlich effizient. Aber es überlastet auch. Und das versuche ich zu vermeiden.

 
Wie konsumiert ihr am liebsten Geschichten?
Kennt ihr das Problem mit der Konzentration bei Hörbüchern?
Oder fällt es euch eher schwer, beim niedergeschriebenen Wort am Ball zu bleiben?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Juni

 
Willkommen im neuen Monat und zu meinem Leserückblick.

 
Der leider völlig leer ausfällt.
Auch wenn auf dem Foto erneut „Kernstaub“ von Marie Graßhoff zu sehen ist, so habe ich das Foto eigentlich nur reingenommen, weil ich das Buch nach wie vor nicht beendet habe.

 
Denn ich habe im Juni gar nicht gelesen.
Ich habe halbwegs überrascht festgestellt, dass es wirklich keine einzige verzeichnete Minute dafür gibt.
Mir war bereits klar, dass da nur sehr wenig stehen würde, aber ich hatte gedacht, dass ich zumindest zu Beginn des Monats mal die Nase ins Buch gesteckt hatte, aber nein.

 
Wie konnte es denn nur dazu kommen?

 
Zum Teil ist das ganz einfach.
Ich habe im Juni quasi Urlaub gemacht.

 
Haha, Urlaub, gerade da liest Mensch doch viel (immerhin war ich allein unterwegs). Ja, das hatte ich auch gedacht. Ich hatte den E-Book-Reader dabei, auf dem auch der Nachfolgeband drauf ist und zusätzlich ganz vorsorglich noch ein Taschenbuch eingesteckt. Nur, um nichts davon auch überhaupt mal zu öffnen.

 
Ich will jetzt gar nicht zu sehr auf die Reisedetails eingehen, aber so wie ich bin, hat die eher kurze Reise vom 15. bis 19. Juni ganze drei Wochen in Anspruch genommen. Ich brauche eine gewisse Zeit im Vorfeld, in der ich durch die Veränderung meines Alltags sehr angespannt bin, außerdem hatte ich für die Katzenbetreuung und die Reise einiges vorzubereiten. Die Zeit danach war dann zwar weniger nachbereitungsaufwändig, aber ich habe locker eineinhalb Wochen gebraucht, um wieder halbwegs normal zu funktionieren. Also, auch wenn ich nur ein paar Tage weg war, habe ich eigentlich volle drei Wochen Urlaub gemacht. Oder sowas in der Art, Erholung war das nicht, aber das bin einfach ich.

 
Und daraus erklärt sich eigentlich auch, warum ich seit mittlerweile drei Monaten am selben Buch lese, obwohl ich vor allem im April, aber auch noch ein bisschen im Mai ganz gut vorangekommen war. Mein Fokus lag einfach ganz woanders. Teils gewollt, teils halt so.

 
Wie sieht es bei euch aus?
Habt ihr mehr gelesen als erwartet oder weniger?
Oder wart ihr schon tief in den Camp-Vorbereitungen gefangen (so ihr Autoren seid)?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Mai

 
Schon wieder ein neuer Monat, also gibt es wieder einen Leserückblick.
Auch wenn ich nicht wirklich etwas zu erzählen habe.

 
Lesetechnisch war der Mai nicht sehr umfangreich, deswegen zeige ich euch heute dasselbe Buch wie im letzten Monat. Ich lese nämlich noch immer an „Kernstaub“ von Marie Graßhoff und bin auch immer noch nicht fertig.
Das liegt weiterhin nicht am Buch, sondern einfach daran, dass ich derzeit so gut wie gar nicht lese. Und aus diesem Grund bin ich jetzt auch schon mit diesem Beitrag fertig. ^^

 
Ward ihr im Mai erfolgreicher?
Welche Bücher habt ihr gelesen?
Hattet ihr Highlights dabei?

 
Bis denne ☆

Mein SuB 2019

 
Es ist ein Jahr vergangen, seit ich über meinen SuB gebloggt habe (abzüglich eines Tages, aber immerhin ist das nur einer und nicht zwei, weil dieses Jahr kein Schaltjahr ist).

 
Ich habe versucht, das Foto so ähnlich wie das vom letzten Jahr aufzunehmen, damit sie sich gut vergleichen lassen.

 
Was recht schnell auffällt, ist, dass die beiden linken Stapel sich nicht verändert haben. Die anderen beiden sind kleiner geworden. Es fehlen einige Bücher und ein paar andere sind hinzugekommen.

 
Ich habe mich in dem Jahr überwiegend daran gehalten, keine Bücher zu kaufen. Ein paar habe ich geschenkt bekommen und ein paar wenige auch gekauft, wobei gar nicht alle davon auf dem neuen Bild sind, da ich manche bereits gelesen habe. E-Books habe ich gar keine gelesen, sondern nur Prints. Und wenn ich jetzt durchzähle, ist mein SuB dadurch auch nur um drei Bücher geschrumpft. Allerdings habe ich hier auf dem Bild die Bücher der „Twilight“-Reihe in englischer Sprache zu liegen, die ich auf Deutsch im letzten Jahr gelesen habe. Ich wollte sie zusätzlich auf Englisch haben, aber ob sie schnell von meinem SuB verschwinden werden, weiß ich noch nicht. Ich habe sie jetzt zwar mitgezählt, aber ich könnte sie theoretisch auch ausklammern (was den SuB um drei Bücher verkleinerte).
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ liegt dort übrigens auch immer noch. Ich hatte letztes Jahr mal begonnen, darin zu lesen, es dann aber erstmal zur Seite gelegt und belasse es im Augenblick auch noch dabei.

 
So sieht er jetzt also in Namen und Titeln aus:

 
Ungelesene, selbst ausgewählte Bücher:
Luca Di Fulvio – Das Kind, das nachts die Sonne fand
Wolfgang Hohlbein – Intruder
Wolfgang Hohlbein – Raven – Schattenreiter
Brandon Sanderson – Herrscher des Lichts
Brandon Sanderson – Jäger der Macht
Brandon Sanderson – Krieger des Feuers
Stephan Harbort – Killerfrauen
Alexandre Dumas – Die drei Musketiere
Charlotte Roche – Schoßgebete
Helene Henke – Totenmaske
Sally Brampton – Das Monster, die Hoffnung und ich
p.d. James – Der Tod kommt nach Pemberley
Wolfgang & Heike Hohlbein – Der Greif
Marc Elsberg – Zero
Markus Zusak – Die Bücherdiebin
Kiera Cass – The Selection
Kiera Cass – The Elite
Kiera Cass – The One
Wolfgang Hohlbein – Nemesis – Die Stunde des Wolfs
Wolfgang Hohlbein – Nemesis – Morgengrauen
Dan Wells – Tötet uns alle
Nele Neuhaus – Mordsfreunde
Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden
Hans-Ulrich Grimm – Katzen würden Mäuse kaufen
Elaine N. Aron – Sind Sie hochsensibel?
Mika M. Krüger – Sieben Raben
Alexander Kopainski – Uhrwerk der Unsterblichen
Stephenie Meyer – New Moon
Stephenie Meyer – Eclipse
Stephenie Meyer – Breaking Dawn
Stephenie Meyer – The Short Second Life Of Bree Tanner

 
Selbst ausgewählt, kostenlos:
Sarah Lee Hawkins – Gewitter der Liebe
Robyn Lee Burrows – Weil die Sehnsucht ewig lebt
Sarah Lark – Das Gold der Maori
Sarah Lark – Im Land der weißen Wolke
Lesley Pearse – Das helle Licht der Sehnsucht
Laura Walden – Der Fluch der Maorifrau
Ken Follett – Die Säulen der Erde
Marcel Montecino – Kalt wie Gold

 
Geschenk, Band aus einer Reihe
Wolfgang & Heike Hohlbein – Runenschild – Die Legende von Camelot III

 
E-Books (nicht auf dem Foto):
Dieter R. Fuchs – Hannya – im Bann der Dämonin
Axel Hollmann – Benzin – Ein Fall für Julia Wagner
Cathy Yardley – Painless Promotion: Strategy – A Simple System for Marketing Your Novel
Cathy Yardley – Painless Promotion: Genre & Voice – Figuring Out Your Genre, Finding Your Voice
Cathy Yardley – Write Every Day – A Simple System for Writing Your Novel
Cathy Yardley – Rock Your Revisions – A Simple System for Revising Your Novel
Drachenmondverlag-Anthologie – Wenn Drachen fliegen

 
Hat sich euer SuB verändert?
Konntet ihr ihn abbauen oder ist er angewachsen?
Habt ihr euch auch schon mal ein Kaufverbot auferlegt?

 
Bis denne ☆