Statusupdate

 
Ich sage immer, dass ich Schreibblockaden nicht kenne. Nicht so, wie die meisten sie definieren. Ich kann eigentlich immer an meinen Projekten arbeiten, mal zügiger, mal langsamer, vor allem, je regelmäßiger ich dabei bin.
Doch da gibt es diese zwei Ausnahmen.
Fehlt mir der Plot oder ist er lückenhaft, kommt das absoluter Leere gleich. Bis ich die Szene, die ich schreiben will, in meinem Kopf nicht einigermaßen visualisiert habe (was gar nicht so wirklich viel mit Bildern zu tun hat) und weiß, was passiert, bin ich wirklich blockiert. Dem kann ich aber mit Plotten entgehen.
Schlimmer ist es, wenn mein Kopf so voll ist, dass er keinen Raum für Kreativität lässt.

 
Und genau das passiert mir in den letzten Wochen und Monaten.
Hierfür gibt es nur ein Mittel und das heißt Aussitzen (jedenfalls bei mir). Ich muss die Dinge klären oder loswerden, die meinen Kopf überfluten und erst dann bin ich überhaupt wieder für Projekte und Ideen zugänglich.

 
Die Phase zieht sich mittlerweile ganz schön und ich mag sie nicht. Da ich aber genug über mich selbst weiß und trotz dessen auch versucht habe, mich mit meinen Projekten zu befassen, um vielleicht Ideen auszulösen, lasse ich das derzeit alles ruhen.
Auf dieser Ebene gibt es also gar nichts weiter zu erzählen.

 
 

Buch Berlin

Letztes Wochenende war ich auf der kleinen Berliner Buchmesse. Eventuell erzähle ich dazu noch ein bisschen mehr, doch wenn, dann wird das erst in vier Wochen etwas, bis dahin ist der Dezember schon durchgeplant. Im Augenblick habe ich noch gar keine Fotos von den wenigen Schätzen, die ich mitgenommen habe, gemacht. Und vor Ort habe ich auch nicht ein einziges geschossen. Jetzt einen Beitrag zur Messe zu schreiben, hätte keinen Zweck, deswegen erwähne ich einfach nur kurz am Rand, dass ich dort war.
Faszinierend ist dabei immer wieder, wie sehr mich dieser eine kleine Tag erschöpft. In der Stadt, in der ich wohne, also ohne große Anreise. Leipzig habe ich dagegen viel entspannter weggesteckt und dort war ich an drei Tagen auf der Messe, einen nur zur Hälfte (denn da bin ich vormittags erst losgefahren), zwei komplett. Und dazu gab es ja den apokalyptischen Wintereinbruch.

 
 

Neue Beitragsidee

Vielleicht, ganz vielleicht, wird es im nächsten Jahr monatlich Beiträge zu einer der bislang gering vertretenen Seiten von mir geben, zum Thema Musik. Die Idee ist noch ganz neu und ich muss sie erstmal ein bisschen reifen lassen und durchplanen. Aber eigentlich wäre das eben etwas, das ganz indirekt auch mit dem Schreiben zu tun hat. Da ich jedoch keine Playlists nutze, wie so viele andere Autoren, trifft das nur ganz am Rande zu.

 
 
Viel mehr kann ich derzeit gar nicht berichten. Es ist für meinen Geschmack viel zu kalt, aber da es für mich erst ab 25 Grad so richtig angenehm wird, ist das ganz normal. Dass es mittlerweile mehr Stunden dunkel als hell ist, macht es auch nicht so richtig besser, obwohl es bedeutet, dass ich auch mal ohne Sonnenbrille rausgehen kann. Ob das nun so wirklich positiver ist? Das ist wohl Ansichtssache.
Ich hoffe ja, dass der Winter sich nicht zu ewig zieht, wobei wir nicht unbedingt schon im April wieder Hochsommer haben müssen (meine wärme- und sommerliebende Seite wäre davon begeistert, aber ich denke ja auch noch ein bisschen an die Natur).

 
Bis denne ☆

Meine Schreibutensilien Teil 1

 
Womit schreibst du am liebsten?
Wie sieht deine ideale Schreibumgebung aus?
Was verwendest du zum Schreiben?

 
Diese Fragen sehe ich häufig.
Und deswegen habe ich mich entschlossen immer mal wieder ein bisschen darüber zu reden, was ich zum Schreiben verwende.

 
Heute geht es um das, womit ich hauptsächlich arbeite, und das ist mein PC.

 
Dass ich zwei Monitore verwende, habe ich mittlerweile zwei Mal auf dem Blog gezeigt, also füge ich dazu kein Foto mehr ein. Das hat auch gar nicht allein mit dem Schreiben zu tun, dafür würde mir auch einer reichen. Ich arbeite einfach viel am PC und da finde ich zwei Monitore angenehmer.
Das wichtigste für mich ist eigentlich ein ganz einfacher Windows-Rechner (mit anderen Betriebssystemen habe ich in der Größenordnung keine Erfahrung). Für mich steht dabei die Tastatur an erster Stelle, weswegen ihr meinen Liebling auch auf dem Bild sehen könnt. Sie hat einen sehr weichen Anschlag, den ich angenehm finde, dazu sind die Anschlagswege (also der Abstand, den die Taste beim Drücken nach unten geht) meines Empfindens nicht so lang. Die Tasten sind leicht abgerundet und erinnern mich stark an Laptoptastaturen von früher (als sie noch Formen hatten und nicht einfach nur glatte Vierecke waren). Das ist eigentlich auch schon das ganze Geheimnis, weswegen ich diese Tastatur seit mittlerweile fast sechs Jahren nutze und noch einmal vorrätig im Schrank liegen habe (nicht auszudenken, wenn die Tastatur den Geist aufgibt und ich nicht sofort einen adäquaten Ersatz zur Hand habe).

 
Ansonsten brauche ich gar nicht wirklich viel. Ich habe zwar auch eine Maus, auf die ich schwöre, die allerdings nicht mehr produziert wird, weswegen ich mir nach deren Ableben im letzten Jahr die kabelgebunde Variante gekauft habe. Sie ist leichter und damit nicht ganz so perfekt (außerdem stören Kabel einfach), aber sie ist die einzige Maus, die in Größe und Form zu mir passt.

 
Welches Betriebssystem verwendet ihr?
Arbeitet ihr überhaupt noch mit einem Standalone-PC?
Habt ihr auch eine bevorzugte Tastatur oder Maus?

 
Bis denne ☆

Ordnung und Übersicht am PC

 
Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich ausnahmsweise Bezug auf einen meiner Artikel im Schreibmeer nehmen.
Der Artikel ist diese Woche ganz frisch erschienen und soll eine kleine Anregung für Autoren sein, die sich keine Software leisten wollen oder können. Und vielleicht auch noch ein bisschen mehr, denn das ist für mich nicht der Grund, warum ich mich ohne entsprechende Software organisiere.

 
Warum arbeite ich eigentlich ohne?

 
Die Antwort ist sehr simpel: Weil ich es so einfach mehr mag.

 
Ich habe vor vielen Jahren eine Ausbildung im Büro gemacht. Und schon damals wurde das System der Ordner am PC mit dem großer Aktenschränke, sich darin befindender Ordner und Hefter und anderer Registraturen verglichen. Ich fühle mich mit so etwas sehr wohl.
Auf diesem System baut auch meines auf. Es geht immer von groß nach klein.

 
Über Scrivener höre ich immer, dass die Leute es lieben, weil sie alles in einer Datei liegen haben.
Für mich ist das ein Graus, denn früher oder später empfinde ich solch ein System unübersichtlich.
Die Ordner am PC sind dagegen in Ebenen gegliedert und bringen dabei Struktur mit sich.

 
Vielleicht liegt es daran, dass ich seit zwanzig Jahren am PC arbeite. Und zu Beginn habe ich natürlich auch alles zusammengeworfen, was irgendwie zusammengehören sollte. Da landeten Grafiken in Word-Dokumenten und ziemlich schnell fand der PC das nicht mehr witzig (vor allem mit den für heutige Verhältnisse leistungsschwachen Geräten). Damals begann ich zu trennen. Text in die Dokumente. Grafiken in Ordner. Alles nachvollziehbar beschriften.

 
Für mich ist das wie ein Ordner, den ich aus dem Regal greife und in diverse Abschnitte unterteilt habe. Genau das mache ich mit meinem System auch.

 
Über diese Übersicht hinaus habe ich in meinem Artikel auch noch Ordner und Dateibezeichnungen kurz erwähnt.
Ganz ursprünglich habe ich mir das System der „rückwärtslaufenden Beschriftung“ (Jahr.Monat.Tag in Zahlen) mit meiner ersten Digitalkamera 2004 angewöhnt. Und ich habe immer die abschreckenden Beispiele unübersichtlicher Fotoordner vor Augen, bei denen manchmal nach Ereignis, manchmal nach Name und so vielem mehr bezeichnet ist. Da steht „Ostern 2012“ vor „Weihnachten 2006“ und die Jugendweihe von Nichte Ramona irgendwo dazwischen. Doch was ist mit all den Bildern aus dem Alltag, die weder einem Ereignis noch einer einzigen Person zugeordnet werden können? Oder was passiert, wenn auf einem Bild mehrere Personen drauf sind, für die sonst jeweils ein eigener Ordner angelegt ist. Kein Problem, da wird das Datum verwendet, aber natürlich in für uns gewohnter Reihenfolge.

 
06.12.2015
10.04.2003
12.07.2007
15.01.2015
21.06.2018
27.09.2009
Ostern 2012
Ramonas Jugendweihe
Weihnachten 2006

 
Alles ist ein heilloses Durcheinander. Das kam für mich schon damals nicht infrage.

 
Nun bin ich ein Mensch, der sehr zahlenaffin ist. Ich verknüpfe Daten mit Ereignissen und mögen sie oft noch so klein sein. Das kommt mir bei meinem System selbstverständlich zugute.
Für meine Fotos habe ich deswegen damals sofort mit Jahresordnern begonnen, also 2004. Und darin Monatsordner angelegt. 2004.06, 2004.07 usw. (ich habe die Kamera im Juni gekauft). Und in diesen Monatsordnern geht es dann mit Tagesordnern weiter, immer nur für die Tage, an denen ich fotografiert habe. Ich musste die Fotos ohnehin über den Windows Explorer von der Kamera auf die Platte kopieren, da konnte ich mir auch das Aufnahmedatum anzeigen lassen und entsprechend zuordnen. Und da bin ich akribisch. War ich auf einer Feier und es ging natürlich über Mitternacht hinaus, gab es eben auch Fotos an zwei Tagen.

 
Der Vorteil für mich ist, ich finde Dinge unglaublich schnell wieder. Selbst wenn ich mich nicht immer an das exakte Datum erinnere, so doch meist an den Zeitraum. Weihnachtsbilder finden sich immer, weil die Daten dafür fix sind. Für Ostern sieht das ein bisschen anders aus, aber da hilft notfalls Google, um festzustellen, wann Ostern beispielsweise 2005 stattgefunden hat. Bei rein familiären Ereignissen wird es ein bisschen schwieriger („Wann hat Tante Ella geheiratet?“). Wer das nicht so gut im Kopf behält, sucht notfalls ein bisschen oder hat vielleicht irgendwo solche Ereignisse vermerkt. Vielleicht gratuliert derjenige Tante Ella jedes Jahr zum Hochzeitstag und hat das Datum deswegen im Kalender zu stehen. Selbst wenn er das Jahr vergessen hat, muss er sich nicht durch unzählige Fotoordner wühlen, sondern kann gezielt in jedem Jahr den 17.05. ansteuern, weil er schon weiß, dass das der Tag der Hochzeit war.

 
Für meine Beiträge hier auf dem Blog nutze ich das System auch, denn ich schreibe sie alle vor und speichere sie (ja, ich befinde mich gerade nicht in der Eingabemaske meines Bloganbieters, sondern in meinem wundervollen kleinen Editor-Programm). Jeder Beitrag ist mit rückwärts geschriebenem Datum versehen, damit sie korrekt sortiert sind (auch dann noch, wenn ich die Daten irgendwann mal auf eine neue Platte kopiere, denn dann stimmen die angezeigten Erstelldaten nicht mehr überein).

 
Ihr seht, das ist ein Thema, für das ich mich begeistern kann, eben weil es mit logischer Struktur zu tun hat. Und deswegen höre ich jetzt auf, damit ich euch nicht langweile.

 
Habt ihr ein funktionierendes System für euch gefunden?
Wie sieht es aus?
Oder versinkt ihr im Chaos?

 
Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 3

 
Heute zeige ich euch meine Antworten auf die letzten zehn Fragen der ZeilentanzChallenge von Caytoh Nezach. Die anderen Fragen findet ihr hier: Teil 1, Teil 2.

 
21: Was macht deine Geschichte besonders?
Ich empfinde die Frage insofern als schwierig, dass „besonders“ für jeden etwas anderes ist.
Für mich ist die Geschichte besonders, weil sie so unerwartet in mir erwacht ist, aus einem unglaublichen Lesegefühl heraus. Und weil sie Musik beinhaltet.

 
22: Was fällt dir an diesem Projekt leicht und was schwer?
Im Rahmen des Plottens ist es mir leicht gefallen, Mina zu entwickeln. Schwer fand ich dagegen Sams Handlungsstrang ausreichend einfließen zu lassen.

 
23: Nenne einen Gegenstand, der typisch für deinen Protagonisten ist!
CDs und Schallplatten.

 
24: Welche Lieder passen gut zu deinem Projekt? Hast du eine Playlist?
Ich arbeite nicht mit Playlists. Wenn ich beim Arbeiten Musik höre, dann die, die ich gerade allgemein hören möchte oder sich in der Playlist befindet, die aber vom Projekt unabhängig ist.
In Verbindung mit „Notenrufen“ steht allerdings Christina Perris „A Thousand Years“, das ich gehört und mich unzählige Bilder überfallen haben, die in die Geschichte hinein wollten.

 
25: Dein wievielter Roman ist das? Zeig uns deine fertigen Werke!
Vollständig fertige Werke habe ich nicht. Einige meiner früheren Werke liegen nach wie vor in ihrer Rohfassung und werden Übungsprojekte bleiben. Davon existieren zwei oder drei Rohfassungen, eines der Projekte habe ich zwei Mal komplett geschrieben. Außerdem gibt es zwei fertige Plots, einer davon ist „Notenrufen“.

 
26: Schreibe einen Brief an deinen Protagonisten!
Das ist absolut nicht meins.

 
27: Was darf beim Schreiben nicht fehlen?
Der PC, die dazugehörige Tastatur (ich liebe sie) und mein Schreibtisch.
Wobei selbst das zu vernachlässigen ist, aber das ist meine ideale Schreibumgebung. Ich kann auch per Hand mit der Kladde auf dem Arm im Stehen in der Bahn schreiben. Oder irgendwo mit Tablet und Bluetooth-Tastatur sitzend.
Eine gewisse Ruhe brauche ich. Aber ich kann mittels Kopfhörer und Musik auch meine Umgebung ausblenden. Wenn ich zu Haus bin, brauche ich aber keine Musik, um schreiben zu können.

 
28: Poste einen kleinen Ausschnitt aus deiner letzten Schreibsession!
Ich habe an dem Projekt noch nicht geschrieben.

 
29: Spielen bestimmte Pflanzen in deiner Geschichte eine Rolle? Wenn ja, welche?
Nein. Nicht hinsichtlich der Handlung.

 
30: Stand und Ausblick – Wie weit bist du gerade und wann planst du fertig zu werden?
Dafür gibt es keinen festen Zeitplan. Ich möchte erst noch wenigstens einen anderen Plot erstellen, bevor ich mich dem Schreiben von „Notenrufen“ widme.

Bis denne ☆

Bücher, die mich glücklich machen – Teil 5

 
Ich kann kaum glauben, dass ich hiermit diese wunderschöne Reihe bereits beenden soll.
Im Juni habe ich euch das erste Mal auf die Reise zu Büchern, die mir viel bedeuten, mitgenommen. Und heute zeige ich euch die letzten beiden Bücher, die zu einer Reihe gehören.

 
Ich habe von „Kernstaub“ schon vor einigen Jahren das erste Mal in Social Media gehört, doch richtig darauf aufmerksam wurde ich erst, als das Buch unter dem Dach des Drachenmond Verlags 2016 neu aufgelegt wurde. Ich habe es als E-Book gekauft und im Sommer gelesen. Und ich war gefangen. Gefangen in einer so unglaublich komplexen Welt, in der eine Frage die nächste jagte, doch ich nie Zweifel an der Realität dieser Welt hatte.

 
Marie Graßhoff schafft es mit einer ganz besonderen Sprache, diese Geschichte zu erzählen, die jedes Mal, wenn ich glaubte, endlich den Durchblick zu haben, doch wieder neue Facetten mit sich brachte und alles über den Haufen warf.
Ich mag eigentlich keine ausschweifenden Beschreibungen, bei denen ich den Faden verliere, worum es überhaupt geht. Doch in diese Geschichte passt die Sprache perfekt. Auch wenn es immer wieder vorkam, dass ich ungeduldig war, so lag es nicht an der Sprache, sondern an meiner Neugierde, aufzudecken, wie alles zusammenhängt. Und das hat Marie in „Weltasche“ noch mal auf die Spitze getrieben. Mit dem Wissen, dass noch weitere vier Bücher folgen, frage ich mich einerseits, wie sie das toppen will und bin andererseits überzeugt, dass sie es tun wird. Ich versuche also, mich auf alles einzustellen und bin sicher, dass ich nicht im Ansatz erahnen kann, was noch kommen wird.

 
Eine Genreeinordnung ist für diese Geschichte geradlinig gar nicht möglich. Denn sie bietet dystopische Elemente, in einem Science-Fiction-Setting, kombiniert mit Fantasy-Einflüssen.
Die Figuren sind weder schwarz noch weiß. Sie haben alle ihre dunklen Seiten, ihre Aufgaben und ihre eigenen Bedürfnisse. Sie sind lebendig und bunt. In einer tristen, grauen Welt.

 
Worum es geht, kann ich nicht zusammenfassen, nicht, ohne auch nur ein bisschen zu spoilern und das will ich nicht.
Diese Geschichte ist keine leichte Kost, die sich gemütlich an einem Nachmittag weglesen lässt. Weder im Umfang der Bücher („Kernstaub“ hat 980, „Weltasche“ hat 756 Seiten) noch in der Tiefe der Geschichte. Sie ist eindeutig philosophisch angehaucht und wirft Fragen auf, die mich immer wieder einholen. Ich habe auch „Weltasche“ im Herbst 2016 gelesen (ebenfalls als E-Book) und denke bis heute an die Geschichte zurück.

 
Ich weiß, dass Marie derzeit am nächsten Teil arbeitet, der ebenfalls „Weltasche“ heißen wird. Gefolgt von drei Bänden mit dem Titel „Nebelecho“. Wenn das nächste Buch rauskommt, werde ich die ersten beiden erneut lesen, doch bis dahin zwinge ich meine Konzentration auf andere Bücher (obwohl ich so gern in dieses Universum zurückkehren möchte).

 
Marie hat 2016 zusätzlich eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, das Ziel gut erreicht und ein paar aufregende Tage für die Produktion eines Trailers verbracht. Ziel ist es, mit diesem Trailer eine Produktionsfirma zur Umsetzung der Geschichte als Serie zu finden. Den Trailer könnt ihr euch hier ansehen. Die Szenen entstammen nur „Kernstaub“ und ihr Zusammenhang ist nicht so gut zu sehen, wenn man die Geschichte nicht bereits kennt, ich liebe ihn dennoch und sitze jedes Mal mit Gänsehaut hier (die EneC-Szene ♥). Eben weil ich die Geschichte kenne.

 
Darüber hinaus ist diese Geschichte – dieses Universum – für mich besonders.
Ich habe beide Bücher mit kleiner Unterbrechung gelesen (als ich „Kernstaub“ beendet hatte, war „Weltasche“ noch nicht veröffentlicht, kam aber eine Woche später raus). Und die ganze Zeit verspürte ich so etwas wie ein Ziehen in mir. Das Gefühl, ebenfalls etwas zu kreieren, das für mich besonders ist. Das ist eigentlich jede Geschichte, aber hier fühlte es sich anders an. Es war ein Drang, dem ich nachgeben musste. Und während ich die letzten beiden Tage an „Weltasche“ las, war da dieses neue Projekt in mir, das alles andere aus meinem Kopf verdrängte. Mittlerweile wartet es nur noch darauf, geschrieben zu werden.
Ich glaube, dieser Teil trägt zu der Besonderheit des „Kernstaub“-Universums für mich bei, allerdings war ich gefesselt und gefangen, noch bevor sich meine eigene Idee aufbaute. Sie ist für mich das i-Tüpfelchen.

 
Seit ich diese beiden Wälzer gelesen habe, kann ich keine Taschenuhren und keine Quallen sehen, ohne an „Kernstaub“ zu denken.

 
Übrigens sind mittlerweile auch beide Printausgaben bei mir eingezogen.
Eigentlich hatte ich „Kernstaub“ ursprünglich meinem Papa geschenkt, der keinen E-Book-Reader besitzt. Doch ihm ist das Buch zu schwer und deswegen durfte es in mein Regal einziehen (und dieses Jahr mit nach Leipzig zur Messe, um von Marie signiert zu werden). „Weltasche“ habe ich letztes Jahr beim Verlag bestellt und obwohl das knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung war, konnte ich sogar ein signiertes Exemplar erhalten.
Doch das ist längst nicht alles.
Die Innengestaltung der Bücher ist wunderschön. Zeichnungen von Elementen, die in der Geschichte vorkommen, zieren jede Buchdoppelseite.
Das Konzept der Bücher ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Sei es die Titelgebung der einzelnen Bände, aber auch die Kapiteltitel und -anfänge, die aufmerksamen Lesern am Ende eine kleine Weisheit mitgeben.
In dieser großen Geschichte steckt so unglaublich viel Herzblut, so endlose Detailarbeit, die mich immer wieder bis aufs Tiefste berühren.

 
Kennt ihr die Geschichte?
Wie oft habt ihr sie schon gelesen?
Was gefällt euch besonders gut?

 
Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 2

 
Heute geht es mit der ZeilentanzChallenge von Caytoh Nezach weiter. Teil 1 könnt ihr hier finden.

 
11: Zeig uns deinen Arbeitsplatz!
Den kennt ihr eigentlich auch schon. Aber hier ist er noch mal.

 
12: Wie kam dir die Grundidee zu deiner Geschichte?
Ich weiß es nicht. Ich hatte plötzlich ein paar Bilder meiner Protagonistin vor Augen und wusste, das muss eine Geschichte werden. Und dann hat sich das irgendwie ergeben (so fühlt es sich jetzt jedenfalls an).

 
13: Was würde sich dein Protagonist typischerweise in einem Restaurant bestellen?
Das ist natürlich vom Restaurant abhängig (griechisch, asiatisch usw.), aber insgesamt eher die einfachen Gerichte.

 
14: Was magst du an deinem Protagonisten?
Ich mag ihre Liebe zu Büchern und Musik, und dass sie Ungerechtigkeiten nicht leiden kann.

 
15: Method Acting – Wie würde der Arbeitsbereich deines Protagonisten aussehen, wenn er seine eigene Geschichte schreiben würde?
Mina hat sich dafür eine Ecke in ihrem Wohnzimmer eingerichtet, mit unzähligen Kissen, auf denen sie gemütlich sitzt. Dazu hat sie Lichterketten aufgehängt, welche mit Glühlampendesign und kleinere, die sie hauptsächlich als Beleuchtungsquelle nutzt. Sie schreibt natürlich nicht an ihrer eigenen Geschichte, aber sie zieht sich dort gern mit einer Tasse Tee zurück, um abzuschalten und zu schreiben.

 
16: In welcher Jahreszeit spielt deine Geschichte hauptsächlich?
Im Sommer.

 
17: Wie sieht die Welt deiner Geschichte aus?
Wie die unsere.

 
18: Welche Farbe würdest du deiner Geschichte zuordnen?
Gar keine, weil ich da keine Verbindung sehe. Bei mir wären es Töne und sie wären überwiegend dunkel und hinterließen ein schwermütiges Gefühl, unterbrochen von ein paar fröhlichen, hüpfenden Klängen.

 
19: Poste deinen Lieblingsausschnitt!
Da ich noch nichts geschrieben habe, gibt es ihn nicht.

 
20: Kommen Tiere in deiner Geschichte vor? Wenn ja, welche?
Es werden ziemlich sicher welche atmosphärisch Erwähnung finden, doch darüber hinaus, sind sie nicht geplant.

 
Könnt ihr diese Fragen für euer Projekt beantworten (wenn ihr nicht ohnehin an der Challenge teilgenommen habt)?
Welches ist eure liebste Frage?
Und welche fandet ihr am schwersten zu beantworten?

 
Bis denne ☆

Mein analoges Ablagesystem

 
Ordner, Kartons, Kladden. Und so vieles mehr.
Die Ablage von Projekten, Ideenfetzen und ausführlichen Notizen ist für jeden Autor genauso individuell wie die Arbeitsweise an den Projekten.

 
Seit einigen Jahren habe ich ein System vor allem für laufende Projekte und Tätigkeiten als Autorin gefunden.

 
Ich nutze ganz einfach diese Ablagefächer aus Kunststoff (online finde ich sie vor allem unter den Bezeichnungen Briefablage oder Ablagekorb).
Davon passen fünf Stück in ein Fach meines Expedit-Regals (gilt dementsprechend auch für das Kallax-System). Mittlerweile sind drei Regalfächer damit gefüllt, das sind also fünfzehn Ablagen.

 
Jedes Projekt bekommt ein Fach. Damit kann ich jeden losen Zettel hineinwerfen und habe alles schnell griffbereit zur Hand (vor allem, da das Regal neben meinem Schreibtisch steht). Da ich zusätzlich darauf achte, in meinem Notizbuch immer ein neues Blatt pro neuer Thematik zu nutzen (das bezieht sich auf Projekte, wie auch auf andere Notizen), kann ich diese Zettel ebenso problemlos pro Projekt zuordnen.

 
Alle weiteren Ideen, die sich allgemein auf das Schreiben beziehen, grobe Notizen, die zu keinem spezifischen Projekt gehören usw. haben ein eigenes Fach.
Genauso wie ich gelegentliche Rohentwürfe für Artikel im Schreibmeer auch mal ausdrucke und dafür ein Arbeitsfach habe.

 
In den vergangenen Jahren bin ich in einem Schreibforum im Kurzgeschichten-Monat als Jurymitglied tätig und habe mir auch dafür die Geschichten ausgedruckt, weil ich sie so besser lesen und beurteilen kann. Auch hier gibt es ein eigenes Fach, bis die Geschichten durch den Schredder wandern.

 
Für mich ist dieses System verhältnismäßig platzsparend und zugleich übersichtlich. Ich habe mit einem Griff alles zur Verfügung. Und da ich insgesamt relativ wenige Notizen auf Papier verewige, explodiert alles nicht mehr so sehr wie früher.

 
Nur für die Zeit danach, wenn die Projekte endgültig abgeschlossen sind, muss ich mir noch etwas ausdenken. An diesem Punkt bin ich bisher noch nicht. Vielleicht digitalisiere ich alle Notizen (ich trenne mich sehr schwer von so etwas) und entsorge die Originale anschließend. Oder ich hefte sie ab. Das weiß ich noch nicht.

 
Wie sortiert ihr eure handschriftlichen Notizen?
Geht ihr dabei besonders platzsparend vor?
Welche Tipps habt ihr für andere, die noch suchen?

 
Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 1

 
Und da komme ich auch schon mit der nächsten Reihe.

 
Die ZeilentanzChallenge wurde von Caytoh Nezach ins Leben gerufen, doch für mich war schnell klar, dass ich nicht täglich dazu in den Sozialen Medien posten würde. Es gibt so einige Fragen, auf die ich keine Antworten geben kann oder nicht weiß, was ich schreiben könnte. Deswegen habe ich Caytohs Idee ein bisschen abgewandelt und mich entschieden, die Challenge auf meinen Blog zu verlagern. In drei Beiträgen werde ich jeweils zehn Fragen mehr oder weniger beantworten. Damit gehen die fehlenden Antworten ein bisschen unter.
Der Vollständigkeit halber verwende ich die etwas ausführlicheren Fragen, die nicht in die Grafik gepasst haben, sondern auf Facebook zu finden sind.

 
01. Welchem Genre ist dein aktuelles Projekt zuzuordnen?
„Notenrufen“ fällt unter Contemporary Fantasy. Und eigentlich ist es gar nicht mein aktuelles Projekt. Aber zu „Mondgeborene“ hätte ich noch viel weniger Antworten.
Ich werde oft gefragt, ob das so etwas wie Urban Fantasy ist. Und irgendwie stimmt das. Urban Fantasy trägt schon im Namen, dass die Geschichte im städtischen Raum spielt. Contemporary, also zeitgenössisch, ist ansonsten ähnlich angesiedelt, aber geht eben über den städtischen Raum hinaus. Und da meine Figuren in „Notenrufen“ ihre Reise in Berlin beginnen, dann jedoch weiterziehen, möchte ich mich nicht auf Urban Fantasy festlegen, sondern fühle mich mit dem weitgefassteren Begriff der Contemporary Fantasy wohler.

 
02. Stell uns deinen Protagonisten vor!
Mina ist Anfang 20 und mag ihr Einzelgängerdasein. Sie verdient ihren Lebensunterhalt in einem kleinen Musikgeschäft und finanziert sich damit eine kleine Wohnung. Sie liebt Musik und Bücher, sie denkt sich auch Geschichten aus, allerdings ohne Veröffentlichungsambitionen. Und sie meidet Friedhöfe. Und Krankenhäuser. Denn dort fühlt sie sich immer sehr erdrückt. Was nicht am Tod ihrer Mutter liegt und doch genau zu der Zeit begonnen hat. Vertrauen in andere Menschen hat Mina vor allem verloren, seit sie einmal erwähnt hatte, dass sie sich in manchen Umgebungen erdrückt fühlt, als würde sie etwas spüren und die anderen sich über sie lustig gemacht haben. Dabei hat sie nur die Wahrheit erzählt und ist sich derer gar nicht wirklich bewusst.

 
03. Seit wann arbeitest du an deinem Projekt?
Ich habe damit im November 2016 begonnen und bis vor ungefähr einem Jahr daran geplottet. Seitdem liegt das Projekt, denn ich habe für mich festgelegt, dass ich erst wenigstens einen weiteren fertigen Plot haben möchte, bevor ich wieder ins Schreiben einsteige. Dieser musste allerdings schon so oft pausieren (derzeit liege ich schon wieder bei eineinhalb Monaten), dass sich alles extrem in die Länge zieht.

 
04. Suche einen Ort, der das Flair deiner Geschichte widerspiegelt und mache dort ein Selfie!
Damit wird es schwierig, weil ich dafür weit aus der Stadt raus und erst einmal entsprechende Orte suchen müsste. Also kein Selfie, kein Ort.

 
05. Hat dein Protagonist eine Macke?
Hat die nicht jeder?
Ich denke, Minas Abstand zu Menschen fällt durchaus darunter.

 
06. Zeig uns dein Notizbuch.
Eigentlich kennt ihr es schon, wenn ihr hier regelmäßig vorbeischaut. In diesem habe ich Ideen festgehalten, wenn ich sie überhaupt auf Papier aufgeschrieben habe.

 
07. Schnipselzeit – Poste einen kleinen Ausschnitt aus dem Anfang!
Da ich bislang nichts am Projekt geschrieben habe, kann ich keinen Schnipsel liefern. Stattdessen habe ich meinen Behelfspitch ausgegraben (ich musste ihn wirklich erstmal suchen):
„Mit der Melodie des Todes im Ohr macht Mina sich in Begleitung weiterer Mitstreiter auf den Weg, ihm zu begegnen und den gefallenen Engel Shimu am wahllosen Morden zu hindern, wobei sie ihre Abneigung gegen die Gesellschaft anderer überwinden muss.“

 
08. Was magst du an deinem Antagonisten?
Er mag Menschen nicht. Für ihn stellen sie eine Gefahr für die Erde und andere Lebewesen dar und er will sie beschützen.

 
09. Wenn du eine Verfilmung besetzten müsstest, wer würde deinen Protagonisten spielen?
Eine kurzhaarige Emma Watson.

 
10. Wie stellst du dir das Cover für dein Projekt vor?
Gar nicht.
Mein Ziel ist eine Verlagsveröffentlichung und bis dahin bleiben Cover-Ideen einfach außen vor. Ich habe für so etwas ohnehin kein Händchen (es zu lernen, würde mir die Zeit an anderer Stelle rauben) und bei einem Verlag wüsste ich ohnehin nicht, ob meine Vorstellung mit deren Erfahrung und Idee übereinstimmte.

 
Kanntet ihr die Challenge schon?
Wenn ja, nehmt ihr auch teil?
Wie leicht fallen euch die Antworten?

 
Bis denne ☆

Autorenname, Klappentext und Erwartungen

 
Ich möchte vorweg sagen, dass ich mit diesem Beitrag niemanden kritisieren möchte, weder die Autorin noch die Leser. Und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch stellvertretend für viele andere steht, es ist nur einfach gerade mein Beispiel. Ich war überrascht und habe mir Fragen gestellt, die ich hier teilen möchte.

 
Nachdem ich „Nachtblumen“ von Carina Bartsch beendet hatte, habe ich auf Amazon in die Rezensionen geschaut. Das mache ich manchmal und war einfach neugierig auf die Meinung anderer Leser.
Dabei aber so viele negative Kritiken zu finden, die sich einfach nur auf einem unerwarteten Inhalt aufbauten, hat mich überrascht.

 
Die Autorin hat im Vorfeld zwei weitere Bücher veröffentlicht, die anscheinend aufeinander aufbauen. Ich kenne sie nicht, habe aber den Eindruck, dass es sich dabei um eine lockere Liebesgeschichte handelt.
„Nachtblumen“ wartet nicht so direkt mit dem Thema auf. Und dies scheinen die enttäuschten Leser nicht erwartet zu haben.

 
Als ich das gelesen habe, eben auch mehrfach, war mein erster Gedanke, ob diejenigen den Klappentext nicht gelesen hätten. Dieser war für mich der Grund, das Buch zu kaufen (während mich die ersten beiden Bücher nicht ansprechen). Und für mich war daraus auch sofort erkennbar, dass es sich hierbei zumindest nicht um ein seichtes Buch handelt. Eine Protagonistin, die am liebsten unter dem Bett schläft, eine weitere Figur, die die Kälte liebt, für mich hinterließ das gleich ein Gefühl von schwerwiegenden Problemen.

 
Doch zugleich wurde mir eben bewusst, dass die Leser die vorigen Bücher sehr gemocht hatten. In Erwartung des nächsten Buches, das sich mit einer ähnlichen Thematik befasst, das genauso toll wird, saßen sie vermutlich da und haben auf den Erscheinungstermin gewartet. Und wurden eben doch mit etwas anderem konfrontiert.

 
Und das hat mich zu dem Gedanken geführt, ob Autoren tatsächlich mit jedem Abweichen von einem Genre sofort zu einem Pseudonym greifen sollten. Was nach sich ziehen kann, dass die bisherige Fangemeinde fehlt, die für den Verkaufsstart nicht nebensächlich ist.

 
Mir persönlich ist es egal, ob ein Autor schon in verschiedenen anderen Genres geschrieben hat. Ich lese für jedes Buch den Klappentext, vielleicht auch die Leseprobe, um zu entscheiden, ob mich die Geschichte interessieren könnte. Aber das muss nicht für jeden anderen Leser gelten.

 
Wie macht man es als Autor dann aber richtig? Trotzdem bei dem einen Namen bleiben und höchstens bei sehr großem Abweichen auf ein Pseudonym ausweichen?
Die Kritik ignorieren und stattdessen weitermachen, denn der Klappentext zeigt durchaus, dass sich dieses Buch vom vorigen unterscheidet?

 
Wie geht ihr mit Büchern um?
Lest ihr jeden Klappentext und entscheidet je nach Buch?
Oder lest ihr jedes Buch von bestimmten Autoren, egal worum es darin geht?

 
Bis denne ☆

Wie ich mit nur einem Notizbuch auskomme

 
Wann immer ich Autoren nach Notizbüchern frage, besitzen die meisten von ihnen unzählige. Sie lieben sie und können nicht auf sie verzichten.
Für jedes Projekt gibt es ein neues, alles schön ordentlich und übersichtlich.

 
Das habe ich auch versucht, sogar recht lange.
Aber immer wieder hatte ich kein Notizbuch dabei, wenn ich es brauchte und schleppte daraufhin wochenlang sinnlos mehrere durch die Gegend.
Meine häufigsten Fragen an mich selbst waren wohl: Welches Notizbuch stecke ich am besten ein? An welchem Projekt werde ich unterwegs wohl arbeiten? Warum habe ich gerade dieses eine nicht eingesteckt, das ich jetzt brauche?

 
Mich hat dieses System überhaupt nicht zufriedengestellt.
Einerseits schreibe ich kein ganzes Buch für ein Projekt voll, da ich nur handschriftlich notiere, wenn ich unterwegs plotte oder teilweise zu Beginn eines Projektes die ersten Ideen auf Papier banne, was für gewöhnlich auf zwei Blanko-A4-Seiten passt. Die Bücher haben sich gestapelt, wurden nie voll und meist lagen sie nur zu Haus rum.

 
Bis ich mein für mich funktionierendes System gefunden habe, das weit über meine Schreibprojekte hinausreicht.

 
Zu allererst: ich liebe Hardcover-Ringbücher.
Warum? Weil ich überall in sie schreiben kann. Ich brauche keine Unterlage, denn diese bringt das Hardcover mit sich. Ich bekomme in der Bahn keinen Sitzplatz, will aber die Idee sofort festhalten? Aufschlagen, auf einem Unterarm positionieren und schreiben. Früher habe ich das auch für das reine Schreiben erprobt, heutzutage bin ich einfach zu faul fürs Abtippen im Anschluss und mache das eigentlich nur zu Haus.
Außerdem lassen sich Ringbücher einfacher blättern, ich kann in ihnen besser schreiben. Bevorzugt umfassen sie aber nicht mehr als 80 Seiten oder wie der Standard auch aussieht (also nicht diese dicken mit weit über 100 Seiten, die nutze ich notfalls auch, aber nicht so gern, sie sind schwerer und auf dem Tisch schreibt es sich am Rand ungünstig, weil der Abstand zwischen Block und Unterlage so groß ist und die Hand nicht gut aufliegen kann).

 

Mein System:

Ich schreibe einfach alles in ein Buch.
Ja, das pure Chaos.
Ich habe ein Buch, in dem ich alles finde. Ich muss nur eines einpacken und habe alles dabei, egal, was mir gerade in den Kopf kommt.
Ob nun Plotideen, erste Strukturübersichten, Umbauideenskizzen für meine Wohnung, die Planung für diesen Blog, Mitschriften bei der Online Autorenmesse im letzten Jahr, auch mal eine handschriftliche Rohfassung für das Schreibmeer und so vieles mehr, all das findet sich in diesem einen Buch.

 
Ich beginne immer auf der rechten Seite mit dem Schreiben. Anschließend fülle ich die Rückseite mit demselben Thema. Ist so eine Seite noch nicht voll, aber ich möchte etwas für einen neuen Gedanken aufschreiben, beginne ich ein neues Blatt. So kann ich später schauen, was ich aufheben möchte und die entsprechenden Seiten raustrennen und dann wiederum zusammenhängend abheften oder anderweitig wegsortieren.

 
Im Buch ist also alles chaotisch durcheinander notiert, doch wenn ich die Blätter löse, lassen sie sich problemlos zueinander sortieren und daraus dann auch eine übersichtliche Ablage erschaffen.

 
Nach welchem System notiert ihr?
Habt ihr diese Variante schon einmal ausprobiert?
Oder fühlt ihr euch nur mit einer klaren Trennung wohl?

 
Bis denne ☆