Planungshilfsmittel: Skizzen/Zeichnungen

 
Ich weiß ja nicht, wie ihr so aufgestellt seid, aber mein geistiges Vorstellungsvermögen ist immer ein bisschen mau. Obwohl ich teilweise ein visueller Mensch bin.
Genau genommen heißt das, dass ich mir vieles bildlich nicht gut vorstellen kann. Ich muss mich sehr konzentrieren, um ein detailreiches Bild zu erschaffen, ansonsten sehe ich maximal einen Schatten oder Schemen.

 
Dies ist ein Grund, warum ich für den Planungsprozess sehr gern Skizzen und Zeichnungen verwende, wenn es beispielsweise um Wohnräume, Arbeitsplätze etc. geht.
Ein weiterer – und der ursprüngliche Auslöser, so etwas zu nutzen – liegt in der Zusammenarbeit mit anderen Autoren (die ich damals hatte). Solche Skizzen haben dafür gesorgt, dass wir tatsächlich dieselbe Vorstellung von den Räumlichkeiten hatten, denn rein aus den Beschreibungen, mit denen wir begonnen hatten, waren sie anders – wie es eben üblich ist, dass Leser nicht genau dasselbe Bild vor Augen haben wie der Autor (was ich mit den Skizzen auch nicht zu erreichen versuche, das dient einfach nur mir selbst).

 
Je nachdem, was ich benötige, suche ich mir einfach aus den aktuellen Angeboten auf dem Wohnungsmarkt etwas heraus. Welche Wohnung dem zugrunde liegt, weiß später eh niemand, aber mir bietet das teils ein bisschen die Orientierung, auch hinsichtlich des finanziellen Rahmens meiner Figur, andererseits ist es einfacher als mir das immer selbst auszudenken (vor allem völlig ohne Architekturkenntnisse).
Dennoch greife ich durchaus auch selbst zu Bleistift und Lineal. Gerade für Gebäude oder Gelände, die größer sind, ist es oft schwierig, etwas Passendes online zu finden. In solchen Fällen lasse ich meiner Fantasie freien Lauf. Das nur aus dem Kopf abrufen zu wollen, funktioniert für mich aber auch dann nicht. Ich kann nicht besonders gut schätzen und brauche die Darstellung visualisiert, um abschätzen zu können, ob alles logisch passt. Denn ohne Logik fühle ich mich nicht wohl.

 
Nun bin ich Plotter, allerdings kann dieses Hilfsmittel allen Autoren helfen, die ihre Gebäude visualisieren wollen oder müssen. Wer erstmal drauflos schreibt, erledigt den Planungsprozess ja ohnehin in der Überarbeitungsphase und da können Skizzen und Zeichnungen eben auch zum Einsatz kommen.
Idealerweise arbeite ich an ihnen, wenn ich sie entweder tatsächlich brauche oder aber wenn ich an anderer Stelle nicht weiterkomme oder einen Tag mit nicht ganz so viel Konzentration habe. Ein bisschen die fertigen Pläne ausmessen, funktioniert auch dann.

 
Wer von euch greift auch zu Skizzen und Zeichnungen?
Zeichnet ihr selbst oder sucht ihr euch Vorlagen?
Oder habt ihr das noch gar nicht ausprobiert? Werdet ihr?

 
Bis denne ☆

Warum ein detaillierter Plot nicht Langeweile bedeutet

 
Mein heutiger Beitrag ist letztes Jahr im September im Schreibmeer erschienen. Da mir das Thema sehr am Herzen liegt (und ich finde, aus dieser Sicht gibt es kaum Schilderungen), kommt er heute hier online.

 
Wann immer ich mich unter Autoren umschaue, sind sie sich ähnlich und zugleich verschieden. Sie alle lieben das Schreiben, sie stecken Herzblut und Arbeit in ihre Projekte und doch tun sie das auf unterschiedliche Weise.
Der eine plant seine Geschichte grob, der Nächste überhaupt nicht und wieder ein anderer weiß alles, noch bevor er das erste Wort zu Papier bringt.

 
Zur letzten Gruppe zähle ich. Und nach meinen bisherigen Erfahrungen ist diese Gruppe sehr überschaubar. Weil das für mich zu Anfang überhaupt nicht nachvollziehbar gewesen ist, habe ich natürlich immer wieder nachgefragt, warum andere detailliertes Plotten nicht mögen. Und die am meisten vertretene Antwort hat gelautet, dass es langweilig sei. Die Autoren bräuchten die Überraschung und ein eng gestrickter Plot lasse dafür keine Möglichkeiten und enge sie ein.

 
Gegen genau dieses Vorurteil setze ich mich seitdem zur Wehr.
Allerdings glaube ich, dass es vor allem davon abhängt, wie man die Arbeitsschritte betrachtet. Ich nehme an, dass für die “plotlosen“ Autoren der Schreibprozess den Kreativitätsprozess darstellt.
Für mich ist das anders.

 
Wenn ich schreibe, ändere ich meinen Plot nicht mehr. Ich will das gar nicht. Und ich will auf gar keinen Fall auffällig überrascht werden. Das würde bedeuten, dass meine gesamte restliche Geschichte „den Bach runtergehen“ könnte, dass ich am Ende der Rohfassung gewissermaßen von vorn beginnen muss, weil sich zu viele Logikfehler eingeschlichen haben und meine Geschichte gar nicht mehr funktioniert.

 
Genau deswegen plotte ich.
Und zwar extra detailliert.
Um das zu umgehen.

 
Ich trenne den Kreativitätsprozess vom Schreiben, vom reinen Tippen.
Meine Kreativität hat ausgiebigen Freilauf in der Planungsphase. Da mache ich genau das, was andere Autoren während des Schreibens tun: Ich fahre ohne Karte los, schmettere den Wagen gegen die Wand, lege den Rückwärtsgang ein und probiere eine neue Seitenstraße. Ab und zu fahre ich auch einfach querfeldein.
Das alles findet in meinem Kopf statt, manchmal als Notizen auf Papier (meist digital) und wird möglicherweise wieder rausgeworfen, wenn eine spätere Idee diesen Teil nicht mehr funktionieren lässt. Das geht so lange hin und her, bis die Geschichte innerhalb meiner Prämisse und meines Gerüsts (7-Punkte-Stuktur) schlüssig ist und mir gefällt.

 
Mein Planungsprozess zieht sich deswegen über einen langen Zeitraum und das Plotdokument umfasst mehrere tausend Wörter (mein letzter fertiger Plot ist beispielsweise 27.500 Wörter lang).
Damit habe ich eine Grundlage in der Hand, mit der ich mich beruhigt an den PC setzen kann und nur noch zu tippen brauche. Nichts stört. Keine Ungereimtheiten darüber, was ich als Nächstes schreiben könnte. Keine Unruhe, ob das am Ende auch aufgehen wird, ob die Handlungsfäden wirklich zusammenpassen oder die Figuren mir nicht zwischendurch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Ich weiß, ich komme an mein Ziel. Ich muss nur dem Plan folgen.

 
Und für mich ist das genauso spannend, wie das Erzählen von Geschichten am Lagerfeuer. Diese kennt der Erzähler auch bereits. Fände er sie langweilig, würde er sie vermutlich nicht erzählen. So wie ich meine Geschichte kenne, bevor ich sie schreibe. Und mich dennoch gerne hinsetze und tippe. Die Wahl des Wortes – also des Elements, mit dem ich Spannung verstärke oder nicht – liegt bei mir. Und da ich weiß, dass ich das, im Gegensatz zum Erzählen vor Publikum, nicht sofort perfekt zu machen brauche (denn das funktioniert nie im ersten Anlauf, aber mein Fokus liegt trotzdem stärker auf den Worten als auf der Handlung), fällt das Schreiben umso leichter. Ich kann mich hinsetzen, mein Plotdokument öffnen und schreiben. Solange ich Zeit habe oder möchte. Speichern. Dokument schließen. Morgen dasselbe. Ohne über Inhalte nachdenken zu müssen. Aber mit voller Konzentration auf den Text. Und teilweise erlebe ich die Geschichte dabei sogar, als kennte ich sie noch gar nicht. Da sind außerdem die kleinen Details, die sich durchaus neu ergeben, nicht inbegriffen. Sie haben nur keine Auswirkung auf den Plot im Allgemeinen, sie werfen ihn nicht um, hinterlassen aber trotzdem ein Gefühl der Überraschung und vermeiden Langeweile.

 
Und deswegen liebe ich es zu plotten. Viel und ausführlich, bis die Geschichte rund ist und geschrieben werden kann.

 
Zu welchem Typ zählt ihr?
Plant ihr überhaupt?
Welche Plotstruktur/en mögt ihr am liebsten?

 
Bis denne ☆

Mein Tracking 2019

 
Letztes Jahr im Juli habe ich darüber geschrieben, wie ich meinen Fortschritt tracke.
Und seitdem hat sich ein bisschen was geändert, weswegen ich heute erneut darüber spreche.

 
Die Listen auf Papier sind mit diesem Jahr verschwunden.
Sie sind praktisch, aber ich war die Zettelwirtschaft leid. Und da ich für dieses Jahr wieder einen Kalender haben wollte, habe ich beschlossen, das Tracking darin zu intergrieren. Also anstelle täglich die Zahlen in die Liste zu schreiben, kommen sie nun in den Kalender.
Das ist ein klein wenig täglicher Mehraufwand, weil ich ja jeden Tag die einzelnen Kategorien eintragen muss, aber das fällt an den Tagen eben auch nicht auf.

 

 
Meine täglichen Eintragungen sehen grob so aus (und ja, ich habe die Eintragungen selbst unkenntlich gemacht, aber das Prinzip sollte trotzdem zu erkennen sein). Im Grunde setzt sich das aus zwei Projekten zusammen, ein Punkt ist für Japanisch, einer fürs Lesen und dann noch einer für alles Weitere. Pro Punkt gibt es eine Zeile und dahinter steht dann eben wie auch schon auf den Zetteln, wie lange ich daran gesessen habe, gegebenenfalls, wie viele Wörter ich geschrieben habe oder zusätzliche Notizen (für diese hat mir auf den Zetteln immer der Platz gefehlt).

 
Ebenfalls hat sich meine Excel-Datei verändert.

 
Im letzten Jahr hatte ich bereits eine Tabelle in den Monatsübersichten, die quasi sechs Projekte umfasste. Davon waren vier tatsächliche Autorenprojekte, eines das Lesen und das letzte blieb für alles Weitere. Und gerade für die Jahresauswertung hat mich das extrem genervt, weil ich in der letzten Spalte für fast jeden Tag eienn Kommentar stehen hatte und sie ständig alle durchgehen musste, um sie den einzelnen Unterpunkten (Schreibmeer, Japanisch etc.) zuordenen zu können. Deswegen sind bereits die Monatsübersichten und damit natürlich auch die zusammenfassende Jahresübersicht gewachsen.
Es gibt jetzt maximal drei Autorenprojekte, den Blog, Japanisch (wiederum in drei Spalten für verschiedene Lernansätze), das Lesen, allgemeiner Autorenkram sowie auch noch eine Spalte für Verschiedenes. Gerade in den letzten beiden steht dann manchmal in einem Monat gar nichts drin, in anderen ab und zu was. Dadurch wird die Auswertung aber viel einfacher.

 
Und das war es dann im Grunde auch schon wieder. Das Prinzip hat sich nicht wirklich geändert. Ich schreibe täglich auf, werte im Folgemonat aus und übertrage dabei in die Tabelle und habe dort meine Übersicht. Nur die Unterteilung und die Form des Notierens haben sich ein bisschen verändert, aber für mich eindeutig zum Positiven.

 
Passt ihr euer Tracking auch gelegentlich an?
Oder macht ihr das gar nicht erst?
Welche Methode verwendet ihr?

 
Bis denne ☆

Wenn die Zweifel kommen

 
Zweifel kennt wohl jeder Autor. Oder eigentlich jeder Mensch, aber ich beschränke mich hier gerade mal auf Autoren.

 
Ich habe in letzter Zeit diverse meiner eigenen „Werke“ gelesen, alles Rohfassungen. Und nachdem ich im letzten Monat ein bisschen Kritik auf eine etwas bearbeitete Szene aus einem davon bekommen hatte, sind mir bestimmte Aspekte darin in allen Geschichten aufgefallen.
Das ist vermutlich erstmal nicht wirklich schlimm.
Was für mich das Problem ist und damit Zweifel, wie ich sie eigentlich nicht kenne, ausgelöst hat, ist, dass ich nicht weiß, wie ich das jemals anpassen soll.
Ja, ja, das kennt ja auch jeder Autor. Vielleicht.

 
Ich bin einzelne Szenen in Gedanken durchgegangen. Wie könnte ich hier auf etwas anderes umlenken (als Beispiel: ich neige dazu sehr viel über die Augen zu machen, sei es das Sehen selbst, aber auch das Zeigen von Reaktionen, alles läuft über die Augen und Blicke)? Was könnte ich alternativ da verwenden, vor allem, weil es eine andere Figur ist und nicht jede gleich reagieren sollte?
Und ich habe festgestellt, ich habe keine Ahnung. Für mich fühlt es sich in etwa so an, als versuchte ich damit etwas, das komplett außerhalb meiner Möglichkeiten liegt. Denn mir ist eines klar geworden: Was die bewusste Ebene betrifft, nehme ich genau das wahr und mehr nicht. Nach meiner momentanen Einschätzung komme ich aber nicht über das hinaus, was ich kenne, weil ich mir den Rest nicht mal vorstellen kann. Ich muss ja nicht alles davon selbst so erleben, aber ich sollte mir das zumindest vorstellen können. Und daran scheitere ich.

 
Und das, allein das, hat dazu geführt, dass ich mich frage, wie ich je Geschichten schreiben soll, die das erfüllen, was in eine Geschichte gehört (und nein, ich rede dabei nicht mal von Normen, aber alle Kritikpunkte, die mir in dem Zusammenhang aufgezeigt wurden, kann ich gut nachvollziehen, ich stimme ihnen zu).

 
Es ist nicht so, dass ich deswegen ununterbrochen grübele, weil ich weiß, dass das nicht weiterhilft. Aber es zu ignorieren, wird auch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.

 
Es heißt immer, man kann alles lernen. Aber ich sitze hier und habe keine Ahnung, wie ich das je lernen soll. Und dabei spielt es auch keine Rolle, ob ich ja erstmal eine Rohfassung schreibe, die überarbeitet wird. Es geht nicht darum, die perfekte erste Version zu schreiben, an so etwas glaube ich nicht. Ich sitze hier ja gerade vor Rohfassungen und denke nur, ja, gut, ich weiß trotzdem nicht, wie ich das so anpassen soll, damit es rund klingt. Dabei spreche ich auch noch nicht von Perfektion. Sondern einfach nur von gut.

 
Wie geht ihr mit solchen Zweifeln um?
Habt ihr Dinge erlernt, die ihr für unmöglich gehalten habt?
Wenn ja, wie habt ihr das geschafft?

 
Bis denne ☆

Meine Schreibutensilien Teil 2

 
Es ist eine ganze Weile her, seit ich schon einmal über einen Teil meiner Schreibutensilien gesprochen habe.
Heute entferne ich mich von der digitalen Welt und komme ganz schlicht auf einen Bleistift zu sprechen.

 
Eigentlich habe ich mir diesen gekauft, um Kanjischreiben zu üben.
Ich hatte eine Weile einen einfachen Holzstift, den ich mal in meiner Ausbildung fürs Stenolernen gekauft hatte, aber ich musste so häufig nachspitzen, dass ich dem Stift beim Verschwinden zuschauen konnte. Außerdem macht es auch keinen Spaß, ständig beim Schreiben abzusetzen, um schon wieder den Anspitzer in die Hand zu nehmen.

 
Wichtig für mich war, dass der Stift sich weich schreibt. Und das kann ich von diesem ganz sicher sagen.

 
Was mich als Autorin betrifft, nutze ich ihn nicht sehr oft. Ich arbeite überwiegend digital, doch gerade beim Notieren der ersten Ideen, habe ich oft nur ein weißes A4-Blatt vor mir und dann greife ich zum Bleistift. Wenn die Gedanken fließen, muss ich schnell schreiben können (ein Grund, warum ich üblicherweise die Tastatur nutze) und da muss der Stift mithalten.
Der Radierer, der am Ende integriert ist, funktioniert gut und ist ebenfalls weich, er ist nur leider irgendwann leer (jedenfalls beim Kanjischreiben mit ständigen Korrekturen).

 
Seit ich diesen Stift für mich entdeckt habe, gibt es keinen anderen mehr. Mittlerweile habe ich auch schon einen nachgekauft, denn irgendwann hält der Mechanismus nicht mehr richtig und die Mine rutscht immer wieder rein. Aber für einen Gebrauchsgegenstand, der sich so gut handhaben lässt, ist das völlig in Ordnung.

 
Seid ihr bei Stiften auch pingelig und habt einen Favoriten?
Welcher ist es?
Schreibt ihr überhaupt per Hand?

 
Bis denne ☆

Ordnung und Übersicht ohne spezifische Schreibsoftware aufbauen

Mein heutiger Beitrag ist ein Artikel, den ich im November im Schreibmeer veröffentlicht habe. Da er noch sehr aktuell ist, habe ich ihn nicht verändert. Ich setze ihn bereits heute auf meinen Blog, da ich mich in einem anderen Beitrag Ende letzten Jahres auf ihn bezogen habe.

 

 
Notizen. Charakterbögen. Plotstruktur. Inspirationen. Figurenbilder. Völkerbögen. Wohnungsskizzen. Landkarten. Diese und so viele weitere Dateien sammeln sich im Laufe eines Projektes an. Je nach Herangehensweise und benötigtem Überblick sind es mehr oder weniger.
Es gibt diverse Schreibsoftware, die solche Hilfsmittel einbinden kann. In „Scrivener“ lassen sich beispielsweise Bilder hineinziehen. In „Papyrus“ gibt es eine Figurendatenbank.
Doch diese Programme kosten Geld. Und nicht jedes kann alles. Wer nur wegen einzelner Tools Interesse an dem einen oder anderen Programm hat, der ist vielleicht auch nicht bereit, dafür verhältnismäßig viel Geld zu investieren, weil er die anderen Funktionen nicht benötigt.

 
Ich verzichte bis heute darauf, denn ich habe für mich ein funktionierendes System entwickelt, indem ich ganz einfach die Struktur meines Rechners nutze.

 

Ordner

Es gibt einen Oberordner, in dem alles, was mit meinem Autorenkram zu tun hat, landet.
Darin befinden sich die ersten Unterordner (einer für das Schreibmeer, Romanprojekt A, Romanprojekt B, ein Ordner für meinen Blog etc.). Im Laufe der Jahre ist diese Ebene angewachsen. Erst hat es nur einen Romanprojektordner gegeben, doch je mehr Geschichten es geworden sind, desto häufiger habe ich sie in einen gesonderten Autorenordner nur für die Romanprojekte verschoben, der sich jetzt auf der ersten Ebene im Oberordner befindet.

 
Oberordner → Autorenordner → diverse Romanprojektordner

 
Zusätzlich befindet sich im Oberordner einer für alles, was mit Artikeln zu tun hat, und darin wiederum einer für das Schreibmeer.

 
Oberordner → Artikel → Schreibmeer

 
Oft beginne ich dann in diesen Unterordnern zunächst einmal nur mit Dokumenten und erst, wenn es zu viele werden, lege ich neue Ordner an. So habe ich im Ordner „Schreibmeer“ die ersten Artikel direkt darin abgelegt, doch zum Jahreswechsel einen für 2017 und einen für 2018 erstellt und die Dokumente in ihre entsprechenden Ordner verschoben. Damit verliert sich die Übersicht aufgrund zu vieler Dateien nicht so sehr.

 
Oberordner → Artikel → Schreibmeer → 2018

 
Hinsichtlich der Ordner für meine Romanprojekte unterteile ich ebenso. Beispielsweise habe ich mehrere oder weniger viele Unterordner angelegt. Alles Weitere landet als Einzeldokument im Hauptordner des Projekts.

 
Ordner: Projekttitel
↳ Ordner: Figuren
↳ Ordner: Fotos
↳ Ordner: Unterkünfte (hier können allerdings auch Arbeits- oder andere Schauplätze beinhaltet sein)
↳ Ordner: Timelines (kurze Übersichtstabellen zu wichtigen Ereignissen in der Vergangenheit meiner Hauptfiguren)
↳ Ordner: Wesen (bei eigenen Fantasywelten)
↳ 7-Punkte-Struktur.xls
↳ Figurenübersicht.doc
↳ Ideen.doc
↳ Kalender.doc
↳ Plot.doc

 

Titel

Hinsichtlich der Titel von Dokumenten möchte ich auch noch einen Tipp in den Raum werfen. Dieser bezieht sich allerdings nur auf jene, die Daten beinhalten und wenn die Titelbezeichnung nicht vorgegeben ist.

 
Es ergibt Sinn, gerade wenn das Datum am Beginn steht, jenes rückwärts zu schreiben. Also mit dem Jahr oder dem Monat zu beginnen, denn der PC sortiert aufsteigend.

 
Beispiel (Abgabetermine werden im Titel vermerkt):

 
11.04. 7-Punkte-Struktur.doc
06.05. Kalender.doc

 
Der PC wird das Dokument „06.05. Kalender.doc“ vor das andere sortieren, da die „06“ niedriger als die „11“ ist. Werden die Dokumente aber zuerst mit dem Monat benannt und dann mit dem Tag, stimmt die Sortierung (bei sehr vielen Dokumenten bietet es sich an, zusätzlich noch einmal den Jahresordner nach Monaten zu unterteilen):

 
04.11 7-Punkte-Struktur.doc
05.06 Kalender.doc

 
Selbstverständlich kann es ein wenig verwirrend sein, Monat und Tag voneinander zu unterschieden, wenn es um Tagesangaben unterhalb der „13“ geht. Aber das ist eine Gewohnheitssache. Für einen schnellen Überblick im Ordner ist dieses System äußerst hilfreich.

 
Wie ordnet ihr eure Autorensachen?
Nutzt ihr spezifische Software und wenn ja, welche?
Oder habt ihr auch mit einem einfachen Schreibprogramm und der Ordnerstruktur ein eigenes System entwickelt?

 
Bis denne ☆

Schreibroutine aufbauen

 
Routinen erleichtern den Alltag.
Diesen Satz hört wohl jeder Autor irgendwann, wenn er sich mit dem Handwerk auseinandersetzt, in Austausch mit anderen Autoren tritt oder oder oder.
Und so einengend das klingen mag, ich stimme dem völlig zu.

 
Von klein auf werden wir darauf getrimmt, unseren Tagesablauf zu strukturieren, routiniert zu leben. Beispielsweise durch das morgendliche Aufstehen, Fertigmachen und dann in-die-Schule-gehen. Nachmittags Hausaufgaben machen. Abendessen. Schlafen. Die Routinen dazwischen variieren. Bei manchen sind es die Gute-Nacht-Geschichten. Bei anderen vielleicht eine Fernsehserie. Wie auch immer, die meisten Kinder werden so erzogen. Sie werden dadurch auf das Leben als Erwachsene vorbereitet. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, um in der heutigen Gesellschaft zu funktionieren, kommen wir nicht völlig ohne Routine aus (außer wir distanzieren uns von ihr und kreuzen sie nur, wenn es unumgänglich ist, aber das trifft wohl auf die wenigsten von uns zu).

 
Mir persönlich helfen Routinen, Dinge zu erledigen, sie nicht zu vergessen und so auch effektiver zu werden. Etwas, das in meinen Alltag integriert ist, mache ich, ohne darüber nachzudenken. Das funktioniert immerhin sogar bei Dingen, die ich gar nicht machen möchte, die aber nötig sind, wie beispielsweise dem Haushalt. Wenn es dort möglich ist, warum dann nicht bei Dingen, die mich interessieren?

 
Ich möchte euch heute einen Weg vorstellen, sich eine Routine aufzubauen. Es ist sicher nicht der einzige und deswegen auch nicht für jeden passend. Und auch wenn ich ihn hier vor allem am Beispiel der im Titel erwähnten Schreibroutine zeige, so ist er auch für andere anwendbar.

 
Der Auslöser für mich lag in einem Monatsevent eines Forums. Darin ging es darum, täglich eine Stunde zu schreiben. Wie lange es tatsächlich braucht, eine Routine aufzubauen, darüber scheiden sich die Geister. Meine Erfahrung zeigt, nach sechzig Tagen ist es etwas leichter, aber für eine feste Routine habe ich mindestens ein Vierteljahr gebraucht, andere wiederum sprechen von nur 30 Tagen.
Auf dieser Aussage aufbauend, bot das Forum mit dem Event einunddreißig Tage lang Unterstützung in Form gegenseitiger Motivation – ähnlich wie in Schreibmonaten wie dem NaNoWriMo.
Ich wollte damals mehr als nur regelmäßig schreiben (weil ich das auch schon getan habe, für mich galt es eher, Weiteres mit in meinen Alltag zu integrieren, deswegen lässt es sich aber auch vergleichen). Ich habe daher die vorgegebene Stunde auf vier Aktivitäten aufgeteilt: Schreiben, plotten, lesen und das Erlernen japanischer Schriftzeichen.[1] Mir mangelte es nämlich am täglichen Lesen und ich wollte zudem unbedingt ein zweites Projekt in einem anderen Bearbeitungsstatus einbauen. Das bedeutet nicht, dass ihr euch jetzt vier verschiedene Dinge suchen müsst, die ihr in Routinen umwandelt. Das war damals nur mein Weg. Das Projekt in dem Forum hatte eigentlich eine Routine von einer Stunde pro Tag vorgesehen, für mich hat sich aber das Aufteilen mehr angeboten.

 
Warum fällt es uns nun so schwer, überhaupt eine Routine aufzubauen? Weil uns der Druck fehlt, sie umzusetzen. Den Haushalt müssen wir machen, wenn wir nicht entweder eine Haushaltshilfe bezahlen wollen (oder oftmals vermutlich eher nicht können) oder aber im Dreck versinken wollen. Das ist der Antrieb, den Haushalt zu schmeißen. Beim Schreiben müssen wir uns den Druck selbst schaffen. Das ist ein Grund, warum ich zu kleinen Zielen rate. Eine Stunde am Tag finde ich deswegen auch sehr ambitioniert, wenn es um nur einen Routinepunkt geht. Wobei es rein rechnerisch egal ist, ob es in einer Stunde ein Punkt ist oder vier verschiedene Punkte, die jeweils eine Viertelstunde in Anspruch nehmen. Eine Stunde bleibt eine Stunde. Eigentlich. Denn eine Stunde am Stück steht uns nicht immer zur Verfügung. Deswegen habe ich hier ein paar Tipps für euch.

 
1.
Seid nicht zu ambitioniert. Setzt euch kleine Ziele.
Darunter fällt eben auch eine mögliche Stückelung eines größeren Tagesziels.
Habt ihr eine Stunde zum Ziel und könnt sie nur am Stück ausführen, wird es euch aus der Routine werfen, wenn ihr die Stunde nicht ununterbrochen zur Verfügung habt. Noch bevor die Routine etabliert ist. Habt ihr aber Teilziele, könnt ihr sie in Etappen über den Tag verteilt einfließen lassen, wenn ein großes Zeitfenster nicht möglich ist. Mehr als das kleine Ziel könnt ihr immer noch machen, wenn ihr die Zeit dafür habt. Oder aber die Etappen direkt nacheinander abarbeiten, wenn ihr die Möglichkeit habt.

 
2.
Setzt nicht aus.
Wenn ihr die Routine unterbrecht, müsst ihr wieder von vorn beginnen. Vor allem in der Anfangszeit. Ist die Routine erst einmal in euch verankert, funktioniert es auch, sie mal einen Tag zu unterbrechen (je länger die Pause, desto schwerer wird es für gewöhnlich, wieder reinzukommen).
Wann die Routine aufgebaut ist, fragt ihr euch? Wenn ihr sie einmal aussetzt und euch etwas fehlt. Wenn ihr dabei das Gefühl habt, ihr hättet etwas vergessen und euch erinnern müsst, dass es okay ist, das heute einmal nicht zu tun. Wenn das Nicht-Tun die Ausnahme ist.

 
3.
Setzt euch hin und fangt an.
Die Muse kommt nicht vorbeigeflattert, wenn ihr sie braucht. Und ihr braucht sie eigentlich auch gar nicht. Nicht, wenn ihr eine Routine habt. Denn diese zieht euch in das Projekt. Die Routine ist es, die es euch erleichtert, dort einzusteigen, wo ihr gestern aufgehört habt.

 
4.
Lasst das Überarbeiten während des Schreibens. Auch das Lesen.
Zu lesen verleitet zum Überarbeiten. Das raubt euch wiederum Arbeitszeit fürs Schreiben und lenkt davon ab. Lest den letzten Absatz vom Vortag, um einen Einstieg zu haben, aber lasst den Rest außen vor. Dafür ist die Überarbeitungsphase da.

 
5.
Lasst Fehler Fehler sein.
Egal, ob Rechtschreibfehler, die rot unterkringelt sind, oder andere stilistische Auffälligkeiten im Manuskript sind, sie gehören in die Überarbeitungsphase.
Ihr fühlt euch blockiert, weil ihr schon beim Tippen merkt, dass diese Stelle ganz platt erzählt klingt und mehr Leben braucht? Setzt euch einen Kommentar ins Dokument, dann habt ihr den Hinweis für die Überarbeitung. Die Rohfassung darf Müll sein. Sie ist eure Grundlage, aus der ihr eine grandiose Geschichte erschafft.

 
6.
Blendet das Drumherum aus.
Das gilt in erster Linie für diejenigen, die nicht allein leben, denn Ablenkung durch andere Menschen um euch herum, hilft euch nicht für die Routine. Vermittelt eurem Umfeld, dass ihr jetzt eine Weile für euch braucht. Setzt euch damit durch, diese Zeit für euch zu haben. Sucht euch notfalls eine andere Umgebung, wenn Ruhe zu Haus nicht umsetzbar ist.
Darüber hinaus gilt das aber auch für Ablenkungen wie das Internet in seiner gesamten Breite. Setzt die Recherche vor oder hinter den Schreibprozess. Lasst die Finger von Social Media und Co.. Zieht notfalls den Stecker des Routers oder deaktiviert die Internet-Verbindung (wenn euer Router auch IP-gestützte Telefonie mit sich bringt und ihr damit eurem gesamten Haushalt die Telefonverbindung kappen würdet). Setzt euch die Schreibzeit als feste Arbeitszeit, in der Privatkram nichts zu suchen hat.

 
7.
Erwartet keinen täglichen Schreibspaß.
Immer wieder höre ich das Argument, dass es einfach keinen Spaß macht, sich täglich hinzusetzen. Das ist okay, wenn ihr keine Routine aufbauen wollt. Aber darum geht es hier eben nicht.
Wenn euch ein routinierter (Schreib-)Ablauf wichtig ist, dann stellt euch darauf ein, dass ihr nicht täglich ein Glücksgefühl verspüren werdet, wenn ihr euch ans Dokument setzt. Im Gegenteil. An den meisten Tagen hatte ich gar keine Lust darauf und das hat sich auch nie wirklich geändert. Es gibt in dem Augenblick fast immer Dinge, die ich viel lieber machen würde. Um mich hinterher darüber zu ärgern, wieder nicht geschrieben zu haben. Der Spaß am Schreiben hat nichts mit Jubeln zu tun, nicht mit der Art Spaß, einen tollen Abend mit Freunden zu verbringen. Er liegt eher in der Befriedigung, seine Geschichte zu schreiben, zu überarbeiten und fertigzustellen. Wartet also nicht auf das Gefühl, dass es Spaß machen soll, wenn ihr euch hinsetzt, sondern tut es einfach. Oft genug fühlt es sich hinterher gut an, weil ihr wieder einen kleinen Teil zu dem gigantischen Projekt, das das Schaffen eines Buches ist, hinzugefügt habt.

 
Diese kleine Ansammlung an Tipps ist nichts Neues, aber meiner Meinung nach bewährt sie sich. Keiner von ihnen ist wichtiger als der andere, denn nur in Kombination funktionieren sie, um wirklich effektiv zu arbeiten.

 
Und deswegen bleibt nur eines: Setzt euch hin und fangt an.

 
[1]
Das klingt nach sehr viel für eine Stunde am Tag bzw. erscheint sinnlos für jeweils fünfzehn Minuten überhaupt anzufangen. Anfangs ist dieses Gefühl normal, das ging mir auch so. Kaum hatte ich mich in den aktuellen Stand eingefunden, war die Zeit schon wieder vorbei.
Aber das ändert sich. Ich möchte das anhand von Zahlen verdeutlichen:
Ich habe im Juli 2015 nach langer Pause wieder mit dem eigentlichen Schreiben begonnen (davor lag eine lange Plotphase).
Tag 1: 15 Minuten 210 Wörter
Tag 2: 24 Minuten 327 Wörter
Es folgte eine kurze Pause, weil ich noch eine Lücke im Plot entdeckt hatte, aber im August habe ich endgültig mit dem täglichen Schreiben begonnen und über ein Jahr ohne Unterbrechung durchgehalten.
Im Juli 2016 habe ich beispielsweise durchschnittlich 23,81 Minuten pro Tag geschrieben. Umgerechnet auf fünfzehn Minuten lag ich damit bei 654 Wörtern. Dies liegt ein wenig über meinem Schnitt. Es gab also auch Monate, wo ich etwas darunter lag, aber selbst mit 500 Wörtern in fünfzehn Minuten lag ich weit über dem Anfang des Routineaufbaus.
Mit der Routine konnte ich mich hinsetzen, das Dokument öffnen und ohne Zeitverlust starten. Weil mein Kopf noch vom Vortag wusste, wo ich bin. Ich bin nie richtig ausgestiegen. Aber um dort anzukommen, um wirklich sofort starten zu können, ist es wichtig, die Routine vollends aufzubauen.
Vielleicht helfen die Zahlen, die Worte bei den Tipps zu unterstreichen (mir hilft sowas oft).

Was sich 2019 für mich geändert hat

 
Das Jahr hat gerade einmal begonnen, der Februar ist zur Hälfte durch, doch trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich unglaublich viel geändert hat. Dennoch soll dieser Beitrag kein Rückblick sein. Dafür steht das Jahr noch viel zu sehr am Anfang.

 
 

Romanautorin

Ich habe es ja schon im letzten Jahr angedeutet, aber bei mir herrscht eine absolute Kreativflaute. Dementsprechend bin ich derzeit als Autorin an meinen Projekten so gut wie gar nicht aktiv. Ich forciere das auch nicht, denn das habe ich letztes Jahr probiert, ob ich dadurch etwas auslösen kann, aber es hat nicht funktioniert. Wenn ein Funken da ist, nehme ich ihn mit, aber darüber hinaus lasse ich der Sache derzeit eine Pause.
Ich würde gern sagen, dass es mich nicht stört und mir nichts fehlt, aber das stimmt nicht. Glücklicherweise vermisse ich meine Projekte bislang auch nicht total, wobei das dann gut wäre, wenn ich dadurch auch wieder Kreativität verspürte.

 
 

Schreibmeer

Das Schreibmeer hat mit dem letzten Jahr sein Ende gefunden, deswegen fällt auch dieser Aspekt in meiner Autorentätigkeit weg. Im Augenblick ist das in Ordnung. Es hat mir die Augen in einigen Hinsichten geöffnet und ich habe in den letzten Wochen sehr viel gelernt.

 
 

Auszeit

Aufgrund der weggefallenden Punkte (es sind nur zwei, wobei da mehr reinspielt, denn ich war an einem Nachfolger für das Schreibmeer beteiligt, habe mich aber aus gesundheitlichen Gründen ausgeklinkt), hat sich für mich eines herauskristallisiert: Ich ziehe mich derzeit von allem sehr zurück, das mit dem Autorendasein zu tun hat. Vielleicht wird auch dieser Abstand dazu beitragen, dass ich zu dem zurückfinde, das ich einmal hatte oder mir etwas völlig Neues aufbaue.

 
 

Routine

Als Resultat fließt ein Teil meiner Zeit hier hin.
Ich habe vor drei Jahren eine feste Routine aufgebaut. Zwei Projekte betreuen, lesen und Japanisch schreiben üben. Jeden Tag. Von jedem wenigstens 15 Minuten. Das habe ich den Großteil des Jahres damals durchgehalten, dann warfen äußere Umstände, die über die Hälfte meines Tages in Anspruch nahmen, alles über den Haufen. Seitdem habe ich nie wieder richtig in alles zurückgefunden. Mal etwas von dem hier, mal etwas anderes da. Ich habe zwischendurch immer wieder versucht, dahin zurück zu finden, bin aber auch immer wieder gescheitert, denn ich wollte dabei keinen Druck erzeugen, der mir über den Kopf wächst.
Dieses Jahr habe ich mich entschlossen, es erstmal mit einem Punkt für die Routine zu versuchen, diesen zu stabilisieren und danach einen weiteren hinzu zu nehmen.
Die Projekte sind tabu, das ist klar.
Das Lesen ist schon in den ersten Tagen grandios gescheitert, noch bevor ich beschlossen hatte, überhaupt so an einen Routineaufbau heranzugehen, weswegen ich auch das ausgeschlossen habe (warum, das habe ich am Monatsbeginn beim Leserückblick auf den Januar erzählt).
Deswegen habe ich mich für Japanisch entschieden.

 
Ende 2016 habe ich mit einer App zu lernen begonnen, darüber ist damals aber auch das Schreiben-Üben eingeschlafen. Meine Routine sah ja wenigstens 15 Minuten vor und bevor ich überhaupt mit einem Stift vor meinem Heft saß, hatte ich bereits schon was in der App gemacht. Das ging immerhin überall. Und es war so viel leichter und irgendwie zu der Zeit genau richtig.
Jetzt habe ich auch mit der App begonnen. Erstmal nur mit den Wiederholungen von damals, da hatte sich so viel angesammelt, dass ich vier Wochen dafür gebraucht habe, das aufzuarbeiten. Nach einer Woche bin ich zusätzlich zum Schreiben übergegangen. Auch da gibt es noch so viel zu tun, es wird noch lange dauern, bis ich überhaupt dort angekommen bin, wo ich damals aufgehört habe. Aber bislang halte ich beides gut durch. Beim Schreiben habe ich schon ein paar wenige Tage nichts gemacht, an diesen habe ich es einfach nicht mehr untergebracht, aber im Großen und Ganzen bin ich zuverlässig dabei. Dennoch spreche ich noch nicht davon, dass die Routine sitzt, so sicher fühle ich mich noch nicht. Deswegen plane ich auch noch gar nicht, was als Nächstes hinzu kommen soll. Das werde ich wohl sehr spontan entscheiden, wenn ich denke, dass ich mir einen weiteren Punkt zutrauen kann.

 
Habt ihr feste Routinen?
Wie lange habt ihr gebraucht, sie zu etablieren?
Oder kämpft ihr auch beständig damit und lasst sie wieder fallen?

 
Bis denne ☆

Rückblick 2018

 
Das neue Jahr ist zwar mit dem heutigen Tag bereits elf Tage alt, aber da bekanntermaßen der erste Freitag im Monat dem Leserückblick auf den Vormonat gehört, musste der Jahresrückblick warten. Außerdem musste ich erstmal meine ganzen Zahlen auswerten.

 

Bücher

Bücher: 21
Zeitschriften: 6
weitere Geschichten: 13
Seiten: 10.859
Anzahl Lesetage: 139
Durchschnittliche Seitenzahl/Tag (bezogen aufs Jahr): 29,75
Durchschnittliche Seitenzahl/Tag (bezogen auf die Lesetage): 78,12
Vom SuB gelesen: 17
Neu gekauft/geschenkt: 11

 
Hier zeigt sich, dass ich eigentlich gar nicht so oft gelesen habe, immerhin waren das 226 Tage ohne zu lesen. Trotzdem habe ich mehr Seiten als 2017 gelesen.

 
Warum habe ich die Statistik oben so aufgesplittet?
Wie ich im Rückblick auf den Dezember schon erwähnt hatte, habe ich mehrere alte Projekte gelesen, da sind viele sehr kurze Geschichten dabeigewesen. Aber sie sind keine Bücher, sie sind nicht veröffentlicht und deswegen habe ich sie getrennt aufgeführt. Ebenso habe ich die Leseprobe vom Oktober dort mit aufgeführt, da sie mit 37 Buchseiten Länge eben kein Buch ist, aber trotzdem in meiner Statistik steht.

Die gelesenen Bücher könnt ihr hier noch mal sehen, der E-Book-Reader steht stellvertretend für alles, das ich als E-Book gelesen habe.

 

Meine Neuzugänge habe ich sehr begrenzt halten können, so wie ich es für dieses Jahr geplant hatte. Deswegen habe ich seit April auch keinen Beitrag mehr zu gekauften Büchern geschrieben. Die beiden dort erwähnten Bücher sind auf dem folgenden Bild zu sehen („Die Götter von Asgard“ und „Das Kind in dir muss Heimat finden“). Danach habe ich mir noch „Killerfrauen“ gekauft und auf der Buch Berlin sind „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ und „Sieben Raben“ bei mir eingezogen. Die anderen Bücher, von denen die fünf in der Mitte eigentlich ohnehin eine Reihe sind, waren Geschenke.

 
Für 2019 habe ich mir nichts vorgenommen, das hatte ich für 2018 auch schon nicht getan. Ich lese, wenn ich Lust dazu habe und wenn ich dabei mehr lese als im Vorjahr ist das schön, aber ich mag mich beim Lesen nicht herausfordern.

 

Autor

Hier mag ich keine Statisik aufführen, denn sie ist nicht sehr ansehnlich. Das hat sich für mich bereits im Laufe des Jahres schon gefühlt gezeigt (ohne auf die Zahlen zu schauen) und ich habe das schon vor längerer Zeit akzeptiert.
Ich kann dennoch nicht sagen, dass es mir völlig egal ist. Es ist nur Akzeptanz, mehr nicht, denn ich weiß, dass die Gründe dafür nicht in den Projekten liegen, nicht darin, dass ich keine Lust auf sie habe, sondern einfach darin, dass mein Kopf zu voll mit anderen Dingen ist, die sich nicht von heute auf morgen klären lassen und leider Priorität haben müssen.

 
Alles in allem haben unter anderem diese Dinge dazu geführt, dass ich den Zugang zu einem Projekt verloren habe, weil ich immer wieder rausgerissen war. Damit habe ich vor einer Situation gestanden, die ich auch noch nicht kannte. Das Projekt liegt jetzt auf Eis und vielleicht greife ich es irgendwann doch wieder auf. Erstmal muss ich überhaupt wieder den Zugang zur Kreativität finden.

 
Dennoch betrachte ich meine Autorentätigkeit über die Romane noch hinaus und zumindest dort war sie nicht ganz so frustrierend.
Ich habe für das Schreibmeer 2018 neun Artikel geschrieben, damit bin ich durchaus zufrieden.
Und auch wenn diese Tätigkeit dann zum Jahreswechsel ein jähes Ende gefunden hat, weil das Projekt nicht mehr weitergeführt wird, habe ich in diesem Jahr viele Erfahrungen sammeln können.

 
Nachdem ich nicht weiß, wie sich die oben erwähnten Dinge entwickeln, lasse ich auch hinsichtlich meiner eigenen Projekte 2019 völlig auf mich zukommen. Ich kann die Finger ohnehin nicht vom Schreiben lassen.

 
Wie lief das Jahr für euch?
Seid ihr zufrieden mit eurem Lesestatus?
Habt ihr eure Ziele erreicht oder setzt ihr euch gar keine?

 
Bis denne ☆

Buch Berlin 2018

 
Wie schon in den vergangenen beiden Jahren, war ich auch in diesem Jahr wieder auf der Buch Berlin.
So ein Heimspiel kann ich mir ja nicht entgehen lassen.

 
Der Umzug ins Mercure MOA Hotel war schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig.
Und war ich von den beiden Vorjahren noch kurze Wartezeiten an der Kasse gewöhnt, so hatte der Besucheransturm gleich zu Beginn dieses Jahr zugenommen. Im Gebäude führt der Weg über eine Rolltreppe nach oben, die in einem offenen Kreis mündet (der Lageplan des Hotels verdeutlicht das gut). Als ich dort ankam, musste ich genau eine Runde dieses Kreises warten, was in etwa eine halbe Stunde dauerte. Es ging also ingesamt trotz allem recht zügig voran.

 
Nachdem ich dann den Kartenkauf und die obligatorische Goodie-Bag der Messe hinter mich gebracht hatte, galt mein erstes Ziel dem Stand von Stella Delaney und Mika M. Krüger. Es war so schön, die beiden wiederzusehen und ich blieb dort erstmal eine Weile, während wir uns zwischen all den Interessenten unterhielten, bis ich doch noch einen Lauf durch die Halle unternahm.

 
Hierzu muss ich sagen, dass mir die Gänge enger als in den vergangenen beiden Jahren vorkamen. Außerdem habe ich es als unpraktisch empfunden, dass man teils am Ende der Reihen nicht in die nächste wechseln konnte, sondern erst wieder die Reihe zurückgehen musste. Bei so verstopften Gängen bin ich jedenfalls froh, wenn ich nur einmal durch muss und nicht mehrmals, was mich dann auch von einigen komplett ferngehalten hat.
Dementsprechend schnell war ich dann auch am Stand von Marcus Johanus und Axel Hollmann. Und selbstverständlich war ich auch hier wieder recht lange, vor allem ins Gespräch mit Marcus verwickelt. Wenn zwei Autoren aufeinandertreffen, kann es eben schon mal ein Weilchen dauern, zumal ein Jahr eben auch einiges an Zeit ist, zwischendurch mussten Gummibärchen verteilt und Bücher signiert werden, aber ich mag diesen Trubel, auch mal nur daneben zu stehen und zu beobachten.

 
Die Zeit vergeht dabei immer sehr schnell, ich bin im Anschluss durch die restlichen Gänge gewandert, habe noch bei Dana Müller vorbeigeschaut und bin dann zu Stella und Mika zurückgekehrt.
Dort konnte ich endlich Stellas neues Buch „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ mitnehmen, das sie mir natürlich signiert und mir außerdem eine süße kleine Goodie-Bag gepackt hat, die auf dem Foto mit drauf ist. Und dann konnte ich auch Mikas „Sieben Raben“ nicht widerstehen. Das ist dann aber schon meine gesamte Ausbeute der Messe.

 
Und das wars auch schon, mehr habe ich in diesem Jahr über die Messe nicht zu berichten.

 
Wart ihr auch auf der Buch Berlin?
Bevorzugt ihr große oder kleine Messen?
Seid ihr vielleicht sogar als Aussteller dort gewesen?

 
Bis denne ☆