Ein Jahr bloggen

 
Diesen Beitrag zu schreiben, überhaupt damit zu beginnen, fühlt sich irgendwie surreal an.
Es ist nicht so, dass ich daran gezweifelt habe, diesen Blog ein Jahr durchzuhalten. Hätte ich je Zweifel daran gehabt, hätte ich ihn nicht gestartet. Ich habe davor eine ganze Weile überlegt, ob ich so etwas kann, ob ich Ideen für Beiträge habe und so weiter, denn ich mag keine unüberlegten Schnellschüsse, die im Nichts versanden.

 
Trotzdem ist dieses eine Jahr so rasant vergangen und ich kann kaum glauben, dass es schon soweit ist.
Dabei ist der eigentliche Geburtstag sogar schon vor zwei Wochen gewesen. Wie immer galt der erste Freitag des Monats dem Leserückblick und das fiel exakt mit dem 1. März zusammen. Und da habe ich auch noch gar nicht darüber nachgedacht, überhaupt an diesen Geburtstag zu erinnern (fällt auf, dass ich es nicht so mit Geburtstagen habe?), aber irgendwie hat mich der Gedanke in den letzten Tagen nicht in Ruhe gelassen.

 
Was kann ich über dieses eine Jahr sagen?

 
Es war sehr interessant und ich habe nicht vor, hier wieder dicht zu machen.
Mein Blog ist sehr ruhig, aber das überrascht mich nicht. Mir fehlt die Zeit, selbst viele Blogs zu lesen und kommentieren, also woher sollen wiederum viele Kommentare auf meinem Blog kommen? Diese Erwartung habe ich nicht.
Genauso wie ich nicht weiß, wie oft der Blog überhaupt aufgerufen wird. Denn ich nutze keinerlei Plugin, um genau das nachzuvollziehen. Mir ist es im Grunde ziemlich egal (und das, obwohl ich Statistiken liebe und ich denke, ohne die DSGVO hätte ich auch was aus reiner Neugierde am Laufen, aber so wichtig ist dieses Wissen nicht, um zusätzliche Daten zu sammeln). Es ist zwar schön zu wissen, dass so und so viele Menschen meinen Blog aufrufen, aber das sagt nichts darüber aus, ob sie die Beiträge lesen, ob diese ihnen gefallen oder oder oder. Das tut nur die Interaktion und die sehe ich anhand von Kommentaren. Ich freue mich über jeden von ihnen. Dennoch blogge ich nicht deswegen und mache aus diesem Grund auch weiter, egal, ob ich welche erhalte oder nicht. Denn ich tue das hier, weil ich es einfach mag zu bloggen.

 
Ich finde es spannend zu sehen, wie sich mein Blog bereits seit Beginn ein bisschen verändert hat. Anfangs habe ich fast gar nicht über die Musik gesprochen, mittlerweile habe ich ein Format gestartet, bei dem ich monatlich über eine Band rede (ich weiß, bislang gibt es dazu nur über eine etwas, aber ich habe damit so richtig ja auch erst letzten Monat begonnen). Die Autorenbeiträge bleiben natürlich erhalten, aber anfangs ging es überwiegend um Bücher und das Schreiben und mittlerweile hat sich das ein wenig verändert, was einfach mehr Facetten von mir zeigt.

 
Wie schon vor einem Jahr weiß ich nicht, wohin das noch alles führen wird. Diese Reise bleibt für mich selbst immer wieder aufregend.

 
Abschließend bleibt mir noch zu sagen: Danke an jeden von euch, der mir ein paar Worte dalässt, aber ebenfalls an jeden, der hier nur vorbeischaut.

 
Habt ihr euren ersten Blog-Geburtstag gefeiert?
Wenn ja, wie?
Oder steht er euch erst noch bevor?

 
Bis denne ☆

Wenn mich das Chaos lähmt

 
Kennt ihr das?
Die Hände stecken gerade im Abwaschwasser (alternativ in der Blumenerde/dem Knet- oder Brotteig oder ihr steht unter der Dusche). „Ich muss Mehl nachkaufen.“ (Oder was auch immer euch fehlt.) Aufschreiben könnt ihr gerade nicht. Im gefühlt selben Moment überlegt ihr, was ihr eurer Freundin nächste Woche nun eigentlich als Geschenk bereitet. Und ihr müsst ja euren Freund noch zurückrufen, bloß nicht vergessen. Welches Thema soll als nächstes auf den Blog? Und welches Buch soll das nächste werden, sobald ihr das aktuelle doch mal beendet habt, obwohl ihr derzeit eigentlich gar nicht wirklich dazu greift. Nicht, weil es nicht gut ist, sondern einfach, weil … ja, weil eigentlich warum? Oh, und dann war da ja auch noch die Schreibroutine, die ihr endlich mal in Angriff nehmen wolltet. Wo lässt sie sich denn nun am besten eingliedern?

 
Mein Leben sieht ständig so aus. Ununterbrochen.
Früher war ich in der Lage, das alles zu differenzieren. Ich brauchte mir nichts aufzuschreiben und habe trotzdem so gut wie nichts vergessen. Wenn das doch mal vorgekommen ist, dann ist es mir wieder eingefallen, bevor es zu spät war.
Heute komme ich dank des Wassers (nein, Blumenerde ist es bei mir ganz sicher nicht) gar nicht erst bis zum Aufschreiben. Und wenn ich doch die Möglichkeit hätte, ist selbst der Gedanke schon weg, bevor ich einen Stift oder das Smartphone in der Hand halte. Eigentlich bräuchte ich eine permanente Aufzeichnung meiner Gedanken.

 
Stattdessen überfluten mich diese Gedanken unkontrolliert und ich tue exakt eines: Nichts. Ich sitze da, verfalle in eine Starre und kriege nichts auf die Reihe.
Okay, es reicht für die üblichen Notwendigkeiten. Katze versorgen, Katze bespaßen, Wohnung soweit okay halten, einkaufen. So die wirklich unumgänglichen Dinge. Und ein paar selbst auferlegte Verpflichtungen. Ohne diese läge der Blog hier vermutlich bereits brach. Sie sorgen für ein bisschen Regelmäßigkeit. Das ist gut. Und ich will das gar nicht für alle anderen Dinge. Aber ein bisschen mehr Struktur in meinem Kopf wäre toll. Übersicht im Chaos.

 
Nichts gegen Chaos, ich bin selbst chaotisch.
Glaubt ihr nicht?
Ja, ich weiß, ich liebe Struktur, aber glaubt mir, ich trage beides in mir. Ich brauche beides. Nur Ordnung und Struktur funktioniert für mich genauso wenig wie nur Chaos.
Aber genau in letzterem hänge ich irgendwie fest, eben vor allem im Kopf. Da, wo es keine Wiederholungen gibt (wie oft habe ich tolle Formulierungen im Kopf für Blogbeiträge, für Artikel, für SoMe-Posts, aber sobald ich mich hinsetzen kann, ist alles weg, manchmal selbst, wenn ich sofort beim Denken loslegen will, sobald ein Stift oder die Tastatur ins Spiel kommt, ist Ruhe).

 
Und dann sitze ich wieder da. Und aktualisiere mal ein paar Seiten. Immerhin lenkt das von dem riesigen Wirrwarr ab, weil ich mich auf das Gelesene fokussiere. Das ist wie eine andere Art Ruhe. Allerdings drängt sie den Rest nur in den Hintergrund. Ein Teil fällt ganz weg (das merke ich spätestens, wenn ein Zeitlimit verbunden war „ach ja, backen, oh, ich habe kein Mehl mehr“), anderes drängt sich mir irgendwann von selbst wieder auf, bevorzugt natürlich dann, wenn es gerade wieder nicht passt.

 
Wie geht ihr damit um?
Oder seid ihr vor solchen Attacken sicher?
Verratet ihr mir euer Geheimrezept?

 
Bis denne ☆

Frohe Weihnachten

 
Heute gibt es einen kurzen Beitrag von mir völlig aus der Reihe.

 
Denn ich möchte euch allen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest wünschen.
Ich hoffe, ihr könnt es im Kreis der Personen (und vielleicht auch Tiere) verbringen, die euch wichtig sind, ein bisschen Energie für das neue Jahr tanken und einfach etwas abschalten.

 
Auf dass es 2019 gut und energiegeladen wird.

 
Bis denne ☆