Autorenleben, Schreibtagebuch und Camp NaNo Juli

 
Während ich über den Anfang für diesen Beitrag nachdenke, wird mir bewusst, dass heute bereits fast die Hälfte des Monats vorüber ist.
Hat das Camp nicht gerade erst begonnen?
Und war ich Ende Juni nicht – wie jedes Jahr – noch überrascht, dass es schon wieder soweit ist, wo doch das April-Camp gerade hinter mir lag?

 
Ja, das ist wirklich jedes Jahr dasselbe. Denn während im Mai noch die Nachwehen ausklingen, geht es schon in den Juni über und die Vorbereitungen starten.
Naja, bei anderen. Bei mir nicht.

 
Mein Juni war eher sehr unspektakulär. Zumindest hinsichtlich meines eigentlichen Schreibprojektes. Und das, wo ich so für Routinen zu haben bin.
Für mich entschuldigt sich das auch nur, weil ich stattdessen durchaus trotzdem produktiv war.
Neben der emotionalen Berg-und-Talfahrt, die ich mitgemacht habe (ich bin noch nicht sicher, ob sie hinter mir liegt oder ich mich nur an sie gewöhnt habe), gibt es neue Aufgaben in meinem Leben, die mir sehr viel Spaß machen, alte habe ich wiederentdeckt und fühle mich um Jahre zurückversetzt – zu den schönen Seiten von damals. Und da war noch ein anderes Projekt, das aber noch ein ganzes Weilchen keine weitere Erwähnung finden wird. Aber das hatte immerhin mit dem Schreiben zu tun.

 
Der Juli zeugt bislang auch noch nicht von viel Routine, aber ich arbeite daran.
Für die Zeiten, in denen ich immer mal wieder mehrere Tage eine Pause mache, habe ich jetzt mit einem Schreibtagebuch begonnen.
Das kenne ich einerseits als Zeit- und Wortzahltracker, aber diese betreibe ich seit Jahren und bleibe erstmal dabei (ich tracke noch einiges mehr über meine Projekte hinaus, alles in einer Liste, die ich dafür extra umstellen müsste). Für mich geht es eher darum, dass ich schneller weiß, wo ich in meinem Projekt ansetze.
Wenn ich mein Grundgerüst haben, plane ich nicht linear, sondern dort, wo ich Ideen habe oder Informationen brauche. Das bedeutet, dass ich mich eine Weile mit der Handlung beschäftigte, danach aber eher meine Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit einer Figur richte usw. Und in letzter Zeit ist mir öfter aufgefallen, dass ich nach den Pausen nicht mehr weiß, was ich als letztes gemacht habe und wo ich deswegen am besten einsteige. Damit verliere ich einfach Zeit, die ich effektiv besser nutzen könnte und hier kommt das Schreibtagebuch ins Spiel.

 
Mittlerweile haben in den meisten Bundesländern die Sommerferien begonnen, der Verkauf von Materialien für das nächste Schuljahr ist in vollem Gange. Ich habe mich kurzfristig mit linierten Heften eingedeckt (da sind ja noch weitere Projekte und so dick sind diese Heftchen nun auch nicht, aber vielleicht brauche ich nicht immer so viel, dass es gleich einen Block rechtfertigt – so in etwa sah das in meinem Kopf aus) und notiere, was ich jeweils an welchem Tag gemacht habe. Das sind bisher nur einzelne Stichpunkte, aber sie geben mir eine grobe Orientierung.

 
Zusätzlich geht es in diesem Monat nicht nur um ein Projekt, das mich begleitet, sondern um zwei.
Dafür weiche ich mal wieder auf meine Dreifelderwirtschaft aus. Ich plotte an meinem eigentlichen Projekt (und derzeit geht es tatsächlich überwiegend um den Plot und nicht die Figuren, wobei auch diese sich entwickeln und mir mehr von sich zeigen dürfen) und versuche mich an der Überarbeitung einzelner Szenen eines anderen Projektes als Vorbereitung für zusätzliche Unterstützung. Überarbeitung ist etwas, das ich bislang einfach gar nicht gut kann und ich hoffe durch Hilfe dazuzulernen. Natürlich möchte ich keine völlig rohen Szenen dafür nutzen, aber ich neige sehr schnell zu Betriebsblindheit. Ich weiß, meine Texte sind längst nicht gut, aber ich weiß auch nicht, wie ich vorgehen soll. Deswegen habe ich mir Hilfe gesucht und bin sehr gespannt, wie viel sich meine Texte verbessern werden.

 
Seid ihr beim Camp diesen Monat dabei?
Schreibt/arbeitet ihr täglich an euren Projekten?
Welcher Arbeitsschritt liegt euch am meisten/am wenigsten?

 
Bis denne ☆

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