Das Phänomen „man“

 
Vor Jahren bin ich in einem Gespräch darauf hingewiesen worden, dass ich die ganze Zeit meine Meinung wiedergebe, doch dabei ununterbrochen verallgemeinern würde.
Seitdem geht mir diese Aussage nicht mehr aus dem Kopf. Und ich bin empfindlicher dafür geworden, dasselbe bei anderen Menschen wahrzunehmen.
Gerade in letzter Zeit häuft sich das, egal ob im privaten Umfeld oder online.

 
Die Aussagen auf dem Bild sind Vertreter dessen, was ich tagtäglich erlebe. Und dabei geht es immer um die Meinung des Sprechers. Sie trifft sicher auch auf andere Menschen zu, das will ich nicht absprechen. Dennoch eben nicht zwingend auf andere. Und woher kann ich wissen, was ein anderer Mensch denkt?

 
Seit man mir meine Redeweise unter die Nase gehalten hat, fällt es mir oft auch auf, wenn ich solche Formulierungen beginne und ich versuche sie zu vermeiden. Das gelingt mir sicher nicht immer.
Gleichzeitig mag ich es überhaupt nicht, wenn vermehrt in dieser Verallgemeinerungsform mir gegenüber gesprochen wird. Ich möchte noch immer meine eigene Meinung haben. Wenn ständig nur von „man“ statt von „ich“ gesprochen wird, trifft das meiner Meinung nach einfach nicht zu.

 
Um mal ein oder zwei Beispiele aufzugreifen, wer sagt, dass man morgens produktiver ist, wenn man früher aufsteht? Wissenschaftler? Nachdem mittlerweile (meines Wissens) erwiesen ist, dass es nicht nur Lärchen, sondern eben auch Eulen gibt? Jeder Mensch ist anders. Und ich bin ganz sicher nicht produktiv, wenn ich morgens früher aufstehe. Im Gegenteil. Ich habe Probleme morgens aktiv zu sein, vor allem körperlich. Ich kann dann teils schon am PC sitzen und etwas tun, aber wenn ich zu früh aufstehe, funktioniert auch das nicht. Weswegen bei mir auch der Tipp lieber etwas früher aufzustehen, um noch zu schreiben, nicht funktionieren würde. Ich bin eher der Mensch, der zum Tagesende noch ein Konzentrationshoch bekommen kann. Das ist okay. Und ich erwarte nicht, dass andere das können. Aber ich mag eben nicht über einen Kamm mit denen geschoren werden, die perfekt am frühen Morgen arbeiten können.

 
Ein weiteres Beispiel ist eigentlich ähnlich, denn auch hier geht es um die menschliche Individualität. „Wenn man spät abends nichts mehr isst, schläft man besser.“ Nun ja, wenn ich mich daran halte, gehe ich mit Hunger ins Bett und stehe mit Hunger wieder auf. Das ist alles ärztlich durchgetestet. Weil ich eine tolle Ärztin hatte, die nicht locker gelassen hat, bis sie Ursachen kannte. Mein Blutzuckerspiegel steigt nicht so hoch, wie es normalerweise der Fall sein sollte. Zu Beginn ja (der Testzeitraum betrug zwei Stunden), denn nach der ersten Stunde war alles im Normalbereich. Nach der zweiten Stunde hätte der Wert höher liegen sollen, doch er war unverändert und fällt entsprechend früher ab. Was bedeutet, ich muss häufiger essen. Das mache ich mittlerweile seit, ich glaube, 2004. Entsprechend kleine Portionen kann ich mittlerweile auch nur noch essen. Wie dem auch sei, ich kann nicht um 18:00 Uhr essen und um 22:00 oder 23:00 Uhr schlafen gehen (mal abgesehen davon, dass das nicht meine Zeiten sind, das dient nur zur Verdeutlichung).
Darüber hinaus ist jeder Körper anders. Was für die einen gut funktioniert (beispielsweise LowCarb) kann für den anderen nicht der passende Weg sein. Gerade bei der Ernährung sind Verallgemeinerungen sehr schwierig.

 
Wie seht ihr das, ist euch das auch schon aufgefallen?
Ertappt ihr euch selbst dabei zu verallgemeinern?
Wie geht ihr damit um? Bei anderen? Aber auch bei euch?

 
Bis denne ☆

Meine Schreibsoftware

 
Wo immer Autoren heutzutage aufeinandertreffen, kommt für gewöhnlich irgendwann die Frage nach der verwendeten Software auf. So ist es auch mir oft ergangen und meine Antwort ist recht simpel.

 
Ich arbeite mit Word von Microsoft.
Warum?
Einerseits vermutlich, weil ich mit diesem Textverarbeitungsprogramm aufgewachsen bin (wenn auch nicht im wahrsten Sinne des Wortes, meinen ersten PC hatte ich mit 18).
Andererseits aber einfach, weil ich gern damit arbeite. Und weil es nach wie vor die Standardsoftware im Verlagswesen ist.
Ich könnte natürlich alternativ kostenlose Varianten nutzen, doch so ähnlich sie sein mögen, sie sind nicht Word. Seit Word vor Ewigkeiten vom normalen Menü auf das Menüband gewechselt hat, bin ich zwar nicht mehr ganz so routiniert wie früher (denn ich selbst habe eine neuere Version erst seit knapp einem Jahr, bis dahin bin ich auf meinem alten Rechner immer noch bei meiner ziemlich alten Version von 2003 geblieben). Allerdings kenne ich zu den meisten Funktionen zumindest die Bezeichnung und finde über die Suchfunktion dann eben auch, was ich brauche.

 
Selbstverständlich könnte ich mir Autorenprogramme kaufen. Und da steht Papyrus bei mir auch noch immer auf der Liste. Ob ich dann tatsächlich darin schreiben werde oder nur die Überarbeitung darin angehe, das werde ich sehen, wenn ich das Programm besitze.

 
Als einziges Programm, das unter die Autorensoftware fällt, habe ich Scrivener ausprobiert, das ebenfalls sehr verbreitet ist. Bei mir hat es keinen Anklang gefunden. Es hatte für mich keinen Mehrwert, um dafür Geld auszugeben. Damals wäre als einzig interessantes Feature der geteilte Bildschirm spannend gewesen. Heute arbeite ich mit zwei Monitoren, nein, selbst das reizt nicht mehr. Was den Plotprozess betrifft, brauche ich keine Software, ich komme nach wie vor bestens mit den Windows-Ordnern zurecht. Ich habe meine ganz eigenen Strukturen und die reichen für mich völlig aus.

 
Womit schreibt ihr?
Welche Programme habt ihr ausprobiert?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Mai

 
Und schon wieder ist ein Monat vorbei. Aber immerhin habe ich ihn lesend verbracht.

 
Wie oben zu sehen ist, haben es vier Bücher in meine Hände geschafft.

 
„Harry Potter und der Halbblutprinz“ hatte ich auf den letzten Tag im April begonnen, das Buch fiel also fast vollständig in den Mai. Genauso wie „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“. Womit ich die Reihe dann auch beendet habe. Im Anschluss habe ich letzte Woche mit „Das Kind in dir muss Heimat finden“ begonnen, bin aber noch nicht sehr weit. Eigentlich lese ich Bücher ungern parallel, weil ich dann eines oft vernachlässige. Aber hierbei arbeite ich mit diesem Buch und deswegen lese ich manchmal nur fünf Seiten und sitze trotzdem eine Stunde, weil ich die Abschnitte für mich selbst umzusetzen versuche. Das ist dann aber keine wirkliche Lesezeit und deswegen habe ich vorgestern noch mit „Das Lied der Krähen“ begonnen. Immerhin liegt das Buch ja auch schon ein bisschen und wartet. Jetzt, da ich mit Harry Potter fertig bin, kann ich auch mal wieder woanders hinschauen.
Und ich bin damit auf gut 1.500 gelesene Seiten gekommen.

 
Irgendwie war es komisch, das Harry-Potter-Universum zu verlassen. Und zugleich natürlich schön, diese komplette Geschichte abzuschließen. Das war ja immerhin mein erstes Mal, dass ich die Bücher gelesen habe.

 
An meiner Meinung, wieso J. K. Rowlings Stil oft so sehr gelobt wird, hat sich nichts geändert. Er ist nicht schlecht und es gab immer mal wieder ein paar schöne Stellen (hinsichtlich des Stils). Aber darüber hinaus ist er eher einfach und durchschnittlich, finde ich. Was diese Autorin wirklich auszeichnet, ist das Universum. Immer wieder hatte auch ich das Gefühl, eigentlich könnte genau das jetzt auch jeden Augenblick hier passieren, denn der Übergang der uns vertrauten Welt hin zu der, die Magie anwendet, war so fließend und im Grunde nicht vorhanden, denn die Magie funktionierte ja in unserer Welt und konnte hinter verschlossenen Türen, ohne anwesende Muggel ja eigentlich praktiziert werden, solange der Zauberer oder die Hexe eben volljährig war. Es war die totale Normalität, die wir kennen und die Magie war nicht fremd. Dieses Gefühl mochte ich unheimlich gern und das hat für mich enorm viel ausgemacht.
Für Hogwarts galt dasselbe, wobei das eben ein etwas anderes Level war, da es wenig mit unserer Welt gemein hatte.

 
Weniger gut gefallen haben mir die oft stark überzogenen Klischees. Davon gab es zu viele. Ich hätte mir da wenigstens ab und zu ein Abweichen gewünscht. Dasselbe gilt für so manche Wiederholung (ja, ich hatte bereits in Band 1 begriffen, dass Hagrid viel größer ist, nicht nur die Körpergröße, sondern eben auch seine Hände, die aber wirklich ständig so groß wiederholt wurden und das nicht nur zu Beginn eines jeden Buches). Und in ähnlicher Form hat es mich eben auch bei den Klischees gestört.

 
Trotzdem mochte ich die Bücher sehr gern, sie haben so einige Schwachstellen (und ich habe leider keine Notizen beim Lesen gemacht, weil mich das immer wieder rausreißt), aber trotzdem ist die Geschichte rund. Eben auch, weil von Anfang bis Ende Hinweise gestreut sind, die am Ende zum Tragen kommen.

 
Ich weiß, dass ich damit im Grunde nichts Neues erzähle, aber für mich war es genau das. Neu. Selbst wenn ich die Filme kannte. Gerade zum Ende hin, kam mir vieles nicht so richtig bekannt vor oder ich hatte es vergessen. Hinzu kommt, dass ich nicht weiß, was in den Filmen rausgelassen oder verändert wurde.

 
Und mein Lieblingsband? Bei den Filmen war es „Harry Potter und der Feuerkelch“ gewesen. Bei den Büchern war dies der Band, durch den ich mich am meisten gequält habe. Gerade der Beginn mit der Quidditch-Weltmeisterschaft zog sich so endlos, auch wenn die Situation vor Ort eine große Rolle spielte.
Bei den Büchern ist es „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ gewesen. Ich weiß nicht einmal wieso, aber den Band mochte ich am meisten.

 
Welches ist euer Favorit?
Und was habt ihr im Mai gelesen?

 
Bis denne ☆

Mein Arbeitsplatz

 
Wir Autoren sitzen ja alle ständig irgendwo und tippen. Und da dachte ich mir, ich zeige euch heute mal meinen Arbeitsplatz.

 
Noch vor einem Jahr sah er so aus:

 
Der Schreibtisch aus meinem Jugendzimmer (der auch langsam auf die 25 Jahre zugeht), hinten noch ein Brett zusätzlich angebracht. Das stammt noch aus den Zeit mit einem Röhrenmonitor, damit ich nicht direkt mit der Nase daran klebe. Wenn ich jetzt so auf das Bild schaue, frage ich mich ja, wie das ausgereicht hat.

 
Hier auch noch mal die Ecke, wie sie damals aussah:

 
Wenn ihr genau hinschaut, dann seht ihr, dass ich keine Tastatur auf dem Schreibtisch hatte. Die gab es bei mir eigentlich auch nie, denn unter der Platte ist ein Auszug. Ganz zu Beginn beherbergte dieser Schreibtisch nämlich den 17-Zoll-Röhrenmonitor, wo sollte da noch Platz für eine Tastatur und Schulkram sein?

 
Ja, das war mein Arbeitsplatz, mit direktem Übergang in mein Wohnzimmer. Und genau das hat mich sehr lange gestört, bis ich das letztes Jahr ändern konnte. Das ist das Ergebnis:

 
Zusammen mit den Änderungen ist ein neuer Rechner eingezogen. Und seit ich in einem Job mit zwei Monitoren arbeiten durfte, stand für mich fest, dass mit dem nächsten Rechner auch zwei Monitore einziehen würden.

 
Wie ihr sehen könnt, hat sich einiges mehr geändert. Der alte Schreibtisch ist links von mir immer noch da und auf ihm steht jetzt mein Drucker. Aber darüber hinaus gibt es einen viel größeren Schreibtisch, eine größere Platte, die sich ausziehen lässt und somit mehr Bewegungsfreiraum für die Maus lässt. Und meine geliebten zwei Monitore, die an der Wand hängen.
Außerdem ist der Arbeitsbereich jetzt abgegrenzt, auf der Rückseite hinter dem Drucker befindet sich ein eigenes Bücherregal (sie sind also aus dem alten Regal rausgewechselt). Ich habe ansatzweise zwei Zimmer in einem und kann endlich Arbeit und Rest voneinander räumlich trennen. Kein Fernseher mehr, den ich vom Schreibtisch aus sehen kann. Ich mag es ohnehin Arbeit vom Rest zu trennen, weswegen ich nicht der Typ bin, der sich mit Laptop aufs Sofa schmeißt.

 
Und wo halte ich mich am meisten auf? Natürlich an meinem Lieblingsplatz, bei meinen beiden Monitoren.

 
Wie sieht euer Arbeitsbereich aus?
Lümmelt ihr euch lieber mit dem Laptop irgendwo hin?

 
Bis denne ☆

Mein SuB

 
Jeder Leser kennt ihn, den SuB. Bei jedem von uns sammeln sich Bücher an und warten darauf gelesen zu werden.

 
Heute zeige ich euch mal meinen SuB.
Der auch ein Grund dafür ist, dass ich mir seit Jahresbeginn fast keine Bücher gekauft habe.

 
Einen Teil der Bücher habe ich übernommen und bin deswegen weniger neugierig. Andere Bücher sind noch nicht so lange bei mir. Und wieder andere sind Teile einer Reihe und mir fehlt der Anfang.

 
Ungelesene, selbst ausgewählte Bücher:
Luca Di Fulvio – Das Kind, das nachts die Sonne fand
Wolfgang Hohlbein – Intruder
Wolfgang Hohlbein – Raven – Schattenreiter
Brandon Sanderson – Herrscher des Lichts
Brandon Sanderson – Jäger der Macht
Brandon Sanderson – Krieger des Feuers
Stephan Harbort – Killerfrauen
Alexandre Dumas – Die drei Musketiere
Charlotte Roche – Schoßgebete
Helene Henke – Totenmaske
Sally Brampton – Das Monster, die Hoffnung und ich
p.d. James – Der Tod kommt nach Pemberley
Wolfgang & Heike Hohlbein – Der Greif
Marc Elsberg – Zero
Markus Zusak – Die Bücherdiebin
Kiera Cass – The Selection
Kiera Cass – The Elite
Kiera Cass – The One
Stephenie Meyer – Biss zum Morgengrauen
Stephenie Meyer – Biss zur MIttagsstunde
Stephenie Meyer – Biss zum Abendrot
Stephenie Meyer – Biss zum Ende der Nacht
Wolfgang Hohlbein – Nemesis – Die Stunde des Wolfs
Wolfgang Hohlbein – Nemesis – Morgengrauen
Dan Wells – Tötet uns alle
Nele Neuhaus – Mordsfreunde
Liza Grimm – Die Götter von Asgard
Laura Labas – Ewigkeitsgefüge
Leigh Bardugo – Das Lied der Krähen
Nadine Roth – Same Love – Nur mit dir
Carina Bartsch – Nachtblumen
Dave Eggers – The Circle
Meg Wolitzer – Was uns bleibt ist jetzt
Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden

 
Selbst ausgewählt, kostenlos:
Sarah Lee Hawkins – Gewitter der Liebe
Robyn Lee Burrows – Weil die Sehnsucht ewig lebt
Sarah Lark – Das Gold der Maori
Sarah Lark – Im Land der weißen Wolke
Lesley Pearse – Das helle Licht der Sehnsucht
Laura Walden – Der Fluch der Maorifrau
Ken Follett – Die Säulen der Erde
Marcel Montecino – Kalt wie Gold

 
Geschenk, Band aus einer Reihe
Wolfgang & Heike Hohlbein – Runenschild – Die Legende von Camelot III

 
E-Books (nicht auf dem Foto):
Dieter R. Fuchs – Hannya – im Bann der Dämonin
Axel Hollmann – Benzin – Ein Fall für Julia Wagner
Cathy Yardley – Painless Promotion: Strategy – A Simple System for Marketing Your Novel
Cathy Yardley – Painless Promotion: Genre & Voice – Figuring Out Your Genre, Finding Your Voice
Cathy Yardley – Write Every Day – A Simple System for Writing Your Novel
Cathy Yardley – Rock Your Revisions – A Simple System for Revising Your Novel
Drachenmondverlag-Anthologie – Wenn Drachen fliegen

 
Wie sieht euer SuB aus?
Sind es auch so viele Bücher? Oder sogar mehr?
Wie geht ihr damit um?

 
Bis denne ☆

Rückblick Camp NaNo

 
Das Camp ist seit bereits elf Tagen vorbei, aber letzte Woche war bereits an den Bücherrückblick vergeben.

 
Für mich lief es dieses Jahr nicht sehr kontinuierlich. Ich habe in den ersten Tagen gar nichts gemacht, dann ging es ein bisschen voran bis zur nächsten Pause. Und aus dieser habe ich mich dann wieder etwas gleichmäßiger herausgearbeitet.

 
Wie dem auch sei, ich habe mein Ziel erreicht, so viel zeigt das Bild ja auch schon. Dennoch hing ich lange Zeit hinterher. Weswegen ich auch dabei bleibe, dass das tief angesetzte Ziel richtig gewählt war.
Dass ich im Endeffekt dann doch noch mal einen guten Sprung gemacht habe, war nichts, das wirklich absehbar war. Dennoch bin ich um den Fortschritt natürlich froh.

 
Trotzdem lässt mich das für den Juli ein bisschen unsicher zurück. Oder allgemein für meinen Rhythmus, doch gerade in den Camps stiegen die Zahlen bei mir meist ein wenig an, wenn ich auch nicht darauf aus bin, mich extrem zu fordern. Das war dieses Mal nicht der Fall, aber ich will mich nicht beschweren. Ich habe immerhin das Ziel erreicht und ein Fortschritt zum März war es ohnehin.

 
Wie lief das Camp bei euch?

 
Bis denne ☆

Leserückblick April

 
Nach dem doch sehr spärlichen Lesekonsum im März, ging es im April wieder bergauf.

 
Den Anfang hat die erste „Federwelt“-Ausgabe dieses Jahres gemacht, die ich ja im März begonnen hatte.

 
Danach ging es mit „Harry Potter und der Orden des Phönix“ weiter, das den Großteil des Monats ausgefüllt hat.

 
Es folgte die nächste „Federwelt“, die Ende März bei mir eingetroffen war und abschließend habe ich am letzten Tag mit „Harry Potter und der Halbblutprinz“ begonnen.

 
Insgesamt habe ich an sechzehn Tagen des Monats gelesen, weswegen ich eigentlich sehr zufrieden mit der Ausbeute bin. Das waren fast 1.200 Seiten. Und da ich kein Vielleser bin, ist das durchaus gut.

 
Jetzt kann ich nur hoffen, dass das in Zukunft so weitergeht, dann beende ich die Harry-Potter-Reihe auch endlich mal. Ich kann es ja irgendwie überhaupt nicht erwarten, immerhin lese ich die Bücher zum ersten Mal und sie sind für mich dadurch auf eine ganz eigene Weise aufregend. Die Filme zu kennen, zählt nicht, denn ich habe festgestellt, dass mir so Einiges nicht bekannt vorkommt. Ob das nun daran liegt, dass das in den Filmen anders umgesetzt ist oder ich mich einfach nur nicht erinnere, weiß ich nicht. Aber deswegen steht auch ein Rewatch an, wenn denn die Bücher ausgelesen sind.

 
Was habt ihr im April gelesen?

 
Bis denne ☆

Meine gelesenen Schreibratgeber

Wer schreibt und veröffentlicht, sollte sein Handwerk beherrschen, so lautet wohl eine gängige Aussage.
Dem stimme ich absolut zu.
Doch wie erlernt man das Handwerk?
Meiner Ansicht nach, indem man sich mit der Theorie befasst, die man wiederum in die Praxis umsetzt. Dabei ist natürlich nicht jedes einzelne Werkzeug für jeden geeignet. Aber um für sich feststellen zu können, was zu einem passt, muss man es überhaupt erst einmal kennenlernen.

 
Manche beherrschen die Theorie einfach durch Lesen. Aber meiner Ansicht nach sind das die Wenigsten. Und ich denke, das ist es, was man als Talent bezeichnen kann. Die einen tragen das Handwerk quasi einfach in sich, andere müssen es sich Stück für Stück aneignen. Üben müssen sie alle, denn Talent allein verhilft nicht zu guten Büchern.

 
Um mir das Handwerk anzueignen – denn ich betrachte mich nicht als einen derjenigen, die großzügig mit Talent gesegnet sind -, habe ich zuerst online gelesen, bin aber darüber auch zu Schreibratgebern in gedruckter Form gekommen. Auch heute noch nutze ich das alles: Schreibforen, Blogs/Webseiten, Podcasts und natürlich den Austausch mit anderen Autoren auf Social-Media-Plattformen.

 
Im Laufe der Zeit haben sich bei mir ein paar wenige Bücher angesammelt, die ihr oben auf dem Bild sehen könnt. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass die oberen beiden sogar noch verpackt sind. Ich habe es einfach noch nicht geschafft, sie zu lesen, abgesehen von den Auszügen, die sich regelmäßig in der „Federwelt“ finden, wobei ich diese auch erst seit einem Jahr abonniert habe. Auch diese Zeitschrift könnte man dazu zählen, wobei es da um weit mehr als nur das Schreibhandwerk geht.

 
Die ersten beiden Ratgeber, die in meinem Regal standen, waren „Drei Seiten für ein Exposé“ und „Vier Seiten für ein Halleluja“ von Hans Peter Roentgen. Im ersten Anlauf 2014 bin ich damit überhaupt nicht warm geworden. Im Nachhinein glaube ich, dass ich damals einfach noch nicht weit genug dafür war. Als ich sie im letzten Jahr in die Hand genommen habe, konnte ich sie zügig lesen und habe das sehr gern gemacht. Noch immer finde ich beide sehr empfehlenswert. Anhand von Beispieltexten werden verschiedene Handwerkskniffe besprochen und am Ende jedes Themas gibt es eine Aufgabe, die man machen kann. Einmal eben allgemein auf das Romanschreiben bezogen, einmal hinsichtlich des Exposés, auch mit kleinen Ausflügen zum Thema Pitch und Klappentext.

 
Auf dem Stapel liegt noch ein weiteres Buch von Hans Peter Roentgen, „Spannung – Der Unterleib der Literatur“. Es ist nach demselben Prinzip gestaltet. Anders als die ersten beiden Bücher ist dieses im Selbstverlag erschienen und ich vermute hier einige Auffälligkeiten in der Gestaltung. Querverweise zum Anhang sind farblich anders gestaltet, selbst wenn sie eine Überschrift darstellen, was ich sehr ungünstig finde. Der Buchsatz stimmt an manchen Stellen nicht, denn mitten auf der Seite endet der Text, das Kapitel jedoch nicht. Das tut dem Inhalt aber erstmal keinen Abbruch.
An diesem Punkt hat mich eher gestört, dass vieles, das ich bereits aus den anderen beiden Büchern kannte, erneut aufgegriffen wurde und ich mich gefragt habe, wozu das erneut in einem Buch erwähnt werden musste. Das Buch hätte eindeutig dünner sein können. Inwiefern das etwas an dem Preis geändert hätte, habe ich nie nachgeprüft. Dennoch hatte ich mir mehr versprochen, einfach aufgrund des Umfangs. Aus diesem Grund wird vermutlich auch kein weiteres Buch des Autors mehr bei mir einziehen, was nicht bedeutet, dass ich seine Schreibtipps nicht mag, ganz im Gegenteil.

 
Die anderen von mir gelesenen Bücher sind englischsprachig, denn da ist das Angebot weit größer.

 
„How not to write a novel“ von Sandra Newman und Howard Mittelmark war nicht mein Fall. Ich denke, es liegt dabei ein bisschen an der Sprachbarriere. In jedem Abschnitt werden Beispiele herangezogen, es gibt ebenfalls einen Textausschnitt, der zeigt, wie man es nicht machen sollte. Leider gab es immer wieder Vokabeln, die mir nicht vertraut sind (obwohl ich bereits zuvor Romane auf englisch gelesen habe und mich daran nicht störe), weswegen ich teils den Witz nicht verstanden habe. Wer da bewanderter ist als ich, sollte das Buch dennoch gern mal austesten, ich habe bereits auch begeisterte Stimmen dazu gehört. Andere waren danach verunsichert, weil in dem Buch so viele Möglichkeiten aufgeführt sind, die man nicht machen sollte, dass sie sich fragen, wie sie überhaupt noch schreiben sollen. An diesem Punkt kann ich nur sagen, nehmt das Ganze nicht zu ernst. Es geht vor allem darum, sich bewusst zu sein, was man als Autor tut und vielleicht auch gezielt „Fehler“ zu machen. Dann werden sie zum Stilmittel. Aber auch hier muss man eben erst einmal wissen, was sogenannte Schreibregeln sind, um sie dann sinnvoll brechen zu können.

 
Die beiden Thesauri von Angela Ackerman und Becca Puglisi habe ich nur teils gelesen. „The emotional thesaurus“ habe ich eigentlich nur durchgeblättert, „The negative trait thesaurus“ enthielt mehr interessante Aspekte, die ich lesen konnte. Der erste besteht eigentlich nur aus Aufzählungen von Emotionen.
Der zweite enthält eine Liste negativer Charaktereigenschaften, verdichtet sie aber im Anschluss auch noch, was ich als interessanten Aspekt betrachtet und deswegen auch gelesen habe.
Ansonsten eignen sich diese Bücher eher dafür, um sie zur Hand zu nehmen, wenn man seine Charaktere entwickelt und schauen möchte, was im Rahmen der Figuren zur abwechslungsreichen Gestaltung funktionieren kann, ohne dass es erzwungen wirkt. Sich einfach nur hier oder da eine Eigenschaft herauszupicken, ist damit allerdings nicht gemeint.

 
Abschließend kommt hier mein absoluter Favorit „Writing for emotional impact“ von Karl Iglesias. Ein Buch, das sich eigentlich an Drehbuchautoren wendet, doch von dem auch Romanautoren sehr profitieren können.
Anhand von Filmbeispielen wird aufgezeigt, wie wichtig die Emotionen der Charaktere sind, um den Leser (im Buch ist damit die Produktion gemeint, bei der der Autor sein Drehbuch einreicht, aber beim Roman ist das erst der Verlag und später – oder beim Selbstverlag auch gleich – der Leser) in den Bann der Geschichte zu ziehen.
Wer sich an englischsprachige Bücher herantraut (auch hier fiel mir das Lesen nicht total leicht, ich habe ebenfalls nicht alle Filmbeispiele verstanden, aber da es zu jedem Abschnitt mehrere gab, war zumindest immer eines aufgeführt, anhand dessen ich die jeweilige Technik verstanden habe), sollte sich unbedingt dieses Buch anschauen.

 
Mehr Ratgeber in Buchform habe ich bislang nicht gelesen (nein, das stimmt nicht ganz, da kommt gleich noch eine Ergänzung) und im Augenblick habe ich auch keine weiteren Anschaffungen geplant. Die beiden Bücher von Diana Hillebrand möchte ich aber natürlich noch lesen, sonst hätte ich sie mir nicht gekauft. Die Auszüge aus der „Federwelt“ sind jedenfalls vielversprechend. Dennoch kann ich die Bücher bislang nicht einschätzen und nenne deswegen als Empfehlung auf dem deutschsprachigen Markt eindeutig Hans Peter Roentgen, zumindest die beiden im Verlag erschienen Bücher (inhaltlich war ja auch „Spannung“ gut, für mich war es nur zu viel Wiederholung, wer also lieber damit einsteigen möchte, ist ebenfalls gut bedient).

 
Und wer sich fragt, warum ich Stephen Kings „Das Leben und das Schreiben“ nicht aufgeführt habe, dann liegt es daran, dass ich sein Buch nur geliehen hatte und nicht sehr warm damit geworden bin.
Ich bin kein Leser von King-Büchern, was in erster Linie am Genre liegt. Dennoch war ich vor ein paar Jahren neugierig auf das Buch. Es ist ja kein reiner Ratgeber, was ich schade finde, denn die Auszüge aus gerade seiner Kindheit waren mir teils viel zu detailliert und ich dachte nur, das will ich nicht wissen (too much information).
Sein Werdegang war interessant und der Vergleich mit einem Handwerkkoffer gefiel mir. Soweit erschien mir das Buch eine ganze Weile gut, bis King sich selbst widersprach (er sagte vorher, dass es egal sei, ob man Plotter oder Pantser ist). Er schreibt im Buch, dass nur bei denjenigen, die ohne zu planen ein Buch schreiben, eine organische Geschichte entstehen könne. Alles andere würde immer konstruiert klingen. Und an dem Punkt hatte das alles seinen Reiz und seine Glaubwürdigkeit verloren.
Ich sage nicht, dass er keine guten Bücher schreibt (ich kann das nicht beurteilen, auch wenn ich sehr konträre Aussagen gehört habe). Aber diese Einseitigkeit hat mir seinen Ratgeber absolut nicht sympathisch gemacht. Ich halte mich deswegen einfach an andere, jeder muss seine Favoriten für sich finden.

 
Habt ihr denn schon Ratgeber gelesen?
Welche waren es und wie haben sie euch gefallen?

 
Bis denne ☆

Mein Camp-NaNo-April-Fortschritt

Seit mittlerweile fast drei Wochen läuft das Camp NaNo für diesen April und so langsam erreiche ich mein durchschnittliches Soll.

 
In den ersten Tagen des Monats habe ich gar nichts gemacht, dann war ich ein bisschen dabei, nur um danach eine weitere Woche nichts in meinen Count einzutragen.
Das liegt daran, dass ich viel zu tun hatte und es mir dementsprechend schwer fiel, mich überhaupt ranzusetzen. Kein Wunder, nachdem ich im März auch schon nicht sehr viel gemacht hatte.

 
Immerhin bin ich jetzt seit ein paar Tagen wieder dabei. Und ich habe ja extra ein ziemlich niedriges Ziel gewählt. Wenn ich so weitermache wie jetzt, werde ich das auf jeden Fall übertreffen, aber ob dem wirklich so sein wird, weiß ich nicht. Und so wie ich das vom letzten Camp in Erinnerung habe, kann das Ziel auf der offiziellen Seite nur noch bis morgen geändert werden.
Normalerweise bin ich zum jetzigen Zeitpunkt schon weiter gewesen und habe dann auch das Ziel angepasst. Dieses Mal werde ich wohl davon absehen. Ob ich noch wirklich über mein Ziel hinaus schieße oder nicht, ich habe keine Ahnung.

 

Warum ist mir das eigentlich alles so egal?

Das ist es eigentlich nicht mal, es hat aber vermutlich den Anschein.
Aber ich habe gemerkt, dass ich mich mit dem täglichen Zwang etwas zu tun, derzeit zu sehr unter Druck setze, was irgendwann darin resultiert, dass ich tage- oder wochenlang gar nichts mache. Ich arbeite deswegen eher daran, mich soweit stabiler zu fühlen, um darauf aufbauend auch wieder täglich an meinen Projekten zu arbeiten. Wenn das läuft, kommt der Rest von ganz allein. Und ich kann es eigentlich gar nicht erwarten, dass es wieder so ist.

 

Und was war sonst so los?

Zum einen war da der Artikel fürs Schreibmeer, der morgen von mir erscheinen wird. Der hat es nämlich auch gerade auf den letzten Drücker ins Lektorat geschafft und selbst mit der Überarbeitung war ich dann spät dran.
Hinzu kamen ein Arzttermin durch die halbe Stadt und ein anschließendes Treffen mit der lieben Mika.
Außerdem ein Tierarzttag, da es mal wieder Narkose zur Zahnsteinentfernung hieß (es gab nie Probleme damit, bis die Nieren nicht mehr ganz okay waren und seitdem kein stückiges Futter mehr geht, es muss alles ganz fein sein und dadurch fehlt das „Zähneputzen“). An diesen Tagen habe ich keine Ruhe, selbst wenn ich gar nicht die ganze Zeit beim Tierarzt sitze.
Abschließend dann auch noch das Kirschblütenfest in den Berliner „Gärten der Welt“ und die wunderschönen japanischen Kirschbäume, von denen das obige Foto auch stammt. ♥ Es war ein wundervoll warmer Tag mit einer lieben Freundin und schönen Eindrücken, obwohl es ziemlich voll war, was nicht so meins ist.

 
Das alles hat ausgereicht, um mich eine ganze Woche auszubremsen, doch zumindest teilweise war es das auch einfach wert (der Tierarztbesuch ja eher nicht, auch wenn er unglaublich wichtig war, denn unbehandelt, belastet das die Nieren noch viel mehr, nur falls sich jemand fragt, warum ich bei der Krankheit eine Narkose riskiere, leider ist das absolut nötig).
Jetzt wird es hoffentlich wieder etwas ruhiger.

 
Wie kommt ihr voran, sofern ihr denn teilnehmt?
Und wenn nicht am Camp, wie läuft es sonst mit euren Projekten?

 
Bis denne ☆

Erste Buchkäufe 2018

Als ich diesen Blog geplant habe, habe ich auch an regelmäßige Posts zu Bücherkäufen gedacht. Doch ich muss feststellen, dass ich bislang nicht einmal monatliche Käufe auflisten könnte. Deswegen lege ich mit diesem Beitrag erst einmal den Fokus auf die Bücher, die ich seit Jahresbeginn gekauft habe.

 
Es sind nämlich gerade einmal zwei Bücher.
Das liegt daran, dass ich im letzten Jahr für meine Verhältnisse sehr viele Bücher gekauft habe. Eigentlich waren es nur 41, doch für mich ist das sehr viel an gekauften Büchern in einem Jahr. Hinzu kamen auch noch geschenkte Bücher und ich bin kein Vielleser. Aus diesem Grund wollte ich den Kaufkonsum für dieses Jahr zurückhalten und erstmal lesen, was noch im Regal steht. Es gibt einzelne Bücher, die ich trotzdem kaufen werde, sobald sie erschienen sind, aber im Großen und Ganzen möchte ich mich auf meinen SuB konzentrieren.

 
Trotzdem sind zumindest die beiden Bücher auf dem Bild neu.
Liza Grimms „Die Götter von Asgard“ habe ich mir noch kurz vor der LBM gekauft, als es hier im Thalia auslag, und mir dann auch auf der Messe signieren lassen.
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl ist erst ganz frisch bei mir eingezogen, das würde also in einen April-Rückblick fallen und ich hätte jetzt nur ein Buch posten können.

 
Bislang sind beide Bücher noch nicht gelesen, auch wenn die Götter schon seit ungefähr einem Monat bei mir wohnen, ich bin mit Harry Potter noch immer nicht fertig und die Reihe hat weiterhin Vorrang. Wobei mir das gerade für das Sachbuch nicht ganz so leicht fällt. Aber ich schaffe es so selten, Bücher parallel zu lesen.

 
Eigentlich hätte ich gern mehr Bücher präsentiert, gleichzeitig freue ich mich, dass ich es bislang wirklich geschafft habe, mich an mein Vorhaben zu halten.

 
Wie geht ihr damit um? Kauft ihr häufig Bücher und vergrößert euren SuB oder baut ihr ihn auch erst einmal ab?

 
Bis denne ☆