Lesetyp – Bücher oder Hörbücher?

 
Ob Bücher oder Hörbücher, sie beide liefern Geschichten.

 
Dennoch liegen für mich Welten zwischen ihnen.

 
Wenn ich selbst lese, das Buch oder den E-Book-Reader in der Hand halte, dann tauche ich ab. Ich sehe die Wörter, die einen Sinn ergeben, die mir die Geschichte erzählen.
Wenn ich höre, drifte ich weg. Nicht selten ist es eine Szenerie, die beschrieben wurde oder dieser gerade stattfindende Handlungsaspekt und mein Kopf fängt an von dort weiterzudenken. Das endet nicht unbedingt in einer eigenen Geschichte, es können auch Erinnerungen dadurch ausgelöst werden und zu denen driftet meine Aufmerksamkeit dann.

 
Das ist der Grund, weshalb ich keine Hörbücher höre.

 
Und mir ist dabei aufgefallen, dass es mir schon immer schwer gefallen ist, nur zu hören.

 
„Schon immer“ ist dabei zumindest insofern zutreffend, wie ich mich erinnern kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir vorgelesen wurde, aber ich bin sehr sicher, dass es erwähnt wurde, also gehe ich davon aus, dass es das in meiner frühen Kindheit gab. Später nicht mehr. Ich habe selbst angefangen zu lesen, kaum, dass ich das Alphabet beherrscht habe. Ich weiß noch – und deswegen habe ich mich für dieses Bild entschieden -, dass ich „Brüderchen Vierbein“ gelesen habe, ohne die Silbe „ei“ zu kennen, „ie“ muss mir aber schon bekannt gewesen sein. Denn ich habe das E und I in „ei“ als einzelne Buchstaben gelesen und meine Eltern gefragt, was das bedeutet.

 
Einige Jahre später, wenn gelegentlich die Lehrer meinten, wir sollen nicht den Text im Buch selbst lesen, sondern es wird vorgelesen (oder auch im Deutschunterricht, wenn mit verteilten Rollen „Romeo und Julia“ gelesen wurde), habe ich den Großteil des Inhalts nicht erfasst. Was für mich ganz schlimm war in Fächern wie Geschichte oder Geografie, in beiden war ich nicht gut und musste mich schon sehr konzentrieren, wenn ich allein gelesen habe, wenn dann nur vorgelesen wurde, war es noch schwerer. Schon da zeigt sich dasselbe Problem, das ich heute damit habe.

 
Ich bin deswegen auch nicht sehr für Podcasts zu begeistern, vor allem, wenn sie rein auditiv sind (Die SchreibDilettanten haben ja so angefangen, sind aber vor Jahren auf ein Videoformat umgestiegen und damit fällt es mir leichter).

 
Also greife ich nur zu Büchern (damit meine ich übrigens, wenn ich es nicht explizit anders erwähne, immer beides – Print und E-Book, es sind beides Bücher, nicht nur Prints sind „echte Bücher“ und E-Books – ja, was sind diese dann eigentlich? „unechte Bücher“?). Es dauert vielleicht länger, sie zu lesen, aber ich verstehe wenigstens, worum es geht (was nicht bedeutet, dass das für andere gilt).

 
Ein weiterer Grund ist, dass ich versuche, immer weniger Dinge parallel zu machen. Okay, ich nutze Musik, um mich zur Hausarbeit zu motivieren (ich hasse das endlos und damit ists einfacher zu ertragen). Und ich brauche sie teils als Geräuschkulisse (Nebenwirkung beim Großstadtmenschen?). Aber Musik ist für mich anders zu gewichten. Sie kann für mich als reine Kulisse funktionieren oder ich lasse mich darauf ein und höre bewusst hin. Dann mache ich aber auch nichts anderes. Aber eine Geschichte nur nebenbei? Das funktioniert für mich höchstens, wenn ich sie schon sehr gut kenne, aber dafür müsste ich sie dann trotzdem wenigstens einmal gelesen haben. Ansonsten muss meine Aufmerksamkeit sich wieder auf zu viele Dinge fokussieren.
Ich versuche in dieser Hinsicht seit einiger Zeit zu entschleunigen. Multitasking ist spannend und herrlich effizient. Aber es überlastet auch. Und das versuche ich zu vermeiden.

 
Wie konsumiert ihr am liebsten Geschichten?
Kennt ihr das Problem mit der Konzentration bei Hörbüchern?
Oder fällt es euch eher schwer, beim niedergeschriebenen Wort am Ball zu bleiben?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – the GazettE

 
Vor dem heutigen Beitrag sitze ich und weiß weder, wie ich anfangen soll noch, wie ich ihn kurzhalten soll, ohne einfach nur ein paar Fakten zu listen.
Denn heute geht es um the GazettE (und ja, ich lege bei ihnen viel Wert auf diese Schreibweise, solange ich das „the“ verwende, ansonsten schreibe ich nur Gazette, wie die Aussprache hier üblicherweise auch lautet, das „the“ spricht eigentlich keiner mit, weil das auch erst mit der Änderung aus der Katakana-Schreibweise (ガゼット) 2006 hinzugekommen ist).

 
Als ich 2006 in die Fänge der japanischen Musik geraten bin, hat es nicht sehr lange gedauert, bis ich the GazettE entdeckt habe. Und das sogar in einem deutschen Magazin. Ich habe damals entweder in einer der Sommerausgaben der AnimaniA oder des Sonic Seducer ein Bild der Band gesehen und war – wie so oft – allein dadurch neugierig. Den Rest hat dann YouTube erledigt. Das war im Juni oder Juli 2006, denn sie haben Ende Juli auf der AnimagiC in Bonn gespielt und ich konnte es nicht mehr organisieren, dabei zu sein, weil ich zu kurzfristig davon wusste.

 
Anfangs waren sie eine Band von vielen, ich habe ständig neue kennengelernt, auch weil zu der Zeit immer wieder Konzerte in Berlin stattfanden und ich mir die entsprechenden Bands anhörte, um zu entscheiden, ob ich auf die Konzerte gehen würde oder nicht.
Doch Gazette liefen recht regelmäßig bei mir. Sie hatten in diesem Jahr ihr zweites Album veröffentlicht, waren zu einer Major-Band geworden, doch ich entdeckte für mich vor allem die älteren Sachen, mit denen sie angefangen hatten.

 
Als sie 2007 das erste Mal auf Tour außerhalb Japans gingen – wenn es auch nur eine kleine Europa-Tour war -, hatten sie sich bereits zu diesem Zeitpunkt bei mir an die Spitze geschoben. Und sie verweilen dort bis heute, wenn auch nicht mehr ganz allein. Sie sind für mich eine der wichtigsten Bands überhaupt, die so gut wie nie in meinen gemischten Playlists fehlt. Ihre Musik ist für mich vielleicht nicht physisch überlebenswichtig, doch jedes Mal, wenn ich sie längere Zeit nur sehr wenig oder nicht intensiv gehört habe, merke ich, dass ich sie brauche.

 
Und trotzdem habe ich einige Jahre nur sehr sporadisch verfolgt, was sie machen.
Ich war damals sehr aktiv in der Szene unterwegs, aber das Fandom schreckte mich irgendwann ab. Ich mag nicht detailliert darauf eingehen, warum, denn das ist möglicherweise nur Ansichtssache und ich will niemandem zu nahe treten, aber gegen Ende 2008 habe ich mich zurückgezogen. Ich habe mitbekommen, wenn etwas Neues rauskam, habe mir die Sachen online angehört, aber irgendwie wars das, zumindest gefühlt. Ich weiß, dass ich das nächste Album 2009 noch recht gut mitbekommen habe, wobei auch nur meine damaligen Favoriten hängen geblieben sind. Ähnlich lief es auch 2011 und 2012 bei den Alben ab, wobei ich einen Teil des 2012er Albums intensiver gehört habe. Aber vor allem die Singles dazwischen, sind bei mir halb durchgerauscht. Angehört, das Thema zur Seite gelegt. Infolge dessen weiß ich bis heute oft nicht sicher, welcher Song B-Seite auf welcher Single war, was ich ansonsten sehr gut differenzieren kann.

 
Dann kam das Jahr 2013 und die Band kündigte ihre erste Welttour an. Es würden fast sechs Jahre vergangen sein, seit ich sie gesehen hatte. Sechs lange Jahre nach einer Autogrammstunde und zwei Konzerten. Denn ich war 2007 selbstverständlich verrückt genug, sechs Stunden vor einer Autogrammstunde dazusitzen. Das Ganze fand in einem Einkaufscenter in Berlin statt und wir wurden stundenlang wie exotische Tiere begafft. Und so verrückt das klingt, ich bereue es nicht. Denn abgesehen von den Menschen dort, war die Autogrammstunde immer wechselnd auf 60 – 90 Minuten Dauer angekündigt. Ein paar Minuten, nachdem ich meine Autogramme hatte, wurde abgebrochen. Ja, ich würde mich für so etwas wieder so lange hinsetzen, wenn es mir wichtig genug ist. Denn die Schlange war hinter mir noch sehr lang. Die erste Tour hier, die einzige Autogrammstunde und von entsprechend weit kamen die Fans angereist.
Am Tag darauf gab es das Konzert in Berlin (das einzige, das sie hier je gespielt haben) und am nächsten war ich auch noch in Köln dabei.

 
Aber zurück ins Jahr 2013. Auch wenn so viel Zeit vergangen war, ich so viele andere Bands kennengelernt, kommen und gehen gesehen hatte, Gazette spielten weiterhin ganz oben mit.
Ab einen Monat vor dem Konzert habe ich mir ihre ganze Musik angehört, immer und immer wieder. Nur sie, nichts anderes. Ich entdeckte Songs wieder, die ich lange nicht gehört und tatsächlich vermisst hatte. Andere fühlten sich fast neu an, eben durch diese Art Pause in den vorigen Jahren. Es war alles so unglaublich intensiv (weswegen ich es zeitweise auch bewusst so handhabe, nur eine bestimmte Auswahl zu hören, Abstand kann unglaublich erfrischend sein, ganz auf Gazette verzichten, kann ich dennoch nicht).
Und dann kam das Konzert. Sie spielten in dem Jahr in Deutschland nur in Dortmund und München und ich hatte mich für letzteres entschieden. Nach einer recht nervenaufreibenden Zeit kurz vorher, weil meine ursprünglich geplante Unterbringung nicht funktionierte und zur selben Zeit das Oktoberfest stattfand, war letztlich alles geregelt. Abgesehen davon, dass ich zum ersten Mal allein woanders zu einem Konzert fahren würde, würde ich meiner Zimmernachbarin erst in München das erste Mal begegnen, kennengelernt hatten wir uns im Rahmen meiner verzweifelten Zimmersuche, bei ihr war jemand abgesprungen.
Das Konzert war unglaublich befreiend, ein Gefühl, das mich 2013 ohnehin oft getragen hat, auch wenn die Band sich sehr bedeckt hielt. Im August war eine neue Single erschienen, von der sie nichts spielten, im Oktober stand das nächste Album an, von dem sie auch nichts preisgaben. Aber nach all den Jahren war das völlig egal. Mein kleines Highlight war vermutlich, als sie 「Filth in the beauty」 spielten, ein Song aus den Jahren 2006/2007. Während der Wartezeit lief er beständig in meinem Kopf und weckte Erinnerungen an die Konzerte von 2007. Dass sie ihn spielen würden, damit hatte ich nicht gerechnet, aber sie taten es. Wie die meisten der Titel, die sie live spielen, ist er sehr energiegeladen, aber er hat auch das perfekte Tempo, um zu springen, passt super fürs Headbangen und gehört seit 2013 für mich zu einem Konzert dazu.

 
Da im darauffolgenden Monat das nächste Album erschien, verließ mich die Euphorie nach dem Konzert auch nicht. Ich hatte zwar ein kleines Tief, das sich bei mir nicht selten einstellt, wenn ich realisiere, dass ich wieder in den Alltag zurück muss, aber ansonsten fieberte ich dem neuen Album entgegen, die Band fütterte uns Fans mit kleinen Häppchen und dann war es soweit. Ich weiß gar nicht, wie lang die Intensität damals anhielt, aber das waren insgesamt locker drei Monate.

 
Das nächste Album folgte im Sommer 2015, ihm schlossen sich über das nächste halbe Jahr verteilt noch zwei Singles an und dann kam im Juni 2016 die nächste Welttour. Dieses Mal fuhr ich mit einigen Bekannten nach Köln, eine kleine Gruppe, was alles kostensparender gestaltete, aber ich habe dabei auch die Erfahrung gemacht, dass es mir den Freiraum nimmt, den ich brauche – im Leben an sich, aber auch hinsichtlich der Musik. Niemand der anderen war durch unangenehmes Verhalten daran Schuld, es hing einfach mit den Kompromissen zusammen, die in einer Gruppe notwendig werden.
Dies und ein paar weitere Fehlentscheidungen meinerseits stürzten mich in ein weit tieferes Loch und zogen schon damals nach sich, dass ich wusste, beim nächsten Mal wird es anders.

 
Letztes Jahr kam das nächste reguläre Album (es gab insgesamt noch zwei Alben in der Art von Best ofs, das erste meines Wissens nur eine Zusammenstellung, das zweite mit Re-Recordings und teilweise kleinen, teilweise sehr auffälligen Veränderungen, aber die führt die Band selbst nicht in den regulären Alben auf, weswegen ich sie jetzt nur hier erwähne) und am 22.12. folgte die große Ankündigung der nächsten Welttour.
Und ich habe in meinem letzten Beitrag erwähnt, dass ich „quasi Urlaub gemacht“ habe, denn Erholung war das nicht. Aber da ich hier rausgekommen bin und seit wirklich vielen Jahren nicht klassisch im Urlaub war (Verwandtschaftsbesuche und so zähle ich nicht) und ich wusste, dass die Kosten nicht gering sein würden, habe ich das für mich als meinen Urlaub deklariert.
Nach meinen Erfahrungen 2016 wusste ich, ich würde auf dieser Tour mindestens zwei Konzerte besuchen, also alle in Deutschland, so es denn nicht plötzlich mehr gäbe (das war nur 2007 so). Und ich wusste ebenfalls, ich würde mir ein VIP-Ticket leisten, vielleicht sogar auch zwei. Diese beinhalten einen früheren Einlass, früheren Zugang zum Merchandise (und das war mein eigentlicher Grund, das zu wollen, denn ich habe 2016 nicht alles bekommen, das ich wollte), ein sogenanntes Meet & Greet mit der Band, das aber eher ein Handshake-Event ist (ja, nach 2007 war das ein netter Gedanke, spielte für mich aber tatsächlich nicht die größte Rolle und sorgte auch dafür, nur ein VIP-Ticket zu kaufen) und ein Fangeschenk, das dieses Mal ein dünnes Handtuch war (wobei ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste).
Ende Januar fand der Ticketverkauf statt und im Anschluss reservierte ich noch am selben Tag Zimmer in Köln und München und buchte ebenfalls die Bahntickets. Ich würde das dieses Mal komplett allein machen und höchstens andere Bekannte vor Ort treffen. Wer nicht involviert war, wusste nicht, dass ich das vorhatte (ich rede nicht gern über Dinge, die in der Zukunft liegen, vor allem, wenn sie mir wichtig sind).

 
Von Samstag bis Mittwoch war ich unterwegs, Reise nach Köln, ruhiger Abend, Konzerttag (und ich habe lange gar nicht realisiert, dass es endlich soweit ist), am nächsten Tag die Weiterreise nach München, ebenso entspannt (okay, in beiden Fällen, wenn ich von den anderen Gästen absehe, die waren echt nicht leise, weder in Köln noch in München), der nächste Konzerttag inklusive des Meet & Greets und dann die Rückreise. Bereits am Montag wollte ich eigentlich nur noch wieder nach Haus, denn anders als viele andere, bin ich nicht gern woanders. Ich reise nicht sonderlich gern, sondern halte mich lieber in meiner Wohnung bei meinem Mädchen (= Katze) auf. Doch ich wusste ja, dass der Dienstag sich lohnen würde und das tat er.
Im Rahmen der Konzerte hatten sich einige alte Kontakte wiederbelebt und es war toll Menschen nach Jahren wieder zu treffen. Das Konzert in Köln war schon extrem gut gewesen, sehr heiß (aber das war die Halle 2016 auch schon gewesen), aber auch sehr energiegeladen, außerdem recht emotional für mich. Das in München war noch viel heißer (ich war nie zuvor in einer so heißen Halle wie dort), aber auch seitens der Band weit beteiligter. In Köln haben sie gut gespielt, aber eher jeder für sich. Es gab kaum Interaktionen, die ich durchaus von ihnen kenne. Und genau das trat in München zutage. Es lockerte einfach alles auf.
Das Meet & Greet fand erst im Anschluss statt (ich hatte schon in Köln mitbekommen, dass es wohl an die 300 VIP-Tickets gab, was die Bezeichnung eigentlich lächerlich macht), ich vermute, sie hätten das nicht wie in der Vergangenheit vorher geschafft (der Einlass lag eine Stunde vor dem regulären Einlass und 300 Leute zu kontrollieren, durch das M&G zu bringen und am Merchandise-Tisch durchzuschleusen, ist in 60 Minuten schon sehr schwierig). Also hieß es warten, bis wir aufgefordert wurden, uns aufzustellen und dann ging es der Reihe nach einmal los. Die Jungs standen nebeneinander hinter einem Tisch, schüttelten einem die Hand und bedankten sich, das wars im Grunde auch. Aus dem Hintergrund wurden wir ständig aufgefordert, weiterzugehen, Umarmungen wurden regelmäßig verboten (und manche Fans fragten die Jungs trotzdem danach), manchmal gab es eine kurze Kommunikation über den Dank hinaus, aber dann war auch schon alles vorbei. Es war dadurch ähnlich wie 2007 bei der Autogrammstunde, auch da wurde permanent gedrängelt, man solle sich beeilen, obwohl die Jungs damals ja Autogramme schrieben und das Warten vor einem von ihnen nicht daran lag, sich nicht trennen zu wollen. Und obwohl beides sehr schnell ging – das waren immer nur wenige Sekunden – so fühlt sich das jedes Mal für mich unendlich an. Das war 2007 so und unterscheidet sich dieses Mal nicht.
Ich bin danach nicht länger dort geblieben, auch meine Bekannten wollten in ihr Hotel zurückkehren, ich musste aber am nächsten Morgen früh aufstehen und musste noch packen und ganz dringend duschen.

 
Das Ganze liegt jetzt gerade einmal drei Wochen zurück (wenn das hier online geht, sinds dreieinhalb Wochen) und ich bin noch immer nicht so richtig zurückgekehrt. Zumindest thematisch ist mein Kopf noch immer voll von Musik, voll von dieser wundervollen Band und lässt keinen Platz für anderes.

 
Gazette werden für mich immer etwas ganz Besonderes sein und wegen der Tour schreibe ich jetzt über sie, denn ich wusste, ich könnte mich jetzt nicht auf eine andere konzentrieren (der Beitrag zu MUCC kam zwar zwei Tage nach meiner Rückkehr online, tatsächlich habe ich aber die letzten drei Juni-Beiträge vor meiner Abreise geschrieben und geplant, weil ich wusste, dass mein Kopf dafür keine Kapazitäten haben würde, nicht mal für Beiträge ohne Musik).

 
Ich werde euch jetzt einfach meine Schätze zeigen, zwischen den Text haben sie heute irgendwie nicht so richtig gut gepasst also kommen sie einfach hintereinander.

 

CDs
(alle 9 Alben, eines davon in zwei Versionen, zwei Minialben und noch ein gesondertes)

 

DVDs

 
Tourshirt und Bandana, beides 2007

Vorderseite Shirt, Bandana ausgeklappt

 

Rückseite Shirt, Bandana gefaltet

 
Tourshirts 2013

Vorderseite

 

Rückseite

 
Tourshirt 2016 (links) und „Black Moral“-Shirt (im NeoTokyo gekauft)

Vorderseite

 

Rückseite

 
Merchandise 2019
Hoodie (links), Tourshirts

Vorderseite

 

Rückseite

 
Das war es im Groben. Es ist noch eine ganze Menge mehr Geld indirekt in die Band geflossen, aber dafür habe ich einen gesonderten Beitrag geplant und das betrifft auch nicht nur Gazette.

 
Jetzt fehlen nur noch die Videos.
Ein paar wenige habe ich ja schon im Dezember bei meiner Playlist für die Weihnachts-/Winterzeit verlinkt.
Mich zu entscheiden, fällt mir unglaublich schwer, denn Gazette haben in mittlerweile gut 17 Jahren so vieles gemacht, sie haben sich verändert, sind gewachsen und trotzdem immer noch unglaublich toll. Ich mag nach wie vor viele der alten Songs, auch wenn ich die aktuelleren häufiger höre.

 
Ich denke, ich starte einfach mal mit dem Song, mit dem ich glaube, sie kennengelernt zu haben. Er zählt nicht mal zu meinen Top-Favoriten. Ich weiß nicht sicher, ob es wirklich der erste Song war, aber es waren auf jeden Fall die Kostüme, die sie in dem Video tragen.
SILLY GOD DISCO

 
十七歳 (juunana sai) ist einer ihrer ältesten Songs, aus dem Jahr 2002 (das zeigt auch die Videoqualität). Trotzdem zählt er zu der sehr langen Liste meiner Favoriten. Er hat eine sehr eigene Art sich zu steigern und vor allem, wenn zum Ende die Gitarre noch mit im Hintergrund einsteigt, geht mir jedes Mal das Herz auf (wer wissen will, was ich meine, muss durchhalten).

 
Verglichen mit heute waren sie gewissermaßen in den ersten Jahren roher und vielleicht auch verrückter drauf. Ein Beispiel dafür ist 春ニ散リケリ、身ハ枯レルデゴザイマス (haru ni chirikeri, mi ha kareru de gozaimasu).

 
Da ich es schon erwähnt habe und von dem Song ohnehin nicht genug bekommen kann, verlinke ich auch Filth in the beauty.

 
Ich arbeite mich hier gerade ein bisschen durch ihre Discography und versuche mich pro Album für einen Song zu entscheiden (das vorige habe ich übersprungen, weil ich davon 「DIM SCENE」 bereits letztes Jahr verlinkt hatte) und nehme deswegen THE SUICIDE CIRCUS mit rein.

 
Vom nächsten Album weiß ich, dass zu 「DERANGEMENT」 ein PV existiert, das ich mir nur einmal angesehen habe, weil es extrem eklig war (ich meine mich an Maden zu erinnern, aber ich glaube, das war längst nicht alles), deswegen lasse ich den Song weg. Eine Entscheidung zu treffen, fällt mir ohnehin schwer, aber im Endeffekt nehme ich ATTITUDE. Unter anderem auch, weil der Song ziemlich gut zeigt, wie die beiden Konzerte aussahen, auf denen ich dieses Jahr war. Sie haben ihn zwar nicht gespielt, aber so in der Art war der überwiegende Teil der Musik, vielleicht ein bisschen mehr melodisch, aber rein von der Energie her.

 
Mit dem nächsten Album wird die Entscheidung fast noch schwerer. Ich hatte mich bis 2013 nie auf eines als Favoriten festlegen können, doch das änderte sich damals schlagartig (ich habe auch keines so oft gehört, wie dieses, wobei ich fast glaube, dass die beiden nachfolgenden nicht kürzer gekommen sind, sie kann ich nur noch nicht so lange hören und dadurch auch weniger häufig), was allerdings jetzt auch schon nicht mehr so richtig passt, mittlerweile sind es im Grunde die letzten drei Alben. ^^
Ich nehme jetzt einfach INSIDE BEAST. Eigentlich wollte ich das PV verwenden, doch dann habe ich diese Live-Version gesehen und festgestellt, dass es der erste Song der Zugabe ist. Und das war er auf beiden Konzerten hier dieses Jahr auch, also muss es diese Version sein.

 
Da ich aus dem nächsten Album auch schon in dem älteren Beitrag 「DOGMA」 verlinkt hatte, lasse ich diesen Song jetzt auch weg und gehe stattdessen zum letzten Album über. Das Shirt auf dem letzten Bild ganz rechts zieren drei Zeilen aus Falling.

 
Und bevor ich euch die letzten drei Alben in Gänze dalasse, verlinke ich aus einem von ihnen noch ab einer bestimmten Stelle. Denn mein absoluter Top-Song ist nicht einer, sondern es sind zwei. Und obwohl sie inhaltlich nicht miteinander verbunden sind, so gibt es auf dem Album keine Unterbrechung und irgendwann im zweiten der beiden Songs wunderte ich mich, wann der vorige denn enden würde, da keine extra langen Titel auf dem Album waren. Zu dem Zeitpunkt befand ich mich schon im zweiten und habe sie seitdem nie getrennt gehört, obwohl das Album mittlerweile über fünfeinhalb Jahre draußen ist.
TO DAZZLING DARKNESS + CODA (einfach bis zum Ende durchhören, es sind die letzten beiden Titel auf dem Album) Auch wenn meine Auswahl zeigt, dass ich die sehr energiegeladene Musik von ihnen liebe, so trifft es eindeutig nicht auf meinen Favoriten zu (den höchsten Favoriten, ich habe eine sehr lange Liste an Titeln, die ganz oben rangieren).

 
Komplette Alben:
『BEAUTIFUL DEFORMITY』 (23.10.2013)
『DOGMA』 (26.08.2015)
『NINTH』 (13.06.2018)

 
Kennt ihr die Band? (das ist nicht ganz so ausgeschlossen wie bei mancher der bisherigen)
Woher kennt ihr sie oder seid ihr neugierig geworden?
Was gefällt euch oder auch nicht an ihnen?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Juni

 
Willkommen im neuen Monat und zu meinem Leserückblick.

 
Der leider völlig leer ausfällt.
Auch wenn auf dem Foto erneut „Kernstaub“ von Marie Graßhoff zu sehen ist, so habe ich das Foto eigentlich nur reingenommen, weil ich das Buch nach wie vor nicht beendet habe.

 
Denn ich habe im Juni gar nicht gelesen.
Ich habe halbwegs überrascht festgestellt, dass es wirklich keine einzige verzeichnete Minute dafür gibt.
Mir war bereits klar, dass da nur sehr wenig stehen würde, aber ich hatte gedacht, dass ich zumindest zu Beginn des Monats mal die Nase ins Buch gesteckt hatte, aber nein.

 
Wie konnte es denn nur dazu kommen?

 
Zum Teil ist das ganz einfach.
Ich habe im Juni quasi Urlaub gemacht.

 
Haha, Urlaub, gerade da liest Mensch doch viel (immerhin war ich allein unterwegs). Ja, das hatte ich auch gedacht. Ich hatte den E-Book-Reader dabei, auf dem auch der Nachfolgeband drauf ist und zusätzlich ganz vorsorglich noch ein Taschenbuch eingesteckt. Nur, um nichts davon auch überhaupt mal zu öffnen.

 
Ich will jetzt gar nicht zu sehr auf die Reisedetails eingehen, aber so wie ich bin, hat die eher kurze Reise vom 15. bis 19. Juni ganze drei Wochen in Anspruch genommen. Ich brauche eine gewisse Zeit im Vorfeld, in der ich durch die Veränderung meines Alltags sehr angespannt bin, außerdem hatte ich für die Katzenbetreuung und die Reise einiges vorzubereiten. Die Zeit danach war dann zwar weniger nachbereitungsaufwändig, aber ich habe locker eineinhalb Wochen gebraucht, um wieder halbwegs normal zu funktionieren. Also, auch wenn ich nur ein paar Tage weg war, habe ich eigentlich volle drei Wochen Urlaub gemacht. Oder sowas in der Art, Erholung war das nicht, aber das bin einfach ich.

 
Und daraus erklärt sich eigentlich auch, warum ich seit mittlerweile drei Monaten am selben Buch lese, obwohl ich vor allem im April, aber auch noch ein bisschen im Mai ganz gut vorangekommen war. Mein Fokus lag einfach ganz woanders. Teils gewollt, teils halt so.

 
Wie sieht es bei euch aus?
Habt ihr mehr gelesen als erwartet oder weniger?
Oder wart ihr schon tief in den Camp-Vorbereitungen gefangen (so ihr Autoren seid)?

 
Bis denne ☆

Warum ein detaillierter Plot nicht Langeweile bedeutet

 
Mein heutiger Beitrag ist letztes Jahr im September im Schreibmeer erschienen. Da mir das Thema sehr am Herzen liegt (und ich finde, aus dieser Sicht gibt es kaum Schilderungen), kommt er heute hier online.

 
Wann immer ich mich unter Autoren umschaue, sind sie sich ähnlich und zugleich verschieden. Sie alle lieben das Schreiben, sie stecken Herzblut und Arbeit in ihre Projekte und doch tun sie das auf unterschiedliche Weise.
Der eine plant seine Geschichte grob, der Nächste überhaupt nicht und wieder ein anderer weiß alles, noch bevor er das erste Wort zu Papier bringt.

 
Zur letzten Gruppe zähle ich. Und nach meinen bisherigen Erfahrungen ist diese Gruppe sehr überschaubar. Weil das für mich zu Anfang überhaupt nicht nachvollziehbar gewesen ist, habe ich natürlich immer wieder nachgefragt, warum andere detailliertes Plotten nicht mögen. Und die am meisten vertretene Antwort hat gelautet, dass es langweilig sei. Die Autoren bräuchten die Überraschung und ein eng gestrickter Plot lasse dafür keine Möglichkeiten und enge sie ein.

 
Gegen genau dieses Vorurteil setze ich mich seitdem zur Wehr.
Allerdings glaube ich, dass es vor allem davon abhängt, wie man die Arbeitsschritte betrachtet. Ich nehme an, dass für die “plotlosen“ Autoren der Schreibprozess den Kreativitätsprozess darstellt.
Für mich ist das anders.

 
Wenn ich schreibe, ändere ich meinen Plot nicht mehr. Ich will das gar nicht. Und ich will auf gar keinen Fall auffällig überrascht werden. Das würde bedeuten, dass meine gesamte restliche Geschichte „den Bach runtergehen“ könnte, dass ich am Ende der Rohfassung gewissermaßen von vorn beginnen muss, weil sich zu viele Logikfehler eingeschlichen haben und meine Geschichte gar nicht mehr funktioniert.

 
Genau deswegen plotte ich.
Und zwar extra detailliert.
Um das zu umgehen.

 
Ich trenne den Kreativitätsprozess vom Schreiben, vom reinen Tippen.
Meine Kreativität hat ausgiebigen Freilauf in der Planungsphase. Da mache ich genau das, was andere Autoren während des Schreibens tun: Ich fahre ohne Karte los, schmettere den Wagen gegen die Wand, lege den Rückwärtsgang ein und probiere eine neue Seitenstraße. Ab und zu fahre ich auch einfach querfeldein.
Das alles findet in meinem Kopf statt, manchmal als Notizen auf Papier (meist digital) und wird möglicherweise wieder rausgeworfen, wenn eine spätere Idee diesen Teil nicht mehr funktionieren lässt. Das geht so lange hin und her, bis die Geschichte innerhalb meiner Prämisse und meines Gerüsts (7-Punkte-Stuktur) schlüssig ist und mir gefällt.

 
Mein Planungsprozess zieht sich deswegen über einen langen Zeitraum und das Plotdokument umfasst mehrere tausend Wörter (mein letzter fertiger Plot ist beispielsweise 27.500 Wörter lang).
Damit habe ich eine Grundlage in der Hand, mit der ich mich beruhigt an den PC setzen kann und nur noch zu tippen brauche. Nichts stört. Keine Ungereimtheiten darüber, was ich als Nächstes schreiben könnte. Keine Unruhe, ob das am Ende auch aufgehen wird, ob die Handlungsfäden wirklich zusammenpassen oder die Figuren mir nicht zwischendurch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Ich weiß, ich komme an mein Ziel. Ich muss nur dem Plan folgen.

 
Und für mich ist das genauso spannend, wie das Erzählen von Geschichten am Lagerfeuer. Diese kennt der Erzähler auch bereits. Fände er sie langweilig, würde er sie vermutlich nicht erzählen. So wie ich meine Geschichte kenne, bevor ich sie schreibe. Und mich dennoch gerne hinsetze und tippe. Die Wahl des Wortes – also des Elements, mit dem ich Spannung verstärke oder nicht – liegt bei mir. Und da ich weiß, dass ich das, im Gegensatz zum Erzählen vor Publikum, nicht sofort perfekt zu machen brauche (denn das funktioniert nie im ersten Anlauf, aber mein Fokus liegt trotzdem stärker auf den Worten als auf der Handlung), fällt das Schreiben umso leichter. Ich kann mich hinsetzen, mein Plotdokument öffnen und schreiben. Solange ich Zeit habe oder möchte. Speichern. Dokument schließen. Morgen dasselbe. Ohne über Inhalte nachdenken zu müssen. Aber mit voller Konzentration auf den Text. Und teilweise erlebe ich die Geschichte dabei sogar, als kennte ich sie noch gar nicht. Da sind außerdem die kleinen Details, die sich durchaus neu ergeben, nicht inbegriffen. Sie haben nur keine Auswirkung auf den Plot im Allgemeinen, sie werfen ihn nicht um, hinterlassen aber trotzdem ein Gefühl der Überraschung und vermeiden Langeweile.

 
Und deswegen liebe ich es zu plotten. Viel und ausführlich, bis die Geschichte rund ist und geschrieben werden kann.

 
Zu welchem Typ zählt ihr?
Plant ihr überhaupt?
Welche Plotstruktur/en mögt ihr am liebsten?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – MUCC

 
Für diesen Beitrag habe ich mir eine Band ausgesucht, für die es endlich Zeit wird. Denn mit ihr bin ich in die japanische Musik überhaupt eingestiegen.

 
Es war entweder noch Ende 2005 oder vielleicht auch schon 2006, als mein Bruder immer wieder diese Band gehört hat. Wenn ich bei meinen Eltern war, hörte ich einzelne Lieder, manche im Laufe der Zeit mehrfach und so blieben sie bei mir hängen. Sie gefielen mir, ich suchte zu Haus online ein bisschen und fand heraus, dass MUCC (damals noch mit der Schreibweise ムック) sogar im Mai in Berlin spielen würden. Aber der Preis von damals gut 30,00 € erschien mir sehr hoch (üblicherweise zahlte ich sonst für Bands in diesem Club ungefähr 20,00 €). Ich ließ von dem Gedanken ab, doch drei Tage vor dem Konzert war da der Gedanke, wer weiß, wie schnell sie wieder nach Deutschland kommen würden. Also ab zum Reisebüro mit Theaterkasse, Ticket gekauft, rüber zum Elektromarkt, zwei Alben gekauft und das wars.

 
Es ging danach sehr schnell auch mit anderen Bands weiter, doch darauf möchte ich jetzt hier nicht eingehen, zu einem Teil von ihnen kommen ohnehin noch einzelne Beiträge.

 
Es war das erste Konzert, auf das ich allein gegangen bin, weil ich niemanden kannte, der solche Musik hört (mein Bruder zählt nicht, er geht nicht auf Konzerte), aber obwohl ich mir das total komisch vorgestellt hatte, hat es mich nicht gestört. Was nicht bedeutet, dass ich jemanden kennengelernt habe.
Das kam erst ein paar Monate später, nach weiteren Konzerten und witzigerweise im Zusammenhang mit dem Japanischkurs, den ich an der VHS belegt habe. Zwei Fans, die ich auf Konzerten ein paar Mal gesehen hatte, waren auch in dem Kurs und darüber ergab sich dann mehr Kontakt in die Szene, die es damals in Berlin gab (mittlerweile ist davon nicht mehr viel übrig, so mein Eindruck). Und zusätzlich eben auch über Onlinekontakte.

 
Mein Gedanke, wann MUCC wieder nach Deutschland kommen würden, war eindeutig naiv, zumindest zur damaligen Zeit, denn bereits im Frühjahr 2007, also nicht mal ein Jahr später, waren sie wieder in Europa. Ich war mittlerweile Stammgast im NeoTokyo (ein kleiner Shop für Manga, Anime, J-, wie auch K-Music; eigentlich war ich auch Stammkunde, aber nicht nur, wir gehörten damals quasi zum Inventar) und als ich meine Tickets für Saarbrücken und Berlin gekauft hatte (ja, das waren zwei Konzerte, denn ein Teil der Tour war eine sogenannte Coupling Tour, also MUCC und noch eine weitere Band – BALZAC – und ich wollte unbedingt eines der Onemans von MUCC mitmachen und daher fiel die Wahl zusätzlich auf Saarbrücken), gab es noch eine Frage vom Verkäufer hinten dran: Wegen der Coupling Tour ab dem Auftritt in Hamburg gäbe es weniger Platz im Bus und sie bräuchten noch jemanden für den Merchandise-Verkauf, ob ich denn Lust dazu hätte. Die Fahrt bekäme ich bezahlt, das Konzert könnte ich mir anschauen, weil in der Zeit wenig am Verkaufstisch los sei, ich bräuchte nur eine Unterkunft. Und da ich eine Freundin in Hamburg wohnen hatte, war ich dann ganz spontan dabei und konnte auf der Tour drei Konzerte sehen. Und die Unterstützung in Hamburg war natürlich etwas ganz besonderes. Auch wenn ich dadurch keinen Kontakt zur Band hatte oder so, darauf kam es gar nicht an. Der Sänger war zwar zwei Mal in der Nähe, einmal während der Rest der Band noch beim Soundcheck auf der Bühne stand, saß er mit Laptop nur ein paar wenige Meter entfernt (während ich vorbereitend Poster rollte, damit es beim Verkauf schneller ginge, hinterher haben wir sie dann alle wieder entrollt, damit sie sich besser transportieren lassen), später kam er dann an den Tisch und wollte für ein paar japanische Münzen eine CD mitnehmen (was dann ein sehr günstiger Kauf für ihn gewesen wäre ^^).
Die Konzerte auf der Tour waren natürlich alle spitze, aber jedes für sich eine eigene kleine Erfahrung. Beispielsweise erhielten besagte Freundin und ich am Abend vor dem Konzert in Saarbrücken einen Anruf, weil die Band was essen gehen wollte. Die Besitzer des NeoTokyo haben auch ein Label hier in Deutschland, das eben diese Tour ausgerichtet hat und daher war der Verkäufer aus dem hiesigen NeoTokyo begleitend bei der Tour dabei, was zu dem Anruf geführt hat.
Ebenso ist das Konzert in Saarbrücken für mich insofern immer besonders, weil sie dort einen Song live aufgenommen und als B-Seite auf eine Single gepackt haben. Was gibt es schöneres, als einen dauerhaften Eindruck eines Live-Erlebnisses, bei dem man dabei war?

 
Leider war es das auch schon mit meinen Konzerterfahrungen (es ist also bereits über zwölf Jahre her). MUCC waren zwar noch zwei Mal in Berlin, aber beide Male konnte ich aus finanziellen Gründen nicht gehen (beim zweiten Mal wars fest einkalkuliert, aber dann kam die Nierenerkrankung meiner Katze dazwischen und die Untersuchungen waren einfach wichtiger). Ich hoffe, sie kommen mal wieder her und ich kann dann dabei sein.

 
Was die CDs etc. betrifft, habe ich tatsächlich gar nichts selbst in Japan bestellt.
Die ersten beiden Alben (『朽木の灯』 (kuchiki no tou, das sehr dunkle, zweite von unten, links) und 『鵬翼』 (houyoku, das helle darüber)) habe ich, wie oben erwähnt, im Elektromarkt gekauft. Die Single 『最終列車』 (saishuu ressha, rechts neben den beiden Alben) müsste ich auf dem ersten Konzert mitgenommen haben, glaube ich. Alles weitere habe ich im NeoTokyo erstanden. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, sind noch ein paar digitale Käufe über iTunes.
Außerdem habe ich mir 2007 auf der Tour noch Shirts geholt.

 

Vorderseite

 

Rückseite

 
Es gab nach 2007 ein paar Jahre, wo ich ein bisschen Abstand genommen habe, weil mir die Releases nicht so gut gefallen haben.
So richtig zurück waren MUCC für mich erst 2015 mit ihrem Minialbum 『T.R.E.N.D.Y. -Paradise from 1997-』. Stilistisch ging alles wieder mehr in die Richtung, mit der ich die Band kennengelernt habe. Auch ihr neuestes Album 『壊れたピアノとリビングデッド』 (kowareta piano to living dead) gefällt mir sehr gut.
Mittlerweile gibt es die Band seit 22 Jahren, sie zählen also eindeutig zu den erfahrenen Musikern (im Vergleich zu manch anderen Bands, über die ich schon geschrieben habe).

 
Hier kommen jetzt wie immer noch ein paar Videos:

 
「最終列車」 (saishuu ressha) (die oben erwähnte Single und einer der Songs, die mich zur Band gebracht haben)
「雨のオーケストラ」 (ame no orchestra) (der andere Song, der nicht mehr aus meinem Kopf verschwinden wollte)
「リブラ」 (libra) (ich mag das PV total gern und den Song ohnehin, die Melodie im Refrain ist einfach so wundervoll)
「B.L.U.E -Tell me KAFKA-」 (vom Minialbum 『T.R.E.N.D.Y. -Paradise from 1997-』) (auch hier ist es die Melodie und überhaupt, wie es in den Refrain reingeht, was ich so mag, das Video ist eine Live-Aufnahme)
「モノクロの景色」 (monochrome no keshiki) (auch einer der Songs, die mich von Anfang an begleiten und schon immer zu meinen Favoriten gezählt haben)

 
Da MUCC nicht ganz so unbekannt sind, kennt ihr sie?
Habt ihr sie vielleicht auch schon mal live gesehen oder was ist eure Geschichte zur Band?
Wenn die Band neu für euch ist, wie gefällt sie euch?

 
Bis denne ☆

Mein Tracking 2019

 
Letztes Jahr im Juli habe ich darüber geschrieben, wie ich meinen Fortschritt tracke.
Und seitdem hat sich ein bisschen was geändert, weswegen ich heute erneut darüber spreche.

 
Die Listen auf Papier sind mit diesem Jahr verschwunden.
Sie sind praktisch, aber ich war die Zettelwirtschaft leid. Und da ich für dieses Jahr wieder einen Kalender haben wollte, habe ich beschlossen, das Tracking darin zu intergrieren. Also anstelle täglich die Zahlen in die Liste zu schreiben, kommen sie nun in den Kalender.
Das ist ein klein wenig täglicher Mehraufwand, weil ich ja jeden Tag die einzelnen Kategorien eintragen muss, aber das fällt an den Tagen eben auch nicht auf.

 

 
Meine täglichen Eintragungen sehen grob so aus (und ja, ich habe die Eintragungen selbst unkenntlich gemacht, aber das Prinzip sollte trotzdem zu erkennen sein). Im Grunde setzt sich das aus zwei Projekten zusammen, ein Punkt ist für Japanisch, einer fürs Lesen und dann noch einer für alles Weitere. Pro Punkt gibt es eine Zeile und dahinter steht dann eben wie auch schon auf den Zetteln, wie lange ich daran gesessen habe, gegebenenfalls, wie viele Wörter ich geschrieben habe oder zusätzliche Notizen (für diese hat mir auf den Zetteln immer der Platz gefehlt).

 
Ebenfalls hat sich meine Excel-Datei verändert.

 
Im letzten Jahr hatte ich bereits eine Tabelle in den Monatsübersichten, die quasi sechs Projekte umfasste. Davon waren vier tatsächliche Autorenprojekte, eines das Lesen und das letzte blieb für alles Weitere. Und gerade für die Jahresauswertung hat mich das extrem genervt, weil ich in der letzten Spalte für fast jeden Tag eienn Kommentar stehen hatte und sie ständig alle durchgehen musste, um sie den einzelnen Unterpunkten (Schreibmeer, Japanisch etc.) zuordenen zu können. Deswegen sind bereits die Monatsübersichten und damit natürlich auch die zusammenfassende Jahresübersicht gewachsen.
Es gibt jetzt maximal drei Autorenprojekte, den Blog, Japanisch (wiederum in drei Spalten für verschiedene Lernansätze), das Lesen, allgemeiner Autorenkram sowie auch noch eine Spalte für Verschiedenes. Gerade in den letzten beiden steht dann manchmal in einem Monat gar nichts drin, in anderen ab und zu was. Dadurch wird die Auswertung aber viel einfacher.

 
Und das war es dann im Grunde auch schon wieder. Das Prinzip hat sich nicht wirklich geändert. Ich schreibe täglich auf, werte im Folgemonat aus und übertrage dabei in die Tabelle und habe dort meine Übersicht. Nur die Unterteilung und die Form des Notierens haben sich ein bisschen verändert, aber für mich eindeutig zum Positiven.

 
Passt ihr euer Tracking auch gelegentlich an?
Oder macht ihr das gar nicht erst?
Welche Methode verwendet ihr?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Mai

 
Schon wieder ein neuer Monat, also gibt es wieder einen Leserückblick.
Auch wenn ich nicht wirklich etwas zu erzählen habe.

 
Lesetechnisch war der Mai nicht sehr umfangreich, deswegen zeige ich euch heute dasselbe Buch wie im letzten Monat. Ich lese nämlich noch immer an „Kernstaub“ von Marie Graßhoff und bin auch immer noch nicht fertig.
Das liegt weiterhin nicht am Buch, sondern einfach daran, dass ich derzeit so gut wie gar nicht lese. Und aus diesem Grund bin ich jetzt auch schon mit diesem Beitrag fertig. ^^

 
Ward ihr im Mai erfolgreicher?
Welche Bücher habt ihr gelesen?
Hattet ihr Highlights dabei?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – ANUBIS

 
Wo ist denn eigentlich die Zeit hin? Der letzte Musikbeitrag ist tatsächlich schon sechs Wochen her. Es wird also dringend Zeit, euch die nächste Band vorzustellen.

 
Heute habe ich mich für ANUBIS entschieden.
Eine Band, die es auch schon lange nicht mehr gibt, schon gar nicht so, wie ich sie einmal kennengelernt habe. Doch eins nach dem anderen.

 
Grund dafür, ANUBIS heute mit reinzunehmen, ist erneut der Bezug zu FeaDior. Das beginnt bereits beim Kennenlernen, doch geht noch weit darüber hinaus.

 
Ich hatte im Februar erzählt, dass ich über einen der Members von FeaDior in einer Zeitschrift gestolpert und neugierig war. Allerdings war das nicht nur dieser eine Musiker, sondern es waren zwei weitere in dem Interview und dadurch auch mit Bild vertreten, nämlich der Sänger und Bassist von ANUBIS. Beide Bands waren damals beim selben Label, das meines Wissens dem Bassisten von ANUBIS gehört/gehörte (ich weiß nicht sicher, ob es noch existiert). Wie bei FeaDior war ich damals auf den Sound neugierig. Und wie sich das anhörte, findet ihr unten verlinkt.

 
Das war also ebenfalls 2007 gewesen.
2008 war dann nicht mehr wirklich etwas von der Band zu hören. Es wurden keine Releases angekündigt, in den Communitys auf LiveJournal oder in Foren tauchten keine Infos auf. Ein Disbanding war nicht unwahrscheinlich, allerdings gab es auch darüber keine Nachrichten.
Noch 2009, glaube ich, kam dann eine neue Ankündigung: Ein Album. Das hatte es vorher nicht gegeben, nur zwei Singles und war dadurch eine große Sache. Mittlerweile war auch klar, dass außer dem Bassisten, der die Band gegründet hatte, auch niemand mehr geblieben war, einer der Gitarristen hatte bereits 2007 solo weitergemacht, der andere war ebenfalls ausgestiegen und in einer neuen Band (die auch noch auf meiner Liste steht, die Verknüpfungen bleiben erhalten ^^), es gab einen neuen festen Gitarristen sowie einen, der als Support dabei war. Aber eben nur bis 2008, dann verlor sich alles.

 
Als die Ankündigung für das Album kam, steigerte sich mein Interesse für die Band um ein Vielfaches. Mir hatten die Songs, die sich online finden ließen, gefallen, aber das war es damals auch gewesen. Für das zweite Line-Up gab es laut CD-Booklet vier Members, der altbekannte Bassist, ebenfalls einer der ersten beiden Gitarristen, einen neuen Drummer (den ich nur von hier namentlich kenne) und … und … der zweite Vocal von FeaDior. Hier kommen sie wieder ins Spiel und das war für mich der Grund, diese CD bestellen zu wollen.
Was damals gar nicht so einfach war.

 
Wie ich schon erwähnt hatte, gab es damals kaum Shops, die ins Ausland lieferten. Und in dem mir damals einzigen bekannten, war die Band nicht gelistet. Ich habe in ziemlich miesem Japanisch dem Sänger eine Nachricht geschrieben (E-Mail oder über den Bloganbieter) und nachgehakt. Kurze Zeit später kam die Info auf einen anderen Shop, der zwar nicht regulär eine Einkaufswagen-Option hatte, aber per E-Mail und sogar PayPal Bestellungen aus dem Ausland ermöglichte. Und genau über diesen Weg zog die CD auch bei mir ein.
Beim Lesen der Titel wurde mir schnell klar, dass ein paar alte Bekannte dabei sind. Beim ersten Anhören war ich dann leicht sprachlos.
Ich kannte diesen Vocal ja bereits seit ein paar Jahren und war von seiner Stimme schon immer begeistert gewesen. Doch mein erster Gedanke nach einem Song war: er hat eine Ausbildung durchlaufen. Das ist unter den Vocals nicht üblich. Gesangstraining haben viele von ihnen, aber eine richtige Ausbildung eher nicht. Er hat auch irgendwann später mal in einem Blogbeitrag darüber geschrieben, was mir diesen Gedanken bestätigt hat, aber es ist eigentlich ohne Weiteres rauszuhören, gerade mit dem Unterschied zu den Songs von FeaDior.

 
Dem Album folgte eine Single sowie ein Song auf einem kostenlosen Omnibus (den ich dem Shop auch noch aus der Tasche leiern konnte, eigentlich lagen die in Geschäften in Japan aus, aber darauf hatte ich ja keinen Zugriff und als ich etwas von einer anderen Band bestellt habe, habe ich gefragt, ob sie mir nicht eine von den CDs dazulegen können XD).
Unter dem Namen ANUBIS war es das dann leider.
Es folgte 2013 noch ein weiteres Album, allerdings nur noch unter dem Namen des Bassisten, der das Projekt seitdem allein betreibt, aber ich habe mich damit nicht mehr weiter befasst.

 
Das Besondere an ANUBIS ist wohl der Bezug zum Thema Pharaonen, Ägypten etc. Das ist teils an den Titeln schon ein bisschen zu erahnen.
Aber gerade das Album 「MYTH -神々の調べ-」 (MYTH -kamigami no shirabe-) ist eine Geschichte mit gesprochenen Elementen zwischendrin (ich mag es ja, dass die Erzählungen auf Englisch gehalten sind, so kann auch ich sie verstehen, zumindest die Einleitung und am Ende, die Figuren in der Geschichte sprechen Japanisch). Aus diesem Grund verlinke ich auch das gesamte Album als Playlist, denn wer von euch sich für Anime interessiert, mag das vielleicht mal mitnehmen. Es ist ein Wechsel aus Sprache, Songs und immer wieder auch Sounds, die für eine gewisse Stimmung passend zur Geschichte sorgen. Die Stimmen von Creed und Osiris werden beide vom Sänger gesprochen, aber auch ein Teil der anderen Musiker spricht eine Figur.

 
Hier kommen jetzt also die Verlinkungen. Erst einmal die alten Aufnahmen mit dem ersten Vocal.
「SUBLIMINAL 【Collectors version】」 (Titel 4 auf dem Album)
「死者の書「アニのパピルス~魂ノ裁判~」」 (shisha no sho ‚ANI no Papyrus ~tama no saiban~‘) (Titel 6 auf dem Album)
「スカラベ徘徊」 (Osiris houtei) (das hier ist eine Live-Version, auf dem Album ist das ziemlich anders, Titel 7)
「月ノ華」 (tsuki no hana) (Titel 13 und 14 auf dem Album, mein Favorit ist die 14)
「スカラベ徘徊」 (scarab haikai) (nicht auf dem Album, aber ich mag den sehr gerne, ich vermute, dass das eine Live-Aufnahme ist und sie den Song auch nur live gespielt haben, denn abgesehen von dem kurzen melodischen Stück werden darin die einzelnen Members vorgestellt: Guitar Sayo, Guitar Dai, Bass Run, Drums Shintaro, Vocal Yukiki)

 
Und dann habe ich hier den Link zum Album:
「MYTH -神々の調べ-」 (MYTH -kamigami no shirabe-)

 
Wie immer, frage ich erstmal, ob ihr die Band zufällig kennt?
Gefällt euch der Sound bzw. das Konzept?
Wenn ihr auch schon bei FeaDior reingehört habt, seid ihr von der Entwicklung der Stimme auch so begeistert wie ich?

 
Bis denne ☆

Wenn die Zweifel kommen

 
Zweifel kennt wohl jeder Autor. Oder eigentlich jeder Mensch, aber ich beschränke mich hier gerade mal auf Autoren.

 
Ich habe in letzter Zeit diverse meiner eigenen „Werke“ gelesen, alles Rohfassungen. Und nachdem ich im letzten Monat ein bisschen Kritik auf eine etwas bearbeitete Szene aus einem davon bekommen hatte, sind mir bestimmte Aspekte darin in allen Geschichten aufgefallen.
Das ist vermutlich erstmal nicht wirklich schlimm.
Was für mich das Problem ist und damit Zweifel, wie ich sie eigentlich nicht kenne, ausgelöst hat, ist, dass ich nicht weiß, wie ich das jemals anpassen soll.
Ja, ja, das kennt ja auch jeder Autor. Vielleicht.

 
Ich bin einzelne Szenen in Gedanken durchgegangen. Wie könnte ich hier auf etwas anderes umlenken (als Beispiel: ich neige dazu sehr viel über die Augen zu machen, sei es das Sehen selbst, aber auch das Zeigen von Reaktionen, alles läuft über die Augen und Blicke)? Was könnte ich alternativ da verwenden, vor allem, weil es eine andere Figur ist und nicht jede gleich reagieren sollte?
Und ich habe festgestellt, ich habe keine Ahnung. Für mich fühlt es sich in etwa so an, als versuchte ich damit etwas, das komplett außerhalb meiner Möglichkeiten liegt. Denn mir ist eines klar geworden: Was die bewusste Ebene betrifft, nehme ich genau das wahr und mehr nicht. Nach meiner momentanen Einschätzung komme ich aber nicht über das hinaus, was ich kenne, weil ich mir den Rest nicht mal vorstellen kann. Ich muss ja nicht alles davon selbst so erleben, aber ich sollte mir das zumindest vorstellen können. Und daran scheitere ich.

 
Und das, allein das, hat dazu geführt, dass ich mich frage, wie ich je Geschichten schreiben soll, die das erfüllen, was in eine Geschichte gehört (und nein, ich rede dabei nicht mal von Normen, aber alle Kritikpunkte, die mir in dem Zusammenhang aufgezeigt wurden, kann ich gut nachvollziehen, ich stimme ihnen zu).

 
Es ist nicht so, dass ich deswegen ununterbrochen grübele, weil ich weiß, dass das nicht weiterhilft. Aber es zu ignorieren, wird auch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.

 
Es heißt immer, man kann alles lernen. Aber ich sitze hier und habe keine Ahnung, wie ich das je lernen soll. Und dabei spielt es auch keine Rolle, ob ich ja erstmal eine Rohfassung schreibe, die überarbeitet wird. Es geht nicht darum, die perfekte erste Version zu schreiben, an so etwas glaube ich nicht. Ich sitze hier ja gerade vor Rohfassungen und denke nur, ja, gut, ich weiß trotzdem nicht, wie ich das so anpassen soll, damit es rund klingt. Dabei spreche ich auch noch nicht von Perfektion. Sondern einfach nur von gut.

 
Wie geht ihr mit solchen Zweifeln um?
Habt ihr Dinge erlernt, die ihr für unmöglich gehalten habt?
Wenn ja, wie habt ihr das geschafft?

 
Bis denne ☆

Mein SuB 2019

 
Es ist ein Jahr vergangen, seit ich über meinen SuB gebloggt habe (abzüglich eines Tages, aber immerhin ist das nur einer und nicht zwei, weil dieses Jahr kein Schaltjahr ist).

 
Ich habe versucht, das Foto so ähnlich wie das vom letzten Jahr aufzunehmen, damit sie sich gut vergleichen lassen.

 
Was recht schnell auffällt, ist, dass die beiden linken Stapel sich nicht verändert haben. Die anderen beiden sind kleiner geworden. Es fehlen einige Bücher und ein paar andere sind hinzugekommen.

 
Ich habe mich in dem Jahr überwiegend daran gehalten, keine Bücher zu kaufen. Ein paar habe ich geschenkt bekommen und ein paar wenige auch gekauft, wobei gar nicht alle davon auf dem neuen Bild sind, da ich manche bereits gelesen habe. E-Books habe ich gar keine gelesen, sondern nur Prints. Und wenn ich jetzt durchzähle, ist mein SuB dadurch auch nur um drei Bücher geschrumpft. Allerdings habe ich hier auf dem Bild die Bücher der „Twilight“-Reihe in englischer Sprache zu liegen, die ich auf Deutsch im letzten Jahr gelesen habe. Ich wollte sie zusätzlich auf Englisch haben, aber ob sie schnell von meinem SuB verschwinden werden, weiß ich noch nicht. Ich habe sie jetzt zwar mitgezählt, aber ich könnte sie theoretisch auch ausklammern (was den SuB um drei Bücher verkleinerte).
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ liegt dort übrigens auch immer noch. Ich hatte letztes Jahr mal begonnen, darin zu lesen, es dann aber erstmal zur Seite gelegt und belasse es im Augenblick auch noch dabei.

 
So sieht er jetzt also in Namen und Titeln aus:

 
Ungelesene, selbst ausgewählte Bücher:
Luca Di Fulvio – Das Kind, das nachts die Sonne fand
Wolfgang Hohlbein – Intruder
Wolfgang Hohlbein – Raven – Schattenreiter
Brandon Sanderson – Herrscher des Lichts
Brandon Sanderson – Jäger der Macht
Brandon Sanderson – Krieger des Feuers
Stephan Harbort – Killerfrauen
Alexandre Dumas – Die drei Musketiere
Charlotte Roche – Schoßgebete
Helene Henke – Totenmaske
Sally Brampton – Das Monster, die Hoffnung und ich
p.d. James – Der Tod kommt nach Pemberley
Wolfgang & Heike Hohlbein – Der Greif
Marc Elsberg – Zero
Markus Zusak – Die Bücherdiebin
Kiera Cass – The Selection
Kiera Cass – The Elite
Kiera Cass – The One
Wolfgang Hohlbein – Nemesis – Die Stunde des Wolfs
Wolfgang Hohlbein – Nemesis – Morgengrauen
Dan Wells – Tötet uns alle
Nele Neuhaus – Mordsfreunde
Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden
Hans-Ulrich Grimm – Katzen würden Mäuse kaufen
Elaine N. Aron – Sind Sie hochsensibel?
Mika M. Krüger – Sieben Raben
Alexander Kopainski – Uhrwerk der Unsterblichen
Stephenie Meyer – New Moon
Stephenie Meyer – Eclipse
Stephenie Meyer – Breaking Dawn
Stephenie Meyer – The Short Second Life Of Bree Tanner

 
Selbst ausgewählt, kostenlos:
Sarah Lee Hawkins – Gewitter der Liebe
Robyn Lee Burrows – Weil die Sehnsucht ewig lebt
Sarah Lark – Das Gold der Maori
Sarah Lark – Im Land der weißen Wolke
Lesley Pearse – Das helle Licht der Sehnsucht
Laura Walden – Der Fluch der Maorifrau
Ken Follett – Die Säulen der Erde
Marcel Montecino – Kalt wie Gold

 
Geschenk, Band aus einer Reihe
Wolfgang & Heike Hohlbein – Runenschild – Die Legende von Camelot III

 
E-Books (nicht auf dem Foto):
Dieter R. Fuchs – Hannya – im Bann der Dämonin
Axel Hollmann – Benzin – Ein Fall für Julia Wagner
Cathy Yardley – Painless Promotion: Strategy – A Simple System for Marketing Your Novel
Cathy Yardley – Painless Promotion: Genre & Voice – Figuring Out Your Genre, Finding Your Voice
Cathy Yardley – Write Every Day – A Simple System for Writing Your Novel
Cathy Yardley – Rock Your Revisions – A Simple System for Revising Your Novel
Drachenmondverlag-Anthologie – Wenn Drachen fliegen

 
Hat sich euer SuB verändert?
Konntet ihr ihn abbauen oder ist er angewachsen?
Habt ihr euch auch schon mal ein Kaufverbot auferlegt?

 
Bis denne ☆