Bands, die ich liebe – DIMLIM

 
Die Band, für die ich mich diesen Monat entschieden habe, ist die jüngste, glaube ich.
Die erste Info, die ich zu DIMLIM kenne, stammt aus dem März 2017 und nur knapp einen Monat später hatten sie das erste Video online, das mir auch unglaublich gut gefallen hat (ich verlinke es unten). Schon ab diesem Zeitpunkt war ich neugierig, doch da ein Song auch nur eine Eintagsfliege sein kann, habe ich abgewartet, beobachtet, was die Band noch so auf ihrem YouTube-Account hochlädt und mir Samples auf iTunes angehört, als letztes Jahr im Sommer ihr erstes Album raus kam.

 
Ich mochte die Beispiele so sehr, dass ich Freunde fragte, ob sie mir von ihrer Reise nach Japan im November das Album mitbringen würden.
Doch sie kehrten mit leeren Händen zurück, denn das Album war ausverkauft. Sie hatten diverse Läden abgegrast und eine Verkäuferin hat dann mal genauer nachgeschaut. Diese Info bestätigte sich auch hier für mich.
Ich hätte das Album natürlich über iTunes kaufen können, aber ich mag nun mal CDs weit lieber. Und während ich durchaus auch digital kaufe, möchte ich Releases, die ich so richtig liebe, in der Hand halten können, unter anderem auch wegen der Songtexte.

 
Ich habe als nächstes einen Onlineshop hier in Deutschland durchgeschaut und die CD dort gefunden, allerdings weit teurer.
Dieser Onlineshop brachte mich wiederum auf einen anderen, der auch eine Niederlassung in Berlin hat, in der ich vor vielen Jahren sehr regelmäßig war. Ich telefonierte also mit ihnen, denn auf deren Webseite war die CD durchaus verfügbar, allerdings heißt das eher, dass sie in München statt in Berlin liegt. Doch nicht einmal so war es, auch in München waren die Exemplare bereits verkauft, allerdings könne man bestellen. Daran habe ich nicht geglaubt, denn wenn das Album in Japan ausverkauft ist, wird auch kein kleiner Shop in Deutschland noch ein Exemplar bekommen. Und die Kosten wären auch nicht wirklich anders gewesen als bei dem anderen Onlineshop.
Und ich setzte ein bisschen Hoffnung in eine zweite Auflage, denn ich fand immer wieder enttäuschte Stimmen, die keine CD mehr bekommen hatten, im Internet.

 
Es kam wie es kommen sollte, nur kurz darauf hieß es, dass es eine zweite Auflage geben wird, die sogar noch vor Weihnachten erscheint.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt ohnehin eine Bestellung bei einem japanischen Shop laufen, diese CD wurde aber erst im Januar veröffentlicht und deswegen stand die Lieferung noch aus. Kaum, dass dieser Shop die zweite Auflage gelistet hatte, lag sie in meinem Warenkorb und musste sich dort noch ein bisschen gedulden, bis sie dann im Januar bei mir einziehen durfte.

 
Zurück zur Band selbst, obwohl ich dazu nicht viel sagen kann. Es ist eine der wenigen Bands, bei der ich nicht weiß, wie die Mitglieder heißen oder wo sie vorher mal gespielt haben. Für mich zählt die Musik zwar immer am meisten, aber oft kenne ich mehr als nur diese. Ich kann auch nicht sagen, dass es mir total egal ist, aber tatsächlich interessieren mich weder die Looks noch die Namen so richtig.
Dieser erste Song, den ich damals gehört habe, er hat mich sofort an DIR EN GREY denken lassen, eine der Bands, die ich bereits 2006 gehört und geliebt habe, die zweite japanische Band, die ich live gesehen habe. DIMLIM klingen nicht genauso, sie sind aus meiner Sicht keine Kopie, aber sie haben bei mir sofort eine Verknüpfung ausgelöst. Und das hat sich nie ganz geändert. Ich will jetzt nicht zu sehr auf DIR EN GREY eingehen, denn sie stehen tatsächlich auch noch für irgendwann auf meiner Liste, aber es gibt musikalische Phasen bei ihnen, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte. Und DIMLIM haben eben den Teil in mir angesprochen, den ich auch bei DIR EN GREY extrem liebe.

 
Es ist eine Mischung aus Shouts und Screams, die sich mit wundervollen Melodien abwechseln. Dazu kommt das Schlagzeug, das für mich immer sehr wichtig ist, eine Band, die mit zwei Bassdrums daher kommt (das wird noch so einige Male passieren, ich stehe da total drauf), mit leichten Metaleinflüssen, ohne wirklich Heavy Metal zu sein (was absolut nicht meins ist). Für alles Weitere dürft ihr euch ein eigenes Bild machen.

 
「アハレワタ」 ist das Video, das ich damals zu erst gesehen und gehört habe. Aufgrund der Schreibweise bin ich nicht sicher, was der Titel bedeuten soll und lasse ihn deswegen einfach mal nur japanisch stehen.
Ich habe damals sogar das dazu auf Facebook hinterlassen und das Video geteilt:

Uh, eine neue Band in meiner Musikszene.
Gleich ein Drumset mit einer Double Bass zu entdecken, war schon mal positiv. Dann war ich etwas unschlüssig. Ich mag Screams und Shouts, aber zu viel nervt mich schnell. Doch dann kam der melodische Gesang und ja, bislang bin ich erstmal interessiert. Mal sehen, was sich daraus so entwickelt.

「THE INVISIBLE」 ist ein weiterer Song, der mir sehr gut gefällt und ich bin froh, dass die Band ihn hier selbst eingestellt hat, denn er ist nicht auf dem Album drauf.
Das Album CHEDOARA habe ich als Playlist auf YouTube gefunden und stelle es hier einfach mal mit rein. Meine Favoriten sind definitiv 「GROTESQUE」 und 「「人」と「形」」 (‚hito‘ to ‚katachi‘). Aber auch wenn die beiden kurzen instrumentalen Stücke für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren, mag ich das ganze Album und kann mich beim Rest schwer entscheiden, wen ich beim Nennen aussortieren könnte. 「vanitas」 findet ihr auf dem YouTube-Account der Band auch noch als komplettes PV. Wer auf nachdrückliche Screams steht, kommt bei dem Song auf seine Kosten. Und wie ich gelesen habe, schafft der Sänger es tatsächlich, das auch live umzusetzen.

 
Sagt euch diese Musik zu?
Oder ist sie euch zu „laut“?
Kennt ihr die Band?

 
Bis denne ☆