Rückblick LBM 2019

 
Die Leipziger Buchmesse liegt zwar schon eine Weile zurück, aber bislang bin ich noch nicht dazu gekommen, darüber zu schreiben. Ich habe ein bisschen gebraucht, mich zu sortieren, dann war ja schon wieder April und der erste Freitag ist immer für den Leserückblick reserviert und deswegen komme ich erst jetzt damit.
Ich habe ohnehin nicht so viel zu erzählen wie im letzten Jahr.

 
Ich war dieses Jahr nur am Freitag auf der Messe und der Tag begann für mich schrecklich früh, nämlich schon um 3:30 Uhr. Ich war natürlich entsprechend früh im Bett gewesen, aber ebenso natürlich für mich konnte ich sehr lange nicht schlafen. Aus diesem Grund hatte ich auch drei Stunden Zeit eingeplant, weil ich dann immer sehr sehr langsam bin.
Um 6:50 Uhr stürmte ich dann endlich aus der Wohnung (mit nur zehn Minuten Verspätung) und machte mich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Dort erlebte ich den ersten Schreck, denn die Abfahrtszeit des Zuges stimmte, jedoch nicht dessen Nummer. Außerdem war es kein ICE, sondern ein IC. Die Nachfrage an der Info ergab, dass der eigentliche Zug wohl ausgetauscht worden war. Das hieß dann kein W-LAN, aber naja, wer braucht schon eine Internetverbindung. Zum Glück ist die Fahrt nach Leipzig nicht sehr lang.
Für dieses Jahr hatte ich mir extra eine Verbindung rausgesucht, die Leipzig Messe halten würde, um dem Sardinendosengefühl in der S-Bahn entgehen zu können. Gleichzeitig mit unzähligen anderen Messebesuchern wurde ich fast Punkt 10:00 Uhr aus dem Bahnhof gespült und arbeitete mich zum Pressezentrum vor. Eigentlich war es ohnehin egal, denn meine Verabredung steckte noch im Baustellenstau.

 
Ein Hoch auf Erinnerungsvermögen und Orientierungssinn auf meiner Seite, denn ruckzuck hatte ich die Formalitäten erledigt, wieder alles an der leeren Garderobe des letzten Jahres gelassen, das nicht mit in die Messehallen musste und dann ging es los.
Für mich bedeutete das weiterhin einen eher ruhigen Start, bei dem ich erstmal nur in der Glashalle ein wenig umherlief, mich dann neben dem Blauen Sofa niederließ, nur um kurz darauf meinen Sitzplatz wieder aufzugeben, weil ich Hannah von Monstermotivation erspäht hatte und sie einfach mal sofort überfiel. Was gut war, denn wir sind uns den ganzen Tag nicht mehr über den Weg gelaufen.
Ähnlich erging es mir mit Mika Krüger, zumindest was den Überfall betrifft.

 
Als meine Begleitung gegen 11:00 Uhr dann endlich den Stau hinter sich gelassen hatte, fingen wir unseren Rundgang in Halle 2 an. Und dort gings natürlich als erstes an den Stand des Nornennetzes, genau gesagt zu Stella Delaney. Wir plauschten ein bisschen, machten vorsorglich endlich mal ein Foto zu dritt (das ist bereits die vierte Messe, auf der ich Mika sehe, aber das erste Foto, auf dem wir beide drauf sind), bevor wir uns vielleicht doch nicht mehr sähen und dann trennten sich unsere Wege wieder.


Foto: privat

 
Meine Begleitung und ich schauten am Stand von Torsten Low vorbei, bevor wir uns die erste Pause gönnten. Unser schöner Sitzplatz vom letzten Jahr existierte dieses Mal leider nicht, also nahmen wir mit dem Boden vorlieb, den ich letztes Jahr am Samstag für mich beansprucht hatte.

 
Als nächstes stand Halle 1 auf dem Plan, vor allem die Künstler, die ausstellten und verkauften, hatten die Neugierde meiner Begleitung geweckt und anschließend saßen wir noch ein bisschen vor der Bühne und schauten uns das Interview mit Dan Jurgens an, der mir völlig unbekannt war (ich habe aber mit all den Sachen, Universen und ähnlichem nichts zu tun).

 
Weiterhin ging es halbwegs planlos über Halle 3 zu Halle 5, wo wir allerdings auch nur eine kleine Runde drehten und dann zu 15:00 Uhr zum Stand von Droemer Knaur, an dem Julia Lange ein kleines Treffen veranstaltete.
Es blieb tatsächlich klein, wir waren insgesamt vier Leute, aber so hatten wir eine ganze Stunde Zeit, uns über das Schreiben auszutauschen. Zum ersten Mal dachten Julia und ich daran, ein gemeinsames Foto zu machen.


Foto: privat

 
Außerdem bekam ich endlich ihre Bücher signiert. „Blutgesang“ ist ja noch sehr neu, aber „Irrlichtfeuer“ hatte ich schon vor zwei Jahren, wo ich auch nur zu einem Tagesausflug in Leipzig war, in meinem Regal stehen, damals war es nur zu Haus geblieben und letztes Jahr hatte es ja einfach nicht geklappt. Aber jetzt sind sie signiert und ich habe damit ein zusätzliches kleines Andenken an dieses tolle Treffen. ♥

 
Und dann blieb auch gar nicht mehr so viel Zeit. Wir liefen noch ein bisschen durch die Gegend, genossen erneut das wirklich tolle Wetter draußen (wir waren mehrfach auf den Flächen zwischen den Hallen), aber dann wurde es für mich Zeit aufzubrechen.
Während mir bei der Buchung des Tickets noch angegeben worden war, dass zu der Zeit kein Zug mehr von Leipzig Messe fahren würde und ich deswegen ab Hauptbahnhof gebucht hatte, konnte ich dann beim Warten auf die S-Bahn feststellen, dass dem doch nicht so war. Da der ICE aber erst Messe und danach am Hauptbahnhof hielt, habe ich darauf verzichtet, dort einzusteigen, sondern habe mich in die S-Bahn gequetscht. Ich weiß, dass die Fahrkarten des Nahverkehrs für Regionalzüge gelten, aber nicht, ob das auch auf ICEs zutrifft. Anders wäre es etwas entspannter gewesen, aber zumindest hatte ich diese Fahrt ja eingeplant (wenn ich sie mir auch weit angenehmer vorgestellt hätte, ich war sehr überrascht, wie viele Menschen die Messe bereits kurz nach 17:00 Uhr verlassen und dass die S-Bahnen dann tatsächlich nur im 20-Minuten-Takt fahren).

 
Die restliche Fahrt lief zum Glück völlig nach Plan, ich hatte meinen gebuchten Platz in einem anscheinend ausgebuchten ICE und war wirklich froh, dass ich mich zu der frühen Rückfahrt entschieden hatte und somit bereits gegen 20:30 Uhr zu Haus eintreffen konnte. Denn hier warteten noch ein paar Aufgaben auf mich, abgesehen von einer sehr anhänglichen Katze.

 
Und das wars für mich dieses Jahr auch schon. Ich hatte die Messe bewusst sehr ruhig und ohne große Pläne angedacht, ich hatte nur Julias Treffen als festen Termin auf meiner Liste und ich hatte mich auch so gut wie nicht verabredet (oder besser gesagt, es wussten nicht allzu viele, dass ich da sein würde). Für mich sollte die Messe dieses Jahr eher unauffällig ablaufen und ich wollte diesen einen Tag nicht überladen.
Was ich auf jeden Fall immer lieben werde, sind die Hallen. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe sofort das Gefühl von Heimkommen gehabt, als ich sie betreten habe.
Wie das im nächsten Jahr so sein wird, da lasse ich mich selbst mal überraschen.

 
Wart ihr auf der LBM 2019?
Hattet ihr einen vollen Terminplan oder seid ihr alles ganz entspannt angegangen?
Plant ihr schon das nächste Jahr?

Bis denne ☆