Was sich 2019 für mich geändert hat

 
Das Jahr hat gerade einmal begonnen, der Februar ist zur Hälfte durch, doch trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich unglaublich viel geändert hat. Dennoch soll dieser Beitrag kein Rückblick sein. Dafür steht das Jahr noch viel zu sehr am Anfang.

 
 

Romanautorin

Ich habe es ja schon im letzten Jahr angedeutet, aber bei mir herrscht eine absolute Kreativflaute. Dementsprechend bin ich derzeit als Autorin an meinen Projekten so gut wie gar nicht aktiv. Ich forciere das auch nicht, denn das habe ich letztes Jahr probiert, ob ich dadurch etwas auslösen kann, aber es hat nicht funktioniert. Wenn ein Funken da ist, nehme ich ihn mit, aber darüber hinaus lasse ich der Sache derzeit eine Pause.
Ich würde gern sagen, dass es mich nicht stört und mir nichts fehlt, aber das stimmt nicht. Glücklicherweise vermisse ich meine Projekte bislang auch nicht total, wobei das dann gut wäre, wenn ich dadurch auch wieder Kreativität verspürte.

 
 

Schreibmeer

Das Schreibmeer hat mit dem letzten Jahr sein Ende gefunden, deswegen fällt auch dieser Aspekt in meiner Autorentätigkeit weg. Im Augenblick ist das in Ordnung. Es hat mir die Augen in einigen Hinsichten geöffnet und ich habe in den letzten Wochen sehr viel gelernt.

 
 

Auszeit

Aufgrund der weggefallenden Punkte (es sind nur zwei, wobei da mehr reinspielt, denn ich war an einem Nachfolger für das Schreibmeer beteiligt, habe mich aber aus gesundheitlichen Gründen ausgeklinkt), hat sich für mich eines herauskristallisiert: Ich ziehe mich derzeit von allem sehr zurück, das mit dem Autorendasein zu tun hat. Vielleicht wird auch dieser Abstand dazu beitragen, dass ich zu dem zurückfinde, das ich einmal hatte oder mir etwas völlig Neues aufbaue.

 
 

Routine

Als Resultat fließt ein Teil meiner Zeit hier hin.
Ich habe vor drei Jahren eine feste Routine aufgebaut. Zwei Projekte betreuen, lesen und Japanisch schreiben üben. Jeden Tag. Von jedem wenigstens 15 Minuten. Das habe ich den Großteil des Jahres damals durchgehalten, dann warfen äußere Umstände, die über die Hälfte meines Tages in Anspruch nahmen, alles über den Haufen. Seitdem habe ich nie wieder richtig in alles zurückgefunden. Mal etwas von dem hier, mal etwas anderes da. Ich habe zwischendurch immer wieder versucht, dahin zurück zu finden, bin aber auch immer wieder gescheitert, denn ich wollte dabei keinen Druck erzeugen, der mir über den Kopf wächst.
Dieses Jahr habe ich mich entschlossen, es erstmal mit einem Punkt für die Routine zu versuchen, diesen zu stabilisieren und danach einen weiteren hinzu zu nehmen.
Die Projekte sind tabu, das ist klar.
Das Lesen ist schon in den ersten Tagen grandios gescheitert, noch bevor ich beschlossen hatte, überhaupt so an einen Routineaufbau heranzugehen, weswegen ich auch das ausgeschlossen habe (warum, das habe ich am Monatsbeginn beim Leserückblick auf den Januar erzählt).
Deswegen habe ich mich für Japanisch entschieden.

 
Ende 2016 habe ich mit einer App zu lernen begonnen, darüber ist damals aber auch das Schreiben-Üben eingeschlafen. Meine Routine sah ja wenigstens 15 Minuten vor und bevor ich überhaupt mit einem Stift vor meinem Heft saß, hatte ich bereits schon was in der App gemacht. Das ging immerhin überall. Und es war so viel leichter und irgendwie zu der Zeit genau richtig.
Jetzt habe ich auch mit der App begonnen. Erstmal nur mit den Wiederholungen von damals, da hatte sich so viel angesammelt, dass ich vier Wochen dafür gebraucht habe, das aufzuarbeiten. Nach einer Woche bin ich zusätzlich zum Schreiben übergegangen. Auch da gibt es noch so viel zu tun, es wird noch lange dauern, bis ich überhaupt dort angekommen bin, wo ich damals aufgehört habe. Aber bislang halte ich beides gut durch. Beim Schreiben habe ich schon ein paar wenige Tage nichts gemacht, an diesen habe ich es einfach nicht mehr untergebracht, aber im Großen und Ganzen bin ich zuverlässig dabei. Dennoch spreche ich noch nicht davon, dass die Routine sitzt, so sicher fühle ich mich noch nicht. Deswegen plane ich auch noch gar nicht, was als Nächstes hinzu kommen soll. Das werde ich wohl sehr spontan entscheiden, wenn ich denke, dass ich mir einen weiteren Punkt zutrauen kann.

 
Habt ihr feste Routinen?
Wie lange habt ihr gebraucht, sie zu etablieren?
Oder kämpft ihr auch beständig damit und lasst sie wieder fallen?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – FeaDior

 
Heute stelle ich euch die erste Band in diesem neuen Format vor und damit gehts auch gleich ganz an die Spitze.

 
Ich habe vier Bands, die ich derzeit (oder eigentlich seit mehr als sieben Jahren) als meine Favoriten aus dem Raum der Visual-Kei-Bands betrachte. Wobei da derzeit eine fünfte in Lauerstellung ist.
Und eine von ihnen ist FeaDior.

 
Kennengelernt habe ich die Band im April 2007, als ich im Berliner NeoTokyo stand und eine Zeitschrift durchblätterte. Da war das Bild eines Musikers und ich war neugierig. Das mag oberflächlich klingen, aber Visual Kei heißt wegen des visuellen Aspekts nun einmal so. Und es gab eine Zeit, da konnte ich am Look einigermaßen einordnen, wie die Band klingen würde. Das hat sich mittlerweile wieder ein bisschen verloren, was ich auch gut finde, allerdings war es auf diese Weise recht einfach, sich zu orientieren.
YouTube sei Dank habe ich einige Zeit später das erste Mal in die beiden Songs ihrer Single reinhören können und war sicher, ich möchte diese CD haben und auch mehr hören.

 
Für mich war das damals der Grundstein, in die Indieszene einzusteigen.

 
Bis dahin hörte ich gerade einmal ein Jahr japanische Musik und das erstreckte sich auf die bekannteren Bands, deren CDs teils sogar hier im Media Markt zu finden waren.
Mit FeaDior tauchte ich in eine völlig neue Welt ein, die ich auch von westlichen Bands bis dahin nicht kannte. Kaum hatte ich eine DSL-Leitung in meiner Wohnung, war ich auch schon bei der japanischen Musik gelandet. Und vorher kannte ich Musik eben nicht über das Internet, sondern nur über Rockzeitschriften usw. Was die Indieszene im Großen ausschloss.

 
FeaDior haben sich im August 2006 gegründet, bereits am Ende desselben Jahres einen Gitarristen verloren, im Mai 2007 folgte der Vocal. Beide Positionen wurden kurz darauf neu besetzt, doch im September verließ der Bassist die Band. Als Ende 2007 auch der zweite Vocal aussteigen wollte, gab die Band ihr Last Live bekannt, das im Februar 2008 stattfand.
Das war meine erste Negativerfahrung mit Indiebands. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen, weil ich darauf nicht vorbereitet war. Auch bei großen Bands gibt es mal Trennungen, aber so ein munteres Kommen und Gehen wie bei den Indies ist es nicht.

 
Wenn man mich heute fragt, was für mich so besonders an dieser Band ist, ich weiß es nicht. Ich kann das vermutlich für keine Band sagen. Ich fühle es einfach.
Ich höre die Musik noch immer ständig, es gibt kaum eine Playlist, in der sie nicht vertreten sind, obwohl sie insgesamt nur neun Songs veröffentlicht haben.

 
Nach der Single (mit dem ersten Vocal) folgten ein Omnibus (das ist der übliche Begriff für eine Various-Artists-CD) und ein Minialbum (beide mit dem zweiten Vocal). Alle drei CDs sind oben auf dem Foto abgebildet.

 
Den Omnibus-Release habe ich damals gar nicht mitbekommen. Ich hatte von der Sprache so gut wie gar keine Ahnung. Aber immerhin wurden die beiden anderen CDs in einem Shop verkauft, der auch damals schon ins Ausland geliefert hat. Ich habe sie beide zusammen bestellt und kannte das Minialbum vorher auch nicht (im Gegensatz zur Single). Ich wusste, das kann nur gut sein, obwohl sie ja den neuen Vocal hatten. Es war die richtige Entscheidung, denn der zweite Vocal hat eine viel ausdrucksstärkere Stimme. So sehr ich den ersten mochte, aus meiner Sicht war der zweite ein Gewinn für die Band gewesen.
Der Omnibus zog Jahre später bei mir ein (ich glaube 2010 oder 2011). Ich hatte ihn Ende 2008 schon mal in einem Shop gesehen, aber da war er vergriffen.

 
Ein Teil der Mitglieder ist in neuen Bands wieder aufgetaucht und auch dazu werde ich in den zukünftigen Beiträgen noch eingehen, denn da steht hier noch ein bisschen was in meiner Sammlung. Bis heute habe ich auf jeden von ihnen ein Auge, sofern sie sich zeigen, und schaue, was sie in Zukunft so machen.

 
Damit ihr euch einen kleinen eigenen Eindruck verschaffen könnt, habe ich ein paar Songs rausgesucht. Leider ist nicht mehr viel von ihnen zu finden, ich hätte gern meinen Lieblingssong verlinkt. Stattdessen gibt es von jeder CD einen.

 
Night Dance (von der Single 『「償いと絆」 「Night Dance」』)
零-ZERO- (von der Omnibus-CD 『u-20亥』)
Amirry? (vom Minialbum 『The BLADE』)

 
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht groß ist, kennt ihr die Band?
Habt ihr überhaupt schon mal Rockmusik aus Japan gehört?
Was erwartet ihr bei Visual Kei?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Januar

 
Eigentlich könnte ich den Rückblick auch fast ausfallen lassen.
Auf dem Foto ist ein Buch abgebildet, aber ich habe eigentlich gerade mal die Hälfte davon gelesen.

 
Je weiter der Monat vorangeschritten ist, habe ich mich gefragt, warum ich so wenig lese. Ich habe nicht immer den Antrieb dazu, aber gerade in den letzten ein bis zwei Wochen, ist es nicht daran gescheitert. Viel mehr ist das Problem, dass mir die Augen zufallen, kaum, dass ich mich zum Lesen hinsetze. Ab und zu habe ich mal zehn Seiten am Stück lesen können und gemerkt, dass auch meine Begeisterung für diese Geschichte noch immer da ist. Auf Englisch zu lesen, ist für mich nicht das Problem. Ich habe das zwar eine Weile nicht gemacht, aber abgesehen davon, dass ich langsamer lese, unterscheidet sich sonst nichts zu deutschsprachigen Büchern.
Zehn Seiten durchgängig zu lesen, ist bislang eher die Ausnahme. Meist merke ich, wie mir die Augen zufallen. Nicht selten schaue ich dann kurz durch den Raum, was mich jedes Mal aus dem Lesefluss reißt. Und ich vermute, dass ich genau deswegen wiederum nur eingeschränkt Spaß am Lesen habe und in der letzten Zeit auch absichtlich darauf verzichtet habe.

 
Deswegen fällt der Rückblick dieses Mal sehr kurz aus. Ich denke auch nicht, dass ich wie im letzten Jahr, die Reihe am Stück weiterlesen werde, sondern erstmal zu anderen Büchern greife, sobald ich diesen Teil beendet habe.
Wie genau sich das entwickelt, wird der nächste Monat zeigen. Ich hoffe doch sehr auf einen Anstieg der gelesenen Seiten.

 
Kennt ihr dieses Problem auch?
Was tut ihr dagegen?
Oder sitzt ihr es einfach aus?

 
Bis denne ☆