Wenn die Weihnachtsstimmung fehlt

 
Jedes Jahr dasselbe: Der Sommer ist vorbei, es wird grau, kälter und dann ist plötzlich schon Weihnachten.
Dieses Jahr hielt sich der Sommer bis Ende Oktober, der Herbst blitzte kurz auf und dann zeigte der Kalender auf Dezember.
Vielen Menschen scheint die Weihnachtsstimmung zu fehlen.

 
Ebenso war es im letzten Jahr, mit der kürzesten Adventszeit, die sich aber auch in diesem Jahr um nur einen Tag verlängert (es dauert noch bis 2022, bis es die längste Adventszeit gibt), für viele zu schnell Weihnachten. Ich habe Stimmen gehört, die davon sprachen, dass kaum der 1. Advent gewesen war und schon stand Heiligabend vor der Tür. Das warme Winterwetter spielt sicher mit hinein, Schnee wird immer noch oft mit Weihnachten assoziiert.

 
Doch wir können weder das Wetter noch die verfliegende Zeit ändern.
Wir können versuchen, uns Zeit zu nehmen, sie bewusst zu erleben und damit das Gefühl der Schnelllebigkeit entschleunigen, doch auf den Rest haben wir keinen Einfluss.
Allerdings haben wir aber die Möglichkeit, uns weihnachtlich zu beeinflussen.

 
Dafür gibt es Duftkerzen, -wachse, -öle, Räucherstäbchen, -männchen, Plätzchen, Stollen und andere Naschereien.
Nun reagiere ich auf Gerüche meist sehr negativ (Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit) und Essen ist ein Thema, das ich gern meide. Deswegen funktionieren diese Wege für mich nicht.

 
Stattdessen nutze ich seit Jahren Musik dafür. Eigentlich kann es bei mir auch gar nichts anderes sein.

 
Ich bin ohnehin kein Weihnachtsmensch, Winterwetter und Schnee brauche ich erst recht nicht.
Trotzdem hat diese Zeit einen eigenen Reiz, der mir zwar nicht so wichtig ist wie anderen das Weihnachtsfest, ich mir aber gern aus positiver Beeinflussung zu Gemüte führe. Immerhin bietet mir die kalte Jahreszeit genügend Anlass zum Grummeln und deswegen brauche ich den positiven Ausgleich.

 
Seit 2007 habe ich eine Playlist, die sich ein bisschen auf Weihnachten und Winter ausrichtet. Angefangen hat alles mit ein paar ruhigeren Titeln, die damals auch nur ganz kurz als Playlist blieben und dann schnell wieder durch andere Songs erweitert wurden. Doch bereits ab dem darauffolgenden Jahr habe ich die Liste erweitert und auch einige Zeit gehört.
Und das mache ich bis heute jedes Jahr.

 
Immer um den 1. Advent oder 1. Dezember (je nachdem, was zuerst ansteht) bereite ich die Liste vor, die mittlerweile auf 243 Titel angewachsen ist (2007 habe ich mit 42 Titeln gestartet). Ich schaue mir die alten Listen an, übernehme die meisten Songs, sortiere aber ab und zu ein paar aus und füge meist noch welche hinzu, die ich im vergangenen Jahr kennengelernt habe.

 
Längst nicht alle Songs haben tatsächlich mit Weihnachten, oft auch nicht mit Winter zu tun. Viele sind ruhiger (ich höre normalerweise nicht sehr viele ruhige Songs), manche enthalten Elemente, die auch mit Weihnachten oder Winter zu tun haben.
Beispiele:
„White & Holy Night with U“ der Band A (gesprochen: Ace)
„twinkle snow twinkle“ von DaizyStripper
„雪葬“ und „まほら“ (Sessou und Mahora) von ナイトメア (Nightmare)

 
Andere dagegen haben für mich eine Verbindung zu der Zeit wie „9th Revolver“ von アリス九號. (Alice Nine), den ich vor Jahren auf dem MP3-Player hatte und als der erste Schnee um mich herum zu fallen begann, setzte auch dieser Song ein und genau diesen Moment habe ich vor Augen, wenn ich ihn seitdem höre.
„9th Revolver“ von アリス九號. (Alice Nine)

 
Wiederum andere gehören einfach zu meinen Lieblingen und sind deswegen immer oder ab und zu dabei, seit es sie gibt. Gerade the GazettE ist eine meiner absoluten Lieblingsbands und mit entsprechend vielen Songs meistens vertreten, dieses Jahr sind es 31. Und sie sind deswegen jetzt auch hier ein paar mehr geworden, ich könnte noch so viele andere verlinken, weil ich sie so unglaublich liebe. xDD
Immer:
„DOGMA“ von the GazettE
„OMINOUS“ von the GazettE
Ab und zu:
„DIM SCENE“ von the GazettE

 
Im Laufe der Jahre verbinde ich einige der Songs mit dem Jahresende. Manche von ihnen höre ich nur dann, was sie für mich damit verknüpft. Außerdem entdecke ich Songs immer wieder neu, wenn ich sie längere Zeit nicht höre, auch das macht sie in dieser Playlist besonders. Das gilt dann natürlich nicht für alle, ist aber auch ein Grund, warum ich manche ab und zu aussortiere, gerade, wenn ich sie über das Jahr hinweg schon viel gehört habe.

 
Mit dieser Playlist kann ich mir trotz all der Hektik der heutigen Zeit manchmal ein Gefühl hervorzaubern, das ich mit der Ruhe und Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit verbinde. Und deswegen ist sie mein kleiner Trick für jedes Jahr. Es hat zwar einige Jahre gebraucht, diese Verknüpfungen aufzubauen, aber mittlerweile funktionieren sie sehr gut.
Und ja, das sind alles nur Beispiele japanischer Bands, weil sie 96 % der Playlist ausmachen.

 
Habt ihr auch Kniffe, wie ihr euch Weihnachtsstimmung selbst erschafft?
Wiederholt ihr sie jedes Jahr oder sind sie neu für euch?
Oder seid ihr ohnehin ständig in Weihnachtsstimmung, sobald es auf das Jahresende zugeht?

 
Bis denne ☆

Leserückblick November

 
Nachdem ich in den letzten Monaten nicht so sehr viel gelesen hatte, konnte ich mich im November kaum bremsen.

 
Ich habe erst einmal „Same Love“ von Nadine Roth beendet, das für mich eine Hassliebe darstellt. Für mich ist das Buch zu sehr mit Klischees überladen, die dann auch noch bis aufs Äußerste getrieben werden. Doch gleichzeitig hat es Erinnerungen in mir getriggert, die mich immer wieder zum Lächeln und Lachen gebracht haben. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich den 2. Band wirklich noch lesen möchte.

 
Danach habe ich mich nach einigem Zögern für die „Bis(s)“-Reihe von Stephenie Meyer entschieden. Eigentlich gab es gar keinen Grund zu zögern. Ich hatte dieses Jahr nur nicht mehr vor, noch eine Reihe anzufangen oder fortzuführen (die „Nebelgeborenen“-Reihe von Brandon Sanderson wartet ja auch noch immer darauf, dass ich mal weiterlese).
Im Nachhinein kann ich nur eines sagen: Es war sehr gut, dass ich endlich zu dieser Reihe gegriffen habe. Das Bild da oben zeigt immerhin alle vier Bände. Und ich habe sie auch alle im November beendet.
Wie schon zu Jahresbeginn „Harry Potter“ war auch „Twilight“ neu für mich. Ich habe die Filme vor etwas über zwei Jahren zum ersten Mal gesehen und gemocht. Deswegen habe ich die Bücher letztes Jahr gebraucht gekauft. Gebraucht, weil ich über die Jahre ständig sehr kritische Stimmen über den Stil gesehen habe. Es sei alles so langweilig und Bella sich so selbst bemitleidend und das dann wiederum in die Länge gezogen. Dementsprechend war ich sehr skeptisch und dachte, dass ich mit gebrauchten Büchern nichts falsch machen könne. Wenn sie mir nicht gefallen, naja, egal. Und wenn doch, habe ich immerhin die wunderschönen Hardcover-Versionen erwischt.
Bezüglich der Langatmigkeit war ich deswegen sehr auf den 2. Band gespannt. Ich hatte erwartet, dass der Herbst und Winter in der Geschichte unglaublich ausgeweitet sind, voller Selbstmitleid und war überrascht, wie kurz das im Buch gehalten wurde.
Natürlich gibt es Kritikpunkte, aber vieles, das ich gelesen hatte, habe ich nicht so empfunden (auf Details mag ich wegen möglicher Spoiler nicht eingehen).
Allein der Fakt, dass ich die 2.478 Seiten der Reihe innerhalb von 22 Tagen gelesen habe, wovon ich an nur 18 Tagen tatsächlich meine Nase in die Bücher gesteckt habe, sagt eine Menge darüber aus, wie sehr ich die Reihe mag. Ich konnte die Bücher einfach nicht aus der Hand legen. Gerade zu Beginn war das sehr extrem, Band 1 in zwei Tagen, Band 2 in drei Tagen. Für mich ist das sehr viel.
Und am liebsten würde ich jetzt schon wieder zurückkehren. Aber da stehen noch so viele andere Bücher, die darauf warten, gelesen zu werden.

 
Wie viele Bücher habt ihr im November gelesen?
Oder habt ihr am NaNo teilgenommen und deswegen kaum Zeit zum Lesen gehabt?
Welches war euer Favorit?

 
Bis denne ☆