Buch Berlin 2018

 
Wie schon in den vergangenen beiden Jahren, war ich auch in diesem Jahr wieder auf der Buch Berlin.
So ein Heimspiel kann ich mir ja nicht entgehen lassen.

 
Der Umzug ins Mercure MOA Hotel war schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig.
Und war ich von den beiden Vorjahren noch kurze Wartezeiten an der Kasse gewöhnt, so hatte der Besucheransturm gleich zu Beginn dieses Jahr zugenommen. Im Gebäude führt der Weg über eine Rolltreppe nach oben, die in einem offenen Kreis mündet (der Lageplan des Hotels verdeutlicht das gut). Als ich dort ankam, musste ich genau eine Runde dieses Kreises warten, was in etwa eine halbe Stunde dauerte. Es ging also ingesamt trotz allem recht zügig voran.

 
Nachdem ich dann den Kartenkauf und die obligatorische Goodie-Bag der Messe hinter mich gebracht hatte, galt mein erstes Ziel dem Stand von Stella Delaney und Mika M. Krüger. Es war so schön, die beiden wiederzusehen und ich blieb dort erstmal eine Weile, während wir uns zwischen all den Interessenten unterhielten, bis ich doch noch einen Lauf durch die Halle unternahm.

 
Hierzu muss ich sagen, dass mir die Gänge enger als in den vergangenen beiden Jahren vorkamen. Außerdem habe ich es als unpraktisch empfunden, dass man teils am Ende der Reihen nicht in die nächste wechseln konnte, sondern erst wieder die Reihe zurückgehen musste. Bei so verstopften Gängen bin ich jedenfalls froh, wenn ich nur einmal durch muss und nicht mehrmals, was mich dann auch von einigen komplett ferngehalten hat.
Dementsprechend schnell war ich dann auch am Stand von Marcus Johanus und Axel Hollmann. Und selbstverständlich war ich auch hier wieder recht lange, vor allem ins Gespräch mit Marcus verwickelt. Wenn zwei Autoren aufeinandertreffen, kann es eben schon mal ein Weilchen dauern, zumal ein Jahr eben auch einiges an Zeit ist, zwischendurch mussten Gummibärchen verteilt und Bücher signiert werden, aber ich mag diesen Trubel, auch mal nur daneben zu stehen und zu beobachten.

 
Die Zeit vergeht dabei immer sehr schnell, ich bin im Anschluss durch die restlichen Gänge gewandert, habe noch bei Dana Müller vorbeigeschaut und bin dann zu Stella und Mika zurückgekehrt.
Dort konnte ich endlich Stellas neues Buch „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ mitnehmen, das sie mir natürlich signiert und mir außerdem eine süße kleine Goodie-Bag gepackt hat, die auf dem Foto mit drauf ist. Und dann konnte ich auch Mikas „Sieben Raben“ nicht widerstehen. Das ist dann aber schon meine gesamte Ausbeute der Messe.

 
Und das wars auch schon, mehr habe ich in diesem Jahr über die Messe nicht zu berichten.

 
Wart ihr auch auf der Buch Berlin?
Bevorzugt ihr große oder kleine Messen?
Seid ihr vielleicht sogar als Aussteller dort gewesen?

 
Bis denne ☆

Frohe Weihnachten

 
Heute gibt es einen kurzen Beitrag von mir völlig aus der Reihe.

 
Denn ich möchte euch allen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest wünschen.
Ich hoffe, ihr könnt es im Kreis der Personen (und vielleicht auch Tiere) verbringen, die euch wichtig sind, ein bisschen Energie für das neue Jahr tanken und einfach etwas abschalten.

 
Auf dass es 2019 gut und energiegeladen wird.

 
Bis denne ☆

Warum ich den NaNo nicht für Routineaufbau als geeignet halte

 
Jedes Jahr im November kletten sich unzählige Autoren an ihre PCs, Laptops oder andere Geräte, um einen Roman in einem Monat zu schreiben, denn es ist NaNoWriMo, der National Novel Writing Month.
Der Rest der Welt hält diese Gruppe für durchgedreht.
Obwohl sie das gar nicht ist. Sie geht nur mit Leidenschaft etwas nach, das für sie wichtig ist.

 
Doch warum setzt sie sich dabei so unter Druck?
Nun, einerseits ist das gar nicht für jeden so ein großer Druck, solange er sich auf die veranschlagten 50.000 Wörter beschränkt. Für andere wiederum ist das eine Zahl, die schier unmöglich erscheint und durchaus Druck erzeugen kann. Hier beginnt bereits die Vielfalt.

 
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass mir klar ist, dass nicht alle Autoren gleich sind. Es gibt Anfänger und alte Hasen. Es gibt Schnell- und Langsamschreiber. Es gibt Plotter und Draufloschreiber. Und so viele mehr.
Trotzdem ist mir eines über die Jahre aufgefallen.

 
Ich habe 2013 das einzige Mal so wirklich an einem NaNo teilgenommen. Und für mich waren die 50.000 Wörter nicht das Ziel, sondern das Beenden der Rohfassung. Das habe ich in der Nacht vom 28. auf den 29.11. erreicht und in diesem Monat 124.833 Wörter geschrieben.
Für mich war das auch kein Druck. Ich zähle zu den Schnellschreibern, ich hatte durchaus einiges an Zeit zur Verfügung, denn ohne Kind und Kegel entfallen Verpflichtungen, die andere Autoren zeitlich stark einschränken.
Trotzdem hatte ich nach diesem Marathon einige Tage keine Lust auch nur ein Dokument meiner Geschichte zu öffnen.

 
Und ich glaube, darin liegt der Knackpunkt des Trugschlusses, den ich mit diesem Beitrag thematisieren möchte.

 
Immer wieder bin ich schon damals der Aussage begegnet, der NaNo soll helfen, sich eine Schreibroutine aufzubauen.
Doch für die meisten Autoren trifft dies meiner Beobachtung nach nicht zu. Es gibt Ausnahmen, ja, aber sie sind die Seltenheit. Vor allem unter den Anfängern.

 
Für viele ist allein das Ziel von 50.000 Wörtern eine große Hürde.
Da ist der Job, die Uni oder die Schule, die schon mal ein gutes Stück Zeit am Tag fressen. Möglicherweise sind da Kinder, die versorgt und bespaßt werden wollen, denen bei den Hausaufgaben geholfen werden muss, der Haushalt macht sich auch nicht von allein und und und. Da können 1.667 Wörter am Tag schnell viel zu viel sein.
Die Autoren meistern sie trotzdem. Sie planen ihre Tage durch, nutzen jede freie Minute und können am 01.12. stolz auf 50.000 Wörter zurückblicken.

 
Aber danach sind sie ausgelaugt. Denn der Monat hat keinen Platz für Erholung gelassen.
Ein paar Tage Pause, dann geht es ja weiter.
Doch genau an diesem Punkt ist die Routine hinfällig.

 
Was für Möglichkeiten bleiben also?

 
Entweder die Autoren halten weiter durch, mit einem geringeren Wortziel pro Tag. Vielleicht sind es 500 Wörter, vielleicht sogar noch weniger. Das hängt ganz stark vom eigenen Schreibtempo ab. Immerhin steht im Dezember Weihnachten vor der Tür.

 
Eine andere Variante sehe ich darin, sich tatsächlich erstmal die Akkus wieder aufzufüllen und dann im neuen Jahr (um erstmal Weihnachten und alle Besorgungen in Ruhe hinter sich zu bringen) einen kleinen NaNo für sich zu starten. Vielleicht organisiert ihr euch dafür eine Gruppe von Leuten online, um nicht allein dazustehen (denn das ist ein unschlagbarer Nebeneffekt des NaNos, die Motivation aus der Gruppe heraus).
Wichtig ist wirklich jeden Tag zu schreiben. Ohne Pause. Die ersten zwei bis drei Monate solltet ihr tatsächlich gar nicht unterbrechen. Und nach dem Marathon des NaNos ist das für die meisten nicht möglich. Kleinere Schritte, die Stück für Stück zu einem großen Ganzen führen, sind weit motivierender und dadurch langfristig zielführender.

 
Der NaNo ist toll, er kann unglaublich inspirierend sein und hat eine ganz eigene Magie. Es lernt sich mit ihm durchaus gut, den inneren Kritiker abzuschalten.
Aber für den Aufbau einer Routine gibt es meiner Ansicht nach weit bessere Möglichkeiten als diesen Monat.

 
Habt ihr es geschafft, durch den NaNo eine Routine aufzubauen?
Habt ihr überhaupt schon mal am NaNo teilgenommen?
Oder findet ihr den Monat überbewertet?

 
Bis denne ☆

Wenn die Weihnachtsstimmung fehlt

 
Jedes Jahr dasselbe: Der Sommer ist vorbei, es wird grau, kälter und dann ist plötzlich schon Weihnachten.
Dieses Jahr hielt sich der Sommer bis Ende Oktober, der Herbst blitzte kurz auf und dann zeigte der Kalender auf Dezember.
Vielen Menschen scheint die Weihnachtsstimmung zu fehlen.

 
Ebenso war es im letzten Jahr, mit der kürzesten Adventszeit, die sich aber auch in diesem Jahr um nur einen Tag verlängert (es dauert noch bis 2022, bis es die längste Adventszeit gibt), für viele zu schnell Weihnachten. Ich habe Stimmen gehört, die davon sprachen, dass kaum der 1. Advent gewesen war und schon stand Heiligabend vor der Tür. Das warme Winterwetter spielt sicher mit hinein, Schnee wird immer noch oft mit Weihnachten assoziiert.

 
Doch wir können weder das Wetter noch die verfliegende Zeit ändern.
Wir können versuchen, uns Zeit zu nehmen, sie bewusst zu erleben und damit das Gefühl der Schnelllebigkeit entschleunigen, doch auf den Rest haben wir keinen Einfluss.
Allerdings haben wir aber die Möglichkeit, uns weihnachtlich zu beeinflussen.

 
Dafür gibt es Duftkerzen, -wachse, -öle, Räucherstäbchen, -männchen, Plätzchen, Stollen und andere Naschereien.
Nun reagiere ich auf Gerüche meist sehr negativ (Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit) und Essen ist ein Thema, das ich gern meide. Deswegen funktionieren diese Wege für mich nicht.

 
Stattdessen nutze ich seit Jahren Musik dafür. Eigentlich kann es bei mir auch gar nichts anderes sein.

 
Ich bin ohnehin kein Weihnachtsmensch, Winterwetter und Schnee brauche ich erst recht nicht.
Trotzdem hat diese Zeit einen eigenen Reiz, der mir zwar nicht so wichtig ist wie anderen das Weihnachtsfest, ich mir aber gern aus positiver Beeinflussung zu Gemüte führe. Immerhin bietet mir die kalte Jahreszeit genügend Anlass zum Grummeln und deswegen brauche ich den positiven Ausgleich.

 
Seit 2007 habe ich eine Playlist, die sich ein bisschen auf Weihnachten und Winter ausrichtet. Angefangen hat alles mit ein paar ruhigeren Titeln, die damals auch nur ganz kurz als Playlist blieben und dann schnell wieder durch andere Songs erweitert wurden. Doch bereits ab dem darauffolgenden Jahr habe ich die Liste erweitert und auch einige Zeit gehört.
Und das mache ich bis heute jedes Jahr.

 
Immer um den 1. Advent oder 1. Dezember (je nachdem, was zuerst ansteht) bereite ich die Liste vor, die mittlerweile auf 243 Titel angewachsen ist (2007 habe ich mit 42 Titeln gestartet). Ich schaue mir die alten Listen an, übernehme die meisten Songs, sortiere aber ab und zu ein paar aus und füge meist noch welche hinzu, die ich im vergangenen Jahr kennengelernt habe.

 
Längst nicht alle Songs haben tatsächlich mit Weihnachten, oft auch nicht mit Winter zu tun. Viele sind ruhiger (ich höre normalerweise nicht sehr viele ruhige Songs), manche enthalten Elemente, die auch mit Weihnachten oder Winter zu tun haben.
Beispiele:
„White & Holy Night with U“ der Band A (gesprochen: Ace)
„twinkle snow twinkle“ von DaizyStripper
„雪葬“ und „まほら“ (Sessou und Mahora) von ナイトメア (Nightmare)

 
Andere dagegen haben für mich eine Verbindung zu der Zeit wie „9th Revolver“ von アリス九號. (Alice Nine), den ich vor Jahren auf dem MP3-Player hatte und als der erste Schnee um mich herum zu fallen begann, setzte auch dieser Song ein und genau diesen Moment habe ich vor Augen, wenn ich ihn seitdem höre.
„9th Revolver“ von アリス九號. (Alice Nine)

 
Wiederum andere gehören einfach zu meinen Lieblingen und sind deswegen immer oder ab und zu dabei, seit es sie gibt. Gerade the GazettE ist eine meiner absoluten Lieblingsbands und mit entsprechend vielen Songs meistens vertreten, dieses Jahr sind es 31. Und sie sind deswegen jetzt auch hier ein paar mehr geworden, ich könnte noch so viele andere verlinken, weil ich sie so unglaublich liebe. xDD
Immer:
„DOGMA“ von the GazettE
„OMINOUS“ von the GazettE
Ab und zu:
„DIM SCENE“ von the GazettE

 
Im Laufe der Jahre verbinde ich einige der Songs mit dem Jahresende. Manche von ihnen höre ich nur dann, was sie für mich damit verknüpft. Außerdem entdecke ich Songs immer wieder neu, wenn ich sie längere Zeit nicht höre, auch das macht sie in dieser Playlist besonders. Das gilt dann natürlich nicht für alle, ist aber auch ein Grund, warum ich manche ab und zu aussortiere, gerade, wenn ich sie über das Jahr hinweg schon viel gehört habe.

 
Mit dieser Playlist kann ich mir trotz all der Hektik der heutigen Zeit manchmal ein Gefühl hervorzaubern, das ich mit der Ruhe und Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit verbinde. Und deswegen ist sie mein kleiner Trick für jedes Jahr. Es hat zwar einige Jahre gebraucht, diese Verknüpfungen aufzubauen, aber mittlerweile funktionieren sie sehr gut.
Und ja, das sind alles nur Beispiele japanischer Bands, weil sie 96 % der Playlist ausmachen.

 
Habt ihr auch Kniffe, wie ihr euch Weihnachtsstimmung selbst erschafft?
Wiederholt ihr sie jedes Jahr oder sind sie neu für euch?
Oder seid ihr ohnehin ständig in Weihnachtsstimmung, sobald es auf das Jahresende zugeht?

 
Bis denne ☆

Leserückblick November

 
Nachdem ich in den letzten Monaten nicht so sehr viel gelesen hatte, konnte ich mich im November kaum bremsen.

 
Ich habe erst einmal „Same Love“ von Nadine Roth beendet, das für mich eine Hassliebe darstellt. Für mich ist das Buch zu sehr mit Klischees überladen, die dann auch noch bis aufs Äußerste getrieben werden. Doch gleichzeitig hat es Erinnerungen in mir getriggert, die mich immer wieder zum Lächeln und Lachen gebracht haben. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich den 2. Band wirklich noch lesen möchte.

 
Danach habe ich mich nach einigem Zögern für die „Bis(s)“-Reihe von Stephenie Meyer entschieden. Eigentlich gab es gar keinen Grund zu zögern. Ich hatte dieses Jahr nur nicht mehr vor, noch eine Reihe anzufangen oder fortzuführen (die „Nebelgeborenen“-Reihe von Brandon Sanderson wartet ja auch noch immer darauf, dass ich mal weiterlese).
Im Nachhinein kann ich nur eines sagen: Es war sehr gut, dass ich endlich zu dieser Reihe gegriffen habe. Das Bild da oben zeigt immerhin alle vier Bände. Und ich habe sie auch alle im November beendet.
Wie schon zu Jahresbeginn „Harry Potter“ war auch „Twilight“ neu für mich. Ich habe die Filme vor etwas über zwei Jahren zum ersten Mal gesehen und gemocht. Deswegen habe ich die Bücher letztes Jahr gebraucht gekauft. Gebraucht, weil ich über die Jahre ständig sehr kritische Stimmen über den Stil gesehen habe. Es sei alles so langweilig und Bella sich so selbst bemitleidend und das dann wiederum in die Länge gezogen. Dementsprechend war ich sehr skeptisch und dachte, dass ich mit gebrauchten Büchern nichts falsch machen könne. Wenn sie mir nicht gefallen, naja, egal. Und wenn doch, habe ich immerhin die wunderschönen Hardcover-Versionen erwischt.
Bezüglich der Langatmigkeit war ich deswegen sehr auf den 2. Band gespannt. Ich hatte erwartet, dass der Herbst und Winter in der Geschichte unglaublich ausgeweitet sind, voller Selbstmitleid und war überrascht, wie kurz das im Buch gehalten wurde.
Natürlich gibt es Kritikpunkte, aber vieles, das ich gelesen hatte, habe ich nicht so empfunden (auf Details mag ich wegen möglicher Spoiler nicht eingehen).
Allein der Fakt, dass ich die 2.478 Seiten der Reihe innerhalb von 22 Tagen gelesen habe, wovon ich an nur 18 Tagen tatsächlich meine Nase in die Bücher gesteckt habe, sagt eine Menge darüber aus, wie sehr ich die Reihe mag. Ich konnte die Bücher einfach nicht aus der Hand legen. Gerade zu Beginn war das sehr extrem, Band 1 in zwei Tagen, Band 2 in drei Tagen. Für mich ist das sehr viel.
Und am liebsten würde ich jetzt schon wieder zurückkehren. Aber da stehen noch so viele andere Bücher, die darauf warten, gelesen zu werden.

 
Wie viele Bücher habt ihr im November gelesen?
Oder habt ihr am NaNo teilgenommen und deswegen kaum Zeit zum Lesen gehabt?
Welches war euer Favorit?

 
Bis denne ☆