Ordnung und Übersicht am PC

 
Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich ausnahmsweise Bezug auf einen meiner Artikel im Schreibmeer nehmen.
Der Artikel ist diese Woche ganz frisch erschienen und soll eine kleine Anregung für Autoren sein, die sich keine Software leisten wollen oder können. Und vielleicht auch noch ein bisschen mehr, denn das ist für mich nicht der Grund, warum ich mich ohne entsprechende Software organisiere.

 
Warum arbeite ich eigentlich ohne?

 
Die Antwort ist sehr simpel: Weil ich es so einfach mehr mag.

 
Ich habe vor vielen Jahren eine Ausbildung im Büro gemacht. Und schon damals wurde das System der Ordner am PC mit dem großer Aktenschränke, sich darin befindender Ordner und Hefter und anderer Registraturen verglichen. Ich fühle mich mit so etwas sehr wohl.
Auf diesem System baut auch meines auf. Es geht immer von groß nach klein.

 
Über Scrivener höre ich immer, dass die Leute es lieben, weil sie alles in einer Datei liegen haben.
Für mich ist das ein Graus, denn früher oder später empfinde ich solch ein System unübersichtlich.
Die Ordner am PC sind dagegen in Ebenen gegliedert und bringen dabei Struktur mit sich.

 
Vielleicht liegt es daran, dass ich seit zwanzig Jahren am PC arbeite. Und zu Beginn habe ich natürlich auch alles zusammengeworfen, was irgendwie zusammengehören sollte. Da landeten Grafiken in Word-Dokumenten und ziemlich schnell fand der PC das nicht mehr witzig (vor allem mit den für heutige Verhältnisse leistungsschwachen Geräten). Damals begann ich zu trennen. Text in die Dokumente. Grafiken in Ordner. Alles nachvollziehbar beschriften.

 
Für mich ist das wie ein Ordner, den ich aus dem Regal greife und in diverse Abschnitte unterteilt habe. Genau das mache ich mit meinem System auch.

 
Über diese Übersicht hinaus habe ich in meinem Artikel auch noch Ordner und Dateibezeichnungen kurz erwähnt.
Ganz ursprünglich habe ich mir das System der „rückwärtslaufenden Beschriftung“ (Jahr.Monat.Tag in Zahlen) mit meiner ersten Digitalkamera 2004 angewöhnt. Und ich habe immer die abschreckenden Beispiele unübersichtlicher Fotoordner vor Augen, bei denen manchmal nach Ereignis, manchmal nach Name und so vielem mehr bezeichnet ist. Da steht „Ostern 2012“ vor „Weihnachten 2006“ und die Jugendweihe von Nichte Ramona irgendwo dazwischen. Doch was ist mit all den Bildern aus dem Alltag, die weder einem Ereignis noch einer einzigen Person zugeordnet werden können? Oder was passiert, wenn auf einem Bild mehrere Personen drauf sind, für die sonst jeweils ein eigener Ordner angelegt ist. Kein Problem, da wird das Datum verwendet, aber natürlich in für uns gewohnter Reihenfolge.

 
06.12.2015
10.04.2003
12.07.2007
15.01.2015
21.06.2018
27.09.2009
Ostern 2012
Ramonas Jugendweihe
Weihnachten 2006

 
Alles ist ein heilloses Durcheinander. Das kam für mich schon damals nicht infrage.

 
Nun bin ich ein Mensch, der sehr zahlenaffin ist. Ich verknüpfe Daten mit Ereignissen und mögen sie oft noch so klein sein. Das kommt mir bei meinem System selbstverständlich zugute.
Für meine Fotos habe ich deswegen damals sofort mit Jahresordnern begonnen, also 2004. Und darin Monatsordner angelegt. 2004.06, 2004.07 usw. (ich habe die Kamera im Juni gekauft). Und in diesen Monatsordnern geht es dann mit Tagesordnern weiter, immer nur für die Tage, an denen ich fotografiert habe. Ich musste die Fotos ohnehin über den Windows Explorer von der Kamera auf die Platte kopieren, da konnte ich mir auch das Aufnahmedatum anzeigen lassen und entsprechend zuordnen. Und da bin ich akribisch. War ich auf einer Feier und es ging natürlich über Mitternacht hinaus, gab es eben auch Fotos an zwei Tagen.

 
Der Vorteil für mich ist, ich finde Dinge unglaublich schnell wieder. Selbst wenn ich mich nicht immer an das exakte Datum erinnere, so doch meist an den Zeitraum. Weihnachtsbilder finden sich immer, weil die Daten dafür fix sind. Für Ostern sieht das ein bisschen anders aus, aber da hilft notfalls Google, um festzustellen, wann Ostern beispielsweise 2005 stattgefunden hat. Bei rein familiären Ereignissen wird es ein bisschen schwieriger („Wann hat Tante Ella geheiratet?“). Wer das nicht so gut im Kopf behält, sucht notfalls ein bisschen oder hat vielleicht irgendwo solche Ereignisse vermerkt. Vielleicht gratuliert derjenige Tante Ella jedes Jahr zum Hochzeitstag und hat das Datum deswegen im Kalender zu stehen. Selbst wenn er das Jahr vergessen hat, muss er sich nicht durch unzählige Fotoordner wühlen, sondern kann gezielt in jedem Jahr den 17.05. ansteuern, weil er schon weiß, dass das der Tag der Hochzeit war.

 
Für meine Beiträge hier auf dem Blog nutze ich das System auch, denn ich schreibe sie alle vor und speichere sie (ja, ich befinde mich gerade nicht in der Eingabemaske meines Bloganbieters, sondern in meinem wundervollen kleinen Editor-Programm). Jeder Beitrag ist mit rückwärts geschriebenem Datum versehen, damit sie korrekt sortiert sind (auch dann noch, wenn ich die Daten irgendwann mal auf eine neue Platte kopiere, denn dann stimmen die angezeigten Erstelldaten nicht mehr überein).

 
Ihr seht, das ist ein Thema, für das ich mich begeistern kann, eben weil es mit logischer Struktur zu tun hat. Und deswegen höre ich jetzt auf, damit ich euch nicht langweile.

 
Habt ihr ein funktionierendes System für euch gefunden?
Wie sieht es aus?
Oder versinkt ihr im Chaos?

 
Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 3

 
Heute zeige ich euch meine Antworten auf die letzten zehn Fragen der ZeilentanzChallenge von Caytoh Nezach. Die anderen Fragen findet ihr hier: Teil 1, Teil 2.

 
21: Was macht deine Geschichte besonders?
Ich empfinde die Frage insofern als schwierig, dass „besonders“ für jeden etwas anderes ist.
Für mich ist die Geschichte besonders, weil sie so unerwartet in mir erwacht ist, aus einem unglaublichen Lesegefühl heraus. Und weil sie Musik beinhaltet.

 
22: Was fällt dir an diesem Projekt leicht und was schwer?
Im Rahmen des Plottens ist es mir leicht gefallen, Mina zu entwickeln. Schwer fand ich dagegen Sams Handlungsstrang ausreichend einfließen zu lassen.

 
23: Nenne einen Gegenstand, der typisch für deinen Protagonisten ist!
CDs und Schallplatten.

 
24: Welche Lieder passen gut zu deinem Projekt? Hast du eine Playlist?
Ich arbeite nicht mit Playlists. Wenn ich beim Arbeiten Musik höre, dann die, die ich gerade allgemein hören möchte oder sich in der Playlist befindet, die aber vom Projekt unabhängig ist.
In Verbindung mit „Notenrufen“ steht allerdings Christina Perris „A Thousand Years“, das ich gehört und mich unzählige Bilder überfallen haben, die in die Geschichte hinein wollten.

 
25: Dein wievielter Roman ist das? Zeig uns deine fertigen Werke!
Vollständig fertige Werke habe ich nicht. Einige meiner früheren Werke liegen nach wie vor in ihrer Rohfassung und werden Übungsprojekte bleiben. Davon existieren zwei oder drei Rohfassungen, eines der Projekte habe ich zwei Mal komplett geschrieben. Außerdem gibt es zwei fertige Plots, einer davon ist „Notenrufen“.

 
26: Schreibe einen Brief an deinen Protagonisten!
Das ist absolut nicht meins.

 
27: Was darf beim Schreiben nicht fehlen?
Der PC, die dazugehörige Tastatur (ich liebe sie) und mein Schreibtisch.
Wobei selbst das zu vernachlässigen ist, aber das ist meine ideale Schreibumgebung. Ich kann auch per Hand mit der Kladde auf dem Arm im Stehen in der Bahn schreiben. Oder irgendwo mit Tablet und Bluetooth-Tastatur sitzend.
Eine gewisse Ruhe brauche ich. Aber ich kann mittels Kopfhörer und Musik auch meine Umgebung ausblenden. Wenn ich zu Haus bin, brauche ich aber keine Musik, um schreiben zu können.

 
28: Poste einen kleinen Ausschnitt aus deiner letzten Schreibsession!
Ich habe an dem Projekt noch nicht geschrieben.

 
29: Spielen bestimmte Pflanzen in deiner Geschichte eine Rolle? Wenn ja, welche?
Nein. Nicht hinsichtlich der Handlung.

 
30: Stand und Ausblick – Wie weit bist du gerade und wann planst du fertig zu werden?
Dafür gibt es keinen festen Zeitplan. Ich möchte erst noch wenigstens einen anderen Plot erstellen, bevor ich mich dem Schreiben von „Notenrufen“ widme.

Bis denne ☆

Leserückblick Oktober

 
Im Oktober habe ich wieder ein bisschen mehr gelesen als im September, wenn auch erst das Monatsende es rausgerissen hat.

 
Zu Beginn stand ja erstmal auf dem Plan „Ewigkeitsgefüge“ zu beenden, das ich im September begonnen hatte.
Danach folgte die obligatorische „Federwelt“, die ich dieses Mal in nur zwei Tagen verschlungen habe. Das ist für mich nicht üblich, drei Tage treffen eher zu, manchmal brauche ich sogar noch länger.

 
Nicht auf dem Bild zu sehen, da ich keinen Flyer oder ähnliches habe, ist die Leseprobe zu Julia Langes „Blutgesang“. Der Roman erscheint im nächsten Jahr und schon seit einiger Zeit kann man den Anfang der Geschichte online einsehen. Das waren natürlich nur ein paar Seiten, aber durchaus ein nettes Stück der Geschichte, die selbstverständlich auf meiner Wunschliste gelandet ist (das war durchaus zu erwarten, nachdem mir „Irrlichtfeuer“ und die dazugehörige Kurzgeschichte „Irrlichtkinder“ so gut gefallen hatten).

 
Als letztes habe ich Ende des Monats, nach einer längeren Lesepause, noch mit „Same Love“ von Nadine Roth begonnen.
Dieses Buch stand letztes Jahr auf meiner langen Wunschliste zu meinem Geburtstag, die nur aus Büchern bestand. Ursprünglich hatte ich warten wollen, bis der zweite Teil erschienen ist, doch da sich das noch etwas verzögert, habe ich jetzt doch zu dem Buch gegriffen, dann aber nur ungefähr die Hälfte geschafft.

 
Alles in allem war das auch kein überragender Lesemonat, für mich dennoch ausreichend.

 
Welche Bücher habt ihr im Oktober gelesen?
Welches war euer Highlight?
Konntet ihr euren SuB etwas abbauen oder habt ihr ihn gleichzeitig wieder gut gefüllt?

 
Bis denne ☆