Mein analoges Ablagesystem

 
Ordner, Kartons, Kladden. Und so vieles mehr.
Die Ablage von Projekten, Ideenfetzen und ausführlichen Notizen ist für jeden Autor genauso individuell wie die Arbeitsweise an den Projekten.

 
Seit einigen Jahren habe ich ein System vor allem für laufende Projekte und Tätigkeiten als Autorin gefunden.

 
Ich nutze ganz einfach diese Ablagefächer aus Kunststoff (online finde ich sie vor allem unter den Bezeichnungen Briefablage oder Ablagekorb).
Davon passen fünf Stück in ein Fach meines Expedit-Regals (gilt dementsprechend auch für das Kallax-System). Mittlerweile sind drei Regalfächer damit gefüllt, das sind also fünfzehn Ablagen.

 
Jedes Projekt bekommt ein Fach. Damit kann ich jeden losen Zettel hineinwerfen und habe alles schnell griffbereit zur Hand (vor allem, da das Regal neben meinem Schreibtisch steht). Da ich zusätzlich darauf achte, in meinem Notizbuch immer ein neues Blatt pro neuer Thematik zu nutzen (das bezieht sich auf Projekte, wie auch auf andere Notizen), kann ich diese Zettel ebenso problemlos pro Projekt zuordnen.

 
Alle weiteren Ideen, die sich allgemein auf das Schreiben beziehen, grobe Notizen, die zu keinem spezifischen Projekt gehören usw. haben ein eigenes Fach.
Genauso wie ich gelegentliche Rohentwürfe für Artikel im Schreibmeer auch mal ausdrucke und dafür ein Arbeitsfach habe.

 
In den vergangenen Jahren bin ich in einem Schreibforum im Kurzgeschichten-Monat als Jurymitglied tätig und habe mir auch dafür die Geschichten ausgedruckt, weil ich sie so besser lesen und beurteilen kann. Auch hier gibt es ein eigenes Fach, bis die Geschichten durch den Schredder wandern.

 
Für mich ist dieses System verhältnismäßig platzsparend und zugleich übersichtlich. Ich habe mit einem Griff alles zur Verfügung. Und da ich insgesamt relativ wenige Notizen auf Papier verewige, explodiert alles nicht mehr so sehr wie früher.

 
Nur für die Zeit danach, wenn die Projekte endgültig abgeschlossen sind, muss ich mir noch etwas ausdenken. An diesem Punkt bin ich bisher noch nicht. Vielleicht digitalisiere ich alle Notizen (ich trenne mich sehr schwer von so etwas) und entsorge die Originale anschließend. Oder ich hefte sie ab. Das weiß ich noch nicht.

 
Wie sortiert ihr eure handschriftlichen Notizen?
Geht ihr dabei besonders platzsparend vor?
Welche Tipps habt ihr für andere, die noch suchen?

 
Bis denne ☆

ZeilentanzChallenge Teil 1

 
Und da komme ich auch schon mit der nächsten Reihe.

 
Die ZeilentanzChallenge wurde von Caytoh Nezach ins Leben gerufen, doch für mich war schnell klar, dass ich nicht täglich dazu in den Sozialen Medien posten würde. Es gibt so einige Fragen, auf die ich keine Antworten geben kann oder nicht weiß, was ich schreiben könnte. Deswegen habe ich Caytohs Idee ein bisschen abgewandelt und mich entschieden, die Challenge auf meinen Blog zu verlagern. In drei Beiträgen werde ich jeweils zehn Fragen mehr oder weniger beantworten. Damit gehen die fehlenden Antworten ein bisschen unter.
Der Vollständigkeit halber verwende ich die etwas ausführlicheren Fragen, die nicht in die Grafik gepasst haben, sondern auf Facebook zu finden sind.

 
01. Welchem Genre ist dein aktuelles Projekt zuzuordnen?
„Notenrufen“ fällt unter Contemporary Fantasy. Und eigentlich ist es gar nicht mein aktuelles Projekt. Aber zu „Mondgeborene“ hätte ich noch viel weniger Antworten.
Ich werde oft gefragt, ob das so etwas wie Urban Fantasy ist. Und irgendwie stimmt das. Urban Fantasy trägt schon im Namen, dass die Geschichte im städtischen Raum spielt. Contemporary, also zeitgenössisch, ist ansonsten ähnlich angesiedelt, aber geht eben über den städtischen Raum hinaus. Und da meine Figuren in „Notenrufen“ ihre Reise in Berlin beginnen, dann jedoch weiterziehen, möchte ich mich nicht auf Urban Fantasy festlegen, sondern fühle mich mit dem weitgefassteren Begriff der Contemporary Fantasy wohler.

 
02. Stell uns deinen Protagonisten vor!
Mina ist Anfang 20 und mag ihr Einzelgängerdasein. Sie verdient ihren Lebensunterhalt in einem kleinen Musikgeschäft und finanziert sich damit eine kleine Wohnung. Sie liebt Musik und Bücher, sie denkt sich auch Geschichten aus, allerdings ohne Veröffentlichungsambitionen. Und sie meidet Friedhöfe. Und Krankenhäuser. Denn dort fühlt sie sich immer sehr erdrückt. Was nicht am Tod ihrer Mutter liegt und doch genau zu der Zeit begonnen hat. Vertrauen in andere Menschen hat Mina vor allem verloren, seit sie einmal erwähnt hatte, dass sie sich in manchen Umgebungen erdrückt fühlt, als würde sie etwas spüren und die anderen sich über sie lustig gemacht haben. Dabei hat sie nur die Wahrheit erzählt und ist sich derer gar nicht wirklich bewusst.

 
03. Seit wann arbeitest du an deinem Projekt?
Ich habe damit im November 2016 begonnen und bis vor ungefähr einem Jahr daran geplottet. Seitdem liegt das Projekt, denn ich habe für mich festgelegt, dass ich erst wenigstens einen weiteren fertigen Plot haben möchte, bevor ich wieder ins Schreiben einsteige. Dieser musste allerdings schon so oft pausieren (derzeit liege ich schon wieder bei eineinhalb Monaten), dass sich alles extrem in die Länge zieht.

 
04. Suche einen Ort, der das Flair deiner Geschichte widerspiegelt und mache dort ein Selfie!
Damit wird es schwierig, weil ich dafür weit aus der Stadt raus und erst einmal entsprechende Orte suchen müsste. Also kein Selfie, kein Ort.

 
05. Hat dein Protagonist eine Macke?
Hat die nicht jeder?
Ich denke, Minas Abstand zu Menschen fällt durchaus darunter.

 
06. Zeig uns dein Notizbuch.
Eigentlich kennt ihr es schon, wenn ihr hier regelmäßig vorbeischaut. In diesem habe ich Ideen festgehalten, wenn ich sie überhaupt auf Papier aufgeschrieben habe.

 
07. Schnipselzeit – Poste einen kleinen Ausschnitt aus dem Anfang!
Da ich bislang nichts am Projekt geschrieben habe, kann ich keinen Schnipsel liefern. Stattdessen habe ich meinen Behelfspitch ausgegraben (ich musste ihn wirklich erstmal suchen):
„Mit der Melodie des Todes im Ohr macht Mina sich in Begleitung weiterer Mitstreiter auf den Weg, ihm zu begegnen und den gefallenen Engel Shimu am wahllosen Morden zu hindern, wobei sie ihre Abneigung gegen die Gesellschaft anderer überwinden muss.“

 
08. Was magst du an deinem Antagonisten?
Er mag Menschen nicht. Für ihn stellen sie eine Gefahr für die Erde und andere Lebewesen dar und er will sie beschützen.

 
09. Wenn du eine Verfilmung besetzten müsstest, wer würde deinen Protagonisten spielen?
Eine kurzhaarige Emma Watson.

 
10. Wie stellst du dir das Cover für dein Projekt vor?
Gar nicht.
Mein Ziel ist eine Verlagsveröffentlichung und bis dahin bleiben Cover-Ideen einfach außen vor. Ich habe für so etwas ohnehin kein Händchen (es zu lernen, würde mir die Zeit an anderer Stelle rauben) und bei einem Verlag wüsste ich ohnehin nicht, ob meine Vorstellung mit deren Erfahrung und Idee übereinstimmte.

 
Kanntet ihr die Challenge schon?
Wenn ja, nehmt ihr auch teil?
Wie leicht fallen euch die Antworten?

 
Bis denne ☆

Leserückblick August

 
Auf dem Foto sieht es wieder nach viel Gelesenem aus, tatsächlich war es im August aber doch ein ganzes Stück weniger als im Juli.

 
Da ich im Juli mit „Nachtblumen“ von Carina Bartsch nicht fertig geworden bin, fing ich den Monat damit auch an. Ich hatte das Buch bereits noch in einem anderen Beitrag erwähnt, aber eben ohne meine Meinung einfließen zu lassen, um die es dabei auch nicht ging. Mein Fazit ist, dass sich das Buch gut lesen lässt, ich die negativeren Reaktionen auf Amazon kaum nachvollziehen kann (weil sie einfach nur eine enttäuschte Erwartungshaltung im Vergleich zu vorigen Büchern widerspiegeln), auch wenn ich selbst nicht sonderlich begeistert war (wobei es kein mieses Buch ist). Der zu Beginn suggerierte Fokus hinsichtlich der psychischen Krankheiten verliert sich zugunsten der Liebesgeschichte immer mehr und wie ein begleiteter Heilungsprozess tatsächlich aussehen kann, wird nur angerissen und dann immer mehr aus den Augen verloren. Für mich hinterließ das den Eindruck, dass Liebe alle Wunden heilen kann und das ist meiner Erfahrung nach absoluter Schwachsinn. Sie kann unterstützen, sie kann ein großer Antrieb zu Beginn sein. Aber um wirklich zu heilen, reicht sie nicht dauerhaft aus, sie überdeckt nur zeitweise.

 
Die obligatorische Federwelt folgte danach, eine Ausgabe, deren Themen sehr passend für mich waren (lustigerweise habe ich sie gelesen, als ich auch den Beitrag zum Notizbuch geschrieben habe, das war perfektes Timing).

 
Danach folgten „Die Götter von Asgard“ von Liza Grimm und „Der Circle“ von Dave Eggers, wobei ich bei letzterem erst gut die Hälfte gelesen habe. Ich hoffe, ich kann bald weiterlesen (gerade ist es zeitlich echt schwierig und wenn ich erstmal anfange, lege ich das Buch so schnell nicht wieder aus der Hand), denn es fesselt mich und ist zugleich ziemlich abstoßend, weil es viel zu realitätsnah ist, finde ich. Wie oft ich schon den Kopf geschüttelt oder mein Smartphone abgedeckt habe, wenn ich die im Buch verwendeten Techniken quasi bildlich vor Augen hatte …

 
Insgesamt bin ich damit auf 682 gelesene Seiten gekommen.

 
Wie lief euer Lesemonat August?
Kennt ihr eines oder mehrere der Bücher?
Wenn ja, wie haben sie euch gefallen?

 
Bis denne ☆