Katzenliebe

 
Der Titel und das Bild verraten schon ein bisschen, worum es heute geht.
Denn bislang habe ich zwar über das Autorendasein geschrieben, über Bücher und über Japan bzw. zumindest über japanische Bands. Aber über Katzen habe ich noch gar nicht geredet (mal abgesehen von dem Buch im letzten Leserückblick, das ich kurz erwähnt habe).

 
Ich mag Katzen und ich war wohl schon immer ein Katzenmensch. Aber meine Liebe gilt diesem wunderschönen Mädchen auf den Fotos. Ich habe durch sie so viel gelernt und so viel verändert.

 
Mittlerweile wohnt Shiyuu seit einigen Jahren bei mir. Verliebt habe ich mich damals in ein Foto von ihr, große runde Augen und ein melancholischer oder trauriger Blick (okay, heute denke ich, sie war von der Kamera genervt ^^), mehr hat es nicht gebraucht.
Hätte ich damals gewusst, dass man Katzen nicht einzeln halten soll (ich kannte die klassische Einstellung bezüglich Einzelgänger und auch in meinem Elternhaus hatte es über zehn Jahre eine Katze gegeben), dann wäre sie vermutlich nie bei mir eingezogen und deswegen ist sie auch bis heute allein. Meine Möglichkeiten lassen eine zweite Katze nicht zu, weswegen ich auch schon jetzt weiß, dass ich nicht zu den Menschen gehöre, die ihr ganzes Leben Katzen haben werden. Ich sage nicht, dass es nie wieder sein wird, aber nur unter besseren Bedingungen dafür und dann definitiv nur noch mindestens zu zweit. Das ist eine der vielen Lektionen, die ich durch sie gelernt habe.
 
 

Am Tag des Einzugs.

 
Die zweite war, mit Krankheiten umzugehen. Man sieht es Shiyuu nicht an, doch sie ist mehrfach chronisch krank. Es begann mit einer Herzerkrankung, die eine chronische Nierenerkrankung nach sich zog. Und zusätzlich liegt da auch noch eine Epilepsieform vor, die zwar ohne Bewusstseinsverlust einhergeht (sich aber jederzeit in diese bekannte Form wandeln kann), aber dafür täglich mit Anfällen auftritt, da sie stressindiziert ist. Das klingt alles sehr dramatisch, ist es aber nicht. Die zwei wirklichen schlimmen Momente waren die Diagnosen für Herz und Nieren, da hat es mir jedes Mal den Boden unter den Füßen weggerissen, aber wir leben seit vielen Jahren damit.
Dennoch hat dieser ganze Berg für mich zu der Entscheidung geführt, Shiyuu kein neues Zuhause zu suchen. Denn ich habe auch darüber sehr lange nachgedacht, um ihr ein Leben unter Artgenossen zu ermöglichen. Gerade die Epilepsie hat mich aber davon abgebracht, weil Shiyuu auf mich fixiert ist, nur diese Wohnung kennt und sich alles für sie ändern würde: Revier, Menschen, zusätzliche Katzen. Und dieses Risiko gehe ich nicht ein, erst recht nicht unter der Maßgabe der anderen beiden Erkrankungen.

 
Ansonsten habe ich durch Shiyuu die Kommunikation mit Katzen gelernt, die ich sicher nicht perfekt beherrsche und als Mensch ohnehin nur eingeschränkt nutzen kann. Aber wir führen hier regelmäßíg „Staring Contests“ durch, in denen ich ihr immer wieder vermittele, dass ich das Alpha-Tier bin, egal wie viel Willen in ihr steckt. Sie darf auch so genug. Zumindest hat sie wenig Respekt vor Tischen, wenn sie meinen Schreibtisch meist auch verschont. Und an anderen stört es mich nicht, da ich nur noch den Sofatisch habe und an diesem nicht esse.

 
Ich habe meine Wohnung immer wieder für sie umgestaltet (der Untergrund auf dem nächsten Foto zeigt das auch ganz wenig), anfangs viele hohe Flächen, die Wände entlang, mittlerweile habe ich das ein bisschen eingeschränkt, weil sie auch gar nicht mehr so viel oben liegt, außerdem haben sich mit der Nierenerkrankung ein paar unangenehme Begleiterscheinungen ergeben, weswegen ich auch nicht mehr so viele Stellen in der Höhe bieten möchte. Ein paar lasse ich ihr trotzdem, weil sie sie einfach braucht.
 
 

Einfach mal zwischendurch am Fenster.

 
Das größte Thema, mit dem ich mich auseinandergesetzt habe, ist die Fütterung. Shiyuu hat recht früh begonnen, Dosenfutter zu verweigern und Trockenfutter habe ich als Nahrung abgelehnt. Also musste ich mich mit der Rohfütterung auseinandersetzen, was ich bis heute interessant finde. Deswegen habe ich ja auch das Buch im letzten Leserückblick drin gehabt. Mittlerweile sind wir zwar seit einem halben Jahr wieder bei Dose (was vorrangig an dem Tennisarm liegt, mit dem ich zu tun habe), aber was das Barfen betrifft, bin ich weiterhin theoretisch involviert, schon allein, weil ich Moderator in einem Forum zu der Thematik bin. Ich habe zwar keine Ahnung von Naturwissenschaften außer Mathe (Zahlen ♥), aber auch wenn Barfen ein komplexes Thema ist, kann das jeder lernen, der sich die Zeit dafür nehmen will. Die braucht es allerdings.

 
Hätte man mich vor Shiyuus Einzug gefragt, ob ich mich mal mit irgendwas davon beschäftigen will, ich hätte denjenigen vermutlich fragend angesehen, weil ich nicht mal gewusst habe, dass es Barfen gibt. Und dass Katzen solche Krankheiten bekommen, auch nicht. Aber was solls, ich habe mich dafür entschieden, die Verantwortung für sie zu übernehmen und dazu gehört für mich eben auch all das.

 
Und ich möchte auf keinen Fall auf meine Zaubermaus verzichten. ♥

 
Habt ihr Haustiere?
Wenn ja, welche?
Oder bleibt ihr lieber für euch?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – DIMLIM

 
Die Band, für die ich mich diesen Monat entschieden habe, ist die jüngste, glaube ich.
Die erste Info, die ich zu DIMLIM kenne, stammt aus dem März 2017 und nur knapp einen Monat später hatten sie das erste Video online, das mir auch unglaublich gut gefallen hat (ich verlinke es unten). Schon ab diesem Zeitpunkt war ich neugierig, doch da ein Song auch nur eine Eintagsfliege sein kann, habe ich abgewartet, beobachtet, was die Band noch so auf ihrem YouTube-Account hochlädt und mir Samples auf iTunes angehört, als letztes Jahr im Sommer ihr erstes Album raus kam.

 
Ich mochte die Beispiele so sehr, dass ich Freunde fragte, ob sie mir von ihrer Reise nach Japan im November das Album mitbringen würden.
Doch sie kehrten mit leeren Händen zurück, denn das Album war ausverkauft. Sie hatten diverse Läden abgegrast und eine Verkäuferin hat dann mal genauer nachgeschaut. Diese Info bestätigte sich auch hier für mich.
Ich hätte das Album natürlich über iTunes kaufen können, aber ich mag nun mal CDs weit lieber. Und während ich durchaus auch digital kaufe, möchte ich Releases, die ich so richtig liebe, in der Hand halten können, unter anderem auch wegen der Songtexte.

 
Ich habe als nächstes einen Onlineshop hier in Deutschland durchgeschaut und die CD dort gefunden, allerdings weit teurer.
Dieser Onlineshop brachte mich wiederum auf einen anderen, der auch eine Niederlassung in Berlin hat, in der ich vor vielen Jahren sehr regelmäßig war. Ich telefonierte also mit ihnen, denn auf deren Webseite war die CD durchaus verfügbar, allerdings heißt das eher, dass sie in München statt in Berlin liegt. Doch nicht einmal so war es, auch in München waren die Exemplare bereits verkauft, allerdings könne man bestellen. Daran habe ich nicht geglaubt, denn wenn das Album in Japan ausverkauft ist, wird auch kein kleiner Shop in Deutschland noch ein Exemplar bekommen. Und die Kosten wären auch nicht wirklich anders gewesen als bei dem anderen Onlineshop.
Und ich setzte ein bisschen Hoffnung in eine zweite Auflage, denn ich fand immer wieder enttäuschte Stimmen, die keine CD mehr bekommen hatten, im Internet.

 
Es kam wie es kommen sollte, nur kurz darauf hieß es, dass es eine zweite Auflage geben wird, die sogar noch vor Weihnachten erscheint.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt ohnehin eine Bestellung bei einem japanischen Shop laufen, diese CD wurde aber erst im Januar veröffentlicht und deswegen stand die Lieferung noch aus. Kaum, dass dieser Shop die zweite Auflage gelistet hatte, lag sie in meinem Warenkorb und musste sich dort noch ein bisschen gedulden, bis sie dann im Januar bei mir einziehen durfte.

 
Zurück zur Band selbst, obwohl ich dazu nicht viel sagen kann. Es ist eine der wenigen Bands, bei der ich nicht weiß, wie die Mitglieder heißen oder wo sie vorher mal gespielt haben. Für mich zählt die Musik zwar immer am meisten, aber oft kenne ich mehr als nur diese. Ich kann auch nicht sagen, dass es mir total egal ist, aber tatsächlich interessieren mich weder die Looks noch die Namen so richtig.
Dieser erste Song, den ich damals gehört habe, er hat mich sofort an DIR EN GREY denken lassen, eine der Bands, die ich bereits 2006 gehört und geliebt habe, die zweite japanische Band, die ich live gesehen habe. DIMLIM klingen nicht genauso, sie sind aus meiner Sicht keine Kopie, aber sie haben bei mir sofort eine Verknüpfung ausgelöst. Und das hat sich nie ganz geändert. Ich will jetzt nicht zu sehr auf DIR EN GREY eingehen, denn sie stehen tatsächlich auch noch für irgendwann auf meiner Liste, aber es gibt musikalische Phasen bei ihnen, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte. Und DIMLIM haben eben den Teil in mir angesprochen, den ich auch bei DIR EN GREY extrem liebe.

 
Es ist eine Mischung aus Shouts und Screams, die sich mit wundervollen Melodien abwechseln. Dazu kommt das Schlagzeug, das für mich immer sehr wichtig ist, eine Band, die mit zwei Bassdrums daher kommt (das wird noch so einige Male passieren, ich stehe da total drauf), mit leichten Metaleinflüssen, ohne wirklich Heavy Metal zu sein (was absolut nicht meins ist). Für alles Weitere dürft ihr euch ein eigenes Bild machen.

 
「アハレワタ」 ist das Video, das ich damals zu erst gesehen und gehört habe. Aufgrund der Schreibweise bin ich nicht sicher, was der Titel bedeuten soll und lasse ihn deswegen einfach mal nur japanisch stehen.
Ich habe damals sogar das dazu auf Facebook hinterlassen und das Video geteilt:

Uh, eine neue Band in meiner Musikszene.
Gleich ein Drumset mit einer Double Bass zu entdecken, war schon mal positiv. Dann war ich etwas unschlüssig. Ich mag Screams und Shouts, aber zu viel nervt mich schnell. Doch dann kam der melodische Gesang und ja, bislang bin ich erstmal interessiert. Mal sehen, was sich daraus so entwickelt.

「THE INVISIBLE」 ist ein weiterer Song, der mir sehr gut gefällt und ich bin froh, dass die Band ihn hier selbst eingestellt hat, denn er ist nicht auf dem Album drauf.
Das Album CHEDOARA habe ich als Playlist auf YouTube gefunden und stelle es hier einfach mal mit rein. Meine Favoriten sind definitiv 「GROTESQUE」 und 「「人」と「形」」 (‚hito‘ to ‚katachi‘). Aber auch wenn die beiden kurzen instrumentalen Stücke für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren, mag ich das ganze Album und kann mich beim Rest schwer entscheiden, wen ich beim Nennen aussortieren könnte. 「vanitas」 findet ihr auf dem YouTube-Account der Band auch noch als komplettes PV. Wer auf nachdrückliche Screams steht, kommt bei dem Song auf seine Kosten. Und wie ich gelesen habe, schafft der Sänger es tatsächlich, das auch live umzusetzen.

 
Sagt euch diese Musik zu?
Oder ist sie euch zu „laut“?
Kennt ihr die Band?

 
Bis denne ☆

Rückblick LBM 2019

 
Die Leipziger Buchmesse liegt zwar schon eine Weile zurück, aber bislang bin ich noch nicht dazu gekommen, darüber zu schreiben. Ich habe ein bisschen gebraucht, mich zu sortieren, dann war ja schon wieder April und der erste Freitag ist immer für den Leserückblick reserviert und deswegen komme ich erst jetzt damit.
Ich habe ohnehin nicht so viel zu erzählen wie im letzten Jahr.

 
Ich war dieses Jahr nur am Freitag auf der Messe und der Tag begann für mich schrecklich früh, nämlich schon um 3:30 Uhr. Ich war natürlich entsprechend früh im Bett gewesen, aber ebenso natürlich für mich konnte ich sehr lange nicht schlafen. Aus diesem Grund hatte ich auch drei Stunden Zeit eingeplant, weil ich dann immer sehr sehr langsam bin.
Um 6:50 Uhr stürmte ich dann endlich aus der Wohnung (mit nur zehn Minuten Verspätung) und machte mich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Dort erlebte ich den ersten Schreck, denn die Abfahrtszeit des Zuges stimmte, jedoch nicht dessen Nummer. Außerdem war es kein ICE, sondern ein IC. Die Nachfrage an der Info ergab, dass der eigentliche Zug wohl ausgetauscht worden war. Das hieß dann kein W-LAN, aber naja, wer braucht schon eine Internetverbindung. Zum Glück ist die Fahrt nach Leipzig nicht sehr lang.
Für dieses Jahr hatte ich mir extra eine Verbindung rausgesucht, die Leipzig Messe halten würde, um dem Sardinendosengefühl in der S-Bahn entgehen zu können. Gleichzeitig mit unzähligen anderen Messebesuchern wurde ich fast Punkt 10:00 Uhr aus dem Bahnhof gespült und arbeitete mich zum Pressezentrum vor. Eigentlich war es ohnehin egal, denn meine Verabredung steckte noch im Baustellenstau.

 
Ein Hoch auf Erinnerungsvermögen und Orientierungssinn auf meiner Seite, denn ruckzuck hatte ich die Formalitäten erledigt, wieder alles an der leeren Garderobe des letzten Jahres gelassen, das nicht mit in die Messehallen musste und dann ging es los.
Für mich bedeutete das weiterhin einen eher ruhigen Start, bei dem ich erstmal nur in der Glashalle ein wenig umherlief, mich dann neben dem Blauen Sofa niederließ, nur um kurz darauf meinen Sitzplatz wieder aufzugeben, weil ich Hannah von Monstermotivation erspäht hatte und sie einfach mal sofort überfiel. Was gut war, denn wir sind uns den ganzen Tag nicht mehr über den Weg gelaufen.
Ähnlich erging es mir mit Mika Krüger, zumindest was den Überfall betrifft.

 
Als meine Begleitung gegen 11:00 Uhr dann endlich den Stau hinter sich gelassen hatte, fingen wir unseren Rundgang in Halle 2 an. Und dort gings natürlich als erstes an den Stand des Nornennetzes, genau gesagt zu Stella Delaney. Wir plauschten ein bisschen, machten vorsorglich endlich mal ein Foto zu dritt (das ist bereits die vierte Messe, auf der ich Mika sehe, aber das erste Foto, auf dem wir beide drauf sind), bevor wir uns vielleicht doch nicht mehr sähen und dann trennten sich unsere Wege wieder.


Foto: privat

 
Meine Begleitung und ich schauten am Stand von Torsten Low vorbei, bevor wir uns die erste Pause gönnten. Unser schöner Sitzplatz vom letzten Jahr existierte dieses Mal leider nicht, also nahmen wir mit dem Boden vorlieb, den ich letztes Jahr am Samstag für mich beansprucht hatte.

 
Als nächstes stand Halle 1 auf dem Plan, vor allem die Künstler, die ausstellten und verkauften, hatten die Neugierde meiner Begleitung geweckt und anschließend saßen wir noch ein bisschen vor der Bühne und schauten uns das Interview mit Dan Jurgens an, der mir völlig unbekannt war (ich habe aber mit all den Sachen, Universen und ähnlichem nichts zu tun).

 
Weiterhin ging es halbwegs planlos über Halle 3 zu Halle 5, wo wir allerdings auch nur eine kleine Runde drehten und dann zu 15:00 Uhr zum Stand von Droemer Knaur, an dem Julia Lange ein kleines Treffen veranstaltete.
Es blieb tatsächlich klein, wir waren insgesamt vier Leute, aber so hatten wir eine ganze Stunde Zeit, uns über das Schreiben auszutauschen. Zum ersten Mal dachten Julia und ich daran, ein gemeinsames Foto zu machen.


Foto: privat

 
Außerdem bekam ich endlich ihre Bücher signiert. „Blutgesang“ ist ja noch sehr neu, aber „Irrlichtfeuer“ hatte ich schon vor zwei Jahren, wo ich auch nur zu einem Tagesausflug in Leipzig war, in meinem Regal stehen, damals war es nur zu Haus geblieben und letztes Jahr hatte es ja einfach nicht geklappt. Aber jetzt sind sie signiert und ich habe damit ein zusätzliches kleines Andenken an dieses tolle Treffen. ♥

 
Und dann blieb auch gar nicht mehr so viel Zeit. Wir liefen noch ein bisschen durch die Gegend, genossen erneut das wirklich tolle Wetter draußen (wir waren mehrfach auf den Flächen zwischen den Hallen), aber dann wurde es für mich Zeit aufzubrechen.
Während mir bei der Buchung des Tickets noch angegeben worden war, dass zu der Zeit kein Zug mehr von Leipzig Messe fahren würde und ich deswegen ab Hauptbahnhof gebucht hatte, konnte ich dann beim Warten auf die S-Bahn feststellen, dass dem doch nicht so war. Da der ICE aber erst Messe und danach am Hauptbahnhof hielt, habe ich darauf verzichtet, dort einzusteigen, sondern habe mich in die S-Bahn gequetscht. Ich weiß, dass die Fahrkarten des Nahverkehrs für Regionalzüge gelten, aber nicht, ob das auch auf ICEs zutrifft. Anders wäre es etwas entspannter gewesen, aber zumindest hatte ich diese Fahrt ja eingeplant (wenn ich sie mir auch weit angenehmer vorgestellt hätte, ich war sehr überrascht, wie viele Menschen die Messe bereits kurz nach 17:00 Uhr verlassen und dass die S-Bahnen dann tatsächlich nur im 20-Minuten-Takt fahren).

 
Die restliche Fahrt lief zum Glück völlig nach Plan, ich hatte meinen gebuchten Platz in einem anscheinend ausgebuchten ICE und war wirklich froh, dass ich mich zu der frühen Rückfahrt entschieden hatte und somit bereits gegen 20:30 Uhr zu Haus eintreffen konnte. Denn hier warteten noch ein paar Aufgaben auf mich, abgesehen von einer sehr anhänglichen Katze.

 
Und das wars für mich dieses Jahr auch schon. Ich hatte die Messe bewusst sehr ruhig und ohne große Pläne angedacht, ich hatte nur Julias Treffen als festen Termin auf meiner Liste und ich hatte mich auch so gut wie nicht verabredet (oder besser gesagt, es wussten nicht allzu viele, dass ich da sein würde). Für mich sollte die Messe dieses Jahr eher unauffällig ablaufen und ich wollte diesen einen Tag nicht überladen.
Was ich auf jeden Fall immer lieben werde, sind die Hallen. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe sofort das Gefühl von Heimkommen gehabt, als ich sie betreten habe.
Wie das im nächsten Jahr so sein wird, da lasse ich mich selbst mal überraschen.

 
Wart ihr auf der LBM 2019?
Hattet ihr einen vollen Terminplan oder seid ihr alles ganz entspannt angegangen?
Plant ihr schon das nächste Jahr?

Bis denne ☆

Leserückblick März

 
Ich muss ja zugeben, dass ich im März in zwei Etappen gelesen habe. Am Monatsanfang und am Monatsende. Und dazwischen gibt es ein sehr großes Loch.

 
Natürlich musste ich „Blutgesang“ von Julia Lange beenden. Ich hatte schließlich lange genug auf das Buch gewartet. Außerdem hat es mich immer mehr in seinen Bann gezogen, je weiter die Geschichte voranschritt. Ich mochte so viele Aspekte an diesem Buch und gerade, dass Musik ein sehr großes Thema darin ist (und es dabei nicht um irgendwelche Bands oder so geht, sondern schlicht ums Musizieren) und es dann auch noch Drachen gibt, ja, dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen (ich möchte jetzt nicht sagen, es ist bisher ein Highlight in meinem Jahr, denn ich habe bisher so wenig gelesen, dass es nur wenig Konkurrenz gibt, auch wenn die Aussage grundsätzlich nicht falsch ist).

 
Nach der langen Pause habe ich dann auf die letzten Tage noch zu einem Sachbuch gegriffen, nämlich „Natural Cat Food“ von Susanne Reinerth.
Ich beschäftige mich seit etwas mehr als vier Jahren mit der Rohfütterung von Katzen, vor allem auch unter dem Aspekt einer chronischen Nierenerkrankung. Und obwohl ich nicht erwarte, in solchen Büchern noch viel Neues zu erfahren, lese ich sie gern aus Neugierde, was auf dem Markt existiert, inwiefern sich meine Meinung mit denen in Rezensionen deckt und so weiter.

 
Aber damit endet der Lesemonat leider schon wieder.

 
Hattet ihr im März ein Highlight unter den Büchern?
Wart ihr zufrieden mit der Anzahl der Bücher oder hätten es mehr sein dürfen?
Lest ihr eigentlich auch Sachbücher oder nur Geschichten?

 
Bis denne ☆

Social Media und Likes

 
Likes sind wichtig.
Kommentare noch viel mehr.
Beides ist Interaktion und üblich in den sozialen Medien.

 
Gerade Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram leben von Likes.
Die Schaltfläche einmal kurz anzuklicken, ist ruckzuck erledigt, der Ersteller hat Aufmerksamkeit bekommen und ich ihm gezeigt, dass ich seinen Beitrag bemerkt habe.
Alles darüber hinaus variiert.

 
Manchmal sitze ich hier und frage mich, wie tiefgehend über diesen Klick überhaupt nachgedacht wird (und ich nehme mich da sicher nicht immer aus).
Was bedeutet es denn überhaupt zu liken?
Ist es nur ein Zeichen von „ich habe gelesen“? Ist es eine Zustimmung zum angesprochenen Thema? Ist es eine Zustimmung zu allen Themen, sobald mehrere angesprochen werden? Und kann man als Leser überhaupt wirklich zustimmen?

 
Gerade die letzte Frage treibt mich seit langem immer mal wieder zum Nachdenken.
Kann ich als Leser überhaupt wirklich zustimmen? Weiß ich denn überhaupt, was im Kopf der Erstellers vorgegangen ist? Ich sehe ja nur eine Aussage oder Frage, aber ich weiß nicht, was diese ausgelöst hat (außer es steht im Text, aber das ist oft nicht der Fall).

 
Früher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Bis zu einer Situation, die ich mitverfolgt habe und dann in den sozialen Medien einen Beitrag vorgefunden habe. So wie er dort stand und ohne Hintergrundwissen hätte ich ihn sofort geliket. Da ich aber durchaus mehr dazu kannte, habe ich das Ganze differenzierter betrachtet. Was nicht bedeutet, dass ich damit automatisch vorbehaltlos die Gegenposition einer Meinung einnehmen würde. Aber diese Situation hat bei mir ausgelöst, dass ich weit weniger like. Denn oftmals frage ich mich sofort, ob denn jetzt tatsächlich das gemeint ist, was ich darin lese? Oder ob ich dem Ersteller eine Bestätigung für etwas gebe, das ich gar nicht auf exakt dieselbe Weise vertrete wie er?

 
Vielleicht sind diese Gedanken übertrieben, aber ich glaube, gerade in unserem schnelllebigen Alltag ist es wichtig, auch mal eine Pause einzulegen und sich die Zeit zu nehmen zu überlegen, anstatt schnell zu liken und weiterzuscrollen.
Oder alternativ zu kommentieren und nachzufragen, was der Ersteller eigentlich genauer damit meint, was ihn zu dieser Aussage bewegt hat.

 
Wie schnell klickt ihr auf Like?
Liket ihr nur Beiträge, denen ihr wirklich zustimmt oder einfach auch als „zur Kenntnis genommen“?
Wo unterscheidet ihr bei einem Beitrag mit mehreren Themen, von denen ihr nicht allen zustimmt, ob ihr liket oder nicht?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – Jewel

 
Heute geht es mit meiner Reihe über die Bands weiter.

 
In diesem Monat geht es um die Band Jewel. Ausgewählt habe ich sie, da sie einen Bezug zur Band des vorigen Monats – FeaDior – hat, denn fast ein halbes Jahr nach dem Last Live FeaDiors (31.07.2008, ich komme mal zu meinem Fable für Daten, es kann also sein, dass ich bisweilen Zeiträume nicht nur umschreibe, sondern mit exakten Daten um mich werfe, weil das eben ich bin) erwähnte deren Drummer seine neue Band: Jewel.
Bereits drei Monate später erschien ihr erster Song „Crazy Game“ auf einem Omnibus-Release und ich wusste, ich werde die Band nicht nur im Auge behalten, weil das für jeden der ehemaligen FeaDior-Mitglieder der Fall sein würde, sondern weil ich von dem Song restlos begeistert war (leider ist ihre Musik auf YouTube kaum zu finden, dieser fällt darunter, der Vorteil daran ist wiederum, dass ich nicht auswählen muss, was ich mit euch teile).

 
Es folgten ungefähr eineinhalb Jahre Aktivität, in denen ich einige interessante Wege durchlief, um an die Musik der Band zu kommen. Der Omnibus am Anfang, vier reguläre Singles, eine davon in zwei Versionen, ein Minialbum und eine Live-only-Single (das bedeutet, sie wurde nur auf dem Konzert verkauft) zum Abschluss, mehr umfasst ihre Diskografie nicht (wobei das immerhin ein paar Titel mehr als bei FeaDior sind, die nicht nennenswert kürzer existiert haben).

 
Ich weiß nicht mehr, wie ich zu dem Omnibus und der ersten Single gekommen bin, wobei die Single ein Geschenk einer Freundin war, deswegen denke ich, dass sie die auch besorgt hat.
Für die zweite Single habe ich damals eine Japanerin online gefunden, die recht gut Englisch konnte und mir die Single kaufen und anschließend schicken würde. Das Problem war die Bezahlung. Ich besaß keine Kreditkarte, weil ich sie normalerweise nicht brauchte und um in Japan einen PayPal-Account zu erstellen, benötigte man wiederum dort eine Kreditkarte (ich weiß nicht, ob das heutzutage immer noch so ist, das ist in etwa zehn Jahre her) und die hatte sie nicht, ich konnte ihr das Geld also nicht via PayPal schicken. Ich bin also hier zu meinem Kreditinstitut gestiefelt und habe den nötigen Betrag in Yen umgetauscht. Der sollte mir einige Tage später zugesendet werden. Das passierte auch, allerdings muss zur selben Zeit noch jemand einen entsprechenden Umtausch vorgenommen haben, denn ich bekam viel mehr Geld als ich eigentlich hätte haben sollen. Das sah sehr nett aus, aber es war ja leider trotzdem nicht mein Geld. Nachdem ich also wieder bei meinem Kreditinstitut gewesen und alles geklärt war, konnte ich die Scheine in einen Umschlag stecken und per Post nach Japan schicken. Auf demselben Weg kam dann irgendwann auch meine CD.

 
Die nächsten beiden Releases (Single und Minialbum) konnte ich nicht vorbestellen und als ich sie endlich kaufen wollte, waren sie in meinem Shop, der ins Ausland liefert, ausverkauft. Im Endeffekt bin ich nur über die Hilfe meiner Freundin und einem Shopping-Service (das sind Menschen, die in Japan leben und gegen einen Aufpreis, den sie für den entstandenen Aufwand erhalten, Waren für andere kaufen und an sie senden) an beide CDs gekommen.

 
Die nächste Single erschien genau einen Tag bevor eine andere Freundin, die für einen Urlaub in Japan war, wieder abreiste, so dass sie sie direkt vor Ort kaufen konnte, weswegen ich auch gleich beide Versionen gekauft habe (die Versandkosten sind in der Regel recht hoch und da diese entfielen, konnte ich mir auch die zweite Version gönnen, die einen anderen Titel zusätzlich enthält). Außerdem hat sie auf einem Konzert, auf dem auch Jewel gespielt haben, das Fotoset, das unten rechts auf dem obigen Foto abgebildet ist und die Chekis (die kleinen Polaroids ganz oben, die heißen dort so) gekauft. Gerade Chekis sind bei den Indie-Bands damals sehr beliebt gewesen (sie werden auch jetzt noch angeboten, aber ob sie noch so gut gehen, weiß ich nicht). Die Band-Mitglieder fotografieren sich dafür backstage gegenseitig, kritzeln etwas auf die Bilder und der Verkauf erfolgt dann meist im Los-Verfahren: Die Chekis befinden sich in einer Box und man darf reingreifen und ziehen.

 
Abschließend ist da noch die Single, die es ausschließlich auf dem Last Live im April 2010 gab. Auch hierfür habe ich glücklicherweise eine Japanerin kennengelernt, die mir die Single kaufen würde. Sie hat sogar noch ein paar andere Bilder dazu gelegt (unten links auf dem obigen Foto), worüber ich mich sehr gefreut habe.

 
Es gab durchaus noch andere Songs, die nur auf Lives verkauft oder vergeben wurden (es gibt da noch mal die Trennung nach „live sold“ und „live distributed“), aber diese wurden nicht in der Diskografie auf ihrer Webseite aufgeführt, anders als diese Last-Live-Single. Warum das eine so und das andere so gehandhabt wird, habe ich nie verstanden.
Auf jeden Fall war ich so unglaublich froh, als ich damit die Diskografie in meinem Regal komplettieren konnte.

 
Die Musik hat sich im Laufe der Zeit ein wenig gewandelt.
Jewel hat sehr „laut“ gestartet, was einfach nur bedeutet, es waren schnellere Songs mit viel Shouting, wenn sie auch zusätzlich melodische Stellen beinhalteten. Wirklich ruhige Songs sind insgesamt seltener, aber auf der zweiten Single gab es die erste Ballade. Dennoch sind sie damit immer in dem Rahmen geblieben, der mir bis heute gut gefällt (wobei zukünftige Beiträge auch noch zeigen werden, dass ich es gern „laut“ mag).

 
Leider hat sich das Ende der Band wohl bereits am 17.12.2009 angekündigt als Bassist und Drummer (ausgerechnet an seinem Geburtstag und dann auch noch derjenige, der mich zu dieser Band gebracht hat) ihren Austritt im nächsten Monat ankündigten. Nur zweieinhalb Monate später fand das Last Live statt. Und ironischerweise ist keines der drei übrigen Mitglieder je wieder in einer festen Band gewesen, was für den Bassisten und Drummer nicht galt. Sie waren beide für längere Zeit in einer anderen Band, der Bassist sehr schnell, bis er dort ausgestiegen ist, um sich etwas anderem zu widmen, wobei er seit Kurzem doch wieder in einer Band spielt. Der Drummer war dagegen teils als Support unterwegs, teils in zeitlich begrenzten Projekten und ist dann aber vom 11.02.2013 bis 10.12.2018 fester Teil der Band Neverland gewesen. Mittlerweile hat er sich davon aber zurückgezogen und ist als DJ unterwegs.
Die anderen drei sind zwar auch nicht ganz von der Musik abgewandert, aber wirklich aktiv scheinen sie auch nicht zu sein, was sehr schade ist. Allerdings verhält es sich meiner Beobachtung nach mit den Indie-Musikern nicht viel anders als mit Selfpublishern. Je nach privatem Umfeld und finanziellen Verhältnissen kann sich der eine tiefer als der andere in die Musik knien.

 
Auf diesem Foto zeige ich euch noch ein paar Goodies. Es ist zumindest bei den Indie-Bands nicht unüblich, dass jeder Shop eine Besonderheit dazugibt, wenn man die CD dort kauft. Was es ist, wechselt ein bisschen, es können Fotosets sein, willkürlich Fotos eines Band-Mitglieds, Video-Kommentare oder oder oder. Als meine Freundin, die in Japan Urlaub gemacht, meine CD gekauft hat, hatte ich deswegen auch einen bestimmten Shop vor Augen, denn wenn ich schon mal die Wahl des Goodies hatte, musste ich das ausnutzen. XD

 
Über FeaDior habe ich euch gesagt, dass sie eine meiner vier absoluten Lieblingsbands sind. Und auch Jewel zählen dazu, womit ihr jetzt bereits die Hälfte meiner absoluten Top-Bands aus Japan kennt. Die beiden kleinsten/unbekanntesten. Und die beiden, die schon ewig nicht mehr existieren und dennoch weiterhin in meinem Herzen und meinen Playlisten sind (wenn ich auch zugeben muss, dass FeaDior da weit häufiger vertreten sind).

 
Hier habe ich jetzt noch zwei Songs rausgesucht (die einzigen beiden, die ich finden konnte), damit ihr mal reinhören könnt.

 
不純バタフライ (fujun butterfly) (von der Single 『恍惚トリコロール』)
Endless Grudge (von der Single 『Ugly / Endless Grudge』)

 
Und falls ihr nach mehr suchen wollt, setze ich euch hier mal die Diskografie mit einzelnen Titeln hin:

 
Next Burning Circus (Omnibus, 2008.10.31)
Crazy Game

 
Ugly / Endless Grudge (Single, 2008.11.26)
Ugly
Endless Grudge

 
恍惚トリコロール (Single, 2009.02.25)
不純バタフライ
BLACK OUT
春の訪れ、散る雪花

 
Paradise lost (Single, 2009.07.01)
Paradise lost
オレンジ

 
Clockwork [5]th parade (Minialbum, 2009.08.05)
glitter
HIDE&SEEK
LAST BREATH
VI BULLET
Clockwork parade

 
[T]rickster (Single, 2010.01.13)
[T]rickster
Re:
トロイメライ (nur A-Type)
SNOW BIRD (nur B-Type)

 
(Live-only-Single, 2010.04.16)

不純バタフライ

 
Ich gehe auch dieses Mal nicht davon aus, frage aber dennoch, ob jemand von euch Jewel kennt?
Habt ihr auch schon mal etwas Witziges oder Interessantes erlebt, um eine CD zu kaufen?
Gefällt euch die Musik von Jewel?

 
Bis denne ☆

Ein Jahr bloggen

 
Diesen Beitrag zu schreiben, überhaupt damit zu beginnen, fühlt sich irgendwie surreal an.
Es ist nicht so, dass ich daran gezweifelt habe, diesen Blog ein Jahr durchzuhalten. Hätte ich je Zweifel daran gehabt, hätte ich ihn nicht gestartet. Ich habe davor eine ganze Weile überlegt, ob ich so etwas kann, ob ich Ideen für Beiträge habe und so weiter, denn ich mag keine unüberlegten Schnellschüsse, die im Nichts versanden.

 
Trotzdem ist dieses eine Jahr so rasant vergangen und ich kann kaum glauben, dass es schon soweit ist.
Dabei ist der eigentliche Geburtstag sogar schon vor zwei Wochen gewesen. Wie immer galt der erste Freitag des Monats dem Leserückblick und das fiel exakt mit dem 1. März zusammen. Und da habe ich auch noch gar nicht darüber nachgedacht, überhaupt an diesen Geburtstag zu erinnern (fällt auf, dass ich es nicht so mit Geburtstagen habe?), aber irgendwie hat mich der Gedanke in den letzten Tagen nicht in Ruhe gelassen.

 
Was kann ich über dieses eine Jahr sagen?

 
Es war sehr interessant und ich habe nicht vor, hier wieder dicht zu machen.
Mein Blog ist sehr ruhig, aber das überrascht mich nicht. Mir fehlt die Zeit, selbst viele Blogs zu lesen und kommentieren, also woher sollen wiederum viele Kommentare auf meinem Blog kommen? Diese Erwartung habe ich nicht.
Genauso wie ich nicht weiß, wie oft der Blog überhaupt aufgerufen wird. Denn ich nutze keinerlei Plugin, um genau das nachzuvollziehen. Mir ist es im Grunde ziemlich egal (und das, obwohl ich Statistiken liebe und ich denke, ohne die DSGVO hätte ich auch was aus reiner Neugierde am Laufen, aber so wichtig ist dieses Wissen nicht, um zusätzliche Daten zu sammeln). Es ist zwar schön zu wissen, dass so und so viele Menschen meinen Blog aufrufen, aber das sagt nichts darüber aus, ob sie die Beiträge lesen, ob diese ihnen gefallen oder oder oder. Das tut nur die Interaktion und die sehe ich anhand von Kommentaren. Ich freue mich über jeden von ihnen. Dennoch blogge ich nicht deswegen und mache aus diesem Grund auch weiter, egal, ob ich welche erhalte oder nicht. Denn ich tue das hier, weil ich es einfach mag zu bloggen.

 
Ich finde es spannend zu sehen, wie sich mein Blog bereits seit Beginn ein bisschen verändert hat. Anfangs habe ich fast gar nicht über die Musik gesprochen, mittlerweile habe ich ein Format gestartet, bei dem ich monatlich über eine Band rede (ich weiß, bislang gibt es dazu nur über eine etwas, aber ich habe damit so richtig ja auch erst letzten Monat begonnen). Die Autorenbeiträge bleiben natürlich erhalten, aber anfangs ging es überwiegend um Bücher und das Schreiben und mittlerweile hat sich das ein wenig verändert, was einfach mehr Facetten von mir zeigt.

 
Wie schon vor einem Jahr weiß ich nicht, wohin das noch alles führen wird. Diese Reise bleibt für mich selbst immer wieder aufregend.

 
Abschließend bleibt mir noch zu sagen: Danke an jeden von euch, der mir ein paar Worte dalässt, aber ebenfalls an jeden, der hier nur vorbeischaut.

 
Habt ihr euren ersten Blog-Geburtstag gefeiert?
Wenn ja, wie?
Oder steht er euch erst noch bevor?

 
Bis denne ☆

Ordnung und Übersicht ohne spezifische Schreibsoftware aufbauen

Mein heutiger Beitrag ist ein Artikel, den ich im November im Schreibmeer veröffentlicht habe. Da er noch sehr aktuell ist, habe ich ihn nicht verändert. Ich setze ihn bereits heute auf meinen Blog, da ich mich in einem anderen Beitrag Ende letzten Jahres auf ihn bezogen habe.

 

 
Notizen. Charakterbögen. Plotstruktur. Inspirationen. Figurenbilder. Völkerbögen. Wohnungsskizzen. Landkarten. Diese und so viele weitere Dateien sammeln sich im Laufe eines Projektes an. Je nach Herangehensweise und benötigtem Überblick sind es mehr oder weniger.
Es gibt diverse Schreibsoftware, die solche Hilfsmittel einbinden kann. In „Scrivener“ lassen sich beispielsweise Bilder hineinziehen. In „Papyrus“ gibt es eine Figurendatenbank.
Doch diese Programme kosten Geld. Und nicht jedes kann alles. Wer nur wegen einzelner Tools Interesse an dem einen oder anderen Programm hat, der ist vielleicht auch nicht bereit, dafür verhältnismäßig viel Geld zu investieren, weil er die anderen Funktionen nicht benötigt.

 
Ich verzichte bis heute darauf, denn ich habe für mich ein funktionierendes System entwickelt, indem ich ganz einfach die Struktur meines Rechners nutze.

 

Ordner

Es gibt einen Oberordner, in dem alles, was mit meinem Autorenkram zu tun hat, landet.
Darin befinden sich die ersten Unterordner (einer für das Schreibmeer, Romanprojekt A, Romanprojekt B, ein Ordner für meinen Blog etc.). Im Laufe der Jahre ist diese Ebene angewachsen. Erst hat es nur einen Romanprojektordner gegeben, doch je mehr Geschichten es geworden sind, desto häufiger habe ich sie in einen gesonderten Autorenordner nur für die Romanprojekte verschoben, der sich jetzt auf der ersten Ebene im Oberordner befindet.

 
Oberordner → Autorenordner → diverse Romanprojektordner

 
Zusätzlich befindet sich im Oberordner einer für alles, was mit Artikeln zu tun hat, und darin wiederum einer für das Schreibmeer.

 
Oberordner → Artikel → Schreibmeer

 
Oft beginne ich dann in diesen Unterordnern zunächst einmal nur mit Dokumenten und erst, wenn es zu viele werden, lege ich neue Ordner an. So habe ich im Ordner „Schreibmeer“ die ersten Artikel direkt darin abgelegt, doch zum Jahreswechsel einen für 2017 und einen für 2018 erstellt und die Dokumente in ihre entsprechenden Ordner verschoben. Damit verliert sich die Übersicht aufgrund zu vieler Dateien nicht so sehr.

 
Oberordner → Artikel → Schreibmeer → 2018

 
Hinsichtlich der Ordner für meine Romanprojekte unterteile ich ebenso. Beispielsweise habe ich mehrere oder weniger viele Unterordner angelegt. Alles Weitere landet als Einzeldokument im Hauptordner des Projekts.

 
Ordner: Projekttitel
↳ Ordner: Figuren
↳ Ordner: Fotos
↳ Ordner: Unterkünfte (hier können allerdings auch Arbeits- oder andere Schauplätze beinhaltet sein)
↳ Ordner: Timelines (kurze Übersichtstabellen zu wichtigen Ereignissen in der Vergangenheit meiner Hauptfiguren)
↳ Ordner: Wesen (bei eigenen Fantasywelten)
↳ 7-Punkte-Struktur.xls
↳ Figurenübersicht.doc
↳ Ideen.doc
↳ Kalender.doc
↳ Plot.doc

 

Titel

Hinsichtlich der Titel von Dokumenten möchte ich auch noch einen Tipp in den Raum werfen. Dieser bezieht sich allerdings nur auf jene, die Daten beinhalten und wenn die Titelbezeichnung nicht vorgegeben ist.

 
Es ergibt Sinn, gerade wenn das Datum am Beginn steht, jenes rückwärts zu schreiben. Also mit dem Jahr oder dem Monat zu beginnen, denn der PC sortiert aufsteigend.

 
Beispiel (Abgabetermine werden im Titel vermerkt):

 
11.04. 7-Punkte-Struktur.doc
06.05. Kalender.doc

 
Der PC wird das Dokument „06.05. Kalender.doc“ vor das andere sortieren, da die „06“ niedriger als die „11“ ist. Werden die Dokumente aber zuerst mit dem Monat benannt und dann mit dem Tag, stimmt die Sortierung (bei sehr vielen Dokumenten bietet es sich an, zusätzlich noch einmal den Jahresordner nach Monaten zu unterteilen):

 
04.11 7-Punkte-Struktur.doc
05.06 Kalender.doc

 
Selbstverständlich kann es ein wenig verwirrend sein, Monat und Tag voneinander zu unterschieden, wenn es um Tagesangaben unterhalb der „13“ geht. Aber das ist eine Gewohnheitssache. Für einen schnellen Überblick im Ordner ist dieses System äußerst hilfreich.

 
Wie ordnet ihr eure Autorensachen?
Nutzt ihr spezifische Software und wenn ja, welche?
Oder habt ihr auch mit einem einfachen Schreibprogramm und der Ordnerstruktur ein eigenes System entwickelt?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Februar

 
Wie schon der Januar lief auch der Februar nicht sonderlich rosig. Doch immerhin habe ich „Twilight“ von Stephenie Meyer endlich beenden können. Endlich klingt dabei so, als hätte mir die Geschichte nicht gefallen, was aber nicht zutrifft, wie ich bereits zuvor gesagt habe. Ganz im Gegenteil ist es mir beim Lesen auch wie beim ersten Mal in der deutschsprachigen Version so gegangen, dass ich gefesselt war – sofern mir nicht die Augen zugefallen sind. Trotzdem bin ich froh, dass ich mich nun auch wieder anderen Geschichten widmen kann, denn aufgrund meiner Schwierigkeiten mit diesem Buch (oder weswegen auch immer), habe ich mich entschieden, die Reihe nicht jetzt fortzusetzen.

 
Stattdessen habe ich mich dem Buch gewidmet, das als Print am Monatsbeginn erschienen ist, ich aber noch am letzten Tag im Januar abholen konnte und auf das ich schon eine ganze Weile gewartet habe. Ich habe Julia Langes Debüt „Irrlichtfeuer“ und die später erschienene dazugehörige Kurzgeschichte „Irrlichtkinder“ gelesen und sehr gemocht. Da mir der Klappentext wie auch die Leseprobe von „Blutgesang“ ebenfalls gefallen haben, musste dieses Buch natürlich auch bei mir einziehen und ich wusste sofort, nur als Print, weswegen ich auch zwei Monate länger warten musste als manch anderer.
Bislang habe ich ungefähr die Hälfte gelesen und bin gespannt, wie es denn weiter geht.

 
Was habt ihr gelesen?
Schwebt ihr gerade auf einem Hoch oder hängt ihr in einer Flaute?
Auf welches Buch freut ihr euch als nächstes?

 
Bis denne ☆

Schreibroutine aufbauen

 
Routinen erleichtern den Alltag.
Diesen Satz hört wohl jeder Autor irgendwann, wenn er sich mit dem Handwerk auseinandersetzt, in Austausch mit anderen Autoren tritt oder oder oder.
Und so einengend das klingen mag, ich stimme dem völlig zu.

 
Von klein auf werden wir darauf getrimmt, unseren Tagesablauf zu strukturieren, routiniert zu leben. Beispielsweise durch das morgendliche Aufstehen, Fertigmachen und dann in-die-Schule-gehen. Nachmittags Hausaufgaben machen. Abendessen. Schlafen. Die Routinen dazwischen variieren. Bei manchen sind es die Gute-Nacht-Geschichten. Bei anderen vielleicht eine Fernsehserie. Wie auch immer, die meisten Kinder werden so erzogen. Sie werden dadurch auf das Leben als Erwachsene vorbereitet. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, um in der heutigen Gesellschaft zu funktionieren, kommen wir nicht völlig ohne Routine aus (außer wir distanzieren uns von ihr und kreuzen sie nur, wenn es unumgänglich ist, aber das trifft wohl auf die wenigsten von uns zu).

 
Mir persönlich helfen Routinen, Dinge zu erledigen, sie nicht zu vergessen und so auch effektiver zu werden. Etwas, das in meinen Alltag integriert ist, mache ich, ohne darüber nachzudenken. Das funktioniert immerhin sogar bei Dingen, die ich gar nicht machen möchte, die aber nötig sind, wie beispielsweise dem Haushalt. Wenn es dort möglich ist, warum dann nicht bei Dingen, die mich interessieren?

 
Ich möchte euch heute einen Weg vorstellen, sich eine Routine aufzubauen. Es ist sicher nicht der einzige und deswegen auch nicht für jeden passend. Und auch wenn ich ihn hier vor allem am Beispiel der im Titel erwähnten Schreibroutine zeige, so ist er auch für andere anwendbar.

 
Der Auslöser für mich lag in einem Monatsevent eines Forums. Darin ging es darum, täglich eine Stunde zu schreiben. Wie lange es tatsächlich braucht, eine Routine aufzubauen, darüber scheiden sich die Geister. Meine Erfahrung zeigt, nach sechzig Tagen ist es etwas leichter, aber für eine feste Routine habe ich mindestens ein Vierteljahr gebraucht, andere wiederum sprechen von nur 30 Tagen.
Auf dieser Aussage aufbauend, bot das Forum mit dem Event einunddreißig Tage lang Unterstützung in Form gegenseitiger Motivation – ähnlich wie in Schreibmonaten wie dem NaNoWriMo.
Ich wollte damals mehr als nur regelmäßig schreiben (weil ich das auch schon getan habe, für mich galt es eher, Weiteres mit in meinen Alltag zu integrieren, deswegen lässt es sich aber auch vergleichen). Ich habe daher die vorgegebene Stunde auf vier Aktivitäten aufgeteilt: Schreiben, plotten, lesen und das Erlernen japanischer Schriftzeichen.[1] Mir mangelte es nämlich am täglichen Lesen und ich wollte zudem unbedingt ein zweites Projekt in einem anderen Bearbeitungsstatus einbauen. Das bedeutet nicht, dass ihr euch jetzt vier verschiedene Dinge suchen müsst, die ihr in Routinen umwandelt. Das war damals nur mein Weg. Das Projekt in dem Forum hatte eigentlich eine Routine von einer Stunde pro Tag vorgesehen, für mich hat sich aber das Aufteilen mehr angeboten.

 
Warum fällt es uns nun so schwer, überhaupt eine Routine aufzubauen? Weil uns der Druck fehlt, sie umzusetzen. Den Haushalt müssen wir machen, wenn wir nicht entweder eine Haushaltshilfe bezahlen wollen (oder oftmals vermutlich eher nicht können) oder aber im Dreck versinken wollen. Das ist der Antrieb, den Haushalt zu schmeißen. Beim Schreiben müssen wir uns den Druck selbst schaffen. Das ist ein Grund, warum ich zu kleinen Zielen rate. Eine Stunde am Tag finde ich deswegen auch sehr ambitioniert, wenn es um nur einen Routinepunkt geht. Wobei es rein rechnerisch egal ist, ob es in einer Stunde ein Punkt ist oder vier verschiedene Punkte, die jeweils eine Viertelstunde in Anspruch nehmen. Eine Stunde bleibt eine Stunde. Eigentlich. Denn eine Stunde am Stück steht uns nicht immer zur Verfügung. Deswegen habe ich hier ein paar Tipps für euch.

 
1.
Seid nicht zu ambitioniert. Setzt euch kleine Ziele.
Darunter fällt eben auch eine mögliche Stückelung eines größeren Tagesziels.
Habt ihr eine Stunde zum Ziel und könnt sie nur am Stück ausführen, wird es euch aus der Routine werfen, wenn ihr die Stunde nicht ununterbrochen zur Verfügung habt. Noch bevor die Routine etabliert ist. Habt ihr aber Teilziele, könnt ihr sie in Etappen über den Tag verteilt einfließen lassen, wenn ein großes Zeitfenster nicht möglich ist. Mehr als das kleine Ziel könnt ihr immer noch machen, wenn ihr die Zeit dafür habt. Oder aber die Etappen direkt nacheinander abarbeiten, wenn ihr die Möglichkeit habt.

 
2.
Setzt nicht aus.
Wenn ihr die Routine unterbrecht, müsst ihr wieder von vorn beginnen. Vor allem in der Anfangszeit. Ist die Routine erst einmal in euch verankert, funktioniert es auch, sie mal einen Tag zu unterbrechen (je länger die Pause, desto schwerer wird es für gewöhnlich, wieder reinzukommen).
Wann die Routine aufgebaut ist, fragt ihr euch? Wenn ihr sie einmal aussetzt und euch etwas fehlt. Wenn ihr dabei das Gefühl habt, ihr hättet etwas vergessen und euch erinnern müsst, dass es okay ist, das heute einmal nicht zu tun. Wenn das Nicht-Tun die Ausnahme ist.

 
3.
Setzt euch hin und fangt an.
Die Muse kommt nicht vorbeigeflattert, wenn ihr sie braucht. Und ihr braucht sie eigentlich auch gar nicht. Nicht, wenn ihr eine Routine habt. Denn diese zieht euch in das Projekt. Die Routine ist es, die es euch erleichtert, dort einzusteigen, wo ihr gestern aufgehört habt.

 
4.
Lasst das Überarbeiten während des Schreibens. Auch das Lesen.
Zu lesen verleitet zum Überarbeiten. Das raubt euch wiederum Arbeitszeit fürs Schreiben und lenkt davon ab. Lest den letzten Absatz vom Vortag, um einen Einstieg zu haben, aber lasst den Rest außen vor. Dafür ist die Überarbeitungsphase da.

 
5.
Lasst Fehler Fehler sein.
Egal, ob Rechtschreibfehler, die rot unterkringelt sind, oder andere stilistische Auffälligkeiten im Manuskript sind, sie gehören in die Überarbeitungsphase.
Ihr fühlt euch blockiert, weil ihr schon beim Tippen merkt, dass diese Stelle ganz platt erzählt klingt und mehr Leben braucht? Setzt euch einen Kommentar ins Dokument, dann habt ihr den Hinweis für die Überarbeitung. Die Rohfassung darf Müll sein. Sie ist eure Grundlage, aus der ihr eine grandiose Geschichte erschafft.

 
6.
Blendet das Drumherum aus.
Das gilt in erster Linie für diejenigen, die nicht allein leben, denn Ablenkung durch andere Menschen um euch herum, hilft euch nicht für die Routine. Vermittelt eurem Umfeld, dass ihr jetzt eine Weile für euch braucht. Setzt euch damit durch, diese Zeit für euch zu haben. Sucht euch notfalls eine andere Umgebung, wenn Ruhe zu Haus nicht umsetzbar ist.
Darüber hinaus gilt das aber auch für Ablenkungen wie das Internet in seiner gesamten Breite. Setzt die Recherche vor oder hinter den Schreibprozess. Lasst die Finger von Social Media und Co.. Zieht notfalls den Stecker des Routers oder deaktiviert die Internet-Verbindung (wenn euer Router auch IP-gestützte Telefonie mit sich bringt und ihr damit eurem gesamten Haushalt die Telefonverbindung kappen würdet). Setzt euch die Schreibzeit als feste Arbeitszeit, in der Privatkram nichts zu suchen hat.

 
7.
Erwartet keinen täglichen Schreibspaß.
Immer wieder höre ich das Argument, dass es einfach keinen Spaß macht, sich täglich hinzusetzen. Das ist okay, wenn ihr keine Routine aufbauen wollt. Aber darum geht es hier eben nicht.
Wenn euch ein routinierter (Schreib-)Ablauf wichtig ist, dann stellt euch darauf ein, dass ihr nicht täglich ein Glücksgefühl verspüren werdet, wenn ihr euch ans Dokument setzt. Im Gegenteil. An den meisten Tagen hatte ich gar keine Lust darauf und das hat sich auch nie wirklich geändert. Es gibt in dem Augenblick fast immer Dinge, die ich viel lieber machen würde. Um mich hinterher darüber zu ärgern, wieder nicht geschrieben zu haben. Der Spaß am Schreiben hat nichts mit Jubeln zu tun, nicht mit der Art Spaß, einen tollen Abend mit Freunden zu verbringen. Er liegt eher in der Befriedigung, seine Geschichte zu schreiben, zu überarbeiten und fertigzustellen. Wartet also nicht auf das Gefühl, dass es Spaß machen soll, wenn ihr euch hinsetzt, sondern tut es einfach. Oft genug fühlt es sich hinterher gut an, weil ihr wieder einen kleinen Teil zu dem gigantischen Projekt, das das Schaffen eines Buches ist, hinzugefügt habt.

 
Diese kleine Ansammlung an Tipps ist nichts Neues, aber meiner Meinung nach bewährt sie sich. Keiner von ihnen ist wichtiger als der andere, denn nur in Kombination funktionieren sie, um wirklich effektiv zu arbeiten.

 
Und deswegen bleibt nur eines: Setzt euch hin und fangt an.

 
[1]
Das klingt nach sehr viel für eine Stunde am Tag bzw. erscheint sinnlos für jeweils fünfzehn Minuten überhaupt anzufangen. Anfangs ist dieses Gefühl normal, das ging mir auch so. Kaum hatte ich mich in den aktuellen Stand eingefunden, war die Zeit schon wieder vorbei.
Aber das ändert sich. Ich möchte das anhand von Zahlen verdeutlichen:
Ich habe im Juli 2015 nach langer Pause wieder mit dem eigentlichen Schreiben begonnen (davor lag eine lange Plotphase).
Tag 1: 15 Minuten 210 Wörter
Tag 2: 24 Minuten 327 Wörter
Es folgte eine kurze Pause, weil ich noch eine Lücke im Plot entdeckt hatte, aber im August habe ich endgültig mit dem täglichen Schreiben begonnen und über ein Jahr ohne Unterbrechung durchgehalten.
Im Juli 2016 habe ich beispielsweise durchschnittlich 23,81 Minuten pro Tag geschrieben. Umgerechnet auf fünfzehn Minuten lag ich damit bei 654 Wörtern. Dies liegt ein wenig über meinem Schnitt. Es gab also auch Monate, wo ich etwas darunter lag, aber selbst mit 500 Wörtern in fünfzehn Minuten lag ich weit über dem Anfang des Routineaufbaus.
Mit der Routine konnte ich mich hinsetzen, das Dokument öffnen und ohne Zeitverlust starten. Weil mein Kopf noch vom Vortag wusste, wo ich bin. Ich bin nie richtig ausgestiegen. Aber um dort anzukommen, um wirklich sofort starten zu können, ist es wichtig, die Routine vollends aufzubauen.
Vielleicht helfen die Zahlen, die Worte bei den Tipps zu unterstreichen (mir hilft sowas oft).