Bands, die ich liebe – Jewel

 
Heute geht es mit meiner Reihe über die Bands weiter.

 
In diesem Monat geht es um die Band Jewel. Ausgewählt habe ich sie, da sie einen Bezug zur Band des vorigen Monats – FeaDior – hat, denn fast ein halbes Jahr nach dem Last Live FeaDiors (31.07.2008, ich komme mal zu meinem Fable für Daten, es kann also sein, dass ich bisweilen Zeiträume nicht nur umschreibe, sondern mit exakten Daten um mich werfe, weil das eben ich bin) erwähnte deren Drummer seine neue Band: Jewel.
Bereits drei Monate später erschien ihr erster Song „Crazy Game“ auf einem Omnibus-Release und ich wusste, ich werde die Band nicht nur im Auge behalten, weil das für jeden der ehemaligen FeaDior-Mitglieder der Fall sein würde, sondern weil ich von dem Song restlos begeistert war (leider ist ihre Musik auf YouTube kaum zu finden, dieser fällt darunter, der Vorteil daran ist wiederum, dass ich nicht auswählen muss, was ich mit euch teile).

 
Es folgten ungefähr eineinhalb Jahre Aktivität, in denen ich einige interessante Wege durchlief, um an die Musik der Band zu kommen. Der Omnibus am Anfang, vier reguläre Singles, eine davon in zwei Versionen, ein Minialbum und eine Live-only-Single (das bedeutet, sie wurde nur auf dem Konzert verkauft) zum Abschluss, mehr umfasst ihre Diskografie nicht (wobei das immerhin ein paar Titel mehr als bei FeaDior sind, die nicht nennenswert kürzer existiert haben).

 
Ich weiß nicht mehr, wie ich zu dem Omnibus und der ersten Single gekommen bin, wobei die Single ein Geschenk einer Freundin war, deswegen denke ich, dass sie die auch besorgt hat.
Für die zweite Single habe ich damals eine Japanerin online gefunden, die recht gut Englisch konnte und mir die Single kaufen und anschließend schicken würde. Das Problem war die Bezahlung. Ich besaß keine Kreditkarte, weil ich sie normalerweise nicht brauchte und um in Japan einen PayPal-Account zu erstellen, benötigte man wiederum dort eine Kreditkarte (ich weiß nicht, ob das heutzutage immer noch so ist, das ist in etwa zehn Jahre her) und die hatte sie nicht, ich konnte ihr das Geld also nicht via PayPal schicken. Ich bin also hier zu meinem Kreditinstitut gestiefelt und habe den nötigen Betrag in Yen umgetauscht. Der sollte mir einige Tage später zugesendet werden. Das passierte auch, allerdings muss zur selben Zeit noch jemand einen entsprechenden Umtausch vorgenommen haben, denn ich bekam viel mehr Geld als ich eigentlich hätte haben sollen. Das sah sehr nett aus, aber es war ja leider trotzdem nicht mein Geld. Nachdem ich also wieder bei meinem Kreditinstitut gewesen und alles geklärt war, konnte ich die Scheine in einen Umschlag stecken und per Post nach Japan schicken. Auf demselben Weg kam dann irgendwann auch meine CD.

 
Die nächsten beiden Releases (Single und Minialbum) konnte ich nicht vorbestellen und als ich sie endlich kaufen wollte, waren sie in meinem Shop, der ins Ausland liefert, ausverkauft. Im Endeffekt bin ich nur über die Hilfe meiner Freundin und einem Shopping-Service (das sind Menschen, die in Japan leben und gegen einen Aufpreis, den sie für den entstandenen Aufwand erhalten, Waren für andere kaufen und an sie senden) an beide CDs gekommen.

 
Die nächste Single erschien genau einen Tag bevor eine andere Freundin, die für einen Urlaub in Japan war, wieder abreiste, so dass sie sie direkt vor Ort kaufen konnte, weswegen ich auch gleich beide Versionen gekauft habe (die Versandkosten sind in der Regel recht hoch und da diese entfielen, konnte ich mir auch die zweite Version gönnen, die einen anderen Titel zusätzlich enthält). Außerdem hat sie auf einem Konzert, auf dem auch Jewel gespielt haben, das Fotoset, das unten rechts auf dem obigen Foto abgebildet ist und die Chekis (die kleinen Polaroids ganz oben, die heißen dort so) gekauft. Gerade Chekis sind bei den Indie-Bands damals sehr beliebt gewesen (sie werden auch jetzt noch angeboten, aber ob sie noch so gut gehen, weiß ich nicht). Die Band-Mitglieder fotografieren sich dafür backstage gegenseitig, kritzeln etwas auf die Bilder und der Verkauf erfolgt dann meist im Los-Verfahren: Die Chekis befinden sich in einer Box und man darf reingreifen und ziehen.

 
Abschließend ist da noch die Single, die es ausschließlich auf dem Last Live im April 2010 gab. Auch hierfür habe ich glücklicherweise eine Japanerin kennengelernt, die mir die Single kaufen würde. Sie hat sogar noch ein paar andere Bilder dazu gelegt (unten links auf dem obigen Foto), worüber ich mich sehr gefreut habe.

 
Es gab durchaus noch andere Songs, die nur auf Lives verkauft oder vergeben wurden (es gibt da noch mal die Trennung nach „live sold“ und „live distributed“), aber diese wurden nicht in der Diskografie auf ihrer Webseite aufgeführt, anders als diese Last-Live-Single. Warum das eine so und das andere so gehandhabt wird, habe ich nie verstanden.
Auf jeden Fall war ich so unglaublich froh, als ich damit die Diskografie in meinem Regal komplettieren konnte.

 
Die Musik hat sich im Laufe der Zeit ein wenig gewandelt.
Jewel hat sehr „laut“ gestartet, was einfach nur bedeutet, es waren schnellere Songs mit viel Shouting, wenn sie auch zusätzlich melodische Stellen beinhalteten. Wirklich ruhige Songs sind insgesamt seltener, aber auf der zweiten Single gab es die erste Ballade. Dennoch sind sie damit immer in dem Rahmen geblieben, der mir bis heute gut gefällt (wobei zukünftige Beiträge auch noch zeigen werden, dass ich es gern „laut“ mag).

 
Leider hat sich das Ende der Band wohl bereits am 17.12.2009 angekündigt als Bassist und Drummer (ausgerechnet an seinem Geburtstag und dann auch noch derjenige, der mich zu dieser Band gebracht hat) ihren Austritt im nächsten Monat ankündigten. Nur zweieinhalb Monate später fand das Last Live statt. Und ironischerweise ist keines der drei übrigen Mitglieder je wieder in einer festen Band gewesen, was für den Bassisten und Drummer nicht galt. Sie waren beide für längere Zeit in einer anderen Band, der Bassist sehr schnell, bis er dort ausgestiegen ist, um sich etwas anderem zu widmen, wobei er seit Kurzem doch wieder in einer Band spielt. Der Drummer war dagegen teils als Support unterwegs, teils in zeitlich begrenzten Projekten und ist dann aber vom 11.02.2013 bis 10.12.2018 fester Teil der Band Neverland gewesen. Mittlerweile hat er sich davon aber zurückgezogen und ist als DJ unterwegs.
Die anderen drei sind zwar auch nicht ganz von der Musik abgewandert, aber wirklich aktiv scheinen sie auch nicht zu sein, was sehr schade ist. Allerdings verhält es sich meiner Beobachtung nach mit den Indie-Musikern nicht viel anders als mit Selfpublishern. Je nach privatem Umfeld und finanziellen Verhältnissen kann sich der eine tiefer als der andere in die Musik knien.

 
Auf diesem Foto zeige ich euch noch ein paar Goodies. Es ist zumindest bei den Indie-Bands nicht unüblich, dass jeder Shop eine Besonderheit dazugibt, wenn man die CD dort kauft. Was es ist, wechselt ein bisschen, es können Fotosets sein, willkürlich Fotos eines Band-Mitglieds, Video-Kommentare oder oder oder. Als meine Freundin, die in Japan Urlaub gemacht, meine CD gekauft hat, hatte ich deswegen auch einen bestimmten Shop vor Augen, denn wenn ich schon mal die Wahl des Goodies hatte, musste ich das ausnutzen. XD

 
Über FeaDior habe ich euch gesagt, dass sie eine meiner vier absoluten Lieblingsbands sind. Und auch Jewel zählen dazu, womit ihr jetzt bereits die Hälfte meiner absoluten Top-Bands aus Japan kennt. Die beiden kleinsten/unbekanntesten. Und die beiden, die schon ewig nicht mehr existieren und dennoch weiterhin in meinem Herzen und meinen Playlisten sind (wenn ich auch zugeben muss, dass FeaDior da weit häufiger vertreten sind).

 
Hier habe ich jetzt noch zwei Songs rausgesucht (die einzigen beiden, die ich finden konnte), damit ihr mal reinhören könnt.

 
不純バタフライ (fujun butterfly) (von der Single 『恍惚トリコロール』)
Endless Grudge (von der Single 『Ugly / Endless Grudge』)

 
Und falls ihr nach mehr suchen wollt, setze ich euch hier mal die Diskografie mit einzelnen Titeln hin:

 
Next Burning Circus (Omnibus, 2008.10.31)
Crazy Game

 
Ugly / Endless Grudge (Single, 2008.11.26)
Ugly
Endless Grudge

 
恍惚トリコロール (Single, 2009.02.25)
不純バタフライ
BLACK OUT
春の訪れ、散る雪花

 
Paradise lost (Single, 2009.07.01)
Paradise lost
オレンジ

 
Clockwork [5]th parade (Minialbum, 2009.08.05)
glitter
HIDE&SEEK
LAST BREATH
VI BULLET
Clockwork parade

 
[T]rickster (Single, 2010.01.13)
[T]rickster
Re:
トロイメライ (nur A-Type)
SNOW BIRD (nur B-Type)

 
(Live-only-Single, 2010.04.16)

不純バタフライ

 
Ich gehe auch dieses Mal nicht davon aus, frage aber dennoch, ob jemand von euch Jewel kennt?
Habt ihr auch schon mal etwas Witziges oder Interessantes erlebt, um eine CD zu kaufen?
Gefällt euch die Musik von Jewel?

 
Bis denne ☆

Ein Jahr bloggen

 
Diesen Beitrag zu schreiben, überhaupt damit zu beginnen, fühlt sich irgendwie surreal an.
Es ist nicht so, dass ich daran gezweifelt habe, diesen Blog ein Jahr durchzuhalten. Hätte ich je Zweifel daran gehabt, hätte ich ihn nicht gestartet. Ich habe davor eine ganze Weile überlegt, ob ich so etwas kann, ob ich Ideen für Beiträge habe und so weiter, denn ich mag keine unüberlegten Schnellschüsse, die im Nichts versanden.

 
Trotzdem ist dieses eine Jahr so rasant vergangen und ich kann kaum glauben, dass es schon soweit ist.
Dabei ist der eigentliche Geburtstag sogar schon vor zwei Wochen gewesen. Wie immer galt der erste Freitag des Monats dem Leserückblick und das fiel exakt mit dem 1. März zusammen. Und da habe ich auch noch gar nicht darüber nachgedacht, überhaupt an diesen Geburtstag zu erinnern (fällt auf, dass ich es nicht so mit Geburtstagen habe?), aber irgendwie hat mich der Gedanke in den letzten Tagen nicht in Ruhe gelassen.

 
Was kann ich über dieses eine Jahr sagen?

 
Es war sehr interessant und ich habe nicht vor, hier wieder dicht zu machen.
Mein Blog ist sehr ruhig, aber das überrascht mich nicht. Mir fehlt die Zeit, selbst viele Blogs zu lesen und kommentieren, also woher sollen wiederum viele Kommentare auf meinem Blog kommen? Diese Erwartung habe ich nicht.
Genauso wie ich nicht weiß, wie oft der Blog überhaupt aufgerufen wird. Denn ich nutze keinerlei Plugin, um genau das nachzuvollziehen. Mir ist es im Grunde ziemlich egal (und das, obwohl ich Statistiken liebe und ich denke, ohne die DSGVO hätte ich auch was aus reiner Neugierde am Laufen, aber so wichtig ist dieses Wissen nicht, um zusätzliche Daten zu sammeln). Es ist zwar schön zu wissen, dass so und so viele Menschen meinen Blog aufrufen, aber das sagt nichts darüber aus, ob sie die Beiträge lesen, ob diese ihnen gefallen oder oder oder. Das tut nur die Interaktion und die sehe ich anhand von Kommentaren. Ich freue mich über jeden von ihnen. Dennoch blogge ich nicht deswegen und mache aus diesem Grund auch weiter, egal, ob ich welche erhalte oder nicht. Denn ich tue das hier, weil ich es einfach mag zu bloggen.

 
Ich finde es spannend zu sehen, wie sich mein Blog bereits seit Beginn ein bisschen verändert hat. Anfangs habe ich fast gar nicht über die Musik gesprochen, mittlerweile habe ich ein Format gestartet, bei dem ich monatlich über eine Band rede (ich weiß, bislang gibt es dazu nur über eine etwas, aber ich habe damit so richtig ja auch erst letzten Monat begonnen). Die Autorenbeiträge bleiben natürlich erhalten, aber anfangs ging es überwiegend um Bücher und das Schreiben und mittlerweile hat sich das ein wenig verändert, was einfach mehr Facetten von mir zeigt.

 
Wie schon vor einem Jahr weiß ich nicht, wohin das noch alles führen wird. Diese Reise bleibt für mich selbst immer wieder aufregend.

 
Abschließend bleibt mir noch zu sagen: Danke an jeden von euch, der mir ein paar Worte dalässt, aber ebenfalls an jeden, der hier nur vorbeischaut.

 
Habt ihr euren ersten Blog-Geburtstag gefeiert?
Wenn ja, wie?
Oder steht er euch erst noch bevor?

 
Bis denne ☆

Ordnung und Übersicht ohne spezifische Schreibsoftware aufbauen

Mein heutiger Beitrag ist ein Artikel, den ich im November im Schreibmeer veröffentlicht habe. Da er noch sehr aktuell ist, habe ich ihn nicht verändert. Ich setze ihn bereits heute auf meinen Blog, da ich mich in einem anderen Beitrag Ende letzten Jahres auf ihn bezogen habe.

 

 
Notizen. Charakterbögen. Plotstruktur. Inspirationen. Figurenbilder. Völkerbögen. Wohnungsskizzen. Landkarten. Diese und so viele weitere Dateien sammeln sich im Laufe eines Projektes an. Je nach Herangehensweise und benötigtem Überblick sind es mehr oder weniger.
Es gibt diverse Schreibsoftware, die solche Hilfsmittel einbinden kann. In „Scrivener“ lassen sich beispielsweise Bilder hineinziehen. In „Papyrus“ gibt es eine Figurendatenbank.
Doch diese Programme kosten Geld. Und nicht jedes kann alles. Wer nur wegen einzelner Tools Interesse an dem einen oder anderen Programm hat, der ist vielleicht auch nicht bereit, dafür verhältnismäßig viel Geld zu investieren, weil er die anderen Funktionen nicht benötigt.

 
Ich verzichte bis heute darauf, denn ich habe für mich ein funktionierendes System entwickelt, indem ich ganz einfach die Struktur meines Rechners nutze.

 

Ordner

Es gibt einen Oberordner, in dem alles, was mit meinem Autorenkram zu tun hat, landet.
Darin befinden sich die ersten Unterordner (einer für das Schreibmeer, Romanprojekt A, Romanprojekt B, ein Ordner für meinen Blog etc.). Im Laufe der Jahre ist diese Ebene angewachsen. Erst hat es nur einen Romanprojektordner gegeben, doch je mehr Geschichten es geworden sind, desto häufiger habe ich sie in einen gesonderten Autorenordner nur für die Romanprojekte verschoben, der sich jetzt auf der ersten Ebene im Oberordner befindet.

 
Oberordner → Autorenordner → diverse Romanprojektordner

 
Zusätzlich befindet sich im Oberordner einer für alles, was mit Artikeln zu tun hat, und darin wiederum einer für das Schreibmeer.

 
Oberordner → Artikel → Schreibmeer

 
Oft beginne ich dann in diesen Unterordnern zunächst einmal nur mit Dokumenten und erst, wenn es zu viele werden, lege ich neue Ordner an. So habe ich im Ordner „Schreibmeer“ die ersten Artikel direkt darin abgelegt, doch zum Jahreswechsel einen für 2017 und einen für 2018 erstellt und die Dokumente in ihre entsprechenden Ordner verschoben. Damit verliert sich die Übersicht aufgrund zu vieler Dateien nicht so sehr.

 
Oberordner → Artikel → Schreibmeer → 2018

 
Hinsichtlich der Ordner für meine Romanprojekte unterteile ich ebenso. Beispielsweise habe ich mehrere oder weniger viele Unterordner angelegt. Alles Weitere landet als Einzeldokument im Hauptordner des Projekts.

 
Ordner: Projekttitel
↳ Ordner: Figuren
↳ Ordner: Fotos
↳ Ordner: Unterkünfte (hier können allerdings auch Arbeits- oder andere Schauplätze beinhaltet sein)
↳ Ordner: Timelines (kurze Übersichtstabellen zu wichtigen Ereignissen in der Vergangenheit meiner Hauptfiguren)
↳ Ordner: Wesen (bei eigenen Fantasywelten)
↳ 7-Punkte-Struktur.xls
↳ Figurenübersicht.doc
↳ Ideen.doc
↳ Kalender.doc
↳ Plot.doc

 

Titel

Hinsichtlich der Titel von Dokumenten möchte ich auch noch einen Tipp in den Raum werfen. Dieser bezieht sich allerdings nur auf jene, die Daten beinhalten und wenn die Titelbezeichnung nicht vorgegeben ist.

 
Es ergibt Sinn, gerade wenn das Datum am Beginn steht, jenes rückwärts zu schreiben. Also mit dem Jahr oder dem Monat zu beginnen, denn der PC sortiert aufsteigend.

 
Beispiel (Abgabetermine werden im Titel vermerkt):

 
11.04. 7-Punkte-Struktur.doc
06.05. Kalender.doc

 
Der PC wird das Dokument „06.05. Kalender.doc“ vor das andere sortieren, da die „06“ niedriger als die „11“ ist. Werden die Dokumente aber zuerst mit dem Monat benannt und dann mit dem Tag, stimmt die Sortierung (bei sehr vielen Dokumenten bietet es sich an, zusätzlich noch einmal den Jahresordner nach Monaten zu unterteilen):

 
04.11 7-Punkte-Struktur.doc
05.06 Kalender.doc

 
Selbstverständlich kann es ein wenig verwirrend sein, Monat und Tag voneinander zu unterschieden, wenn es um Tagesangaben unterhalb der „13“ geht. Aber das ist eine Gewohnheitssache. Für einen schnellen Überblick im Ordner ist dieses System äußerst hilfreich.

 
Wie ordnet ihr eure Autorensachen?
Nutzt ihr spezifische Software und wenn ja, welche?
Oder habt ihr auch mit einem einfachen Schreibprogramm und der Ordnerstruktur ein eigenes System entwickelt?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Februar

 
Wie schon der Januar lief auch der Februar nicht sonderlich rosig. Doch immerhin habe ich „Twilight“ von Stephenie Meyer endlich beenden können. Endlich klingt dabei so, als hätte mir die Geschichte nicht gefallen, was aber nicht zutrifft, wie ich bereits zuvor gesagt habe. Ganz im Gegenteil ist es mir beim Lesen auch wie beim ersten Mal in der deutschsprachigen Version so gegangen, dass ich gefesselt war – sofern mir nicht die Augen zugefallen sind. Trotzdem bin ich froh, dass ich mich nun auch wieder anderen Geschichten widmen kann, denn aufgrund meiner Schwierigkeiten mit diesem Buch (oder weswegen auch immer), habe ich mich entschieden, die Reihe nicht jetzt fortzusetzen.

 
Stattdessen habe ich mich dem Buch gewidmet, das als Print am Monatsbeginn erschienen ist, ich aber noch am letzten Tag im Januar abholen konnte und auf das ich schon eine ganze Weile gewartet habe. Ich habe Julia Langes Debüt „Irrlichtfeuer“ und die später erschienene dazugehörige Kurzgeschichte „Irrlichtkinder“ gelesen und sehr gemocht. Da mir der Klappentext wie auch die Leseprobe von „Blutgesang“ ebenfalls gefallen haben, musste dieses Buch natürlich auch bei mir einziehen und ich wusste sofort, nur als Print, weswegen ich auch zwei Monate länger warten musste als manch anderer.
Bislang habe ich ungefähr die Hälfte gelesen und bin gespannt, wie es denn weiter geht.

 
Was habt ihr gelesen?
Schwebt ihr gerade auf einem Hoch oder hängt ihr in einer Flaute?
Auf welches Buch freut ihr euch als nächstes?

 
Bis denne ☆

Schreibroutine aufbauen

 
Routinen erleichtern den Alltag.
Diesen Satz hört wohl jeder Autor irgendwann, wenn er sich mit dem Handwerk auseinandersetzt, in Austausch mit anderen Autoren tritt oder oder oder.
Und so einengend das klingen mag, ich stimme dem völlig zu.

 
Von klein auf werden wir darauf getrimmt, unseren Tagesablauf zu strukturieren, routiniert zu leben. Beispielsweise durch das morgendliche Aufstehen, Fertigmachen und dann in-die-Schule-gehen. Nachmittags Hausaufgaben machen. Abendessen. Schlafen. Die Routinen dazwischen variieren. Bei manchen sind es die Gute-Nacht-Geschichten. Bei anderen vielleicht eine Fernsehserie. Wie auch immer, die meisten Kinder werden so erzogen. Sie werden dadurch auf das Leben als Erwachsene vorbereitet. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, um in der heutigen Gesellschaft zu funktionieren, kommen wir nicht völlig ohne Routine aus (außer wir distanzieren uns von ihr und kreuzen sie nur, wenn es unumgänglich ist, aber das trifft wohl auf die wenigsten von uns zu).

 
Mir persönlich helfen Routinen, Dinge zu erledigen, sie nicht zu vergessen und so auch effektiver zu werden. Etwas, das in meinen Alltag integriert ist, mache ich, ohne darüber nachzudenken. Das funktioniert immerhin sogar bei Dingen, die ich gar nicht machen möchte, die aber nötig sind, wie beispielsweise dem Haushalt. Wenn es dort möglich ist, warum dann nicht bei Dingen, die mich interessieren?

 
Ich möchte euch heute einen Weg vorstellen, sich eine Routine aufzubauen. Es ist sicher nicht der einzige und deswegen auch nicht für jeden passend. Und auch wenn ich ihn hier vor allem am Beispiel der im Titel erwähnten Schreibroutine zeige, so ist er auch für andere anwendbar.

 
Der Auslöser für mich lag in einem Monatsevent eines Forums. Darin ging es darum, täglich eine Stunde zu schreiben. Wie lange es tatsächlich braucht, eine Routine aufzubauen, darüber scheiden sich die Geister. Meine Erfahrung zeigt, nach sechzig Tagen ist es etwas leichter, aber für eine feste Routine habe ich mindestens ein Vierteljahr gebraucht, andere wiederum sprechen von nur 30 Tagen.
Auf dieser Aussage aufbauend, bot das Forum mit dem Event einunddreißig Tage lang Unterstützung in Form gegenseitiger Motivation – ähnlich wie in Schreibmonaten wie dem NaNoWriMo.
Ich wollte damals mehr als nur regelmäßig schreiben (weil ich das auch schon getan habe, für mich galt es eher, Weiteres mit in meinen Alltag zu integrieren, deswegen lässt es sich aber auch vergleichen). Ich habe daher die vorgegebene Stunde auf vier Aktivitäten aufgeteilt: Schreiben, plotten, lesen und das Erlernen japanischer Schriftzeichen.[1] Mir mangelte es nämlich am täglichen Lesen und ich wollte zudem unbedingt ein zweites Projekt in einem anderen Bearbeitungsstatus einbauen. Das bedeutet nicht, dass ihr euch jetzt vier verschiedene Dinge suchen müsst, die ihr in Routinen umwandelt. Das war damals nur mein Weg. Das Projekt in dem Forum hatte eigentlich eine Routine von einer Stunde pro Tag vorgesehen, für mich hat sich aber das Aufteilen mehr angeboten.

 
Warum fällt es uns nun so schwer, überhaupt eine Routine aufzubauen? Weil uns der Druck fehlt, sie umzusetzen. Den Haushalt müssen wir machen, wenn wir nicht entweder eine Haushaltshilfe bezahlen wollen (oder oftmals vermutlich eher nicht können) oder aber im Dreck versinken wollen. Das ist der Antrieb, den Haushalt zu schmeißen. Beim Schreiben müssen wir uns den Druck selbst schaffen. Das ist ein Grund, warum ich zu kleinen Zielen rate. Eine Stunde am Tag finde ich deswegen auch sehr ambitioniert, wenn es um nur einen Routinepunkt geht. Wobei es rein rechnerisch egal ist, ob es in einer Stunde ein Punkt ist oder vier verschiedene Punkte, die jeweils eine Viertelstunde in Anspruch nehmen. Eine Stunde bleibt eine Stunde. Eigentlich. Denn eine Stunde am Stück steht uns nicht immer zur Verfügung. Deswegen habe ich hier ein paar Tipps für euch.

 
1.
Seid nicht zu ambitioniert. Setzt euch kleine Ziele.
Darunter fällt eben auch eine mögliche Stückelung eines größeren Tagesziels.
Habt ihr eine Stunde zum Ziel und könnt sie nur am Stück ausführen, wird es euch aus der Routine werfen, wenn ihr die Stunde nicht ununterbrochen zur Verfügung habt. Noch bevor die Routine etabliert ist. Habt ihr aber Teilziele, könnt ihr sie in Etappen über den Tag verteilt einfließen lassen, wenn ein großes Zeitfenster nicht möglich ist. Mehr als das kleine Ziel könnt ihr immer noch machen, wenn ihr die Zeit dafür habt. Oder aber die Etappen direkt nacheinander abarbeiten, wenn ihr die Möglichkeit habt.

 
2.
Setzt nicht aus.
Wenn ihr die Routine unterbrecht, müsst ihr wieder von vorn beginnen. Vor allem in der Anfangszeit. Ist die Routine erst einmal in euch verankert, funktioniert es auch, sie mal einen Tag zu unterbrechen (je länger die Pause, desto schwerer wird es für gewöhnlich, wieder reinzukommen).
Wann die Routine aufgebaut ist, fragt ihr euch? Wenn ihr sie einmal aussetzt und euch etwas fehlt. Wenn ihr dabei das Gefühl habt, ihr hättet etwas vergessen und euch erinnern müsst, dass es okay ist, das heute einmal nicht zu tun. Wenn das Nicht-Tun die Ausnahme ist.

 
3.
Setzt euch hin und fangt an.
Die Muse kommt nicht vorbeigeflattert, wenn ihr sie braucht. Und ihr braucht sie eigentlich auch gar nicht. Nicht, wenn ihr eine Routine habt. Denn diese zieht euch in das Projekt. Die Routine ist es, die es euch erleichtert, dort einzusteigen, wo ihr gestern aufgehört habt.

 
4.
Lasst das Überarbeiten während des Schreibens. Auch das Lesen.
Zu lesen verleitet zum Überarbeiten. Das raubt euch wiederum Arbeitszeit fürs Schreiben und lenkt davon ab. Lest den letzten Absatz vom Vortag, um einen Einstieg zu haben, aber lasst den Rest außen vor. Dafür ist die Überarbeitungsphase da.

 
5.
Lasst Fehler Fehler sein.
Egal, ob Rechtschreibfehler, die rot unterkringelt sind, oder andere stilistische Auffälligkeiten im Manuskript sind, sie gehören in die Überarbeitungsphase.
Ihr fühlt euch blockiert, weil ihr schon beim Tippen merkt, dass diese Stelle ganz platt erzählt klingt und mehr Leben braucht? Setzt euch einen Kommentar ins Dokument, dann habt ihr den Hinweis für die Überarbeitung. Die Rohfassung darf Müll sein. Sie ist eure Grundlage, aus der ihr eine grandiose Geschichte erschafft.

 
6.
Blendet das Drumherum aus.
Das gilt in erster Linie für diejenigen, die nicht allein leben, denn Ablenkung durch andere Menschen um euch herum, hilft euch nicht für die Routine. Vermittelt eurem Umfeld, dass ihr jetzt eine Weile für euch braucht. Setzt euch damit durch, diese Zeit für euch zu haben. Sucht euch notfalls eine andere Umgebung, wenn Ruhe zu Haus nicht umsetzbar ist.
Darüber hinaus gilt das aber auch für Ablenkungen wie das Internet in seiner gesamten Breite. Setzt die Recherche vor oder hinter den Schreibprozess. Lasst die Finger von Social Media und Co.. Zieht notfalls den Stecker des Routers oder deaktiviert die Internet-Verbindung (wenn euer Router auch IP-gestützte Telefonie mit sich bringt und ihr damit eurem gesamten Haushalt die Telefonverbindung kappen würdet). Setzt euch die Schreibzeit als feste Arbeitszeit, in der Privatkram nichts zu suchen hat.

 
7.
Erwartet keinen täglichen Schreibspaß.
Immer wieder höre ich das Argument, dass es einfach keinen Spaß macht, sich täglich hinzusetzen. Das ist okay, wenn ihr keine Routine aufbauen wollt. Aber darum geht es hier eben nicht.
Wenn euch ein routinierter (Schreib-)Ablauf wichtig ist, dann stellt euch darauf ein, dass ihr nicht täglich ein Glücksgefühl verspüren werdet, wenn ihr euch ans Dokument setzt. Im Gegenteil. An den meisten Tagen hatte ich gar keine Lust darauf und das hat sich auch nie wirklich geändert. Es gibt in dem Augenblick fast immer Dinge, die ich viel lieber machen würde. Um mich hinterher darüber zu ärgern, wieder nicht geschrieben zu haben. Der Spaß am Schreiben hat nichts mit Jubeln zu tun, nicht mit der Art Spaß, einen tollen Abend mit Freunden zu verbringen. Er liegt eher in der Befriedigung, seine Geschichte zu schreiben, zu überarbeiten und fertigzustellen. Wartet also nicht auf das Gefühl, dass es Spaß machen soll, wenn ihr euch hinsetzt, sondern tut es einfach. Oft genug fühlt es sich hinterher gut an, weil ihr wieder einen kleinen Teil zu dem gigantischen Projekt, das das Schaffen eines Buches ist, hinzugefügt habt.

 
Diese kleine Ansammlung an Tipps ist nichts Neues, aber meiner Meinung nach bewährt sie sich. Keiner von ihnen ist wichtiger als der andere, denn nur in Kombination funktionieren sie, um wirklich effektiv zu arbeiten.

 
Und deswegen bleibt nur eines: Setzt euch hin und fangt an.

 
[1]
Das klingt nach sehr viel für eine Stunde am Tag bzw. erscheint sinnlos für jeweils fünfzehn Minuten überhaupt anzufangen. Anfangs ist dieses Gefühl normal, das ging mir auch so. Kaum hatte ich mich in den aktuellen Stand eingefunden, war die Zeit schon wieder vorbei.
Aber das ändert sich. Ich möchte das anhand von Zahlen verdeutlichen:
Ich habe im Juli 2015 nach langer Pause wieder mit dem eigentlichen Schreiben begonnen (davor lag eine lange Plotphase).
Tag 1: 15 Minuten 210 Wörter
Tag 2: 24 Minuten 327 Wörter
Es folgte eine kurze Pause, weil ich noch eine Lücke im Plot entdeckt hatte, aber im August habe ich endgültig mit dem täglichen Schreiben begonnen und über ein Jahr ohne Unterbrechung durchgehalten.
Im Juli 2016 habe ich beispielsweise durchschnittlich 23,81 Minuten pro Tag geschrieben. Umgerechnet auf fünfzehn Minuten lag ich damit bei 654 Wörtern. Dies liegt ein wenig über meinem Schnitt. Es gab also auch Monate, wo ich etwas darunter lag, aber selbst mit 500 Wörtern in fünfzehn Minuten lag ich weit über dem Anfang des Routineaufbaus.
Mit der Routine konnte ich mich hinsetzen, das Dokument öffnen und ohne Zeitverlust starten. Weil mein Kopf noch vom Vortag wusste, wo ich bin. Ich bin nie richtig ausgestiegen. Aber um dort anzukommen, um wirklich sofort starten zu können, ist es wichtig, die Routine vollends aufzubauen.
Vielleicht helfen die Zahlen, die Worte bei den Tipps zu unterstreichen (mir hilft sowas oft).

Was sich 2019 für mich geändert hat

 
Das Jahr hat gerade einmal begonnen, der Februar ist zur Hälfte durch, doch trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich unglaublich viel geändert hat. Dennoch soll dieser Beitrag kein Rückblick sein. Dafür steht das Jahr noch viel zu sehr am Anfang.

 
 

Romanautorin

Ich habe es ja schon im letzten Jahr angedeutet, aber bei mir herrscht eine absolute Kreativflaute. Dementsprechend bin ich derzeit als Autorin an meinen Projekten so gut wie gar nicht aktiv. Ich forciere das auch nicht, denn das habe ich letztes Jahr probiert, ob ich dadurch etwas auslösen kann, aber es hat nicht funktioniert. Wenn ein Funken da ist, nehme ich ihn mit, aber darüber hinaus lasse ich der Sache derzeit eine Pause.
Ich würde gern sagen, dass es mich nicht stört und mir nichts fehlt, aber das stimmt nicht. Glücklicherweise vermisse ich meine Projekte bislang auch nicht total, wobei das dann gut wäre, wenn ich dadurch auch wieder Kreativität verspürte.

 
 

Schreibmeer

Das Schreibmeer hat mit dem letzten Jahr sein Ende gefunden, deswegen fällt auch dieser Aspekt in meiner Autorentätigkeit weg. Im Augenblick ist das in Ordnung. Es hat mir die Augen in einigen Hinsichten geöffnet und ich habe in den letzten Wochen sehr viel gelernt.

 
 

Auszeit

Aufgrund der weggefallenden Punkte (es sind nur zwei, wobei da mehr reinspielt, denn ich war an einem Nachfolger für das Schreibmeer beteiligt, habe mich aber aus gesundheitlichen Gründen ausgeklinkt), hat sich für mich eines herauskristallisiert: Ich ziehe mich derzeit von allem sehr zurück, das mit dem Autorendasein zu tun hat. Vielleicht wird auch dieser Abstand dazu beitragen, dass ich zu dem zurückfinde, das ich einmal hatte oder mir etwas völlig Neues aufbaue.

 
 

Routine

Als Resultat fließt ein Teil meiner Zeit hier hin.
Ich habe vor drei Jahren eine feste Routine aufgebaut. Zwei Projekte betreuen, lesen und Japanisch schreiben üben. Jeden Tag. Von jedem wenigstens 15 Minuten. Das habe ich den Großteil des Jahres damals durchgehalten, dann warfen äußere Umstände, die über die Hälfte meines Tages in Anspruch nahmen, alles über den Haufen. Seitdem habe ich nie wieder richtig in alles zurückgefunden. Mal etwas von dem hier, mal etwas anderes da. Ich habe zwischendurch immer wieder versucht, dahin zurück zu finden, bin aber auch immer wieder gescheitert, denn ich wollte dabei keinen Druck erzeugen, der mir über den Kopf wächst.
Dieses Jahr habe ich mich entschlossen, es erstmal mit einem Punkt für die Routine zu versuchen, diesen zu stabilisieren und danach einen weiteren hinzu zu nehmen.
Die Projekte sind tabu, das ist klar.
Das Lesen ist schon in den ersten Tagen grandios gescheitert, noch bevor ich beschlossen hatte, überhaupt so an einen Routineaufbau heranzugehen, weswegen ich auch das ausgeschlossen habe (warum, das habe ich am Monatsbeginn beim Leserückblick auf den Januar erzählt).
Deswegen habe ich mich für Japanisch entschieden.

 
Ende 2016 habe ich mit einer App zu lernen begonnen, darüber ist damals aber auch das Schreiben-Üben eingeschlafen. Meine Routine sah ja wenigstens 15 Minuten vor und bevor ich überhaupt mit einem Stift vor meinem Heft saß, hatte ich bereits schon was in der App gemacht. Das ging immerhin überall. Und es war so viel leichter und irgendwie zu der Zeit genau richtig.
Jetzt habe ich auch mit der App begonnen. Erstmal nur mit den Wiederholungen von damals, da hatte sich so viel angesammelt, dass ich vier Wochen dafür gebraucht habe, das aufzuarbeiten. Nach einer Woche bin ich zusätzlich zum Schreiben übergegangen. Auch da gibt es noch so viel zu tun, es wird noch lange dauern, bis ich überhaupt dort angekommen bin, wo ich damals aufgehört habe. Aber bislang halte ich beides gut durch. Beim Schreiben habe ich schon ein paar wenige Tage nichts gemacht, an diesen habe ich es einfach nicht mehr untergebracht, aber im Großen und Ganzen bin ich zuverlässig dabei. Dennoch spreche ich noch nicht davon, dass die Routine sitzt, so sicher fühle ich mich noch nicht. Deswegen plane ich auch noch gar nicht, was als Nächstes hinzu kommen soll. Das werde ich wohl sehr spontan entscheiden, wenn ich denke, dass ich mir einen weiteren Punkt zutrauen kann.

 
Habt ihr feste Routinen?
Wie lange habt ihr gebraucht, sie zu etablieren?
Oder kämpft ihr auch beständig damit und lasst sie wieder fallen?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – FeaDior

 
Heute stelle ich euch die erste Band in diesem neuen Format vor und damit gehts auch gleich ganz an die Spitze.

 
Ich habe vier Bands, die ich derzeit (oder eigentlich seit mehr als sieben Jahren) als meine Favoriten aus dem Raum der Visual-Kei-Bands betrachte. Wobei da derzeit eine fünfte in Lauerstellung ist.
Und eine von ihnen ist FeaDior.

 
Kennengelernt habe ich die Band im April 2007, als ich im Berliner NeoTokyo stand und eine Zeitschrift durchblätterte. Da war das Bild eines Musikers und ich war neugierig. Das mag oberflächlich klingen, aber Visual Kei heißt wegen des visuellen Aspekts nun einmal so. Und es gab eine Zeit, da konnte ich am Look einigermaßen einordnen, wie die Band klingen würde. Das hat sich mittlerweile wieder ein bisschen verloren, was ich auch gut finde, allerdings war es auf diese Weise recht einfach, sich zu orientieren.
YouTube sei Dank habe ich einige Zeit später das erste Mal in die beiden Songs ihrer Single reinhören können und war sicher, ich möchte diese CD haben und auch mehr hören.

 
Für mich war das damals der Grundstein, in die Indieszene einzusteigen.

 
Bis dahin hörte ich gerade einmal ein Jahr japanische Musik und das erstreckte sich auf die bekannteren Bands, deren CDs teils sogar hier im Media Markt zu finden waren.
Mit FeaDior tauchte ich in eine völlig neue Welt ein, die ich auch von westlichen Bands bis dahin nicht kannte. Kaum hatte ich eine DSL-Leitung in meiner Wohnung, war ich auch schon bei der japanischen Musik gelandet. Und vorher kannte ich Musik eben nicht über das Internet, sondern nur über Rockzeitschriften usw. Was die Indieszene im Großen ausschloss.

 
FeaDior haben sich im August 2006 gegründet, bereits am Ende desselben Jahres einen Gitarristen verloren, im Mai 2007 folgte der Vocal. Beide Positionen wurden kurz darauf neu besetzt, doch im September verließ der Bassist die Band. Als Ende 2007 auch der zweite Vocal aussteigen wollte, gab die Band ihr Last Live bekannt, das im Februar 2008 stattfand.
Das war meine erste Negativerfahrung mit Indiebands. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen, weil ich darauf nicht vorbereitet war. Auch bei großen Bands gibt es mal Trennungen, aber so ein munteres Kommen und Gehen wie bei den Indies ist es nicht.

 
Wenn man mich heute fragt, was für mich so besonders an dieser Band ist, ich weiß es nicht. Ich kann das vermutlich für keine Band sagen. Ich fühle es einfach.
Ich höre die Musik noch immer ständig, es gibt kaum eine Playlist, in der sie nicht vertreten sind, obwohl sie insgesamt nur neun Songs veröffentlicht haben.

 
Nach der Single (mit dem ersten Vocal) folgten ein Omnibus (das ist der übliche Begriff für eine Various-Artists-CD) und ein Minialbum (beide mit dem zweiten Vocal). Alle drei CDs sind oben auf dem Foto abgebildet.

 
Den Omnibus-Release habe ich damals gar nicht mitbekommen. Ich hatte von der Sprache so gut wie gar keine Ahnung. Aber immerhin wurden die beiden anderen CDs in einem Shop verkauft, der auch damals schon ins Ausland geliefert hat. Ich habe sie beide zusammen bestellt und kannte das Minialbum vorher auch nicht (im Gegensatz zur Single). Ich wusste, das kann nur gut sein, obwohl sie ja den neuen Vocal hatten. Es war die richtige Entscheidung, denn der zweite Vocal hat eine viel ausdrucksstärkere Stimme. So sehr ich den ersten mochte, aus meiner Sicht war der zweite ein Gewinn für die Band gewesen.
Der Omnibus zog Jahre später bei mir ein (ich glaube 2010 oder 2011). Ich hatte ihn Ende 2008 schon mal in einem Shop gesehen, aber da war er vergriffen.

 
Ein Teil der Mitglieder ist in neuen Bands wieder aufgetaucht und auch dazu werde ich in den zukünftigen Beiträgen noch eingehen, denn da steht hier noch ein bisschen was in meiner Sammlung. Bis heute habe ich auf jeden von ihnen ein Auge, sofern sie sich zeigen, und schaue, was sie in Zukunft so machen.

 
Damit ihr euch einen kleinen eigenen Eindruck verschaffen könnt, habe ich ein paar Songs rausgesucht. Leider ist nicht mehr viel von ihnen zu finden, ich hätte gern meinen Lieblingssong verlinkt. Stattdessen gibt es von jeder CD einen.

 
Night Dance (von der Single 『「償いと絆」 「Night Dance」』)
零-ZERO- (von der Omnibus-CD 『u-20亥』)
Amirry? (vom Minialbum 『The BLADE』)

 
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht groß ist, kennt ihr die Band?
Habt ihr überhaupt schon mal Rockmusik aus Japan gehört?
Was erwartet ihr bei Visual Kei?

 
Bis denne ☆

Leserückblick Januar

 
Eigentlich könnte ich den Rückblick auch fast ausfallen lassen.
Auf dem Foto ist ein Buch abgebildet, aber ich habe eigentlich gerade mal die Hälfte davon gelesen.

 
Je weiter der Monat vorangeschritten ist, habe ich mich gefragt, warum ich so wenig lese. Ich habe nicht immer den Antrieb dazu, aber gerade in den letzten ein bis zwei Wochen, ist es nicht daran gescheitert. Viel mehr ist das Problem, dass mir die Augen zufallen, kaum, dass ich mich zum Lesen hinsetze. Ab und zu habe ich mal zehn Seiten am Stück lesen können und gemerkt, dass auch meine Begeisterung für diese Geschichte noch immer da ist. Auf Englisch zu lesen, ist für mich nicht das Problem. Ich habe das zwar eine Weile nicht gemacht, aber abgesehen davon, dass ich langsamer lese, unterscheidet sich sonst nichts zu deutschsprachigen Büchern.
Zehn Seiten durchgängig zu lesen, ist bislang eher die Ausnahme. Meist merke ich, wie mir die Augen zufallen. Nicht selten schaue ich dann kurz durch den Raum, was mich jedes Mal aus dem Lesefluss reißt. Und ich vermute, dass ich genau deswegen wiederum nur eingeschränkt Spaß am Lesen habe und in der letzten Zeit auch absichtlich darauf verzichtet habe.

 
Deswegen fällt der Rückblick dieses Mal sehr kurz aus. Ich denke auch nicht, dass ich wie im letzten Jahr, die Reihe am Stück weiterlesen werde, sondern erstmal zu anderen Büchern greife, sobald ich diesen Teil beendet habe.
Wie genau sich das entwickelt, wird der nächste Monat zeigen. Ich hoffe doch sehr auf einen Anstieg der gelesenen Seiten.

 
Kennt ihr dieses Problem auch?
Was tut ihr dagegen?
Oder sitzt ihr es einfach aus?

 
Bis denne ☆

Wenn mich das Chaos lähmt

 
Kennt ihr das?
Die Hände stecken gerade im Abwaschwasser (alternativ in der Blumenerde/dem Knet- oder Brotteig oder ihr steht unter der Dusche). „Ich muss Mehl nachkaufen.“ (Oder was auch immer euch fehlt.) Aufschreiben könnt ihr gerade nicht. Im gefühlt selben Moment überlegt ihr, was ihr eurer Freundin nächste Woche nun eigentlich als Geschenk bereitet. Und ihr müsst ja euren Freund noch zurückrufen, bloß nicht vergessen. Welches Thema soll als nächstes auf den Blog? Und welches Buch soll das nächste werden, sobald ihr das aktuelle doch mal beendet habt, obwohl ihr derzeit eigentlich gar nicht wirklich dazu greift. Nicht, weil es nicht gut ist, sondern einfach, weil … ja, weil eigentlich warum? Oh, und dann war da ja auch noch die Schreibroutine, die ihr endlich mal in Angriff nehmen wolltet. Wo lässt sie sich denn nun am besten eingliedern?

 
Mein Leben sieht ständig so aus. Ununterbrochen.
Früher war ich in der Lage, das alles zu differenzieren. Ich brauchte mir nichts aufzuschreiben und habe trotzdem so gut wie nichts vergessen. Wenn das doch mal vorgekommen ist, dann ist es mir wieder eingefallen, bevor es zu spät war.
Heute komme ich dank des Wassers (nein, Blumenerde ist es bei mir ganz sicher nicht) gar nicht erst bis zum Aufschreiben. Und wenn ich doch die Möglichkeit hätte, ist selbst der Gedanke schon weg, bevor ich einen Stift oder das Smartphone in der Hand halte. Eigentlich bräuchte ich eine permanente Aufzeichnung meiner Gedanken.

 
Stattdessen überfluten mich diese Gedanken unkontrolliert und ich tue exakt eines: Nichts. Ich sitze da, verfalle in eine Starre und kriege nichts auf die Reihe.
Okay, es reicht für die üblichen Notwendigkeiten. Katze versorgen, Katze bespaßen, Wohnung soweit okay halten, einkaufen. So die wirklich unumgänglichen Dinge. Und ein paar selbst auferlegte Verpflichtungen. Ohne diese läge der Blog hier vermutlich bereits brach. Sie sorgen für ein bisschen Regelmäßigkeit. Das ist gut. Und ich will das gar nicht für alle anderen Dinge. Aber ein bisschen mehr Struktur in meinem Kopf wäre toll. Übersicht im Chaos.

 
Nichts gegen Chaos, ich bin selbst chaotisch.
Glaubt ihr nicht?
Ja, ich weiß, ich liebe Struktur, aber glaubt mir, ich trage beides in mir. Ich brauche beides. Nur Ordnung und Struktur funktioniert für mich genauso wenig wie nur Chaos.
Aber genau in letzterem hänge ich irgendwie fest, eben vor allem im Kopf. Da, wo es keine Wiederholungen gibt (wie oft habe ich tolle Formulierungen im Kopf für Blogbeiträge, für Artikel, für SoMe-Posts, aber sobald ich mich hinsetzen kann, ist alles weg, manchmal selbst, wenn ich sofort beim Denken loslegen will, sobald ein Stift oder die Tastatur ins Spiel kommt, ist Ruhe).

 
Und dann sitze ich wieder da. Und aktualisiere mal ein paar Seiten. Immerhin lenkt das von dem riesigen Wirrwarr ab, weil ich mich auf das Gelesene fokussiere. Das ist wie eine andere Art Ruhe. Allerdings drängt sie den Rest nur in den Hintergrund. Ein Teil fällt ganz weg (das merke ich spätestens, wenn ein Zeitlimit verbunden war „ach ja, backen, oh, ich habe kein Mehl mehr“), anderes drängt sich mir irgendwann von selbst wieder auf, bevorzugt natürlich dann, wenn es gerade wieder nicht passt.

 
Wie geht ihr damit um?
Oder seid ihr vor solchen Attacken sicher?
Verratet ihr mir euer Geheimrezept?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe

 
Im November habe ich erwähnt, dass mir die Idee für ein neues Beitragsformat gekommen ist, in dem es um Musik geht.
Selbstverständlich hat mich dieser Gedanke nicht in Ruhe gelassen und deswegen schreibe ich heute erneut darüber. Und ja, ich muss das als selbstverständlich bezeichnen, denn für mich gibt es nichts Wichtigeres als Musik. Das war schon immer so. Oder zumindest seit ich die Möglichkeit habe, selbst zu entscheiden, welche Musik ich hören möchte (es war mein 10. oder 11. Geburtstag, an dem ich so ein tolles Gerät zum Abspielen bekommen habe, ein Doppelkassettenrekorder mit Radiofunktion).

 
Ab Februar wird es vermutlich monatlich einen Beitrag zu diesem Thema geben.
Auf dem Plan stehen verschiedene Bands, die ich unglaublich gern mag. Nein, eigentlich liebe ich jede von ihnen auf die eine oder andere Weise. Manche begleiten mich schon bis zu zwanzig Jahren oder darüber hinaus, andere sind noch sehr neu dabei.
Und gerade bei „meinen Japanern“, wie ich sie gern bezeichne, haben die CDs (und manchmal auch noch ein bisschen anderer Kram) auf dem einen oder anderen Umweg zu mir gefunden und wer weiß, vielleicht erzähle ich auch ein bisschen davon.

 
Ob dieses Format wirklich jeden Monat hier zu finden sein wird, weiß ich selbst nicht ganz sicher. Grundsätzlich habe ich es vor, aber wenn mal etwas dazwischen kommen sollte und dadurch ein Monat ausfällt, dann schränke ich mich damit auch nicht ein.
 
 

 
Das obere Foto zeigt meine Schätze aus Japan, wobei nur der Großteil CDs sind.
Auf dem unteren Bild befinden sich dagegen viele meiner restlichen CDs, die ich mittlerweile kaum noch höre.

 
Ich bin im Mai 2006 der japanischen Musik verfallen, vornehmlich dem, das als Visual Kei bezeichnet wird, wobei sich das nicht zwingend musikalisch eingrenzen lässt. Dennoch höre ich eigentlich nur Rockbands. Die Art von Rock variiert dabei durchaus, teilweise lausche ich sanften Balladen, doch am meisten zieht es mich zu eher dunklen, harten Sounds (was unter anderem bedeutet, dass ich nicht wirklich Metal höre, wobei es einige Einflüsse aus diesem Genre dennoch gibt).
Seitdem höre ich fast ausschließlich Musik aus Japan. Ab und zu habe ich mal Tage oder kurze Phasen, wo es mich zu „meinen alten Bands“ zurückzieht, aber so sehr ich sie liebe, sie reichen nicht an das heran, was ich bei „meinen Japanern“ finde.
Auch zuvor war ich bei Rock-Bands unterwegs, nur eben aus dem englischsprachigen Raum. Dass ich direkt vor dem „Wechsel“ System Of A Down gehört habe, hat vermutlich auch geholfen, im Anschluss den Einstieg zu finden. Aber das war sicher nicht der Grund. Zumal ich auch bei den Japanern gleich recht vielfältig eingetaucht bin, was unter anderem damit zusammenhing, dass 2006 noch wirklich viele Bands in Berlin gespielt haben und ich mich jedes Mal sofort auf YouTube rumgetrieben habe, um festzustellen, ob ich mir ein Ticket kaufen möchte oder nicht.

 
So viel jetzt also erstmal dazu. Alles Weitere folgt dann bei den jeweiligen Bands.

 
Welche Bedeutung hat Musik in eurem Leben?
Hört ihr eher Musik aus den Charts oder seid ihr auch ein Exot?
Verbindet ihr Musik mit dem Schreiben?

 
Bis denne ☆